Lon­don

Öster­reich 2026, 122 min, Deutsch, tw. Eng­lisch | Rumä­nisch mit deut­schen UT

Regie: Sebas­ti­an Brameshuber 

Ein Road­mo­vie über die Schön­heit und den Zau­ber all­täg­li­cher Begeg­nun­gen: Bob­by fährt immer wie­der die­sel­be Stre­cke zwi­schen Wien und Salz­burg. Er nimmt Men­schen mit, eigent­lich um Ben­zin­kos­ten zu spa­ren. Gemein­sam tei­len sie ein Stück Weg und für einen kur­zen Moment auch ihr Leben. Im Auto kom­men sie ins Gespräch über Lie­be und Krieg, Fami­lie und Erin­ne­rung, Her­kunft und Zukunft. Ein jun­ger Sol­dat, ein Super­markt­lehr­ling, ein Wis­sen­schaft­ler, eine que­e­re Frau kurz vor ihrer Hoch­zeit – flüch­ti­ge Augen­bli­cke, aus denen ein Mosa­ik der Gegen­wart ent­steht. Auch Bob­by erzählt: von sei­nem Leben, vom Älter­wer­den und von einem Freund, der in Salz­burg im Koma liegt – der Grund für sei­ne Fahr­ten. Wäh­rend drau­ßen Ber­ge, Wäl­der und Brü­cken vor­bei­zie­hen, ver­än­dert sich mit den Jah­res­zei­ten das Licht. Bob­by fährt wei­ter, aber in eine ande­re Richtung…

LON­DON ist ein lei­ser, tröst­li­cher Film zwi­schen Doku­men­ta­ri­schem und Fik­ti­on. Die Auto­bahn wird zum Ort der Begeg­nung, an dem Frem­de ein­an­der zuhö­ren und unse­re Gegen­wart für einen Augen­blick erfahr­bar wird. In beun­ru­hi­gen­den Zei­ten erzählt der Film von der Mög­lich­keit, dass Nähe und Soli­da­ri­tät dort ent­ste­hen, wo Men­schen ein Stück des Weges mit­ein­an­der zurücklegen.

„In einer Zeit, in der Tren­nen­des in den Vor­der­grund gerückt ist, woll­te ich einen Film machen, der betont, was wir gemein­sam haben.“ (Sebas­ti­an Brameshuber)

Pres­se­stim­men zu LON­DON

taz 
“Auch dem öster­rei­chi­schen Regis­seur Sebas­ti­an Brames­hu­ber ist es in sei­nem Film „Lon­don“ gelun­gen, das beson­de­re, oft uner­war­tet tief­sin­ni­ge Ver­hält­nis, das man mit einem frem­den Men­schen ein­ge­hen kann, mit gro­ßer Natür­lich­keit zu beschrei­ben.“
https://​taz​.de/​D​o​k​u​f​i​k​t​i​o​n​a​l​e​r​-​B​e​r​l​i​n​a​l​e​-​F​i​l​m​-​L​o​n​d​o​n​/​!​6​1​54741/

tip Ber­lin 5/5 Ster­ne
“In ‘Lon­don’ erzählt der Doku­men­tar­fil­mer Sebas­ti­an Brames­hu­ber vie­le ver­schie­de­ne Geschich­ten, und das mit­tels klug geschrie­be­ner, bei­läu­fi­ger Dia­lo­ge. Ein Film, der weiß, was wirk­lich wich­tig ist.“
https://​www​.tip​-ber​lin​.de/​k​u​l​t​u​r​/​f​i​l​m​/​l​o​n​d​o​n​-​f​i​l​m​k​ritik/

