aktuell

Liebe Gäste,

Sonntag, 01. November ist vorerst unser letzer Spieltag.

Wir zeigen:

14:30 Uhr OLANDA, OmdU

17:30 Uhr CORPUS CHRISTI, OmdU

20:00 Uhr ДЫЛДА – BOHNENSTANGE, OmdU

Wegen der neuen Verordnung zur Eindämmung der Corona-Pandemie bleibt unser Kino vom 02. bis zum 30. November geschlossen.

Alle bereits angekündigten Veranstaltungen in diesem Zeitraum müssen leider entfallen.

Drücken Sie uns die Daumen, dass ab dem 1. Dezember wieder los gehen kann!

Wir halten Sie auf dem Laufenden…

Auf bald!

Ihr Kino Krokodil

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Regeln am Band,

bei hoher Geschwindigkeit

Regeln am Band, bei hoher Geschwindigkeit (D 2020, R: Yulia Lokshina)

„Anders, scheinbar zeitlos und intensiver als die hektische Berichterstattung aus dem Corona-Hotspot geht die Filmemacherin auf Spurensuche nach Menschen, die als Arbeitsmigranten vom Rand Europas nach Deutschland gekommen sind und dem Ausbeutungsdruck stoisch standzuhalten versuchen. (…) Den Blick ins Werkinnere, auf Fließbänder und vermummte Männer mit Messern, spart sich der Film. Die Kamera (Zeno Legner, Lilli Pongratz) umrundet die gigantische Mauer, die das Werksgelände von einer Eigenheimidylle trennt und symbolisiert so die Spaltung in Parallelwelten. Wie durch Wegschauen und Mangel an konsequentem politischem Handeln das Geschäft der Ausbeutung begünstigt wird, ist Yulia Lokshinas leises, aber eindringlich visualisiertes Thema.“ (Claudia Lenssen, TAZ 22.10.2020)

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Olanda

OLANDA (D/ RO 2019, R: Bernd Schoch)

am So, 01.11. um 14:30 Uhr

„OLANDA ist ein gelungener Balanceakt: präzise beobachtet, analytisch in der Montage und zugleich so poetisch, wie es der Film sein kann, ohne die Verhältnisse zu romantisieren. Im Gleichgewicht gehalten wird der Film nicht zuletzt von Schochs Interesse an den Lebensrealitäten der Sammler:innen.

‚Die Leute sind keine Spielbälle. Sie stehen erst einmal nur für sich. Wir wollten ihnen als Menschen Raum geben‘. Die Kraft von OLANDA besteht darin, ein System zu analysieren ohne von den Menschen, die in ihm arbeiten, zu abstrahieren.“

Fabian Tietke, TAZ Plan 15.10.20

„Jenseits einer Analyse von ökonomischen Strukturen ist der Film auch das Dokument eines Rhythmus des Alltags im Wald, taucht über seine gesamte Dauer in eine Bewegung in Raum und Zeit ein, den nur die Sammler*innen in der Verwertungskette je wirklich kennen können und der nur im Kino potenziell für andere hergestellt werden kann: In einen Tagesablauf, den der Film nicht nur als Zeichen für die Ausbeutungsverhältnisse zu deuten weiß, sondern in dem er Schönheit entdeckt, ein Wachsein an Orten und zu Zeiten, die eine andere Wahrnehmung der Welt zulassen. Ein Besteigen von Bergen und Durchkreuzen von Wäldern, das er nicht nur als knirschende Plackerei darstellt, sondern als extrem physischen, sinnlichen Umgang mit Welt spürbar werden lässt. Eine Natur, die er nicht als romantische Tapete des Lebens jenseits der technologischen Entfremdung begreift, sondern als den realen und doch unwirklichen Raum eines Trips, auf dem man in tiefer Nacht knisternden und blutrot brennenden Feuern, leise und doch schwer fallenden Regentropfen auf resonierenden Oberflächen und durch herumstreunende Pullover sich biegenden und dann brechenden Zweigen in Form einer kinematografischen Wahrnehmungsübersteigerung begegnet.“

Alejandro Bachmann

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Zum Kinostart von SPACE DOGS:

SOUNDTRACK

by John Gürtler & Jan Miserre

Limited Edition 12″

LP bei uns an der Kinokasse erhätlich!

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LAIKA UND GOTT

Space Dogs (2019, R: Elsa Kremser, Levin Peter)

Unser neues TANGENTIALE Plakat ist da!

Anlässlich des Kinostarts von SPACE DOGS konnten wir die Autorin Olga Martynova für einen literarischen Beitrag im Rahmen unserer Aktion TANGENTIALE gewinnen. Die daraus entstandene Novelle „Laika und Gott“ ist als Poster an der Kinokasse erhältlich.

Vorschau:

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Zur aktuellen Lage in Belarus

Wir denken an Belarus und verweisen auf den POLITISCHEN ANDACHT FÜR BELARUS in der Gethsemane-Kirche:

Überkonfessionell – jedeR ist herzlich eingeladen, ausdrücklich auch Atheist*innen.

Wo: Gethsemane-Kirche im Ev.Kirchenkreis Berlin Prenzlauer Berg Nord, Stargarder Straße 77 (nahe S+U Schönhauser Allee)

Wann: kommender Dienstag, 8.9., 18 Uhr, und bis auf weiteres an jedem Dienstag, 18 Uhr

Wer lädt ein: Orga-Team „Wachet & Betet – Freiheit Jetzt“ in Zus.arbeit mit Mitgliedern der deutsch-belarusischen Community Berlin

Was: Musik, Kerzen, Gebet & Informationen zu den aktuellen Ereignissen in Belarus. Besondere Aufmerksamkeit gilt den getöteten, misshandelten und zu Unrecht inhaftierten Menschen in Belarus.

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Hintergrund: Die Belarus-Andachten finden statt im Rahmen der seit Sommer 2017 täglichen 18-Uhr-Andachten in der Gethsemane-Kirche für zu Unrecht Inhaftierte in der Türkei und weltweit, unter der Überschrift „Wachet und Betet – Freiheit Jetzt!“

Die Initiativgruppe, die die Andachten organisiert, hält Kontakt u.a. zur in der Türkei zu Unrecht inhaftierten Kölner Sängerin Hozan Canê und ihrer in der Türkei mit Ausreisesperre festsitzenden Tochter Gönül Örs, Sozialunter­nehmerin aus Köln. Per Post besteht Kontakt mit dem Journalisten Nedim Türfent, der in Van / Türkei eine fast 9jährige unrechtmäßige Haftstrafe absitzen muss.

Anlass für diese politischen Andachten war die rund 3monatige Haft in türkischen Gefängnissen des Gemeindemitglieds der Evangelischen Kirchgemeinde Prenzlauer Berg-Nord, Peter Steudtner im Sommer/Herbst 2017. Steudtner wurde im Rahmen des Prozesses gegen die „Istanbul10“ mittlerweile freigesprochen. Drei seiner ebenfalls zu Unrecht Mitangeklagten wurden jedoch verurteilt: der vormalige Leiter und Ehrenpräsident der Sektion Türkei von Amnesty International, Taner Kılıç, wurde zu über 6 Jahren, die Amnesty-Mitglieder İdil Eser Özlem Dalkıran und Günal Kurşun zu 2 Jahren und 1 Monat Gefängnis verurteilt. Weiterhin in Haft befindet sich außerdem der türkische Unternehmer Osman Kavala. Für alle diese und weitere Menschen fordern die Unterstützer von „Wachet und betet – Freiheit Jetzt“ die Einhaltung der Rechtsstaatlichkeit und das sofortige Ende unrechtmäßiger Haft.

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