Mo 21.10.

Nurejew – The White Crow (Нуреев. Белый ворон), OmdU

Ralph Fiennes
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Nurejew – The White Crow (Нуреев. Белый ворон)

UK/ F/ Serbien 2018, 128 min, Russisch | Englisch | Französisch mit deutschen UT

Regie: Ralph Fiennes

Paris in den 1960er Jahren: Der Kalte Krieg befindet sich auf seinem Höhepunkt und die Sowjetunion schickt ihre beste Tanzkompanie in den Westen, um ihre künstlerische Stärke zu demonstrieren. Das Leningrader Kirow-Ballett begeistert die Pariser Zuschauer, aber ein Mann sorgt für die Sensation: der virtuose junge Tänzer Rudolf Nurejew. Attraktiv, rebellisch und neugierig, lässt er sich vom kulturellen Leben der Stadt mitreißen. Begleitet von der schönen Chilenin Clara Saint streift er durch die Museen und Jazz-Clubs der Stadt, sehr zum Missfallen der KGB-Spione, die ihm folgen. Doch Nurejew genießt den Geschmack der Freiheit und beschließt in Frankreich politisches Asyl zu beantragen. Ein höchst riskantes Katz- und Mausspiel mit dem sowjetischen Geheimdienst beginnt.

„Der Film wurde zum großen Teil auf Russisch gedreht; Fiennes hat ihn mit einigen Stars der aktuellen Ballettszene besetzt. So geraten die Tanzszenen zu wirklichen Höhepunkten; eine Entdeckung ist Hauptdarsteller Oleg Ivenko, der Nurejew durchaus ähnlich sieht und seine erste Filmrolle nicht nur tänzerisch, sondern auch persönlich glänzend ausfüllt.“ (Holger Heiland, kunstundfilm.de)

„Nurejew verwirrte und begeisterte nicht nur die Massen mit seiner raubkatzenartigen Ausstrahlung, seinem Können und seiner selbstbewussten Unverschämtheit. Auch für die Politik war seine Flucht auf dem Flughafen, kurz vor dem Bau der Berliner Mauer, ein bemerkenswertes Datum: Hier hatte, auf dem Höhepunkt des Kalten Krieges, ein aufmüpfiger Künstler das Undenkbare gewagt und sich schlagzeilenträchtig aus dem kommunistischen Machtraum abgesetzt. (…) Vor allem aber war seine Flucht für die Ballettwelt befreiend. Nurejew, der störrische Außenseiter, in Russland die ‚weiße Krähe‘ genannt, beraubte Kraft seiner animalischen Erotik den Mann seiner künstlerischen Fesseln. Er verhalf dem Tänzer in seinen stilistisch wie gesellschaftlich wegweisenden Neufassungen der zaristischen Ballettklassiker zu einer vorher nie gekannten Rolle als gleichwertiger, ja die Ballerina noch überstrahlender Partner – und nicht nur als hölzerner Hebehelfer.“ (Manuel Brug, welt.de)

Nurejew – The White Crow (Нуреев. Белый ворон), OmdU
Mo 21.10.

Вулкан (Volcano), OmdU

Roman Bondartschuk
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Вулкан (Volcano)

UA/ D 2018, 106 min, Ukrainisch | Russisch mit deutschen UT

Regie: Roman Bondartschuk

Nach einer Reihe seltsamer Zufälle strandet der Übersetzer Lukas während einer OSZE-Mission irgendwo in der südukrainischen Steppe. Ohne Ahnung, wo er hinsoll, findet er schließlich Zuflucht bei einem schrägen Einheimischen namens Wowa. Sein Gastgeber konfrontiert Lukas mit einem anarchistischen Universum jenseits seiner Vorstellungskraft, wo das Leben völlig losgelöst von jeder erkennbaren Struktur erscheint. Fasziniert von Wowa und dessen Tochter Maruschka schmilzt Lukas‘ Abneigung gegen das provinzielle Leben dahin und er begibt sich auf die Suche nach einem Glück, von dem er gar nicht wusste, dass es existiert. (kino-zeit.de)

„Mit VULKAN hat Roman Bondarchuk eine fast surreal anmutende Welt erschaffen, die zwischen realem Wahnsinn und fantastischem Traum changiert und die Hauptfigur in einer Mischung aus Faszination und Angst gefangen hält. In wunderbaren Bildern und nicht ohne Humor werden grausame Realität und menschliche Überlebensstrategien miteinander verwoben.“ (Filmfestival Cottbus 18)

Вулкан (Volcano), OmdU
Mo 21.10.

Dunkel, fast Nacht (Ciemno, prawie noc), OmdU

Borys Lankosz
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Ciemno, prawie noc (Dunkel, fast Nacht)

PL 2019, 111 min, Polnisch mit deutschen UT

Regie: Borys Lankosz

nach dem Bestseller von Joanna Bator (Hermann-Hesse-Preis 2018)

Als die Stadt Wałbrzych eine Reihe von mysteriösen Kindesentführungen erlebt, taucht die Journalistin Alicja Tabor auf. Nach Jahren der Abwesenheit kehrt die hartnäckige Reporterin nach Hause zurück, um die Familien der vermissten Kinder zu treffen und ein Geheimnis zu lösen, das selbst die Polizei verwirrt. Während ihrer eigenmächtigen Ermittlungen, nimmt Alicja ganz unerwartet eine Spur von dramatischen Ereignissen auf, die Jahrzehnte zuvor begann. Auf der Suche nach der Wahrheit sieht sich die Journalistin einer neuen Bedrohung ausgesetzt. Zudem lassen sie die schockierenden Geschehnisse aus ihrer eigenen Kindheit, vor denen sie ihr gesamtes Erwachsenenleben geflohen war, nicht los. Im Laufe der Geschichte verbinden die düsteren Vorfälle alles miteinander: das Verschwinden der Kinder, die kriegsbefleckte Vergangenheit, die Legende von einem verlorenen Schatz und sogar Alicjas Schicksal.

Dunkel, fast Nacht (Ciemno, prawie noc), OmdU
Di 22.10.

Nurejew – The White Crow (Нуреев. Белый ворон), OmdU

Ralph Fiennes
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Nurejew – The White Crow (Нуреев. Белый ворон)

UK/ F/ Serbien 2018, 128 min, Russisch | Englisch | Französisch mit deutschen UT

Regie: Ralph Fiennes

Paris in den 1960er Jahren: Der Kalte Krieg befindet sich auf seinem Höhepunkt und die Sowjetunion schickt ihre beste Tanzkompanie in den Westen, um ihre künstlerische Stärke zu demonstrieren. Das Leningrader Kirow-Ballett begeistert die Pariser Zuschauer, aber ein Mann sorgt für die Sensation: der virtuose junge Tänzer Rudolf Nurejew. Attraktiv, rebellisch und neugierig, lässt er sich vom kulturellen Leben der Stadt mitreißen. Begleitet von der schönen Chilenin Clara Saint streift er durch die Museen und Jazz-Clubs der Stadt, sehr zum Missfallen der KGB-Spione, die ihm folgen. Doch Nurejew genießt den Geschmack der Freiheit und beschließt in Frankreich politisches Asyl zu beantragen. Ein höchst riskantes Katz- und Mausspiel mit dem sowjetischen Geheimdienst beginnt.

„Der Film wurde zum großen Teil auf Russisch gedreht; Fiennes hat ihn mit einigen Stars der aktuellen Ballettszene besetzt. So geraten die Tanzszenen zu wirklichen Höhepunkten; eine Entdeckung ist Hauptdarsteller Oleg Ivenko, der Nurejew durchaus ähnlich sieht und seine erste Filmrolle nicht nur tänzerisch, sondern auch persönlich glänzend ausfüllt.“ (Holger Heiland, kunstundfilm.de)

„Nurejew verwirrte und begeisterte nicht nur die Massen mit seiner raubkatzenartigen Ausstrahlung, seinem Können und seiner selbstbewussten Unverschämtheit. Auch für die Politik war seine Flucht auf dem Flughafen, kurz vor dem Bau der Berliner Mauer, ein bemerkenswertes Datum: Hier hatte, auf dem Höhepunkt des Kalten Krieges, ein aufmüpfiger Künstler das Undenkbare gewagt und sich schlagzeilenträchtig aus dem kommunistischen Machtraum abgesetzt. (…) Vor allem aber war seine Flucht für die Ballettwelt befreiend. Nurejew, der störrische Außenseiter, in Russland die ‚weiße Krähe‘ genannt, beraubte Kraft seiner animalischen Erotik den Mann seiner künstlerischen Fesseln. Er verhalf dem Tänzer in seinen stilistisch wie gesellschaftlich wegweisenden Neufassungen der zaristischen Ballettklassiker zu einer vorher nie gekannten Rolle als gleichwertiger, ja die Ballerina noch überstrahlender Partner – und nicht nur als hölzerner Hebehelfer.“ (Manuel Brug, welt.de)

Nurejew – The White Crow (Нуреев. Белый ворон), OmdU
Di 22.10.

