HIM­MEL IM BRUN­NEN | Kind und Stadt: Bal­tie zva­ni / Wei­ße Glo­cken­blu­men + Vecāks par 10 minū­tēm / 10 Minu­ten älter + Litt­le Fugi­ti­ve / Der klei­ne Ausreißer

Bal­tie zva­ni / Wei­ße Glo­cken­blu­men, Let­ti­sche SSR 1961, 38 min, ohne Dia­log, R: Ivars Kraulītis

Vecāks par 10 minū­tēm / 10 Minu­ten älter, Let­ti­sche SSR 1978, 10 min, ohne Dia­log, R: Herz Frank

Litt­le Fugi­ti­ve / Der klei­ne Aus­rei­ßer USA 1953, 80 min, OmdU, R: Mor­ris Engel, Ruth Orkin, Ray Ashley

Die drei Fil­me aus ent­ge­gen­ge­setz­ten ideo­lo­gi­schen Lagern balan­cie­ren an der Gren­ze zwi­schen Fik­ti­on und Doku­men­ta­ri­schem. In Bal­tie zva­ni folgt die Kame­ra einem klei­nen Mäd­chen durch die Stra­ßen Rigas auf der Suche nach begehr­ten wei­ßen Blu­men und erschafft damit ein poe­ti­sches Por­trät Rigas der frü­hen 1960er Jah­re. Nach einem bösen Streich sei­nes älte­ren Bru­ders flieht der klei­ne Prot­ago­nist von Litt­le Fugi­ti­ve nach Coney Island und macht die ers­ten Schrit­te in die Selbst­stän­dig­keit, wäh­rend der bun­te Ver­gnü­gungs­park zur Alle­go­rie des erwach­se­nen Lebens wird. Im viel­leicht berühm­tes­ten Film der Riga­er Schu­le, Vecāks par 10 minū­tēm, ver­folgt die Kame­ra zehn Minu­ten lang die Gesich­ter von Kin­dern, die ein Pup­pen­spiel sehen, und erschafft damit eine Para­bel über die Zeit, die Kraft der Kunst und den Lebens­weg der mensch­li­chen See­le. (Nadež­da Fedorova)