Mi 18.09.

Über Grenzen

Paul Hartmann & Johannes Meier
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Über Grenzen – der Film einer langen Reise

D 2019, 110 min

Regie: Paul Hartmann, Johannes Meier

Mit 64 Jahren setzt sich Margot zum ersten Mal auf ein Motorrad – und fährt einfach los: Von ihrem kleinen Dorf in Nordhessen aus 117 Tage und 18.046 km lang mit der 125er Reiseenduro durch Zentralasien. Margot überquert nicht nur die Grenzen von 18 Ländern, sondern auch die zwischen Menschen von fremder Sprache und Kultur – und vor allem ihre eigenen: Ganz allein als ältere Frau unterwegs auf einem kleinen Motorrad, über die Wolga und das Pamir-Gebirge, durch Tadschikistan und den Iran…

http://www.über-grenzen.de

Über Grenzen
Mi 18.09.

Frau Stern

Anatol Schuster
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Frau Stern

D 2019, 79 min, deutsche Originalfassung

Regie: Anatol Schuster

Frau Stern hat viel gesehen in ihrem Leben. Vieles gelebt und überlebt. Viele Männer hat sie geliebt, ein Restaurant geführt und vor allem: viel geraucht. Frau Stern ist 90 Jahre alt, Jüdin und hat die Nazis überlebt. Liebe, das hat sie gelernt, ist eine Entscheidung. Der Tod genauso. Und so entscheidet Frau Stern, dass es nun an der Zeit ist, aus der Welt zu gehen. Doch der Arzt mag ihr keine Hilfe sein, aus der Badewanne rettet sie ein Räuberpärchen und von den Schienen hilft ihr ein Spaziergänger wieder hoch. Der Einfachheit halber würde die resolute Dame gern an eine Waffe kommen. Enkelin Elli, das „Schätzchen“, könnte wohl am besten helfen, denn sie kennt den coolsten Dealer in Berlin-Neukölln. Doch Elli bringt Frau Stern den Tod nicht näher. Im Gegenteil. Die Liebe zwischen Großmutter und Enkeltochter ist so innig, dass Frau Stern irgendwie in den Freundeskreis der jungen Frau gerät. Doch bei aller Lebensfreude, die das Berlin-Neukölln der Gegenwart auch versprühen mag – mit ihrer Entscheidung ist Frau Stern letztlich allein.

“Im richtigen Leben hieß Frau Stern Ahuva Sommerfeld. Zu Beginn dieses Jahres war sie noch ein überraschender Stargast beim Max-Ophüls-Preis, wo der Film, in dem sie ihre einzige Hauptrolle spielte, als große Entdeckung gefeiert wurde. Der junge Regisseur Anatol Schuster hatte sie entdeckt und ihr eine Figur auf den Leib geschrieben – diese geläufige Formulierung bekommt durch den Film FRAU STERN eine ungewöhnliche Prägnanz, denn tatsächlich geht es sehr stark um Verkörperung, auch darum, dass ein Individuum zugleich für eine Gemeinschaft steht. Frau Stern ist Jüdin gleichsam mit Haut und Haar. (…) ‚Ich hab Auschwitz überlebt, also werde ich auch das Rauchen überleben‘, sagt Frau Stern einmal im Film. Der Satz markiert zugleich ein kollektives Schicksal wie eine fiktionale Differenz: In der eigenen Haut hat Ahuva Sommerfeld Auschwitz nicht ‚überlebt‘, sie war während der NS-Jahre in Palästina und kam erst später nach Deutschland. Ob Auschwitz für Frau Stern im Film eine persönliche Erfahrung war oder eher eine Chiffre ist, mit der sie sich mit einer geschichtlichen Erfahrung identifiziert, lässt Anatol Schuster markant offen.” (Bert Rebhandl, faz.net)

Frau Stern
Do 19.09.

Über Grenzen

Paul Hartmann & Johannes Meier
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Über Grenzen – der Film einer langen Reise

D 2019, 110 min

Regie: Paul Hartmann, Johannes Meier

Mit 64 Jahren setzt sich Margot zum ersten Mal auf ein Motorrad – und fährt einfach los: Von ihrem kleinen Dorf in Nordhessen aus 117 Tage und 18.046 km lang mit der 125er Reiseenduro durch Zentralasien. Margot überquert nicht nur die Grenzen von 18 Ländern, sondern auch die zwischen Menschen von fremder Sprache und Kultur – und vor allem ihre eigenen: Ganz allein als ältere Frau unterwegs auf einem kleinen Motorrad, über die Wolga und das Pamir-Gebirge, durch Tadschikistan und den Iran…

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Über Grenzen
Do 19.09.

