Non­na

Deutsch­land / Ita­li­en 2025, 72 min, Ita­lie­nisch | tw. Deutsch mit deut­schen UT

Regie: Vin­cent Graf 

Zwi­schen dem laut­star­ken Streit um einen defek­ten Rasen­trim­mer und der kräf­te­zeh­ren­den Instand­hal­tung ihres rie­si­gen Bed & Bre­ak­fasts in Süd­ita­li­en klam­mert sich die ehe­ma­li­ge Gast­ar­bei­te­rin Rosa per Video­an­ruf an ihre Fami­lie in Deutsch­land. Am Ende eines lan­gen Arbeits­le­bens steht sie vor der unaus­weich­li­chen Fra­ge: Was tun mit einem Ver­mächt­nis, das nie­mand haben will?

Gedacht war das anders: Non­na hat in Deutsch­land gear­bei­tet, um sich in ihrer Hei­mat Ita­li­en ein Haus zu leis­ten. Als es end­lich soweit ist, sitzt sie allei­ne da – und wird zur B&B‑Betreiberin wider Wil­len. Non­nas Enkel fängt die Gefüh­le und den All­tag sei­ner Groß­mutter tra­gi­ko­misch-herz­lich ein.

„NON­NA ist eine Wür­di­gung der Groß­mutter durch ihren fil­me­ma­chen­den Enkel, die prä­zi­se und mit lei­sem Witz Men­schen, Orte und Zeit erfasst, und von einer Lebens­be­we­gung zwi­schen zwei Hei­ma­ten erzählt, die nicht so ver­lau­fen ist, wie man sich das ein­mal vor­ge­stellt hat.“ (Jan Küne­mund, DOK Leip­zig 2025)

„Die Groß­mutter, die Vin­cent Graf in NON­NA zeigt, ist dage­gen ein wah­res Boll­werk des Trot­zes. (…) Enkel Vin­cent schreckt vor der Wider­sprüch­lich­keit der stach­li­gen, oft miss­ge­laun­ten Frau nicht zurück, belässt dabei eine Offen­heit, die zur tie­fe­ren Refle­xi­on über die beson­de­re Lebens­si­tua­ti­on die­ser Genera­ti­on der ‚Gast­ar­bei­ter‘ anregt.“ (Der Frei­tag)

„NON­NA ist ein fami­liä­rer, also pri­va­ter Spie­gel der Zei­ten: Por­trät einer Ita­lie­ne­rin aus Marug­gio. (…) Alles genau beob­ach­tet und auf den Punkt gebracht. Eine fil­mi­sche Lie­bes­er­klä­rung des Enkels.“ (Leip­zi­ger Volkszeitung)