Deutschland 2025, 87 min, deutsche Originalfassung
Regie: Alina Cyranek
Hinter den Fassaden von Häusern verbergen sich Machtstrukturen, die Täter begünstigen und Frauen unzureichend schützen. Dieser Film begleitet eine Frau auf ihrem Weg aus einer langjährigen gewalttätigen Beziehung und zeigt, wie Politik und Gesellschaft immer noch zu oft versagen. Der Film gibt einer Überlebenden neuen Raum und eine Stimme, um sich aus der Opferrolle zu befreien und sich ihr Leben zurückzuerobern. Schonungslos und eindringlich dokumentiert er einen Kampf gegen Gewalt – und gegen ein System, das noch eher wegschaut als tatsächlich konkret hilft. (NFF 2025)
„In FASSADEN geht es um Kontraste zwischen Innen und Außen, Privatem und Öffentlichem, Glauben und Fakten, Emotionalität und Objektivität, psychischer und physischer Gewalt. All diese Aspekte sollen nicht bebildern, vielmehr sollen Assoziationsräume entstehen, die mit präzise kadrierten, sachlichen Experteninterviews in Kontrast stehen. Tanz wird als nonverbale Darstellungs- und Ausdrucksform genutzt, um innere Gefühlszustände oder Paardynamiken zu beschreiben. In der ästhetisch-expressiven Inszenierung des Körpers und einer Formung der Bewegung sehe ich Möglichkeiten die eigenen physischen Grenzen, Energien, Gefühle, Gedanken, Vorstellungen, innere Einstellungen und Erinnerungen auszuloten, die ohne Worte in Bewegung „versetzt“ werden können. Die Rolle der Animation – haptische Papierdrucke – spiegelt den mentalen Zustand der Frau wider: manipuliert und surreal.“ (Alina Cyranek)