UNSERE ALTEN TAGE: DEFA Dok Programm 1: Lerchenlieder

Jochen Kraußer
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UNSERE ALTEN TAGE – DEFA Dok Programm 1:

Lerchenlieder / Gundula – Jahrgang ´58

DDR 1980-1982, 35mm, ca. 90 min

LERCHENLIEDER (1980), 35mm, 32 min, R: Jochen Kraußer

Porträt der besonderen Freundschaft zwischen dem 72-jährigen Musikautomatensammler Johann Bartisch und dem 12-jährigen Bauernjungen Gerd aus dem Ort Arnsgereuth.

„Kraußers LERCHENLIEDER geht über das Porträt des Mannes Johannes, der einst aus Rumänien kam, weit hinaus und fügt sich zu einem Bild über Generationen, die in einem kleinen Dorf harmonisch miteinander zu leben scheinen. (…) LERCHENLIEDER ist voller Poesie. Eine Vision davon, wie geborgen sich jung und alt fühlen könnten, wenn jeder am Leben des anderen teilnähme.“ (Schwarzweiß und Farbe, DEFA-Dokumentarfilme 1946-92)

 

GUNDULA – JAHRGANG ´58 (1981/82), 35mm, 59 min, R: Gitta Nickel

Gundula, 24 Jahre alt, ist Krankenschwester in einem Alten- und Pflegeheim in Neubrandenburg und alleinerziehende Mutter einer kleinen Tochter. In ihrer Freizeit singt sie in einer Band.

„Mit GUNDULA – JAHRGANG ´58 porträtiert Gitta Nickel eine junge Frau an einem für den DDR-Dokumentarfilm unüblichen Arbeitsplatz: in einem Heim für alte, zum Teil pflegebedürftige Menschen. In Situationen, die von der Regisseurin offensichtlich forciert wurden, ist zu sehen, wie schwer diese Arbeit ist, wie sich die Pflegerin aber trotz der wenigen Zeit, die für ein Gespräch übrigbleibt, um Zuwendung zu den Alten bemüht. (…)

Was einen Menschen glücklich mache, habe jeder allein für sich zu bestimmen – so der Tenor des Films. (…) Gundula korrespondierte in bemerkenswerter Weise mit der fiktiven Sunny aus Konrad Wolfs SOLO SUNNY (1980), die ebenfalls tingelte und darauf bestand, ihr Leben so einzurichten, wie sie es für richtig hielt. Vom Publikum wurde sie darum geliebt, von offiziellen Stellen beargwöhnt.“ (Schwarzweiß und Farbe)

„Wenn Gundula – obwohl von den Heimbewohnern geliebt und geschätzt – sich vor einem Tribunal für ihre Lebensweise verantworten muss, weiß man, dass ein Land auch an seiner Spießigkeit zugrunde gehen kann.“ (Grit Lemke, DOK Leipzig 2011)

UNSERE ALTEN TAGE: DEFA Dok Programm 1: Lerchenlieder
Do 19.09.

UNSERE ALTEN TAGE – DEFA Dok Programm 1: Gundula – Jahrgang `58

Gitta Nickel
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UNSERE ALTEN TAGE – DEFA Dok Programm 1:

Lerchenlieder / Gundula – Jahrgang ´58

DDR 1980-1982, 35mm, ca. 90 min

 

GUNDULA – JAHRGANG ´58 (1981/82), 35mm, 59 min, R: Gitta Nickel

Gundula, 24 Jahre alt, ist Krankenschwester in einem Alten- und Pflegeheim in Neubrandenburg und alleinerziehende Mutter einer kleinen Tochter. In ihrer Freizeit singt sie in einer Band.

„Mit GUNDULA – JAHRGANG ´58 porträtiert Gitta Nickel eine junge Frau an einem für den DDR-Dokumentarfilm unüblichen Arbeitsplatz: in einem Heim für alte, zum Teil pflegebedürftige Menschen. In Situationen, die von der Regisseurin offensichtlich forciert wurden, ist zu sehen, wie schwer diese Arbeit ist, wie sich die Pflegerin aber trotz der wenigen Zeit, die für ein Gespräch übrigbleibt, um Zuwendung zu den Alten bemüht. (…)

Was einen Menschen glücklich mache, habe jeder allein für sich zu bestimmen – so der Tenor des Films. (…) Gundula korrespondierte in bemerkenswerter Weise mit der fiktiven Sunny aus Konrad Wolfs SOLO SUNNY (1980), die ebenfalls tingelte und darauf bestand, ihr Leben so einzurichten, wie sie es für richtig hielt. Vom Publikum wurde sie darum geliebt, von offiziellen Stellen beargwöhnt.“ (Schwarzweiß und Farbe)

„Wenn Gundula – obwohl von den Heimbewohnern geliebt und geschätzt – sich vor einem Tribunal für ihre Lebensweise verantworten muss, weiß man, dass ein Land auch an seiner Spießigkeit zugrunde gehen kann.“ (Grit Lemke, DOK Leipzig 2011)

 

LERCHENLIEDER (1980), 35mm, 32 min, R: Jochen Kraußer

Porträt der besonderen Freundschaft zwischen dem 72-jährigen Musikautomatensammler Johann Bartisch und dem 12-jährigen Bauernjungen Gerd aus dem Ort Arnsgereuth.

