In Case We Never Meet Again (Якщо ми більше не зустрінемося)

Deutsch­land / Ukrai­ne / USA 2025, 99 min, Ukrai­nisch mit deut­schen UT

Regie: Noaz Des­he, Beau Wil­li­mon, Peter Verzilov

Wäh­rend Tanya und Zenit um Nähe rin­gen und ihre fra­gi­le Bezie­hung zwi­schen Zärt­lich­keit und Kon­flikt schwankt, ver­ar­bei­ten Kin­der den Aus­nah­me­zu­stand auf ihre eige­ne Wei­se – sie spie­len Krieg, bau­en aus Klöt­zen Kon­troll­pos­ten und schlüp­fen in Rol­len, die ihnen Macht und Schutz ver­spre­chen. Doch Laras Traum ist ein ande­rer: Ent­schlos­sen, die Kriegs­fan­ta­sien nicht zur ein­zi­gen Zukunft wer­den zu las­sen, lenkt sie das Spiel um: Aus dem Rol­len­spiel ent­steht ein gemein­sa­mes Thea­ter­pro­jekt in der Nach­bar­schaft – eine neue Geschich­te, die nicht von Zer­stö­rung, son­dern von Mög­lich­keit erzählt. Zwi­schen Erin­ne­run­gen, Träu­men und einer Gegen­wart, die jeder­zeit ver­schwin­den könn­te, sucht der Film nach Ver­bin­dung und Hoff­nung – lei­se und zutiefst gegenwärtig.

Unter der Regie von Noaz Des­he, Beau Wil­li­mon und dem Pus­sy-Riot-Co-Foun­der Peter Ver­zi­l­o­vent­steht ein ein­dring­li­ches Por­trät fern­ab klas­si­scher Front­be­rich­te. Lei­se beob­ach­tet der Film die Ver­än­de­rung zwi­schen­mensch­li­cher Bezie­hun­gen und die Aus­wir­kun­gen des Kriegs­all­tags auf Kin­der. Ein zugleich hoch­ak­tu­el­ler und zeit­lo­ser Film über die Sehn­sucht nach Ver­bin­dung in einer Welt, die jeder­zeit kip­pen kann.

„(…) beein­dru­ckend war, wie der rumä­ni­sche Co-Regis­seur Noaz Des­he sich mit den loka­len Kin­dern ver­traut mach­te. Er film­te ganz auf­rich­tig ihre all­täg­li­chen Spie­le und blieb dabei fast unbe­merkt inmit­ten von Sequen­zen, die man sonst als äußerst cho­reo­gra­fiert ange­se­hen hät­te. Das Ergeb­nis ist ein scharf­sin­ni­ges Por­trät einer jun­gen Genera­ti­on im Trau­ma.“ (Mar­co V. Perei­ra für die Kyiv Post)

„(…) Her­aus­ge­kom­men ist ein Doku­men­tar­film, der durch sei­ne traum­haf­te Qua­li­tät besticht. Die agi­le und sehr dicht an die Por­trä­tier­ten her­an­ge­führ­te Kame­ra, die sich bis­wei­len ver­selbst­stän­digt und über den Din­gen zu schwe­ben scheint, zieht das Publi­kum unwei­ger­lich in einen Sog, der eine hyp­no­ti­sche Wir­kung ent­fal­tet. Der sur­rea­le Ein­druck wird dadurch ver­stärkt, dass die durch ihren All­tag beglei­te­ten Men­schen von ihren Träu­men berich­ten, die wie­der­um Ein­gang in ein Thea­ter­stück fin­den und dadurch eine Visua­li­sie­rung auf der Kino­lein­wand erfahren.

Wäh­rend Erwach­se­ne wie der Front­sol­dat Zenit und sei­ne Ex-Frau Tanya davon träu­men, dass ihre iro­ni­scher­wei­se erst durch den Kriegs­aus­bruch wie­der erblüh­te Lie­be das Kriegs­en­de über­steht, träu­men vie­le klei­ne Jungs davon, spä­ter ein­mal selbst an die Front zu zie­hen, um ihr Vater­land zu ver­tei­di­gen. In der uner­bitt­li­chen Logik des Krie­ges sind ihre Nach­mit­ta­ge wäh­rend der Schul­fe­ri­en von Kriegs­spie­len domi­niert – mit Spiel­zeug­waf­fen, selbst gebau­ten Unter­schlüp­fen und pro­vi­so­risch errich­te­ten Kon­troll­sta­tio­nen. Ein­zig die klei­ne Lara spielt die­ses Spiel nicht mit. Statt­des­sen denkt sie sich in die Zukunft, in dem sie sich selbst als 16-Jäh­ri­ge, als 18-Jäh­ri­ge, in ihren 20ern und 30ern ima­gi­niert. Was die Zukunft brin­gen wird, bleibt unge­wiss.“ (Falk Straub, kino​-zeit​.de)

Німеччина, Україна, США 2025

Ноаз Деше, Бо Віллімон, Пьотр Вєрзілов

На тлі повномасштабного вторгнення розгортається тендітна історія кохання Тані й Зеніта — з усіма їх моментами близькості та сварками. Паралельно з тим компанія дітлахів грає у війну, будує блокпости — вони не уявляють майбутнього без насилля.