Вулкан (Volcano), OmdU

Roman Bondartschuk
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Вулкан (Volcano)

UA/ D 2018, 106 min, Ukrainisch | Russisch mit deutschen UT

Regie: Roman Bondartschuk

Nach einer Reihe seltsamer Zufälle strandet der Übersetzer Lukas während einer OSZE-Mission irgendwo in der südukrainischen Steppe. Ohne Ahnung, wo er hinsoll, findet er schließlich Zuflucht bei einem schrägen Einheimischen namens Wowa. Sein Gastgeber konfrontiert Lukas mit einem anarchistischen Universum jenseits seiner Vorstellungskraft, wo das Leben völlig losgelöst von jeder erkennbaren Struktur erscheint. Fasziniert von Wowa und dessen Tochter Maruschka schmilzt Lukas‘ Abneigung gegen das provinzielle Leben dahin und er begibt sich auf die Suche nach einem Glück, von dem er gar nicht wusste, dass es existiert. (kino-zeit.de)

„Mit VULKAN hat Roman Bondarchuk eine fast surreal anmutende Welt erschaffen, die zwischen realem Wahnsinn und fantastischem Traum changiert und die Hauptfigur in einer Mischung aus Faszination und Angst gefangen hält. In wunderbaren Bildern und nicht ohne Humor werden grausame Realität und menschliche Überlebensstrategien miteinander verwoben.“ (Filmfestival Cottbus 18)

Вулкан (Volcano), OmdU
Di 22.10.

Dunkel, fast Nacht (Ciemno, prawie noc), OmdU

Borys Lankosz
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Ciemno, prawie noc (Dunkel, fast Nacht)

PL 2019, 111 min, Polnisch mit deutschen UT

Regie: Borys Lankosz

nach dem Bestseller von Joanna Bator (Hermann-Hesse-Preis 2018)

Als die Stadt Wałbrzych eine Reihe von mysteriösen Kindesentführungen erlebt, taucht die Journalistin Alicja Tabor auf. Nach Jahren der Abwesenheit kehrt die hartnäckige Reporterin nach Hause zurück, um die Familien der vermissten Kinder zu treffen und ein Geheimnis zu lösen, das selbst die Polizei verwirrt. Während ihrer eigenmächtigen Ermittlungen, nimmt Alicja ganz unerwartet eine Spur von dramatischen Ereignissen auf, die Jahrzehnte zuvor begann. Auf der Suche nach der Wahrheit sieht sich die Journalistin einer neuen Bedrohung ausgesetzt. Zudem lassen sie die schockierenden Geschehnisse aus ihrer eigenen Kindheit, vor denen sie ihr gesamtes Erwachsenenleben geflohen war, nicht los. Im Laufe der Geschichte verbinden die düsteren Vorfälle alles miteinander: das Verschwinden der Kinder, die kriegsbefleckte Vergangenheit, die Legende von einem verlorenen Schatz und sogar Alicjas Schicksal.

Dunkel, fast Nacht (Ciemno, prawie noc), OmdU
Mi 23.10.

Nurejew – The White Crow (Нуреев. Белый ворон), OmdU

Ralph Fiennes
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Nurejew – The White Crow (Нуреев. Белый ворон)

UK/ F/ Serbien 2018, 128 min, Russisch | Englisch | Französisch mit deutschen UT

Regie: Ralph Fiennes

Paris in den 1960er Jahren: Der Kalte Krieg befindet sich auf seinem Höhepunkt und die Sowjetunion schickt ihre beste Tanzkompanie in den Westen, um ihre künstlerische Stärke zu demonstrieren. Das Leningrader Kirow-Ballett begeistert die Pariser Zuschauer, aber ein Mann sorgt für die Sensation: der virtuose junge Tänzer Rudolf Nurejew. Attraktiv, rebellisch und neugierig, lässt er sich vom kulturellen Leben der Stadt mitreißen. Begleitet von der schönen Chilenin Clara Saint streift er durch die Museen und Jazz-Clubs der Stadt, sehr zum Missfallen der KGB-Spione, die ihm folgen. Doch Nurejew genießt den Geschmack der Freiheit und beschließt in Frankreich politisches Asyl zu beantragen. Ein höchst riskantes Katz- und Mausspiel mit dem sowjetischen Geheimdienst beginnt.

„Der Film wurde zum großen Teil auf Russisch gedreht; Fiennes hat ihn mit einigen Stars der aktuellen Ballettszene besetzt. So geraten die Tanzszenen zu wirklichen Höhepunkten; eine Entdeckung ist Hauptdarsteller Oleg Ivenko, der Nurejew durchaus ähnlich sieht und seine erste Filmrolle nicht nur tänzerisch, sondern auch persönlich glänzend ausfüllt.“ (Holger Heiland, kunstundfilm.de)

„Nurejew verwirrte und begeisterte nicht nur die Massen mit seiner raubkatzenartigen Ausstrahlung, seinem Können und seiner selbstbewussten Unverschämtheit. Auch für die Politik war seine Flucht auf dem Flughafen, kurz vor dem Bau der Berliner Mauer, ein bemerkenswertes Datum: Hier hatte, auf dem Höhepunkt des Kalten Krieges, ein aufmüpfiger Künstler das Undenkbare gewagt und sich schlagzeilenträchtig aus dem kommunistischen Machtraum abgesetzt. (…) Vor allem aber war seine Flucht für die Ballettwelt befreiend. Nurejew, der störrische Außenseiter, in Russland die ‚weiße Krähe‘ genannt, beraubte Kraft seiner animalischen Erotik den Mann seiner künstlerischen Fesseln. Er verhalf dem Tänzer in seinen stilistisch wie gesellschaftlich wegweisenden Neufassungen der zaristischen Ballettklassiker zu einer vorher nie gekannten Rolle als gleichwertiger, ja die Ballerina noch überstrahlender Partner – und nicht nur als hölzerner Hebehelfer.“ (Manuel Brug, welt.de)

Nurejew – The White Crow (Нуреев. Белый ворон), OmdU
Mi 23.10.

Вулкан (Volcano), OmdU

Roman Bondartschuk
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Вулкан (Volcano)

UA/ D 2018, 106 min, Ukrainisch | Russisch mit deutschen UT

Regie: Roman Bondartschuk

Nach einer Reihe seltsamer Zufälle strandet der Übersetzer Lukas während einer OSZE-Mission irgendwo in der südukrainischen Steppe. Ohne Ahnung, wo er hinsoll, findet er schließlich Zuflucht bei einem schrägen Einheimischen namens Wowa. Sein Gastgeber konfrontiert Lukas mit einem anarchistischen Universum jenseits seiner Vorstellungskraft, wo das Leben völlig losgelöst von jeder erkennbaren Struktur erscheint. Fasziniert von Wowa und dessen Tochter Maruschka schmilzt Lukas‘ Abneigung gegen das provinzielle Leben dahin und er begibt sich auf die Suche nach einem Glück, von dem er gar nicht wusste, dass es existiert. (kino-zeit.de)

„Mit VULKAN hat Roman Bondarchuk eine fast surreal anmutende Welt erschaffen, die zwischen realem Wahnsinn und fantastischem Traum changiert und die Hauptfigur in einer Mischung aus Faszination und Angst gefangen hält. In wunderbaren Bildern und nicht ohne Humor werden grausame Realität und menschliche Überlebensstrategien miteinander verwoben.“ (Filmfestival Cottbus 18)

Вулкан (Volcano), OmdU
Mi 23.10.

Dunkel, fast Nacht (Ciemno, prawie noc), OmdU

Borys Lankosz
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Ciemno, prawie noc (Dunkel, fast Nacht)

PL 2019, 111 min, Polnisch mit deutschen UT

Regie: Borys Lankosz

nach dem Bestseller von Joanna Bator (Hermann-Hesse-Preis 2018)

Als die Stadt Wałbrzych eine Reihe von mysteriösen Kindesentführungen erlebt, taucht die Journalistin Alicja Tabor auf. Nach Jahren der Abwesenheit kehrt die hartnäckige Reporterin nach Hause zurück, um die Familien der vermissten Kinder zu treffen und ein Geheimnis zu lösen, das selbst die Polizei verwirrt. Während ihrer eigenmächtigen Ermittlungen, nimmt Alicja ganz unerwartet eine Spur von dramatischen Ereignissen auf, die Jahrzehnte zuvor begann. Auf der Suche nach der Wahrheit sieht sich die Journalistin einer neuen Bedrohung ausgesetzt. Zudem lassen sie die schockierenden Geschehnisse aus ihrer eigenen Kindheit, vor denen sie ihr gesamtes Erwachsenenleben geflohen war, nicht los. Im Laufe der Geschichte verbinden die düsteren Vorfälle alles miteinander: das Verschwinden der Kinder, die kriegsbefleckte Vergangenheit, die Legende von einem verlorenen Schatz und sogar Alicjas Schicksal.

Dunkel, fast Nacht (Ciemno, prawie noc), OmdU
Do 24.10.