„Kraußers LERCHENLIEDER geht über das Porträt des Mannes Johannes, der einst aus Rumänien kam, weit hinaus und fügt sich zu einem Bild über Generationen, die in einem kleinen Dorf harmonisch miteinander zu leben scheinen. (…) LERCHENLIEDER ist voller Poesie. Eine Vision davon, wie geborgen sich jung und alt fühlen könnten, wenn jeder am Leben des anderen teilnähme.“ (Schwarzweiß und Farbe, DEFA-Dokumentarfilme 1946-92)

UNSERE ALTEN TAGE – DEFA Dok Programm 1: Gundula – Jahrgang `58
Do 19.09.

Das Wunder im Meer von Sargasso, OmdU

Syllas Tzoumerkas
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To thávma tis thálassas ton Sargassón

(Das Wunder im Meer von Sargasso)

GR/ D/ NL/ S 2019, 121 min, griechische Originalfassung mit deutschen Untertiteln

Regie: Syllas Tzoumerkas

In einer kleinen griechischen Lagunenstadt fristen zwei Frauen ihr trostloses Leben und träumen davon, dem Kaff endlich zu entkommen. Elisabeth war eine ehrgeizige Polizistin, bevor sie aus Athen hierher versetzt wurde. Jetzt ist sie einsam, schlecht gelaunt und meist verkatert. Rita ist die verschlossene, geheimnisvolle Schwester eines Schlagersängers, der in der örtlichen Disco auftritt. Sein plötzlicher Tod erschüttert die Stadt und stellt das soziale Gefüge in Frage. Elisabeth wird mit der Aufklärung des Falls beauftragt und je weiter sie mit ihren Ermittlungen kommt, desto mehr Geheimnisse treten aus dem Sumpf der Kleinstadt zu Tage.

„Das Wunder im Meer von Sargasso, das sind die Aale aus der Umgebung von Messolonghi, die mit Erreichen der Geschlechtsreife über Tausende von Kilometern hinweg zur Sargasso-See schwimmen, weil sie sich nur dort fortpflanzen. In ihrem Leben herrscht kein Stillstand, es hat eine Destination – sowohl territorial, als auch metaphysisch. Damit haben die Aale den beiden Hauptfiguren in Syllas Tzoumerkas‘ neuestem Film etwas voraus. Sie ersticken nicht in der Tristesse ihres Lebens. (…) Tzoumerkas nutzt die Formeln eines Thrillers, verpackt dessen Elemente aber in ein intensives Drama, das vom Zerbersten lang gehegter Träume in einer gottverlassenen Stadt irgendwo im Nirgendwo erzählt. Er kleidet das in atmosphärische Bilder, die weit jenseits aller Urlaubsromantik stattfinden, sondern den Blick hinter die Kulissen lenken.“ (Peter Osteried, programmkino.de)

Das Wunder im Meer von Sargasso, OmdU
Fr 20.09.

Über Grenzen

Paul Hartmann & Johannes Meier
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Über Grenzen – der Film einer langen Reise

D 2019, 110 min

Regie: Paul Hartmann, Johannes Meier

Mit 64 Jahren setzt sich Margot zum ersten Mal auf ein Motorrad – und fährt einfach los: Von ihrem kleinen Dorf in Nordhessen aus 117 Tage und 18.046 km lang mit der 125er Reiseenduro durch Zentralasien. Margot überquert nicht nur die Grenzen von 18 Ländern, sondern auch die zwischen Menschen von fremder Sprache und Kultur – und vor allem ihre eigenen: Ganz allein als ältere Frau unterwegs auf einem kleinen Motorrad, über die Wolga und das Pamir-Gebirge, durch Tadschikistan und den Iran…

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Über Grenzen
Fr 20.09.

Lettischer Sommer – in Anwesenheit des Regisseurs Rainer Komers!

Rainer Komers
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Prolog zur Reihe „Ist es leicht, jung zu sein?“ Lettische Jugend und Revolution von 1989 (ab 08.10.):

