ČSSR 1967, 87 min, OmeU
Regie: Jozef Zachar
Einführung: Olaf Moeller
Aufruhr in der Abiturklasse: Ein übler Streich bringt fünf Abiturientinnen eines slowakischen Gymnasiums in Verruf. Jemand hat einen „Vertrag mit dem Teufel” fabriziert, ein auf altes Pergament geschriebenes und angeblich mit Blut unterzeichnetes Schriftstück. Darin verpflichten sich die fünf Mädchen scheinbar, noch vor der Matura ihre Unschuld zu verlieren. Das Papier gerät in die Hände der Lehrerschaft, und die Empörung ist groß. Die Schülerinnen beteuern, nichts damit zu tun zu haben, doch niemand glaubt ihnen: weder die Schulleitung noch die eigenen Eltern. Aus Trotz beschließen Marcela, Ája, Olina und ihre Freundinnen daraufhin, den Pakt tatsächlich zu erfüllen und genau das zu tun, was man ihnen ohnehin unterstellt. Ihre Versuche geraten meist unbeholfen und komisch – an einer Stelle aber führen sie fast in die Katastrophe.
Jozef Zachar inszenierte das Drehbuch des Dramatikers Ivan Bukovčan als bittersüße Komödie. Sie nimmt die sprühende Vitalität der Mädchen aus dem Schussfeld und nimmt stattdessen die Doppelmoral einer Gesellschaft spättisch ins Visier, die von Sittlichkeit spricht und Misstrauen meint. Die jungen Darstellerinnen Ivana Karbanová, Zuzana Kocúriková und Sylvia Turbová spielen mit frecher Unbekümmertheit. Ihnen gegenüber steht eine Riege prominenter Nebendarsteller, darunter Vladimír Menšík, Jaromír Hanzlík und Marián Labuda. Die Musik stammt von Zdeněk Liška. (Ralph Eue)