Heimat ist ein Raum aus Zeit

Thomas Heise
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Heimat ist ein Raum aus Zeit

D/ AT 2019, 218 min, deutsche Originalfassung

Regie: Thomas Heise

Was bleibt? Biografien hinterlassen Spuren. Die Zeitläufte auch. Wie sich das eine zum anderen verhält untersucht Thomas Heise in Heimat ist ein Raum aus Zeit. Der Film folgt den biografischen Spuren einer zerrissenen Familie über das ausgehende 19. und das folgende 20. Jahrhundert hinweg. Es geht um Menschen, die einst zufällig zueinander fanden, dann einander verloren. Deren verbliebene Kinder und Enkel jetzt verschwinden. Es geht um Sprechen und Schweigen. Erste Liebe und verschwundenes Glück. Väter, Mütter, Söhne, Brüder, Affären, Verletzung und Glück in wechselnden Landschaften, die verschiedene, einander durchwuchernde Spuren von Zeiten in sich tragen.

„Über 218 eindringliche Minuten hinweg werden in fünf Kapitel mehr als 100 Jahre Familien- und Zeitgeschichte zu einer Collage verwoben, beginnend vom Ersten Weltkrieg bis zum Ende der DDR. Es geht um die Großeltern, die Eltern, den Bruder, um Ausgesprochenes und Verschwiegenes zwischen den Generationen. Oder, wie Heise sagt: ‚Das Material des Films ist das Übriggebliebene meiner Familie, Reste. Die, von denen ich weiß, deren Umstände ich erlebt oder anders erfahren habe. Reste, die Geschichte spiegeln, Geschichte, die auch meine ist.‘“ (Claus Löser, BLZ 9./10.02.19)

„‘-Ist die DDR überhaupt heute ein Thema?‘ ‚-Das ist ein Thema. Das ist genau der Punkt: Es wurde nur behauptet, es sei eben kein Thema. Jetzt spuren wir die Ergebnisse dieser Vereinigung deutlicher und merken, dass auch die Geschichte komplett verschwunden ist. Wenn es um die Betrachtung von Geschichte geht, geht die linear bis zur Bundesrepublik und der Osten ist daran ein Pickel. Den drückt man aus. Nur der Mauerfall ist interessant. Heiner Müller beschrieb das so – im Rahmen der Modernisierung müssen die unproduktiven Teile abgestoßen werden. Ein bisschen erzählt der Film das auch.“ (Interviewauszug, Thomas Heise im Gespräch mit Barbara Wurm, TAZ 9./10.02.19)

„Keine Interviews, keine Zeitzeugen, natürlich nicht. Keine Simulationen von Objektivität. Wer aus der DDR kommt, misstraut ihnen ohnehin. HEIMAT IST EIN RAUM AUS ZEIT ist eine Meditation aus Bildern und Gedanken, der die Zeit doppelt zurückgibt, die er sich nimmt.“ (Kerstin Decker, Der Tagespiegel)

„Es lässt sich an HEIMAT IST EIN RAUM AUS ZEIT studieren, wie wenige filmische Mittel man braucht, wenn man sie einzusetzen weiß: Ton und Bild, in die richtige Form gebracht durch Montage. Die Szene etwa, die von der Deportation der Wiener Großmutter-Familie erzählt, ist atemberaubend – von einer dramaturgischen Intensität, die einem die Unfassbarkeit des Holocaust konkret werden lässt.“ (Matthias Dell, spiegel.de)

Heimat ist ein Raum aus Zeit
Fr 25.10.

Вулкан (Volcano), OmdU

Roman Bondartschuk
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Вулкан (Volcano)

UA/ D 2018, 106 min, Ukrainisch | Russisch mit deutschen UT

Regie: Roman Bondartschuk

Nach einer Reihe seltsamer Zufälle strandet der Übersetzer Lukas während einer OSZE-Mission irgendwo in der südukrainischen Steppe. Ohne Ahnung, wo er hinsoll, findet er schließlich Zuflucht bei einem schrägen Einheimischen namens Wowa. Sein Gastgeber konfrontiert Lukas mit einem anarchistischen Universum jenseits seiner Vorstellungskraft, wo das Leben völlig losgelöst von jeder erkennbaren Struktur erscheint. Fasziniert von Wowa und dessen Tochter Maruschka schmilzt Lukas‘ Abneigung gegen das provinzielle Leben dahin und er begibt sich auf die Suche nach einem Glück, von dem er gar nicht wusste, dass es existiert. (kino-zeit.de)

„Mit VULKAN hat Roman Bondarchuk eine fast surreal anmutende Welt erschaffen, die zwischen realem Wahnsinn und fantastischem Traum changiert und die Hauptfigur in einer Mischung aus Faszination und Angst gefangen hält. In wunderbaren Bildern und nicht ohne Humor werden grausame Realität und menschliche Überlebensstrategien miteinander verwoben.“ (Filmfestival Cottbus 18)

Вулкан (Volcano), OmdU
Fr 25.10.

Wenn wir erst tanzen – Berlinpremiere in Anwesenheit des Filmteams

Dirk Lienig & Dirk Heth & Olaf Winkler
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Wenn wir erst tanzen

D 2018, 93 min

Berlin-Premiere in Anwesenheit des Filmteams

Regie: Dirk Lienig, Dirk Heth, Olaf Winkler

Hoyerswerda schrumpft, viele gehen weg. Einer aber kommt zurück und initiiert das Projekt „Eine Stadt tanzt“. Die Proben zu „Le Sacre du Printemps“ begleiten das Nachdenken über Opfer, die wir heute bringen. Biografien mit Brüchen werden zu eindrucksvollen Tanzszenen: Der Beweis, dass man Agonie überwinden und das Leben zum Tanzen bringen kann.

Der Film begleitet den aus Hoyerswerda stammenden Dirk Lienig, Ballett- und einstiger Solotänzer, Choreograf und Regisseur, in einem persönlichen Protokoll beim Aufbau der Tanzcompagnie und im Probenprozess. Beim Tanzen öffnen sie sich: Menschen, die ihren Platz in der Gesellschaft neu bestimmen müssen – in einer Region, deren Wandel sich bislang kaum positiv bemerkbar macht. Eine Architektin, die heute den Rückbau plant. Ein Fernfahrer, der immer unterwegs war und nun ankommen muss. Eine wissenschaftliche Angestellte im ungeliebten Job. Eine Ergotherapeutin, die unter dem Druck einer zunehmend sozial schwachen Klientel leidet. Eine Ärztin, die fast nur noch Rentner behandelt … Neu anfangen oder auf Sicherheit setzen? Weggehen oder bleiben und hoffen, dass der Aufschwung doch noch kommt? Am Ende erfinden sie sich und ihre Stadt zur kraftvollen Musik von Strawinsky auf mitreißende Art neu. (Grit Lemke, Filmfestival Cottbus 18)

Wenn wir erst tanzen – Berlinpremiere in Anwesenheit des Filmteams
Sa 26.10.

Вулкан (Volcano), OmdU

Roman Bondartschuk
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Вулкан (Volcano)

UA/ D 2018, 106 min, Ukrainisch | Russisch mit deutschen UT

Regie: Roman Bondartschuk

Nach einer Reihe seltsamer Zufälle strandet der Übersetzer Lukas während einer OSZE-Mission irgendwo in der südukrainischen Steppe. Ohne Ahnung, wo er hinsoll, findet er schließlich Zuflucht bei einem schrägen Einheimischen namens Wowa. Sein Gastgeber konfrontiert Lukas mit einem anarchistischen Universum jenseits seiner Vorstellungskraft, wo das Leben völlig losgelöst von jeder erkennbaren Struktur erscheint. Fasziniert von Wowa und dessen Tochter Maruschka schmilzt Lukas‘ Abneigung gegen das provinzielle Leben dahin und er begibt sich auf die Suche nach einem Glück, von dem er gar nicht wusste, dass es existiert. (kino-zeit.de)

„Mit VULKAN hat Roman Bondarchuk eine fast surreal anmutende Welt erschaffen, die zwischen realem Wahnsinn und fantastischem Traum changiert und die Hauptfigur in einer Mischung aus Faszination und Angst gefangen hält. In wunderbaren Bildern und nicht ohne Humor werden grausame Realität und menschliche Überlebensstrategien miteinander verwoben.“ (Filmfestival Cottbus 18)

Вулкан (Volcano), OmdU
Sa 26.10.

Heimat ist ein Raum aus Zeit

Thomas Heise
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Heimat ist ein Raum aus Zeit

D/ AT 2019, 218 min, deutsche Originalfassung

Regie: Thomas Heise

Was bleibt? Biografien hinterlassen Spuren. Die Zeitläufte auch. Wie sich das eine zum anderen verhält untersucht Thomas Heise in Heimat ist ein Raum aus Zeit. Der Film folgt den biografischen Spuren einer zerrissenen Familie über das ausgehende 19. und das folgende 20. Jahrhundert hinweg. Es geht um Menschen, die einst zufällig zueinander fanden, dann einander verloren. Deren verbliebene Kinder und Enkel jetzt verschwinden. Es geht um Sprechen und Schweigen. Erste Liebe und verschwundenes Glück. Väter, Mütter, Söhne, Brüder, Affären, Verletzung und Glück in wechselnden Landschaften, die verschiedene, einander durchwuchernde Spuren von Zeiten in sich tragen.

