Dry Leaf ხმელიფოთოლი

Deutsch­land / Geor­gi­en 2025, 186 min, geor­gi­sche Ori­gi­nal­fas­sung mit deut­schen UT

Regie: Alex­and­re Koberidze 

Als die jun­ge Sport­fo­to­gra­fin Lisa ver­schwin­det, beschließt ihr Vater sie zu suchen und macht sich mit ihrem bes­ten Freund, dem mys­te­riö­sen Leva­ni, auf eine Rei­se durch Geor­gi­en. Lisa hat­te zuletzt Fuß­ball­sta­di­en im gan­zen Land foto­gra­fiert. Mit der vor­bei­zie­hen­den Land­schaft und von einem Spiel­feld zum nächs­ten ändern sich die Men­schen sowie ihre Geschich­ten. Doch mit jedem Fuß­ball­platz und jedem Dorf schei­nen die Chan­cen, Lisa zu fin­den, zu schwinden…

Mit sei­nem neu­en Road­mo­vie setzt Alex­and­re Kobe­r­id­ze nach WAS SEHEN WIR, WENN WIR ZUM HIM­MEL SCHAU­EN? die poe­ti­sche Erkun­dung sei­nes Hei­mat­lan­des Geor­gi­en fort.

„DRY LEAF‘s Bild­ta­feln sind impres­sio­nis­tisch in einer Wei­se, die an die Plein-Air­Land­schaf­ten von Clau­de Monet erin­nert.“ (Slant Maga­zi­ne)

„Ende der 1950er Jah­re führ­te der bra­si­lia­ni­sche Fuß­bal­ler Didi eine Schuss­tech­nik ein, die „Dry Leaf“ genannt wur­de. So wie ein tro­cke­nes Blatt von einem Baum fällt und es für das mensch­li­che Auge unmög­lich ist zu berech­nen, wo es lan­den wird, ist es bei die­ser Tech­nik für den Tor­wart unmög­lich, die genaue Flug­bahn des Balls vor­her­zu­sa­gen. Das Ent­schei­den­de ist: Auch für den Schüt­zen bleibt sie ein Geheimnis.

Ver­su­chen Sie, an ein von oben her­ab­fal­len­des Blatt zu den­ken – wie es sei­ne Rich­tung und Geschwin­dig­keit ver­än­dert, wie es manch­mal schnell und gera­de auf den Boden fällt, nur damit sich plötz­lich alles ver­schiebt. Es beginnt lang­sam und ruhig zu schwe­ben, bevor es sei­ne Bahn erneut ändert, und so wei­ter – abhän­gig von der Höhe, vom Wind, von der Luft­feuch­tig­keit und von unzäh­li­gen ande­ren Fak­to­ren, derer wir uns nicht ein­mal bewusst sind. Selbst wenn es den Boden erreicht, ist die Rei­se des Blat­tes nicht zu Ende – eine Wind­böe oder ein klei­ner Jun­ge auf dem Weg zur Schu­le könn­te es in ein ande­res Vier­tel tra­gen, oder jemand kehrt es mit Tau­sen­den ande­ren Blät­tern in einen Sack und bringt es an einen Ort, an dem Blät­ter ver­brannt wer­den. Doch genau wie Didis Ball weiß nie­mand, wohin er geht, sobald er zu fal­len beginnt – und so ist es auch mit unse­ren Prot­ago­nis­ten. Sie haben ein Ziel, aber kei­ne genaue Vor­stel­lung davon, wie sie es errei­chen sol­len, also las­sen sie sich von den Umstän­den lei­ten. Und so war es auch mit uns, den weni­gen Men­schen, die die­sen Film gemacht haben: Wir lie­ßen uns fal­len und ver­trau­ten dar­auf, dass die Win­de uns an einen Ort tra­gen wür­den, den wir uns nicht hät­ten vor­stel­len kön­nen. Die­ses Fal­len dau­ert an, und es gibt kein Zurück.“ (Alex­and­re Kobe­r­id­ze, 2025)

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