epd film 4/5 Ster­ne
“Bob­by Som­mer ist das zen­tra­le Kraft­feld des Films. Er bewegt Men­schen dazu, sich zu öff­nen. Der Wehr­dienst­leis­ten­de Paul äußert Zwei­fel an einem mög­li­chen Kriegs­ein­satz. In den Dia­lo­gen gibt auch Bob­by viel von sich preis: von sei­ner Zeit in Lon­don, der Rück­kehr als lang­haa­ri­ger Gamm­ler (in den Augen sei­nes Vaters), der Ver­gan­gen­heit als Musi­ker und der Begeis­te­rung für Orson Wel­les und des­sen Film »Der drit­te Mann«. Mit dem Alter kom­men Akzep­tanz und Gelas­sen­heit, ver­si­chert Bob­by einer quee­ren Akti­vis­tin aus dem ehe­ma­li­gen Jugo­sla­wi­en. Aber: »This is not end­less, you know, this life.«“
https://​www​.epd​-film​.de/​f​i​l​m​k​r​i​t​i​k​e​n​/​london

cri​tic​.de
“Den­noch hat der Film ins­ge­samt etwas Tröst­li­ches, fast Uto­pi­sches. Dabei sind in ihm all die Kon­flik­te und Bruch­li­ni­en, die uns im dis­kur­si­ven All­tag umge­ben, ent­hal­ten. Es geht in den Gesprä­chen im Auto – mal direkt, mal indi­rekt, im Unge­sag­ten – um Migra­ti­on, um wirt­schaft­li­che Zwän­ge, um alte und neue Krie­ge, um die Last der […] klo­bi­gen natio­nal­so­zia­lis­ti­schen Ver­gan­gen­heit und so wei­ter. Es geht um all dies, außer­dem – nicht im Abs­trak­ten, son­dern ver­mit­telt über indi­vi­du­el­le Lebens­we­ge – über ein jeweils ein­zig­ar­ti­ges Leben, Lie­ben, Ster­ben.“
https://​www​.cri​tic​.de/​f​i​l​m​/​l​o​n​d​o​n​-​19962/

Per­len­tau­cher
“Es macht Spaß zuzu­schau­en, wie allein durch Spra­che Nicht­an­we­sen­des wuch­tig prä­sent wird, wie etwa ein ver­drucks­ter Lehr­lings­jun­ge die üppi­ge Aus­la­ge der Wurst­the­ke sei­nes Lehr­be­triebs repro­du­ziert oder ein Ame­ri­ka­ner (der Fil­me­ma­cher Ted Fendt) Bob­by von den land­schafts- und blick­for­men­den Ambi­tio­nen des natio­nal­so­zia­lis­ti­schen Auto­bahn­baus berich­tet: “Das was wir sehen, sehen wir, weil die Nazis woll­ten, dass wir es sehen.” Ein Film vol­ler schö­ner Sät­ze – und doch ohne jeg­li­chen Wil­len zu Weis­heit und Rat­ge­ber­tum.“
https://​www​.per​len​tau​cher​.de/​i​m​-​k​i​n​o​/​f​i​l​m​k​r​i​t​i​k​-​z​u​-​l​o​n​d​o​n​-​v​o​n​-​s​e​b​a​s​t​i​a​n​-​b​r​a​m​e​s​h​u​b​e​r.html

Kino-Zeit 4/5 Ster­ne
“All dies geschieht in fast per­ma­nen­ter auto­mo­bi­ler Bewe­gung, der Unort Auto­bahn, die Unzeit des Rei­sens als Bewe­gung von einem Aus­gangs­punkt zu einem End­ziel wird zu einem Vaku­um, einem Zwi­schen­raum, einer Zwi­schen­zeit, in der wahr­haf­te Begeg­nun­gen von Men­schen ganz unter­schied­li­cher Her­kunft und Wesens­art mög­lich sind. […] Lon­don ist ein Film, der von sei­nem Publi­kum ein gewis­ses Maß an Geduld ein­for­dert und der gleich­zei­tig viel zu geben ver­mag für jene, die sich auf die schein­ba­re Mono­to­nie ein­las­sen, die sich wie die Pas­sa­gie­re im Film der Dau­er erge­ben, sich zurück­leh­nen und das Zuhö­ren eben­so ler­nen wie das Spre­chen und das sich Offen­ba­ren.“
https://​www​.kino​-zeit​.de/​f​i​l​m​-​k​r​i​t​i​k​e​n​-​t​r​a​i​l​e​r​/​l​o​n​d​o​n-2026