„Über 218 eindringliche Minuten hinweg werden in fünf Kapitel mehr als 100 Jahre Familien- und Zeitgeschichte zu einer Collage verwoben, beginnend vom Ersten Weltkrieg bis zum Ende der DDR. Es geht um die Großeltern, die Eltern, den Bruder, um Ausgesprochenes und Verschwiegenes zwischen den Generationen. Oder, wie Heise sagt: ‚Das Material des Films ist das Übriggebliebene meiner Familie, Reste. Die, von denen ich weiß, deren Umstände ich erlebt oder anders erfahren habe. Reste, die Geschichte spiegeln, Geschichte, die auch meine ist.‘“ (Claus Löser, BLZ 9./10.02.19)

„‘-Ist die DDR überhaupt heute ein Thema?‘ ‚-Das ist ein Thema. Das ist genau der Punkt: Es wurde nur behauptet, es sei eben kein Thema. Jetzt spuren wir die Ergebnisse dieser Vereinigung deutlicher und merken, dass auch die Geschichte komplett verschwunden ist. Wenn es um die Betrachtung von Geschichte geht, geht die linear bis zur Bundesrepublik und der Osten ist daran ein Pickel. Den drückt man aus. Nur der Mauerfall ist interessant. Heiner Müller beschrieb das so – im Rahmen der Modernisierung müssen die unproduktiven Teile abgestoßen werden. Ein bisschen erzählt der Film das auch.“ (Interviewauszug, Thomas Heise im Gespräch mit Barbara Wurm, TAZ 9./10.02.19)

„Keine Interviews, keine Zeitzeugen, natürlich nicht. Keine Simulationen von Objektivität. Wer aus der DDR kommt, misstraut ihnen ohnehin. HEIMAT IST EIN RAUM AUS ZEIT ist eine Meditation aus Bildern und Gedanken, der die Zeit doppelt zurückgibt, die er sich nimmt.“ (Kerstin Decker, Der Tagespiegel)

„Es lässt sich an HEIMAT IST EIN RAUM AUS ZEIT studieren, wie wenige filmische Mittel man braucht, wenn man sie einzusetzen weiß: Ton und Bild, in die richtige Form gebracht durch Montage. Die Szene etwa, die von der Deportation der Wiener Großmutter-Familie erzählt, ist atemberaubend – von einer dramaturgischen Intensität, die einem die Unfassbarkeit des Holocaust konkret werden lässt.“ (Matthias Dell, spiegel.de)

Heimat ist ein Raum aus Zeit
Sa 26.10.

Deju laikmets (Era of Dance), OmeU – in Anwesenheit des Regisseurs Viktors Buda (Reihe „Lettische Jugend“)

Viktors Buda
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Reihe „Lettische Jugend und Revolution von 1989“:

Deju laikmets (Era of Dance)

Lettland / RUS 2017, 76 min, OmeU

in Anwesenheit des Regisseurs Viktors Buda

Regie: Viktors Buda

Das Baltikum, jene Sowjetrepubliken Litauen, Lettland und Estland, waren oft näher an
westlichen Popwellen, was auch Ausdruck kultureller Unabhängigkeitsbewegung war, die
1989 längst in eine breite gesellschaftliche umschlug. Punk und Post Punk agierten dabei
als widerborstige Stachel im System, wobei sich im letzten Drittel des Jahrzehnts aus
letzterem eine erste Welle an elektronischer Dance-Kultur entwickelte.

Der Film ERA OF DANCE von Viktors Buda stellt vor allem Riga als Rave-Keimzelle der
späten Sowjetunion vor und folgt der Entwicklung bis in die postsowjetischen 1990er.
Möglich wurde diese Sonderstellung Rigas durch einen Ost-West-Brückenschlag, der vom
in der BRD lebenden lettischen Künstler Indulis Bilzēns getragen wurde. Jener war schon
für die Etablierung von Westbam im Westen maßgeblich, brachte ihn aber nun ab 1987 in
Kooperation mit dem Rigaer Post Punk-Multimedia-Kollektiv N.S.R.D. (deutsch: Werkstatt
zur Wiederherstellung nie gefühlter Gefühle) mehrmals eben dorthin. Wo dieser auf
Eastbam traf, der bereits lettisch rappte und mit Tonbändern auflegte, aber auch auf das
Leningrader Enfant terrible Sergej Kuriochin. Der Mitschnitt einer 1987er Performance in
Riga, bei der Westbam bei Kuriochins Pop-Mechanika-Inszenierung mitwirkte, wurde
sogar zu seiner ersten LP, veröffentlicht im gleichen Jahr bei Alfred Hilsbergs What ́s So
Funny About-Label. Zugleich landet aber auch Eastbam auf Westbam-Maxis und später
sogar mit einem schrägen Hip House-Track auf Low Spirit sowie live im Westen, während
Westbam mit großer Crew 1989 bei der ersten allsowjetischen DJ-Meisterschaft in Riga
aufschlägt, vollzogen als Rave-Versuch in einem Stadium. (prinz.de)

 

Eine Reihe in Zusammenarbeit mit:

Deju laikmets (Era of Dance), OmeU – in Anwesenheit des Regisseurs Viktors Buda (Reihe „Lettische Jugend“)
So 27.10.

Heimat ist ein Raum aus Zeit

Thomas Heise
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Heimat ist ein Raum aus Zeit

D/ AT 2019, 218 min, deutsche Originalfassung

Regie: Thomas Heise

Was bleibt? Biografien hinterlassen Spuren. Die Zeitläufte auch. Wie sich das eine zum anderen verhält untersucht Thomas Heise in Heimat ist ein Raum aus Zeit. Der Film folgt den biografischen Spuren einer zerrissenen Familie über das ausgehende 19. und das folgende 20. Jahrhundert hinweg. Es geht um Menschen, die einst zufällig zueinander fanden, dann einander verloren. Deren verbliebene Kinder und Enkel jetzt verschwinden. Es geht um Sprechen und Schweigen. Erste Liebe und verschwundenes Glück. Väter, Mütter, Söhne, Brüder, Affären, Verletzung und Glück in wechselnden Landschaften, die verschiedene, einander durchwuchernde Spuren von Zeiten in sich tragen.

„Über 218 eindringliche Minuten hinweg werden in fünf Kapitel mehr als 100 Jahre Familien- und Zeitgeschichte zu einer Collage verwoben, beginnend vom Ersten Weltkrieg bis zum Ende der DDR. Es geht um die Großeltern, die Eltern, den Bruder, um Ausgesprochenes und Verschwiegenes zwischen den Generationen. Oder, wie Heise sagt: ‚Das Material des Films ist das Übriggebliebene meiner Familie, Reste. Die, von denen ich weiß, deren Umstände ich erlebt oder anders erfahren habe. Reste, die Geschichte spiegeln, Geschichte, die auch meine ist.‘“ (Claus Löser, BLZ 9./10.02.19)

„‘-Ist die DDR überhaupt heute ein Thema?‘ ‚-Das ist ein Thema. Das ist genau der Punkt: Es wurde nur behauptet, es sei eben kein Thema. Jetzt spuren wir die Ergebnisse dieser Vereinigung deutlicher und merken, dass auch die Geschichte komplett verschwunden ist. Wenn es um die Betrachtung von Geschichte geht, geht die linear bis zur Bundesrepublik und der Osten ist daran ein Pickel. Den drückt man aus. Nur der Mauerfall ist interessant. Heiner Müller beschrieb das so – im Rahmen der Modernisierung müssen die unproduktiven Teile abgestoßen werden. Ein bisschen erzählt der Film das auch.“ (Interviewauszug, Thomas Heise im Gespräch mit Barbara Wurm, TAZ 9./10.02.19)

„Keine Interviews, keine Zeitzeugen, natürlich nicht. Keine Simulationen von Objektivität. Wer aus der DDR kommt, misstraut ihnen ohnehin. HEIMAT IST EIN RAUM AUS ZEIT ist eine Meditation aus Bildern und Gedanken, der die Zeit doppelt zurückgibt, die er sich nimmt.“ (Kerstin Decker, Der Tagespiegel)

„Es lässt sich an HEIMAT IST EIN RAUM AUS ZEIT studieren, wie wenige filmische Mittel man braucht, wenn man sie einzusetzen weiß: Ton und Bild, in die richtige Form gebracht durch Montage. Die Szene etwa, die von der Deportation der Wiener Großmutter-Familie erzählt, ist atemberaubend – von einer dramaturgischen Intensität, die einem die Unfassbarkeit des Holocaust konkret werden lässt.“ (Matthias Dell, spiegel.de)

Heimat ist ein Raum aus Zeit
So 27.10.

Бродвей. Черное море (Broadway. Black Sea), OmeU – mit Vorfilm!

Witalij Manskij
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Бродвей. Черное море (Broadway. Black Sea)

RUS/ D/ CZ 2002, 35mm, 78 min, Russisch mit engl. UT

Vorfilm: Regen (1929), stumm mit Livemusik!

Regie: Witalij Manskij

Der Broadway – auf dem alles möglich ist und Träume wahr werden. Nicht nur in New York. Flüchtlinge aus den kaukasischen Republiken, Russen, Armenier treffen sich als Urlauber und Budenbesitzer, als Rettungsschwimmer, Karaokeinterpreten und werdende Väter am Ufer des Schwarzen Meeres. Sie schlagen ihre Zelte auf, bauen eine ganze Welt en miniature aus Planen und Wagen und Sand. Der brodelnde Broadway ist auf keiner noch so detaillierten Karte zu finden – und verschwindet jeden September, wenn der Regen einsetzt.

