Inge­borg Bach­mann – Jemand, der ein­mal ich war

Deutsch­land / Öster­reich 2026, 95 min, deut­sche Originalfassung

Regie: Regi­na Schilling 

In einer poe­ti­schen Spu­ren­su­che lässt Regis­seu­rin Regi­na Schil­ling das Publi­kum am Ent­ste­hen von Kunst teil­ha­ben: Schau­spie­le­rin San­dra Hül­ler nähert sich dem Leben von Inge­borg Bach­mann an einem ima­gi­nä­ren Tag und ver­leiht ihren Wor­ten eine ein­dring­li­che Prä­senz. Mit einem kunst­vol­len Geflecht aus impro­vi­sier­ten Sze­nen, Archiv­schät­zen, Inter­views und Bach­manns eige­nen Tex­ten durch­misst der Film die zen­tra­len Lebens­pha­sen der Autorin – von der Kriegs­kind­heit in Kärn­ten, dem Auf­stieg zum Star der Grup­pe 47 bis zu den letz­ten Tagen in Rom. Der Weg ist gezeich­net von ihren kom­pli­zier­ten Bezie­hun­gen zu Paul Celan, Hans Wer­ner Hen­ze und Max Frisch und einem unnach­gie­bi­gen Rin­gen um eine eige­ne, radi­ka­le Spra­che zwi­schen öffent­li­chem Ruhm und exis­ten­zi­el­len Kri­sen. Zum 100. Geburts­tag von Inge­borg Bach­mann gelingt Regi­na Schil­ling eine so sinn­li­che wie intel­lek­tu­el­le Annä­he­rung an eine der bedeu­tends­ten Schrift­stel­le­rin­nen des 20. Jahr­hun­derts. Durch die kraft­vol­le Inter­pre­ta­ti­on von San­dra Hül­ler und meis­ter­haf­te Archiv­mon­ta­gen wird Bach­manns Sprach­ge­walt im Kino unmit­tel­bar erfahr­bar. INGE­BORG BACH­MANN – JEMAND, DER EIN­MAL ICH WAR ist ein fil­mi­sches Por­trät, das die Zer­brech­lich­keit und Kraft einer Künst­le­rin fei­ert, die sich jeder Ver­ein­nah­mung ent­zog und deren Werk bis heu­te eine visio­nä­re Wucht besitzt.