Die Mau­er (The Wall)

Regie: Jür­gen Böttcher 

Ein ein­dring­li­cher Film – zum Teil auch expe­ri­men­tel­len Cha­rak­ters – über die Ber­li­ner Mau­er, im Zen­trum der Stadt am Pots­da­mer Platz und am Bran­den­bur­ger Tor. Ein Film über ihre letz­ten Tage, ihren Abriss, der vom Zuschau­er sinn­lich mit­er­lebt wird. Ein Film, des­sen aus­drucks­star­ke Bil­der und col­la­ge­ar­ti­ge Ton­ebe­nen die asso­zia­ti­ven Kräf­te des Betrach­ters wecken. Ein Film, des­sen Gesich­ter und Sze­nen gegen­wär­ti­gen Gesche­hens auf ein­drucks­vol­le Wei­se erwei­tert wer­den durch Pro­jek­tio­nen his­to­ri­scher Sequen­zen auf die Res­te die­ses inhu­ma­nen Bauwerkes.

„Ein Film wie ein Gedicht, wie ein Musik­stück. Die Ori­gi­nal­tö­ne – Metall schlägt auf Metall, ver­ein­zelt mensch­li­che Stim­men zwi­schen Maschi­nen und Moto­ren – fügen sich zu einem Sound­track aus kon­kre­ter Musik. Das intui­ti­ve Zusam­men­spiel zwi­schen Regie/​Böttcher und Kamera/​Plenert über­trägt sich unmit­tel­bar auf den Zuschau­er, pro­du­ziert ein­ma­li­ge Bil­der und Sequen­zen.“ (Claus Löser in: Jür­gen Bött­cher Films / Fil­me 1957–2001, Nir­wa­na Edi­ti­on Ber­lin, 2002)