Lettischer Sommer, D 1992, 85 min

am Fr, 20.09. um 19:30 Uhr in Anwesenheit des Regisseurs

Regie: Rainer Komers

1992, kurz nach dem Niedergang der Sowjetunion und der Unabhängigwerdung ihrer ehemaligen Republiken, fährt Rainer Komers nach Lettland, um über die dortige Dokumentarfilmszene zu berichten. Sein Film LETTISCHER SOMMER steht in der Tradition großer Reisefilme (…) und er kommt dem nahe, was ein Romantitel von Joseph Conrad anreißt: Komers’ Film ist eine Reise ins Herz der Finsternis. Denn das Ziel seiner Reise erreicht Komers nie. Einer der beiden Filmemacher, die er portraitieren möchte, Andris Slapins, wird erschossen, als der im Januar 1991 drehen will, wie russische Spezialeinheiten das Rigaer Innenministerium stürmen – dies ist am Beginn von LETTISCHER SOMMER zu sehen. Und so durchdringt Komers mit der Kamera eine in Auflösung, Übergang, Unsicherheit begriffene Welt, zeigt, wie Veränderungen und Konflikte einer ehemaligen Sowjetrepublik sich im Alltag niederschlagen. Auch der zweite Filmemacher stirbt – während der Dreharbeiten im Juni 1992. Juris Podnieks, ein ungemein populärer Regisseur, ein lettisches Jugendidol wird vermisst, dann tot aufgefunden. (…) LETTISCHER SOMMER in seiner Gesamtheit ist nicht der Film, den Rainer Komers sich erhoffte, sondern einer, der stattdessen zustande kam, ein Trümmerfilm. Man sieht eine neue Zeit im Entstehen und was den lettischen Dokumentaristen in ihr geschieht, wie sie auf dem freien Markt funktionieren, eine geringere Bezahlung in Kauf nehmen müssen, wie auch jeder Zusammenhalt schwindet. Eine junge Filmemachergeneration will sich von Idealen der Väter absetzen. Kino, sagt ein Jungregisseur, das ist Phantasie. Man sieht ihn bei Drehearbeiten, und begreift, das alte Kino hat seine Zeit gehabt, einfühlsam dokumentierende Bilder wie jene des Rainer Komers sind eine bedrohte Spezies. (Michael Girke, Film-Dienst)

Lettischer Sommer – in Anwesenheit des Regisseurs Rainer Komers!
Fr 20.09.

Das Wunder im Meer von Sargasso, OmdU

Syllas Tzoumerkas
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To thávma tis thálassas ton Sargassón

(Das Wunder im Meer von Sargasso)

GR/ D/ NL/ S 2019, 121 min, griechische Originalfassung mit deutschen Untertiteln

Regie: Syllas Tzoumerkas

In einer kleinen griechischen Lagunenstadt fristen zwei Frauen ihr trostloses Leben und träumen davon, dem Kaff endlich zu entkommen. Elisabeth war eine ehrgeizige Polizistin, bevor sie aus Athen hierher versetzt wurde. Jetzt ist sie einsam, schlecht gelaunt und meist verkatert. Rita ist die verschlossene, geheimnisvolle Schwester eines Schlagersängers, der in der örtlichen Disco auftritt. Sein plötzlicher Tod erschüttert die Stadt und stellt das soziale Gefüge in Frage. Elisabeth wird mit der Aufklärung des Falls beauftragt und je weiter sie mit ihren Ermittlungen kommt, desto mehr Geheimnisse treten aus dem Sumpf der Kleinstadt zu Tage.

„Das Wunder im Meer von Sargasso, das sind die Aale aus der Umgebung von Messolonghi, die mit Erreichen der Geschlechtsreife über Tausende von Kilometern hinweg zur Sargasso-See schwimmen, weil sie sich nur dort fortpflanzen. In ihrem Leben herrscht kein Stillstand, es hat eine Destination – sowohl territorial, als auch metaphysisch. Damit haben die Aale den beiden Hauptfiguren in Syllas Tzoumerkas‘ neuestem Film etwas voraus. Sie ersticken nicht in der Tristesse ihres Lebens. (…) Tzoumerkas nutzt die Formeln eines Thrillers, verpackt dessen Elemente aber in ein intensives Drama, das vom Zerbersten lang gehegter Träume in einer gottverlassenen Stadt irgendwo im Nirgendwo erzählt. Er kleidet das in atmosphärische Bilder, die weit jenseits aller Urlaubsromantik stattfinden, sondern den Blick hinter die Kulissen lenken.“ (Peter Osteried, programmkino.de)

Das Wunder im Meer von Sargasso, OmdU
Sa 21.09.

Über Grenzen

Paul Hartmann & Johannes Meier
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Über Grenzen – der Film einer langen Reise

D 2019, 110 min

Regie: Paul Hartmann, Johannes Meier

Mit 64 Jahren setzt sich Margot zum ersten Mal auf ein Motorrad – und fährt einfach los: Von ihrem kleinen Dorf in Nordhessen aus 117 Tage und 18.046 km lang mit der 125er Reiseenduro durch Zentralasien. Margot überquert nicht nur die Grenzen von 18 Ländern, sondern auch die zwischen Menschen von fremder Sprache und Kultur – und vor allem ihre eigenen: Ganz allein als ältere Frau unterwegs auf einem kleinen Motorrad, über die Wolga und das Pamir-Gebirge, durch Tadschikistan und den Iran…

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Über Grenzen
Sa 21.09.

