film­POL­S­KA 2026: Powiedz mi, co czu­jesz / Tell Me What You Feel

PL 2026, 102 min, OmeU

R: Łuka­sz Ron­du­da / B: Łuka­sz Ron­du­da, Aga­ta K. Koschmie­der / K: Wero­ni­ka Bils­ka / S: Aga­ta Cierniak

D: Jan Sała­siń­ski, Iza­bel­la Dud­zi­ak, Ani­ta Pod­dęb­ni­ak, Adam Szy­sz­kow­ski, Alek­san­dra Jus­ta, Andrzej Konop­ka u. a.

Patryk kommt vom Dorf, wo sei­ne bet­tel­ar­men Eltern sich auf einem her­un­ter­ge­kom­me­nen Bau­ern­hof mit Schrott­ver­kauf über Was­ser hal­ten. Aber er will nicht Bau­er wer­den – er

quar­tiert sich in War­schau in einem bil­li­gen Zim­mer ein, trägt knall­bun­te Second-Hand-Kla­mot­ten und ver­sucht, als Künst­ler Fuß zu fassen.

Eines Tages gerät er in eine Per­for­mance-Aus­stel­lung, wo Maria den Besucher*innen Trä­nen abkauft und die­se aus­stellt. Sie stammt aus einem rei­chen Groß­stadt-Eltern­haus – doch bei einem Rol­len­spiel zeigt sich, dass Maria eben­so wie der trä­nen­lo­se Patryk schwer von Trau­ma­ta belas­tet ist. In man­cher Hin­sicht sind sie See­len­ver­wand­te. Ihre Bezie­hung ent­wi­ckelt sich zu einer Berg-und-Tal-Bahn, die auf sozia­ler, ero­ti­scher, emo­tio­na­ler und künst­le­ri­scher Ebe­ne zu einer Zer­reiß­pro­be wird.

Erneut gelingt Łuka­sz Ron­du­da das Meis­ter­stück, künst­le­ri­sche Fra­ge­stel­lun­gen und rea­le Kunst­wer­ke schlüs­sig in eine Film­hand­lung ein­zu­bet­ten, so dass weder der Dis­kurs zu ver­kopft noch die Kunst bana­li­siert wird. Nach­dem er in „Heart of Love” (2017) bereits ein Künst­ler­paar por­trä­tier­te, bringt er nun in eine Bezie­hungs­ge­schich­te noch den Aspekt des Klas­sis­mus ein. Dabei greift er erneut auf rea­le Vor­bil­der zurück – Patryks Vor­bild ist der Künst­ler Patryk Róży­cki, für die Figur der Maria war die bil­den­de Künst­le­rin Karo­li­na Bal­cer Patin. (Rai­ner Mende)