 

REGEN (NL 1929) 14 min, live begleitet von Karussell e.V. Jugendorchester

Regie: Joris Ivens     REGEN erzählt vom sonnigen Anfang des Tages, bis ein Regenschauer die Passanten überrascht. Die Kamera streift durch die tropfnassen Straßen und fängt Momentaufnahmen des Regens ein.

„Die Sonne, der Wind, die ersten Regentropfen, der strömende Regen, die wiederkehrende Sonne: all diese Dinge sind Teile eines Dramas, ohne jegliche literarische Grundlage. Aber das Leben und die Menschen, ihre Schritte, ihre Handlungen: alles wird durch den Regen verwandelt …“ (Ivens)

Бродвей. Черное море (Broadway. Black Sea), OmeU – mit Vorfilm!
So 27.10.

Vorfilm: REGEN (1929), live begleitet von Karussell e.V. Jugendorchester

Joris Ivens
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Der Geschmack des Sommers – Sommerregen

Was wäre der Film ohne Regen? Während im Spielfilm Feuerwehrspritzen Wolkenbrüche vortäuschen und Stimmung erzeugen, kann Regen die Arbeit am Dokumentarfilm sogar behindern. Joris Ivens stellte das Wetterphänomen 1929 sogar in den Mittelpunkt seines Films. Hanns Eisler komponierte dafür die Filmmusik. Die Mitglieder des Karussell e.V. Jugendorchesters wagten unter der Leitung von Anton Berman (Klavier, Komponist, Theaterschauspieler und Regisseur) und Juriy Gurzhy  (Gitarre, Frontmann der Band Rotfront) eine von den jungen Teilnehmern eigens komponierte Neuvertonung, die bei uns ihre Uraufführung feiern wird. Wir freuen uns sehr darauf, denn bereits die die Generalprobe im Juni geriet zum Fest! Es wirken mit: Ilja (Soprasaxophon), Anna (Flöte), Paul (Posaune), Andrei (Posaune), Aleksandra (Geige), Fyodor (Knopfakkordeon)und Boris (Live Electronics). Das Ensemble wird außerdem von einem erwachsenen Musiker unterstützt: Nikita Kasantsev (Bass-Gitarre).

REGEN (NL 1929) 14 min, live begleitet von Karussell e.V. Jugendorchester

Regie: Joris Ivens     REGEN erzählt vom sonnigen Anfang des Tages, bis ein Regenschauer die Passanten überrascht. Die Kamera streift durch die tropfnassen Straßen und fängt Momentaufnahmen des Regens ein.

„Die Sonne, der Wind, die ersten Regentropfen, der strömende Regen, die wiederkehrende Sonne: all diese Dinge sind Teile eines Dramas, ohne jegliche literarische Grundlage. Aber das Leben und die Menschen, ihre Schritte, ihre Handlungen: alles wird durch den Regen verwandelt …“ (Ivens)

Голландский режиссер Joris Ivens – один самых значительных мастеров документального кино XX в. К числу наиболее значительных работ Иверса несомненно принадлежит «Дождь». Этот полный импрессионистских, поэтических образов фильм по многим аспектам близок жанру «городская симфония». Эту кинокартину можно деконструировать на множество высокохудожественных фотографий, которые напоминают манеру Александра Родченко и на которых запечатлено преображение дождем городского пейзажа. Премьера фильма состоялась почти 90 лет назад – в декабре 1929 г. Символично, что в канун юбилея его покажут в Берлине, городе, который сыграл немалую роль в становлении Ивенса. С начала 1920-х здесь он жил, учился, погружался в пестроту жизни Веймарской республики, смотрел фильмы немецких экспрессионистов. 1929 г. – это поворотный год для кинематографа. Именно тогда наметился поворот к звуковому кино. До этого музыкальное сопровождение фильмов чаще обеспечивали таперы-пианисты, реже – оркестры (их услуги обходились дороже). Одним из тех, кто написал оркестровую музыку для «Дождя» был знаменитый немецкий композитор Hanns Eisler. Свою версию саундтрека к этому фильму предложили участники проекта берлинского сообщества Karussell e.V. Оно возникло в 2005 г. по инициативе родителей, которые склонны воспитывать и обучать своих детей на двух языках: русском и немецком. Руководители музыкального проекта «Дождь» – Anton Berman (Klavier, The Pipe, композитор, театральный актер и режиссер) и Yuri Gurzhi (Gitarre, лидер группы Rotfront) – собрали оркестр, в который вошли дети разных возрастов – Ilja (Sopransaxophon), Anna (Flöte), Paul (Posaune), Andrei (Posaune), Aleksandra (Geige), Fyodor (Knopfakkordeon) и Boris (Live Electronics). Состав усилил еще один взрослый музыкант – Nikita Kasantsev (Bass-Gitarre). Идеи новой музыки к фильму «Дождь» возникали в процессе репетиций, удачные темы и импровизации запоминались и развивались. Оркестр Karussell e.V. сыграет во время демонстрации кинокартины «живьем» – как в эпоху немого кино. (Сергей Гаврилов)

Vorfilm: REGEN (1929), live begleitet von Karussell e.V. Jugendorchester
Mo 28.10.

Nurejew – The White Crow (Нуреев. Белый ворон), OmdU

Ralph Fiennes
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Nurejew – The White Crow (Нуреев. Белый ворон)

UK/ F/ Serbien 2018, 128 min, Russisch | Englisch | Französisch mit deutschen UT

Regie: Ralph Fiennes

Paris in den 1960er Jahren: Der Kalte Krieg befindet sich auf seinem Höhepunkt und die Sowjetunion schickt ihre beste Tanzkompanie in den Westen, um ihre künstlerische Stärke zu demonstrieren. Das Leningrader Kirow-Ballett begeistert die Pariser Zuschauer, aber ein Mann sorgt für die Sensation: der virtuose junge Tänzer Rudolf Nurejew. Attraktiv, rebellisch und neugierig, lässt er sich vom kulturellen Leben der Stadt mitreißen. Begleitet von der schönen Chilenin Clara Saint streift er durch die Museen und Jazz-Clubs der Stadt, sehr zum Missfallen der KGB-Spione, die ihm folgen. Doch Nurejew genießt den Geschmack der Freiheit und beschließt in Frankreich politisches Asyl zu beantragen. Ein höchst riskantes Katz- und Mausspiel mit dem sowjetischen Geheimdienst beginnt.

„Der Film wurde zum großen Teil auf Russisch gedreht; Fiennes hat ihn mit einigen Stars der aktuellen Ballettszene besetzt. So geraten die Tanzszenen zu wirklichen Höhepunkten; eine Entdeckung ist Hauptdarsteller Oleg Ivenko, der Nurejew durchaus ähnlich sieht und seine erste Filmrolle nicht nur tänzerisch, sondern auch persönlich glänzend ausfüllt.“ (Holger Heiland, kunstundfilm.de)

„Nurejew verwirrte und begeisterte nicht nur die Massen mit seiner raubkatzenartigen Ausstrahlung, seinem Können und seiner selbstbewussten Unverschämtheit. Auch für die Politik war seine Flucht auf dem Flughafen, kurz vor dem Bau der Berliner Mauer, ein bemerkenswertes Datum: Hier hatte, auf dem Höhepunkt des Kalten Krieges, ein aufmüpfiger Künstler das Undenkbare gewagt und sich schlagzeilenträchtig aus dem kommunistischen Machtraum abgesetzt. (…) Vor allem aber war seine Flucht für die Ballettwelt befreiend. Nurejew, der störrische Außenseiter, in Russland die ‚weiße Krähe‘ genannt, beraubte Kraft seiner animalischen Erotik den Mann seiner künstlerischen Fesseln. Er verhalf dem Tänzer in seinen stilistisch wie gesellschaftlich wegweisenden Neufassungen der zaristischen Ballettklassiker zu einer vorher nie gekannten Rolle als gleichwertiger, ja die Ballerina noch überstrahlender Partner – und nicht nur als hölzerner Hebehelfer.“ (Manuel Brug, welt.de)

Nurejew – The White Crow (Нуреев. Белый ворон), OmdU
Mo 28.10.

Вулкан (Volcano), OmdU

Roman Bondartschuk
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Вулкан (Volcano)

UA/ D 2018, 106 min, Ukrainisch | Russisch mit deutschen UT

Regie: Roman Bondartschuk

Nach einer Reihe seltsamer Zufälle strandet der Übersetzer Lukas während einer OSZE-Mission irgendwo in der südukrainischen Steppe. Ohne Ahnung, wo er hinsoll, findet er schließlich Zuflucht bei einem schrägen Einheimischen namens Wowa. Sein Gastgeber konfrontiert Lukas mit einem anarchistischen Universum jenseits seiner Vorstellungskraft, wo das Leben völlig losgelöst von jeder erkennbaren Struktur erscheint. Fasziniert von Wowa und dessen Tochter Maruschka schmilzt Lukas‘ Abneigung gegen das provinzielle Leben dahin und er begibt sich auf die Suche nach einem Glück, von dem er gar nicht wusste, dass es existiert. (kino-zeit.de)

„Mit VULKAN hat Roman Bondarchuk eine fast surreal anmutende Welt erschaffen, die zwischen realem Wahnsinn und fantastischem Traum changiert und die Hauptfigur in einer Mischung aus Faszination und Angst gefangen hält. In wunderbaren Bildern und nicht ohne Humor werden grausame Realität und menschliche Überlebensstrategien miteinander verwoben.“ (Filmfestival Cottbus 18)

Вулкан (Volcano), OmdU
Di 29.10.

