Das Gebiet der Muskauer Heide wurde von Julius Günzel und Maja Nagel über einen Zeitraum von zwölf Jahren filmisch beobachtet. In den drei Dokumentarfilmen werden die geografischen und kulturellen Veränderungen dieser vom Braunkohletagebau geprägten Region in Bildern und Gesprächen gezeigt. Wer davon nicht unmittelbar betroffen ist, blendet dieses Geschehen in der Regel aus, obwohl das Abtragen dieser einzigartigen, sorbisch geprägten Kulturlandschaft Sachsens nach wie vor in hohem Tempo voranschreitet und das Leben der dort verwurzelten Menschen radikal beeinflusst.
CERNE JAGODY/ BLAUBEEREN, D 2013, 15 min
Edith Penk besucht täglich eine stattliche Buche. Sie sammelt Blaubeeren in der Muskauer Heide. Doch der heranrückende Tagebau bedroht diese Landschaft.
LIBAWKA/ WINTERLIEB, D 2020, 30 min
Edith und Kito Penk aus Rohne streifen durch die Muskauer Heide, registrieren deren Verschwinden und kämpfen weiter gegen den Tagebau.
KOHLE / WUHLO, D 2024, 53 min
Der Kohleabbau steht vor dem Aus, aber die Grubenkante rückt weiter die Widersprüche und Probleme in der Region der mittleren Lausitz, bedrohlich näher. Das Hin und Her um die Kohleförderung offenbart am Rande des Tagebaus.
VORFILM: MÓC Z WUHLOM RYSOWAĆ / KOHLE MACHT BILDER
D 2024, 7 min, R: Maja Nagel
ein Zusammenspiel von Jazzklängen des Musikers Joe Sachse mit gestischer Zeichnung