Frau Stern

Anatol Schuster
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Frau Stern

D 2019, 79 min, deutsche Originalfassung

Regie: Anatol Schuster

Frau Stern hat viel gesehen in ihrem Leben. Vieles gelebt und überlebt. Viele Männer hat sie geliebt, ein Restaurant geführt und vor allem: viel geraucht. Frau Stern ist 90 Jahre alt, Jüdin und hat die Nazis überlebt. Liebe, das hat sie gelernt, ist eine Entscheidung. Der Tod genauso. Und so entscheidet Frau Stern, dass es nun an der Zeit ist, aus der Welt zu gehen. Doch der Arzt mag ihr keine Hilfe sein, aus der Badewanne rettet sie ein Räuberpärchen und von den Schienen hilft ihr ein Spaziergänger wieder hoch. Der Einfachheit halber würde die resolute Dame gern an eine Waffe kommen. Enkelin Elli, das „Schätzchen“, könnte wohl am besten helfen, denn sie kennt den coolsten Dealer in Berlin-Neukölln. Doch Elli bringt Frau Stern den Tod nicht näher. Im Gegenteil. Die Liebe zwischen Großmutter und Enkeltochter ist so innig, dass Frau Stern irgendwie in den Freundeskreis der jungen Frau gerät. Doch bei aller Lebensfreude, die das Berlin-Neukölln der Gegenwart auch versprühen mag – mit ihrer Entscheidung ist Frau Stern letztlich allein.

“Im richtigen Leben hieß Frau Stern Ahuva Sommerfeld. Zu Beginn dieses Jahres war sie noch ein überraschender Stargast beim Max-Ophüls-Preis, wo der Film, in dem sie ihre einzige Hauptrolle spielte, als große Entdeckung gefeiert wurde. Der junge Regisseur Anatol Schuster hatte sie entdeckt und ihr eine Figur auf den Leib geschrieben – diese geläufige Formulierung bekommt durch den Film FRAU STERN eine ungewöhnliche Prägnanz, denn tatsächlich geht es sehr stark um Verkörperung, auch darum, dass ein Individuum zugleich für eine Gemeinschaft steht. Frau Stern ist Jüdin gleichsam mit Haut und Haar. (…) ‚Ich hab Auschwitz überlebt, also werde ich auch das Rauchen überleben‘, sagt Frau Stern einmal im Film. Der Satz markiert zugleich ein kollektives Schicksal wie eine fiktionale Differenz: In der eigenen Haut hat Ahuva Sommerfeld Auschwitz nicht ‚überlebt‘, sie war während der NS-Jahre in Palästina und kam erst später nach Deutschland. Ob Auschwitz für Frau Stern im Film eine persönliche Erfahrung war oder eher eine Chiffre ist, mit der sie sich mit einer geschichtlichen Erfahrung identifiziert, lässt Anatol Schuster markant offen.” (Bert Rebhandl, faz.net)

Frau Stern
Sa 21.09.

Das Wunder im Meer von Sargasso, OmdU

Syllas Tzoumerkas
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To thávma tis thálassas ton Sargassón

(Das Wunder im Meer von Sargasso)

GR/ D/ NL/ S 2019, 121 min, griechische Originalfassung mit deutschen Untertiteln

Regie: Syllas Tzoumerkas

In einer kleinen griechischen Lagunenstadt fristen zwei Frauen ihr trostloses Leben und träumen davon, dem Kaff endlich zu entkommen. Elisabeth war eine ehrgeizige Polizistin, bevor sie aus Athen hierher versetzt wurde. Jetzt ist sie einsam, schlecht gelaunt und meist verkatert. Rita ist die verschlossene, geheimnisvolle Schwester eines Schlagersängers, der in der örtlichen Disco auftritt. Sein plötzlicher Tod erschüttert die Stadt und stellt das soziale Gefüge in Frage. Elisabeth wird mit der Aufklärung des Falls beauftragt und je weiter sie mit ihren Ermittlungen kommt, desto mehr Geheimnisse treten aus dem Sumpf der Kleinstadt zu Tage.

„Das Wunder im Meer von Sargasso, das sind die Aale aus der Umgebung von Messolonghi, die mit Erreichen der Geschlechtsreife über Tausende von Kilometern hinweg zur Sargasso-See schwimmen, weil sie sich nur dort fortpflanzen. In ihrem Leben herrscht kein Stillstand, es hat eine Destination – sowohl territorial, als auch metaphysisch. Damit haben die Aale den beiden Hauptfiguren in Syllas Tzoumerkas‘ neuestem Film etwas voraus. Sie ersticken nicht in der Tristesse ihres Lebens. (…) Tzoumerkas nutzt die Formeln eines Thrillers, verpackt dessen Elemente aber in ein intensives Drama, das vom Zerbersten lang gehegter Träume in einer gottverlassenen Stadt irgendwo im Nirgendwo erzählt. Er kleidet das in atmosphärische Bilder, die weit jenseits aller Urlaubsromantik stattfinden, sondern den Blick hinter die Kulissen lenken.“ (Peter Osteried, programmkino.de)

Das Wunder im Meer von Sargasso, OmdU
So 22.09.

