Slowakeit / Tschechische Republik / Ungarn 2003, 86 min, OmeU
Regie: Peter Kerekes
66 Sommer im Leben eines slowakischen Freibads. Hier, im alten Schwimmbad von Košice, zog auch die Geschichte ihre Bahnen. In einem Kaleidoskop, das Ereignisse aus 66 Jahren bündelt, wird nicht nur die Geschichte der Badeanstalt rekonstruiert, sondern auch die Mittel- und Osteuropas. Von den Bombardements im Zweiten Weltkrieg über die russische Okkupation bis zum Zusammenbruch des Kommunismus. Und zwischendrin und drum herum nehmen die kleinen persönlichen Dramen, Liebesgeschichten und Glücksmomente ihren Lauf. Das Schwimmbad als Kristallisationspunkt von Fernweh, als Strandersatz, als Ort der Kommunikation, des Flirts und der Verführung. All das erzählt Peter Kerekes mit großer Leichtigkeit und ironischem Augenzwinkern. (DokFest München 2004)
“Céhácko, das öffentliche Schwimmbad in Košice als Spiegel der Zeit zwischen 1936 und 2002, die Protagonisten erzählen von Anpassung und Unterordnung, von Verfolgung durch die Nazis, der Bombardierung während des zweiten Weltkriegs und dem Einmarsch der Russen 1968. Die Bademode damals und heute wird diskutiert, die Anziehung der Geschlechter, die Spiele im Wasser. Geschichten oder Geschichte? – der Filmemacher sagt, die geht hier ohnedies baden.“ (Crossing Europe 2004