Alte Lie­be

Deutsch­land 2026, 111 min, deut­sche Originalfassung

Regie: Andre­as Dresen

Eine berüh­ren­de und zugleich hei­te­re Paar­ge­schich­te vol­ler Wort­witz, lei­ser Melan­cho­lie und zärt­li­cher Momen­te. Basie­rend auf dem gleich­na­mi­gen Best­sel­ler von Elke Hei­den­reich und Bernd Schroe­der, der im August 2026 im Han­ser Ver­lag neu auf­ge­legt wird, erzäh­len sie über zwei Men­schen, die nach vier Jahr­zehn­ten Jah­ren Ehe ent­de­cken, dass es für Ver­än­de­run­gen nie zu spät ist.

Seit sei­ner Pen­sio­nie­rung meckert Har­ry nur noch rum, trinkt Wei­zen­bier und pflegt sei­nen Rit­ter­sporn. Fin­det Lore. Sie klam­mert sich an ihren Job als Biblio­the­ka­rin, orga­ni­siert pein­li­che Lesun­gen und ver­ehrt ihre Dich­ter wie Pro­phe­ten. Fin­det Har­ry. Für ein altes Ehe­paar reden die bei­den erstaun­lich viel – und mei­nen doch meis­tens etwas ande­res. Als Toch­ter Julia zum drit­ten Mal hei­ra­ten will, ist der Streit pro­gram­miert und doch nur die Spit­ze des Eis­bergs. In vier­zig Jah­ren Ehe sam­melt sich eini­ges an. Unter der Ober­flä­che bro­delt es: unaus­ge­spro­che­ne Fra­gen, alte Eifer­sucht, der Streit um Har­rys Phleg­ma und um den Sinn eines Hoch­druck­rei­ni­gers. Wäh­rend Har­ry sei­nen Gar­ten hegt, träumt Lore von einem ande­ren Leben, von Rei­sen, von Auf­bruch. Sie fühlt sich kraft­los und fragt sich immer dring­li­cher: War das schon alles? Wel­che Chan­cen hat sie ver­passt? Ist es mit über sech­zig zu spät für einen Neu­an­fang? Har­ry trinkt sein Bier, raucht, schweigt. Und bemerkt doch ihre Not. (Pan­do­ra)

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