Nurejew – The White Crow (Нуреев. Белый ворон), OmdU

Ralph Fiennes
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Nurejew – The White Crow (Нуреев. Белый ворон)

UK/ F/ Serbien 2018, 128 min, Russisch | Englisch | Französisch mit deutschen UT

Regie: Ralph Fiennes

Paris in den 1960er Jahren: Der Kalte Krieg befindet sich auf seinem Höhepunkt und die Sowjetunion schickt ihre beste Tanzkompanie in den Westen, um ihre künstlerische Stärke zu demonstrieren. Das Leningrader Kirow-Ballett begeistert die Pariser Zuschauer, aber ein Mann sorgt für die Sensation: der virtuose junge Tänzer Rudolf Nurejew. Attraktiv, rebellisch und neugierig, lässt er sich vom kulturellen Leben der Stadt mitreißen. Begleitet von der schönen Chilenin Clara Saint streift er durch die Museen und Jazz-Clubs der Stadt, sehr zum Missfallen der KGB-Spione, die ihm folgen. Doch Nurejew genießt den Geschmack der Freiheit und beschließt in Frankreich politisches Asyl zu beantragen. Ein höchst riskantes Katz- und Mausspiel mit dem sowjetischen Geheimdienst beginnt.

„Der Film wurde zum großen Teil auf Russisch gedreht; Fiennes hat ihn mit einigen Stars der aktuellen Ballettszene besetzt. So geraten die Tanzszenen zu wirklichen Höhepunkten; eine Entdeckung ist Hauptdarsteller Oleg Ivenko, der Nurejew durchaus ähnlich sieht und seine erste Filmrolle nicht nur tänzerisch, sondern auch persönlich glänzend ausfüllt.“ (Holger Heiland, kunstundfilm.de)

„Nurejew verwirrte und begeisterte nicht nur die Massen mit seiner raubkatzenartigen Ausstrahlung, seinem Können und seiner selbstbewussten Unverschämtheit. Auch für die Politik war seine Flucht auf dem Flughafen, kurz vor dem Bau der Berliner Mauer, ein bemerkenswertes Datum: Hier hatte, auf dem Höhepunkt des Kalten Krieges, ein aufmüpfiger Künstler das Undenkbare gewagt und sich schlagzeilenträchtig aus dem kommunistischen Machtraum abgesetzt. (…) Vor allem aber war seine Flucht für die Ballettwelt befreiend. Nurejew, der störrische Außenseiter, in Russland die ‚weiße Krähe‘ genannt, beraubte Kraft seiner animalischen Erotik den Mann seiner künstlerischen Fesseln. Er verhalf dem Tänzer in seinen stilistisch wie gesellschaftlich wegweisenden Neufassungen der zaristischen Ballettklassiker zu einer vorher nie gekannten Rolle als gleichwertiger, ja die Ballerina noch überstrahlender Partner – und nicht nur als hölzerner Hebehelfer.“ (Manuel Brug, welt.de)

Nurejew – The White Crow (Нуреев. Белый ворон), OmdU
Di 29.10.

Вулкан (Volcano), OmdU

Roman Bondartschuk
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Вулкан (Volcano)

UA/ D 2018, 106 min, Ukrainisch | Russisch mit deutschen UT

Regie: Roman Bondartschuk

Nach einer Reihe seltsamer Zufälle strandet der Übersetzer Lukas während einer OSZE-Mission irgendwo in der südukrainischen Steppe. Ohne Ahnung, wo er hinsoll, findet er schließlich Zuflucht bei einem schrägen Einheimischen namens Wowa. Sein Gastgeber konfrontiert Lukas mit einem anarchistischen Universum jenseits seiner Vorstellungskraft, wo das Leben völlig losgelöst von jeder erkennbaren Struktur erscheint. Fasziniert von Wowa und dessen Tochter Maruschka schmilzt Lukas‘ Abneigung gegen das provinzielle Leben dahin und er begibt sich auf die Suche nach einem Glück, von dem er gar nicht wusste, dass es existiert. (kino-zeit.de)

„Mit VULKAN hat Roman Bondarchuk eine fast surreal anmutende Welt erschaffen, die zwischen realem Wahnsinn und fantastischem Traum changiert und die Hauptfigur in einer Mischung aus Faszination und Angst gefangen hält. In wunderbaren Bildern und nicht ohne Humor werden grausame Realität und menschliche Überlebensstrategien miteinander verwoben.“ (Filmfestival Cottbus 18)

Вулкан (Volcano), OmdU
Mi 30.10.

Neues Kino aus Zentralasien: The Secret of a Leader (Das Geheimnis eines Leaders), OmdU mit Gast und Filmgespräch – EINTRITT FREI

Farkkhat Sharipov
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Umbrüche / Aufbrüche

Neues Kino aus Zentralasien

eine Reihe der Rosa-Luxemburg-Stiftung im Kino Krokodil (30.10.-27.11.2019)

Es war eine unfreiwillige Unabhängigkeit, in die die ehemaligen Sowjetrepubliken Kasachstan, Kirgistan, Tadschikistan, Turkmenistan und Usbekistan mit dem Ende der UdSSR hineinschlidderten. Anders als in Osteuropa gab es in den zentralasiatischen Republiken keine Unabhängigkeitsbewegungen, die eine Emanzipation von Moskau gefordert hätten. Und so lässt ist der Weg der zentralasiatischen Staaten – bei aller individueller Unterschiedlichkeit – heute noch immer ein unentschiedener, schwankend zwischen der Fokussierung auf die alten Verbindungen nach Russland und dem Erkunden neuer politischer Pfade, allein oder mit neuen Partnern. Und auch die Gesellschaften befinden sich in einer Phase der Auseinandersetzung über die Bewahrung, Modernisierung oder Zerschlagung von Werten und Normen, die die Region lange Zeit geprägt haben.

Diese Gesellschaften im Umbruch, an der Schwelle zu Aufbrüchen mit unklaren Zielen, zeigen auch die Filme, die die Rosa-Luxemburg-Stiftung in der Reihe Umbrüche / Aufbrüche – Neues Kino aus Zentralasien präsentiert. Egal ob in den Bergen zwischen Tadschikistan und Usbekistan, in der Metropole Almaty oder in den Weiten der kirgisischen Steppe: Überall gibt es Veränderungen– nur unterscheidet sich der Umgang der Protagonist*innen mit diesen.

Im Anschluss an jede Filmvorführung findet ein Gespräch mit Filmemacher*innen, Aktivist*innen oder Wissenschaftler*innen über den Film und die Situation vor Ort statt. Der Eintritt ist frei.

30.10. 2019, 19.00 Uhr

The Secret of a Leader / Das Geheimnis eines Leaders

Kasachstan 2018, 97 Min., OmdU

Zu Gast: Dr. Andrea Schmitz (Stiftung Wissenschaft und Politik, Berlin)

Kanat hat sein eintöniges Leben satt. Er ist Anfang vierzig, geschieden und wohnt bei seiner dementen Mutter in der kasachischen Hauptstadt Almaty. In seinem Job bei einer Bank hängt er ohne Aussicht auf Aufstieg im Mittelbau fest. Als er zufällig nach langer Zeit seinem Ex-Kommilitonen Daniyar wiedertrifft, kommt Bewegung in die bleierne Monotonie, die sein Leben bislang war. Daniyar ist, wie Kanat hätte werden können und immer sein wollte – ein charismatischer Leader, der, wenn es sein muss, auch über seine Grenzen und die des Gesetzes geht. An seiner Seite betritt Kanat die Beletage der kasachischen Oberschicht und muss sich irgendwann die Frage stellen: Welchen Preis bin ich, für meinen Erfolg zu bezahlen?

Regie: FARKHAT SHARIPOV (*1983 in Almaty, Kasachstan) studierte an der Kunstakademie in Almaty und an der New York Film Academy. Für „The Secret of a Leader“ erhielt er beim 41. Internationalen Filmfestival in Moskau den Hauptpreis.

 

Neues Kino aus Zentralasien: The Secret of a Leader (Das Geheimnis eines Leaders), OmdU mit Gast und Filmgespräch – EINTRITT FREI
Mi 30.10.

