am Dienstag, 13. Oktober um 20:15 Uhr in Anwesenheit des Regisseurs Mykyta Gibalenko |
“Als eine Art Leitmotiv fungieren Vögel. Nicht nur in den Vokabeln, mit denen Vitaly die deutsche Sprache lernt (‚Gans – Gänse‘, ‚Schwalbe – Schwalben‘), oder in dem Zungenbrecher, mit dem er die Aussprache trainiert. Vögel tauchen auch sonst immer wieder auf, etwa in einer Theaterperformance, an der Vitaly in München mitwirkt und die sich an Aristophanes’ Die Vögel abzuarbeiten scheint. Als fliegende Kreaturen, die nicht an den Erdboden oder Grenzen gebunden sind, spiegeln sie Vitalys Sehnsucht nach Freiheit und Neuaufbruch, die ihn aus der Wohnung der Mutter fort und nach München getrieben hat. Aber auch das Verletzliche seiner Identität, die ‚zugvogelhaft‘ zwischen zwei Welten ausgespannt ist und vom Krieg wie von einem scharfen Wind aus der Bahn geworfen zu werden droht, klingt in dem Motiv an. Ein erster filmischer Höhenflug ist Mykyta Gibalenko damit allemal gelungen.“ (Felicitas Kleiner, filmdienst.de)