Das Kino

Deutsch­land 2025, 198 min, deut­sche Originalfassung

Regie: Bern­hard Sallmann

Abseits des seit ein­hun­dert Jah­ren anhal­ten­den Rau­nens über sei­nen Tod, wird sel­ten über das Kino gespro­chen. Viel­leicht weil es uns schwer­fällt, über Lie­be zu reden. Doch wer weiß schon, ob er von Lie­be spricht, wenn er das Kino meint. Viel­leicht soll man nicht an Lie­be, son­dern bes­ser an Sehn­süch­te den­ken, an Sehn­süch­te, Illu­sio­nen und Rea­li­tä­ten? An das Kino als unge­lieb­ten Sehn­suchts­ort, einen Ort, den in Wirk­lich­keit kaum einer liebt und nach dem sich doch alle seh­nen. Wenn Bern­hard Sall­mann elf Men­schen beim Nach­den­ken über das Kino zuhört, tut er das mit den Mit­teln des Kinos. Er redu­ziert die­se Mit­tel bis aufs Äußers­te und ist viel­leicht des­halb dem Kino am nächs­ten. Wenn die in einen engen Bild­aus­schnitt gefes­sel­ten Erzäh­le­rIn­nen von Wahn­sinn, selt­sa­men Mär­chen, Kino­schlaf oder selbst zu errin­gen­der Mün­dig­keit berich­ten ahnt man, dass es um etwas Unsag­ba­res geht. Um etwas, dass man nur an die­sem einen Ort erlebt. Das nen­nen wir dann DAS KINO.

„Das Kino setzt seit zumin­dest 130 Jah­ren zuerst Bil­der, spä­ter Bil­der und Töne in die Welt. 

Wie ein stets quel­len­der Hirsetopf. 

Von Anfang an befragt es sich selbst. 

In die­sem Film spre­chen elf (Fuß­ball­ver­dacht?) Per­so­nen zu Ihren Ver­hält­nis­sen zum Kino. 

So eng die gewähl­te Kadra­ge ist, so weit sind die Denk- und Wahr­neh­mungs­räu­me gespannt. 

Das Kino zieht sich ganz auf sich zurück und ist ganz bei sich. Es lau­ert in der Höh­le und ist eine Welt für sich. 

Es ist uni­ver­sal und plural. 

Es ist fast allen zugänglich.

Einem bekann­ten Mär­chen fol­gend kann es als eigen­sin­ni­ges Kind bezeich­net wer­den.“ (Director’s State­ment)