Вулкан (Volcano), OmdU

Roman Bondartschuk
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Вулкан (Volcano)

UA/ D 2018, 106 min, Ukrainisch | Russisch mit deutschen UT

Regie: Roman Bondartschuk

Nach einer Reihe seltsamer Zufälle strandet der Übersetzer Lukas während einer OSZE-Mission irgendwo in der südukrainischen Steppe. Ohne Ahnung, wo er hinsoll, findet er schließlich Zuflucht bei einem schrägen Einheimischen namens Wowa. Sein Gastgeber konfrontiert Lukas mit einem anarchistischen Universum jenseits seiner Vorstellungskraft, wo das Leben völlig losgelöst von jeder erkennbaren Struktur erscheint. Fasziniert von Wowa und dessen Tochter Maruschka schmilzt Lukas‘ Abneigung gegen das provinzielle Leben dahin und er begibt sich auf die Suche nach einem Glück, von dem er gar nicht wusste, dass es existiert. (kino-zeit.de)

„Mit VULKAN hat Roman Bondarchuk eine fast surreal anmutende Welt erschaffen, die zwischen realem Wahnsinn und fantastischem Traum changiert und die Hauptfigur in einer Mischung aus Faszination und Angst gefangen hält. In wunderbaren Bildern und nicht ohne Humor werden grausame Realität und menschliche Überlebensstrategien miteinander verwoben.“ (Filmfestival Cottbus 18)

Вулкан (Volcano), OmdU
Do 31.10.

Der seltsame Klang des Glücks (Lo strano suono della felicità), DF

Diego Pascal Panarello
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Der seltsame Klang des Glücks (Lo strano suono della felicità)

D/ I 2018, 89 min, Deutsche Fassung

Regie: Diego Pascal Panarello

Diego Pascal Panarello begibt sich auf einen humorvoll-poetischen Trip auf den Spuren eines kleinen, unscheinbaren Musikinstruments das, wie es scheint, für ein ganzes Volk im tiefsten Sibirien der Schlüssel zu ihrem persönlichen Glück ist. Aus seiner Heimat Sizilien folgt Diego Pascal Panarello dem Ruf der Maultrommel. In Jakutien ist man davon überzeugt, dass dieses Instrument den Sommer herbeirufen und damit das Glück beschwören kann. Die sphärischen Klänge führen den jungen Regisseur und Autor aus dem warmen Sommer Italiens in den ewigen Winter Sibiriens, in das Mekka der Maultrommel. Seit Generationen glaubt man hier an die heilende Wirkung des Instruments und schon die Kleinsten im Kindergarten lernen es zu spielen. Wäre er hier geboren, so ist sich Diego bald sicher, wäre sein Traum Musiker zu werden, längst in Erfüllung gegangen. Die Menschen empfangen ihn mit offenen Armen: Ist er der lang ersehnte „Messias“, den eine lokale Prophezeiung bereits im 19. Jahrhundert angekündigt hat, derjenige, der der Welt von diesem Ort und ihrem Nationalinstrument berichten wird?

Der seltsame Klang des Glücks (Lo strano suono della felicità), DF
Do 31.10.

Вулкан (Volcano), OmdU

Roman Bondartschuk
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Вулкан (Volcano)

UA/ D 2018, 106 min, Ukrainisch | Russisch mit deutschen UT

Regie: Roman Bondartschuk

Nach einer Reihe seltsamer Zufälle strandet der Übersetzer Lukas während einer OSZE-Mission irgendwo in der südukrainischen Steppe. Ohne Ahnung, wo er hinsoll, findet er schließlich Zuflucht bei einem schrägen Einheimischen namens Wowa. Sein Gastgeber konfrontiert Lukas mit einem anarchistischen Universum jenseits seiner Vorstellungskraft, wo das Leben völlig losgelöst von jeder erkennbaren Struktur erscheint. Fasziniert von Wowa und dessen Tochter Maruschka schmilzt Lukas‘ Abneigung gegen das provinzielle Leben dahin und er begibt sich auf die Suche nach einem Glück, von dem er gar nicht wusste, dass es existiert. (kino-zeit.de)

„Mit VULKAN hat Roman Bondarchuk eine fast surreal anmutende Welt erschaffen, die zwischen realem Wahnsinn und fantastischem Traum changiert und die Hauptfigur in einer Mischung aus Faszination und Angst gefangen hält. In wunderbaren Bildern und nicht ohne Humor werden grausame Realität und menschliche Überlebensstrategien miteinander verwoben.“ (Filmfestival Cottbus 18)

Вулкан (Volcano), OmdU
Mi 06.11.

Neues Kino aus Zentralasien: 40 Days of Silence (Chilla), OmeU mit Gast und Filmgespräch – EINTRITT FREI

Saodat Ismailova
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Umbrüche / Aufbrüche

Neues Kino aus Zentralasien

eine Reihe der Rosa-Luxemburg-Stiftung im Kino Krokodil (30.10.-27.11.2019)

Es war eine unfreiwillige Unabhängigkeit, in die die ehemaligen Sowjetrepubliken Kasachstan, Kirgistan, Tadschikistan, Turkmenistan und Usbekistan mit dem Ende der UdSSR hineinschlidderten. Anders als in Osteuropa gab es in den zentralasiatischen Republiken keine Unabhängigkeitsbewegungen, die eine Emanzipation von Moskau gefordert hätten. Und so lässt ist der Weg der zentralasiatischen Staaten – bei aller individueller Unterschiedlichkeit – heute noch immer ein unentschiedener, schwankend zwischen der Fokussierung auf die alten Verbindungen nach Russland und dem Erkunden neuer politischer Pfade, allein oder mit neuen Partnern. Und auch die Gesellschaften befinden sich in einer Phase der Auseinandersetzung über die Bewahrung, Modernisierung oder Zerschlagung von Werten und Normen, die die Region lange Zeit geprägt haben.

Diese Gesellschaften im Umbruch, an der Schwelle zu Aufbrüchen mit unklaren Zielen, zeigen auch die Filme, die die Rosa-Luxemburg-Stiftung in der Reihe Umbrüche / Aufbrüche – Neues Kino aus Zentralasien präsentiert. Egal ob in den Bergen zwischen Tadschikistan und Usbekistan, in der Metropole Almaty oder in den Weiten der kirgisischen Steppe: Überall gibt es Veränderungen– nur unterscheidet sich der Umgang der Protagonist*innen mit diesen.

Im Anschluss an jede Filmvorführung findet ein Gespräch mit Filmemacher*innen, Aktivist*innen oder Wissenschaftler*innen über den Film und die Situation vor Ort statt. Der Eintritt ist frei.

06.11.2019, 19.00 Uhr

40 Days of Silence / Chilla

Usbekistan 2014, 88 Min., OmeU

Zu Gast: Saodat Ismailova (Regie)

Bibicha hat ein Schweigegelübde abgelegt, das sie bei ihrer Großmutter in den Bergen ableistet. Sie schläft, isst, wandert durch die öden Hügel. Und schweigt. Haus und Landschaft bieten ihr Ablenkung für die Sinne: der Geschmack des Honigs, die Struktur einer Mauer, eine bunte Tagesdecke, der Ausblick auf ein Meer aus Wolken, verdampfendes Wasser. Aber nicht nur die Schweigende steht unter Druck: Ihre Tante schickt fieberhaft Textnachrichten, die Großmutter lauscht Klatsch im Radio und die kleine Cousine ist unehelich. Vier Frauen, vier Generationen, kein Mann weit und breit, und doch sind Männer allgegenwärtig. Saodat Ismailova nähert sich lyrisch der Situation der Frauen Zentralasiens, die über Länder- und Generationengrenzen hinweg geprägt ist von der Allgegenwart des Patriarchats.

Regie: Saodat Ismailova (*1981 in Taschkent, Usbekistan) studierte Regie am Staatlichen Kunstinstitut von Taschkent und errang bereits mit ihren ersten Kurz- und Dokumentarfilmen Preise. Ihr Langfilmdebüt „40 Days of Silence“ feierte seine Premiere bei den Filmfestspielen von Venedig und lief später auch auf der Berlinale.

Neues Kino aus Zentralasien: 40 Days of Silence (Chilla), OmeU mit Gast und Filmgespräch – EINTRITT FREI
Mi 13.11.

Neues Kino aus Zentralasien: I Want To Be Different – Metal Rock in Tajikistan, OmeU mit Gast und Filmgespräch – EINTRITT FREI

Roozbeh Ghasemi
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Umbrüche / Aufbrüche

Neues Kino aus Zentralasien

eine Reihe der Rosa-Luxemburg-Stiftung im Kino Krokodil (30.10.-27.11.2019)

Es war eine unfreiwillige Unabhängigkeit, in die die ehemaligen Sowjetrepubliken Kasachstan, Kirgistan, Tadschikistan, Turkmenistan und Usbekistan mit dem Ende der UdSSR hineinschlidderten. Anders als in Osteuropa gab es in den zentralasiatischen Republiken keine Unabhängigkeitsbewegungen, die eine Emanzipation von Moskau gefordert hätten. Und so lässt ist der Weg der zentralasiatischen Staaten – bei aller individueller Unterschiedlichkeit – heute noch immer ein unentschiedener, schwankend zwischen der Fokussierung auf die alten Verbindungen nach Russland und dem Erkunden neuer politischer Pfade, allein oder mit neuen Partnern. Und auch die Gesellschaften befinden sich in einer Phase der Auseinandersetzung über die Bewahrung, Modernisierung oder Zerschlagung von Werten und Normen, die die Region lange Zeit geprägt haben.

Diese Gesellschaften im Umbruch, an der Schwelle zu Aufbrüchen mit unklaren Zielen, zeigen auch die Filme, die die Rosa-Luxemburg-Stiftung in der Reihe Umbrüche / Aufbrüche – Neues Kino aus Zentralasien präsentiert. Egal ob in den Bergen zwischen Tadschikistan und Usbekistan, in der Metropole Almaty oder in den Weiten der kirgisischen Steppe: Überall gibt es Veränderungen– nur unterscheidet sich der Umgang der Protagonist*innen mit diesen.

