Dop­pel­pro­gramm: Aki­shi­na. Speak not Silence + Auf­zeich­nun­gen ohne Ort

Termine

zu den Filmen:

AKI­SHI­NA. SPEAK NOT SILENCE

RUS/ IL 2025, 52 min, OmeU

Regie: Maria Sandler

Mari­na Aki­shi­na, eine furcht­lo­se rus­si­sche Avant­gar­de-Künst­le­rin, zieht sich in ein abge­le­ge­nes Dorf im Nor­den Russ­lands zurück. Sie lebt in Stil­le und ver­wan­delt zugleich ihren All­tag in Kunst. Seit dem 24. Febru­ar 2022 malt sie täg­lich Anti­kriegs­bil­der, in denen sie Alle­go­rien und Por­träts über­ein­an­der­schich­tet, um eine Welt im Krieg zu dokumentieren.

Sie zu fil­men, erfor­der­te äußers­te Zurück­hal­tung, ein Aus­ta­rie­ren von Nähe und Distanz, von An- und Abwe­sen­heit. Im Mai 2024 starb Mari­na Aki­shi­na, und all ihre Gemäl­de ver­schwan­den. So wird der Film zu einer Medi­ta­ti­on über Mut, Ein­sam­keit und die Zer­brech­lich­keit der Erinnerung

AUF­ZEICH­NUN­GEN OHNE ORT

D 2026, 39 min, OmdU

Regie: Stef­fi Wurster

Der Film erkun­det das neue rus­si­sche Exil als Raum des Ver­lusts und der Neu­ver­or­tung. Er ver­bin­det Natal­ja Kljut­schar­jo­was Tage­buch­tex­te aus dem ers­ten Kriegs­jahr mit ihrem heu­ti­gen All­tag in einer baye­ri­schen Klein­stadt. Modell­haft rekon­stru­ier­te Räu­me ihrer rus­si­schen Ver­gan­gen­heit ver­schrän­ken sich mit doku­men­ta­ri­schen Auf­nah­men ihres Exil­le­bens. Eine lei­se Suche nach einem Ort, an dem Spra­che und Leben wei­ter­ge­hen können.