11.03. – 01.04.2026, immer mittwochs, 19:00 Uhr |
Drei Jahrzehnte nach der Samtenen Revolution sind Tschechien und die Slowakei längst in einer neuen gesellschaftlichen Realität angekommen. Doch genau wie frühere Generationen müssen auch die jungen Menschen heute die Fragen nach Identität, Zugehörigkeit und Verantwortung beantworten. Zwischen Geborgenheit in der Familie und dem Bestreben nach Selbständigkeit und individueller Freiheit, zwischen Provinz und weiter Welt, zwischen Vertrauen und Enttäuschung suchen junge Menschen ihren Platz in einer Gesellschaft, die sich weiter verändert und in der die Zerbrechlichkeit familiärer und sozialer Bindungen immer wieder sichtbar wird.
Das Tschechische Zentrum Berlin und das Slowakische Institut Berlin präsentieren im Kino Krokodil gemeinsam eine Filmreihe, die gegenwärtige Perspektiven auf das Aufwachsen in Tschechien und der Slowakei vereint. Sbormistr (Broken Voices) blickt in die frühen 1990er Jahre und erzählt von Machtmissbrauch und verlorener Unschuld im Umfeld eines renommierten Mädchenchors. Od marca do mája (March to May) zeichnet das leise, intime Porträt einer Familie im Wandel und beobachtet, wie eine unerwartete Schwangerschaft vertraute Dynamiken verschiebt. Nech je svetlo (Let there be light) folgt einem Vater, der mit der Radikalisierung seines Sohnes konfrontiert wird, und stellt Fragen nach Verantwortung innerhalb von Familie und Gesellschaft. Hore je nebo, v doline som ja ( Promise I´ll be fine) begleitet einen Jugendlichen in einem perspektivlosen slowakischen Dorf, dessen Vertrauen in die eigene Mutter und in die Welt zu bröckeln beginnt.
Alle Filme laufen als Berlin-Premiere.
Mi, 11.03. SBORMISTR / BROKEN VOICES
Mi, 18.03. OD MARCA DO MÁJA / MACH TO MAY
Mi, 25.03. NECH JE SVETLO / LET THERE BE LIGHT – in Anwesenheit des Regisseurs mit Filmgespräch
Mi, 01.04. NAHOŘE NEBE, V DOLINĔ JÁ / PROMISE I’LL BE FINE