Frau Stern

Anatol Schuster
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Frau Stern

D 2019, 79 min, deutsche Originalfassung

Regie: Anatol Schuster

Frau Stern hat viel gesehen in ihrem Leben. Vieles gelebt und überlebt. Viele Männer hat sie geliebt, ein Restaurant geführt und vor allem: viel geraucht. Frau Stern ist 90 Jahre alt, Jüdin und hat die Nazis überlebt. Liebe, das hat sie gelernt, ist eine Entscheidung. Der Tod genauso. Und so entscheidet Frau Stern, dass es nun an der Zeit ist, aus der Welt zu gehen. Doch der Arzt mag ihr keine Hilfe sein, aus der Badewanne rettet sie ein Räuberpärchen und von den Schienen hilft ihr ein Spaziergänger wieder hoch. Der Einfachheit halber würde die resolute Dame gern an eine Waffe kommen. Enkelin Elli, das „Schätzchen“, könnte wohl am besten helfen, denn sie kennt den coolsten Dealer in Berlin-Neukölln. Doch Elli bringt Frau Stern den Tod nicht näher. Im Gegenteil. Die Liebe zwischen Großmutter und Enkeltochter ist so innig, dass Frau Stern irgendwie in den Freundeskreis der jungen Frau gerät. Doch bei aller Lebensfreude, die das Berlin-Neukölln der Gegenwart auch versprühen mag – mit ihrer Entscheidung ist Frau Stern letztlich allein.

“Im richtigen Leben hieß Frau Stern Ahuva Sommerfeld. Zu Beginn dieses Jahres war sie noch ein überraschender Stargast beim Max-Ophüls-Preis, wo der Film, in dem sie ihre einzige Hauptrolle spielte, als große Entdeckung gefeiert wurde. Der junge Regisseur Anatol Schuster hatte sie entdeckt und ihr eine Figur auf den Leib geschrieben – diese geläufige Formulierung bekommt durch den Film FRAU STERN eine ungewöhnliche Prägnanz, denn tatsächlich geht es sehr stark um Verkörperung, auch darum, dass ein Individuum zugleich für eine Gemeinschaft steht. Frau Stern ist Jüdin gleichsam mit Haut und Haar. (…) ‚Ich hab Auschwitz überlebt, also werde ich auch das Rauchen überleben‘, sagt Frau Stern einmal im Film. Der Satz markiert zugleich ein kollektives Schicksal wie eine fiktionale Differenz: In der eigenen Haut hat Ahuva Sommerfeld Auschwitz nicht ‚überlebt‘, sie war während der NS-Jahre in Palästina und kam erst später nach Deutschland. Ob Auschwitz für Frau Stern im Film eine persönliche Erfahrung war oder eher eine Chiffre ist, mit der sie sich mit einer geschichtlichen Erfahrung identifiziert, lässt Anatol Schuster markant offen.” (Bert Rebhandl, faz.net)

Frau Stern
So 22.09.

UNSERE ALTEN TAGE – DEFA Dok Programm 2: Kurt – oder Du sollst lachen

Gerd Kroske
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UNSERE ALTEN TAGE – DEFA Dok Programm 2:

Unsere alten Tage / Kurt – oder Du sollst lachen

DDR/ D 1989/92, ca. 80 min

KURT – ODER DU SOLLST LACHEN (1992), 30 min, R: Gert Kroske

Die Geschichte eines Debilen, ein Mann mit einem Kindergemüt, der auf der Straße tanzt, Schätze sammelt, hingegeben Mundharmonika spielt, gern erzählt, Bilder malt. Und je länger man ihm zusieht, umso weniger ist man sich sicher, ob dieser alte Mann wirklich geistig so beschränkt ist, wie die Ärzte meinen. Ein Schlitzohr, das die Welt durchgeschaut hat. (Heidemarie Hecht, Schwarzweiß und Farbe, DEFA-Dokumentarfilme 1946-92)

„Kurt Wanski (1922-2012) war in (Ost)Berlin eine prominente Person. Man traf ihn regelmäßig auf der Straße, zumeist war er gut angezogen und bunt geschmückt, er spielte Mundharmonika und ging seiner Zeichenleidenschaft ebenso wie der für das Sammeln nach. Sein Leben verbrachte er in Heimen, Gefängnissen, psychiatrischen Anstalten und Krankenhäusern. 1985 lernte Gerd Kroske an der Protokollstrecke in Berlin-Weißensee Kurt Wanski kennen, als dieser zum Vorbeizug der Regierungsfahrzeuge den Preußischen Grenadiermarsch auf der Mundharmonika spielte. Er wurde von Sicherheitsleuten weggeführt und Gerd Kroske folgte. Bald darauf saßen die beiden im Tasso-Eck beim Kaffee. Kroskes Weißenseer Wohnung wurde von nun ab auch zur Dependance für Wanskis gesammeltes Gerümpel.“ (galerieparterre.de)

 

