Regie: Kerstin Bastian, Kamera: Michael Doering, Bernd Höhne
An der damaligen HFF „Konrad Wolf“ in Potsdam-Babelsberg drehte die Regiestudentin Kerstin Bastian ihren Hauptprüfungsfilm über die Brigade „Vereinte Kraft“ in einem Berliner Heizkraftwerk zwischen dem Rücktritt von Egon Krenz Anfang Dezember 1989 und dem Neujahrstag 1990. Es gelang ihr, in Gesprächen viel von der brisanten Atmosphäre dieser Zeit einzufangen. „Bastian zeigt sowohl die Unsicherheit als auch die Bodenständigkeit der Männer inmitten des sich abzeichnenden Zusammenbruchs der DDR“, schrieb der Filmkurator Florian Wüst, der den verschollenen Film vor einem Jahr wiederentdeckte. Die Filmemacherin bringt sich selbst mit ein und führt u.a. Gespräche mit dem Brigadeleiter Wilhelm Päch, der früher z.B. als Volkspolizist und DEFA-Dramaturg („Die Russen kommen“) geschasst wurde und als Arbeiter eine neue Bestimmung fand.