Im Anschluss an jede Filmvorführung findet ein Gespräch mit Filmemacher*innen, Aktivist*innen oder Wissenschaftler*innen über den Film und die Situation vor Ort statt. Der Eintritt ist frei.

13.11.2019, 19.00 Uhr

I want to be different – Metal Rock in Tajikistan

Tadschikistan 2016, 79 Min., OmeU

Zu Gast: Roozbeh Ghasemi (Regie)

Al Aziv, ProRock und Red Planet: Drei Bands – eine gemeinsame musikalische Leidenschaft: Metal! Was für europäische Ohren kaum ungewöhnlich klingt, ist in Tadschikistan etwas geradezu Unerhörtes. Doch eine neue Generation, die nach der unfreiwilligen Unabhängigkeit des Landes, die dem Zusammenbruch der Sowjetunion folgte, geboren wurde, stellt neue Fragen, hat andere Ideale und Träume. In einer Zeit, die noch immer unter dem Eindruck des Bürgerkriegs und der Transformation steht, will die Jugend in Tadschikistan ihren eigenen Weg gehen, ihre eigene Identität finden und ihre Kritik am Status quo formulieren. Laut. Sehr laut.

Regie: Roozbeh Ghasemi ist iranischer Filmemacher und Fotograf. Nach seinem Studium der Film- und Fotokunst an der Kunsthochschule Teheran arbeitete er unter anderem in Zentralasien, wo er seinen ersten Dokumentarfilm I WANT TO BE DIFFERENT realisierte.

 

Neues Kino aus Zentralasien: I Want To Be Different – Metal Rock in Tajikistan, OmeU mit Gast und Filmgespräch – EINTRITT FREI
Mi 20.11.

Neues Kino aus Zentralasien: Der Dieb des Lichts (Svet-Ake), OmdU mit Gast und Filmgespräch – EINTRITT FREI

Aktan Arym Kubat
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Umbrüche / Aufbrüche

Neues Kino aus Zentralasien

eine Reihe der Rosa-Luxemburg-Stiftung im Kino Krokodil (30.10.-27.11.2019)

Es war eine unfreiwillige Unabhängigkeit, in die die ehemaligen Sowjetrepubliken Kasachstan, Kirgistan, Tadschikistan, Turkmenistan und Usbekistan mit dem Ende der UdSSR hineinschlidderten. Anders als in Osteuropa gab es in den zentralasiatischen Republiken keine Unabhängigkeitsbewegungen, die eine Emanzipation von Moskau gefordert hätten. Und so lässt ist der Weg der zentralasiatischen Staaten – bei aller individueller Unterschiedlichkeit – heute noch immer ein unentschiedener, schwankend zwischen der Fokussierung auf die alten Verbindungen nach Russland und dem Erkunden neuer politischer Pfade, allein oder mit neuen Partnern. Und auch die Gesellschaften befinden sich in einer Phase der Auseinandersetzung über die Bewahrung, Modernisierung oder Zerschlagung von Werten und Normen, die die Region lange Zeit geprägt haben.

Diese Gesellschaften im Umbruch, an der Schwelle zu Aufbrüchen mit unklaren Zielen, zeigen auch die Filme, die die Rosa-Luxemburg-Stiftung in der Reihe Umbrüche / Aufbrüche – Neues Kino aus Zentralasien präsentiert. Egal ob in den Bergen zwischen Tadschikistan und Usbekistan, in der Metropole Almaty oder in den Weiten der kirgisischen Steppe: Überall gibt es Veränderungen– nur unterscheidet sich der Umgang der Protagonist*innen mit diesen.

Im Anschluss an jede Filmvorführung findet ein Gespräch mit Filmemacher*innen, Aktivist*innen oder Wissenschaftler*innen über den Film und die Situation vor Ort statt. Der Eintritt ist frei.

20.11.2019, 19.00 Uhr

Der Dieb des Lichts / Svet-Ake

Kirgistan 2010, 80 Min., OmdU

Gast: Dr. Aksana Ismailbekova (Max Planck Institut für ethnologische Forschung, Halle)

Ein kleines Dorf in den Weiten Kirgistans liebt einen Mann – nicht irgendeinen Mann, sondern den örtlichen Elektriker Svet-Ake, den man überall nur den »Herrn Licht« nennt. Der vierfache Vater hat ein offenes Ohr – für den Herzschmerz der Dorfbewohner, ihren Ehefrust und ihre Lebenslust, doch vor allem für ihre Stromrechnung. Und das ist gut so, denn die Stromkosten in dem kleinen Dorf klettern in astronomische Höhen. Kaum kann sich noch jemand das Licht im Dunkel leisten, geschweige denn sich sonst irgendwie über Wasser halten. Und so lässt Svet-Ake die Stromzähler der Nachbarn auch schon mal rückwärts laufen – bis er mit dem Gesetz in Konflikt gerät und schließlich seinen Elektriker-Posten verliert.

Regie: Aktan Arym Kubat (*1957) wurde in Kuntuu in Kirgisistan geboren und schloss sein Studium an der Kunstakademie in Bischkek 1980 ab. International bekannt wurde er mit seinem zweiten Spielfilm „Beshkempir“, für den er einen Preis beim Filmfestival von Locarno erhielt. „Der Dieb des Lichts“ war sein fünfter Langfilm.

Neues Kino aus Zentralasien: Der Dieb des Lichts (Svet-Ake), OmdU mit Gast und Filmgespräch – EINTRITT FREI
Mi 27.11.

Neues Kino aus Zentralasien: Айка (Ayka), OmdU mit Gast und Filmgespräch – EINTRITT FREI

Sergej Dworzewoj
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Umbrüche / Aufbrüche

Neues Kino aus Zentralasien

eine Reihe der Rosa-Luxemburg-Stiftung im Kino Krokodil (30.10.-27.11.2019)

Es war eine unfreiwillige Unabhängigkeit, in die die ehemaligen Sowjetrepubliken Kasachstan, Kirgistan, Tadschikistan, Turkmenistan und Usbekistan mit dem Ende der UdSSR hineinschlidderten. Anders als in Osteuropa gab es in den zentralasiatischen Republiken keine Unabhängigkeitsbewegungen, die eine Emanzipation von Moskau gefordert hätten. Und so lässt ist der Weg der zentralasiatischen Staaten – bei aller individueller Unterschiedlichkeit – heute noch immer ein unentschiedener, schwankend zwischen der Fokussierung auf die alten Verbindungen nach Russland und dem Erkunden neuer politischer Pfade, allein oder mit neuen Partnern. Und auch die Gesellschaften befinden sich in einer Phase der Auseinandersetzung über die Bewahrung, Modernisierung oder Zerschlagung von Werten und Normen, die die Region lange Zeit geprägt haben.

Diese Gesellschaften im Umbruch, an der Schwelle zu Aufbrüchen mit unklaren Zielen, zeigen auch die Filme, die die Rosa-Luxemburg-Stiftung in der Reihe Umbrüche / Aufbrüche – Neues Kino aus Zentralasien präsentiert. Egal ob in den Bergen zwischen Tadschikistan und Usbekistan, in der Metropole Almaty oder in den Weiten der kirgisischen Steppe: Überall gibt es Veränderungen– nur unterscheidet sich der Umgang der Protagonist*innen mit diesen.

Im Anschluss an jede Filmvorführung findet ein Gespräch mit Filmemacher*innen, Aktivist*innen oder Wissenschaftler*innen über den Film und die Situation vor Ort statt. Der Eintritt ist frei.

27.11.2019, 19.00 Uhr

Айка (Ayka)

Russland / Kasachstan 2018, 100 Min., OmdU

Gast: Ali Feruz (Usbekischer Journalist und Aktivist, Berlin)

Ayka, eine junge Kirgisin, arbeitet in Moskau. Ayka lebt ein Leben im Abgrund, stets verfolgt von der Notwendigkeit, sich das Überleben zu sichern. Weil sie ihr gerade geborenes Kind nicht ernähren kann, lässt sie ihren Sohn im Krankenhaus zurück und flieht – zurück in eine rohe Welt, in der sie niemals mehr als die Gejagte ihrer bloßen Existenz sein kann. Unter dem gnadenlosen Druck, Geld aufzutreiben, um ihre Schulden zu begleichen, will Ayka auch noch die letzte Grenze überschreiten. Sie muss sich einer existentiellen Entscheidung stellen. AYKA ist ein kraftvolles Stück Kino voller Ehrlichkeit und das faszinierende Porträt einer unglaublich starken Frauenfigur.

Regie: Sergey Dvortsevoy (*1962) ist ein kasachischer Filmemacher mit russischen Wurzeln. Bevor er zum Film kam, arbeitete er als Luftfahrtingenieur. Bereits seine ersten Filme sorgten für Aufsehen, mit TULPAN war er 2008 der offizielle Oscar-Beitrag Kasachstans. AYKA ist sein sechster Film.

Neues Kino aus Zentralasien: Айка (Ayka), OmdU mit Gast und Filmgespräch – EINTRITT FREI
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