UNSERE ALTEN TAGE (1989), 35mm, 48 min, R: Petra Tschörtner

Das Heim ist neu. Vom Balkon blickt man direkt auf die kahle Front einer Häuserblockzeile. Kein Grün. In den Zimmern herrscht Ordnung. Jeder Heimbewohner nennt einen Schrank sein eigen. Einzelzimmer sind selten. In den Zweibettzimmern stehen die Betten eng beieinander. Für Persönliches ist kaum Platz. Fernseher, die oft ins Bild genommen werden, scheinen die einzige Abwechslung zu bieten und den oft ausbleibenden Besuch der Angehörigen zu ersetzen. Anlässlich einer Feier zum 40. Jahrestag der DDR kommen Kinder aus dem benachbarten Kindergarten. Später spielt ein Orchester zum Tanz im Speisesaal auf. Geborgenheit, wie sie die Heimleiterin in ihrer Rede versprach, ist nirgendwo zu entdecken. Ihre Worte von der großzügigen Sozialpolitik, die den Bewohnern das Leben in diesem Heim ermögliche, wirken wie Hohn.“ (Elke Schieber, Schwarzweiß und Farbe, DEFA-Dokumentarfilme 1946-92)

UNSERE ALTEN TAGE – DEFA Dok Programm 2: Kurt – oder Du sollst lachen
So 22.09.

UNSERE ALTEN TAGE – DEFA Dok Programm 2: Unsere alten Tage

Petra Tschörtner
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UNSERE ALTEN TAGE – DEFA Dok Programm 2:

Unsere alten Tage / Kurt – oder Du sollst lachen

DDR/ D 1989/92, ca. 80 min

UNSERE ALTEN TAGE (1989), 35mm, 48 min, R: Petra Tschörtner

Das Heim ist neu. Vom Balkon blickt man direkt auf die kahle Front einer Häuserblockzeile. Kein Grün. In den Zimmern herrscht Ordnung. Jeder Heimbewohner nennt einen Schrank sein eigen. Einzelzimmer sind selten. In den Zweibettzimmern stehen die Betten eng beieinander. Für Persönliches ist kaum Platz. Fernseher, die oft ins Bild genommen werden, scheinen die einzige Abwechslung zu bieten und den oft ausbleibenden Besuch der Angehörigen zu ersetzen. Anlässlich einer Feier zum 40. Jahrestag der DDR kommen Kinder aus dem benachbarten Kindergarten. Später spielt ein Orchester zum Tanz im Speisesaal auf. Geborgenheit, wie sie die Heimleiterin in ihrer Rede versprach, ist nirgendwo zu entdecken. Ihre Worte von der großzügigen Sozialpolitik, die den Bewohnern das Leben in diesem Heim ermögliche, wirken wie Hohn.“ (Elke Schieber, Schwarzweiß und Farbe, DEFA-Dokumentarfilme 1946-92)

KURT – ODER DU SOLLST LACHEN (1992), 30 min, R: Gert Kroske

Die Geschichte eines Debilen, ein Mann mit einem Kindergemüt, der auf der Straße tanzt, Schätze sammelt, hingegeben Mundharmonika spielt, gern erzählt, Bilder malt. Und je länger man ihm zusieht, umso weniger ist man sich sicher, ob dieser alte Mann wirklich geistig so beschränkt ist, wie die Ärzte meinen. Ein Schlitzohr, das die Welt durchgeschaut hat. (Heidemarie Hecht, Schwarzweiß und Farbe, DEFA-Dokumentarfilme 1946-92)

„Kurt Wanski (1922-2012) war in (Ost)Berlin eine prominente Person. Man traf ihn regelmäßig auf der Straße, zumeist war er gut angezogen und bunt geschmückt, er spielte Mundharmonika und ging seiner Zeichenleidenschaft ebenso wie der für das Sammeln nach. Sein Leben verbrachte er in Heimen, Gefängnissen, psychiatrischen Anstalten und Krankenhäusern. 1985 lernte Gerd Kroske an der Protokollstrecke in Berlin-Weißensee Kurt Wanski kennen, als dieser zum Vorbeizug der Regierungsfahrzeuge den Preußischen Grenadiermarsch auf der Mundharmonika spielte. Er wurde von Sicherheitsleuten weggeführt und Gerd Kroske folgte. Bald darauf saßen die beiden im Tasso-Eck beim Kaffee. Kroskes Weißenseer Wohnung wurde von nun ab auch zur Dependance für Wanskis gesammeltes Gerümpel.“ (galerieparterre.de)

UNSERE ALTEN TAGE – DEFA Dok Programm 2: Unsere alten Tage
So 22.09.

Über Grenzen

Paul Hartmann & Johannes Meier
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Über Grenzen – der Film einer langen Reise

D 2019, 110 min

Regie: Paul Hartmann, Johannes Meier

Mit 64 Jahren setzt sich Margot zum ersten Mal auf ein Motorrad – und fährt einfach los: Von ihrem kleinen Dorf in Nordhessen aus 117 Tage und 18.046 km lang mit der 125er Reiseenduro durch Zentralasien. Margot überquert nicht nur die Grenzen von 18 Ländern, sondern auch die zwischen Menschen von fremder Sprache und Kultur – und vor allem ihre eigenen: Ganz allein als ältere Frau unterwegs auf einem kleinen Motorrad, über die Wolga und das Pamir-Gebirge, durch Tadschikistan und den Iran…

http://www.über-grenzen.de

Über Grenzen
So 22.09.

