D’Est (From the East / Aus dem Osten)

Frank­reich, Bel­gi­en 1993, 110 min, ohne Dialog

Regie: Chan­tal Akerman

Anknüp­fend an ihren 15 Jah­re zuvor ent­stan­de­nen Film „News from Home“ unter­nimmt Chan­tal Aker­man in D’EST eine Rei­se von Ost­deutsch­land nach Mos­kau, die im Som­mer beginnt und im tiefs­ten Win­ter endet. Im Ver­lauf die­ser sub­jek­ti­ven Rei­se filmt sie „alles, was sie berührt“ und über­mit­telt Bil­der und Klän­ge, ohne sie zu kom­men­tie­ren. Sta­ti­sche Ein­stel­lun­gen, die von den Bewe­gun­gen der Men­schen durch­kreuzt wer­den, wech­seln sich ab mit Kame­ra­fahr­ten vor­bei an städ­ti­schen Land­schaf­ten, Men­schen und Gesich­tern, die einen bei­na­he hyp­no­ti­sie­ren­den Sog ent­fal­ten. Der bestän­di­ge, lang­sa­me Rhyth­mus des Films lässt Raum für eine eben­so bedäch­ti­ge Annä­he­rung, unter­malt vom Rau­schen des eisi­gen Win­des, dem Dröh­nen der Autos und immer wie­der von Musik.

Das DCP ist eine digi­ta­le Restau­rie­rung der Ciné­ma­t­hè­que Roya­le de Bel­gi­que (CINE­MA­TEK) und die Fon­da­ti­on Chan­tal Akerman.