Das Wunder im Meer von Sargasso, OmdU

Syllas Tzoumerkas
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To thávma tis thálassas ton Sargassón

(Das Wunder im Meer von Sargasso)

GR/ D/ NL/ S 2019, 121 min, griechische Originalfassung mit deutschen Untertiteln

Regie: Syllas Tzoumerkas

In einer kleinen griechischen Lagunenstadt fristen zwei Frauen ihr trostloses Leben und träumen davon, dem Kaff endlich zu entkommen. Elisabeth war eine ehrgeizige Polizistin, bevor sie aus Athen hierher versetzt wurde. Jetzt ist sie einsam, schlecht gelaunt und meist verkatert. Rita ist die verschlossene, geheimnisvolle Schwester eines Schlagersängers, der in der örtlichen Disco auftritt. Sein plötzlicher Tod erschüttert die Stadt und stellt das soziale Gefüge in Frage. Elisabeth wird mit der Aufklärung des Falls beauftragt und je weiter sie mit ihren Ermittlungen kommt, desto mehr Geheimnisse treten aus dem Sumpf der Kleinstadt zu Tage.

„Das Wunder im Meer von Sargasso, das sind die Aale aus der Umgebung von Messolonghi, die mit Erreichen der Geschlechtsreife über Tausende von Kilometern hinweg zur Sargasso-See schwimmen, weil sie sich nur dort fortpflanzen. In ihrem Leben herrscht kein Stillstand, es hat eine Destination – sowohl territorial, als auch metaphysisch. Damit haben die Aale den beiden Hauptfiguren in Syllas Tzoumerkas‘ neuestem Film etwas voraus. Sie ersticken nicht in der Tristesse ihres Lebens. (…) Tzoumerkas nutzt die Formeln eines Thrillers, verpackt dessen Elemente aber in ein intensives Drama, das vom Zerbersten lang gehegter Träume in einer gottverlassenen Stadt irgendwo im Nirgendwo erzählt. Er kleidet das in atmosphärische Bilder, die weit jenseits aller Urlaubsromantik stattfinden, sondern den Blick hinter die Kulissen lenken.“ (Peter Osteried, programmkino.de)

Mo 23.09.

Frau Stern

Anatol Schuster
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Frau Stern

D 2019, 79 min, deutsche Originalfassung

Regie: Anatol Schuster

Frau Stern hat viel gesehen in ihrem Leben. Vieles gelebt und überlebt. Viele Männer hat sie geliebt, ein Restaurant geführt und vor allem: viel geraucht. Frau Stern ist 90 Jahre alt, Jüdin und hat die Nazis überlebt. Liebe, das hat sie gelernt, ist eine Entscheidung. Der Tod genauso. Und so entscheidet Frau Stern, dass es nun an der Zeit ist, aus der Welt zu gehen. Doch der Arzt mag ihr keine Hilfe sein, aus der Badewanne rettet sie ein Räuberpärchen und von den Schienen hilft ihr ein Spaziergänger wieder hoch. Der Einfachheit halber würde die resolute Dame gern an eine Waffe kommen. Enkelin Elli, das „Schätzchen“, könnte wohl am besten helfen, denn sie kennt den coolsten Dealer in Berlin-Neukölln. Doch Elli bringt Frau Stern den Tod nicht näher. Im Gegenteil. Die Liebe zwischen Großmutter und Enkeltochter ist so innig, dass Frau Stern irgendwie in den Freundeskreis der jungen Frau gerät. Doch bei aller Lebensfreude, die das Berlin-Neukölln der Gegenwart auch versprühen mag – mit ihrer Entscheidung ist Frau Stern letztlich allein.

“Im richtigen Leben hieß Frau Stern Ahuva Sommerfeld. Zu Beginn dieses Jahres war sie noch ein überraschender Stargast beim Max-Ophüls-Preis, wo der Film, in dem sie ihre einzige Hauptrolle spielte, als große Entdeckung gefeiert wurde. Der junge Regisseur Anatol Schuster hatte sie entdeckt und ihr eine Figur auf den Leib geschrieben – diese geläufige Formulierung bekommt durch den Film FRAU STERN eine ungewöhnliche Prägnanz, denn tatsächlich geht es sehr stark um Verkörperung, auch darum, dass ein Individuum zugleich für eine Gemeinschaft steht. Frau Stern ist Jüdin gleichsam mit Haut und Haar. (…) ‚Ich hab Auschwitz überlebt, also werde ich auch das Rauchen überleben‘, sagt Frau Stern einmal im Film. Der Satz markiert zugleich ein kollektives Schicksal wie eine fiktionale Differenz: In der eigenen Haut hat Ahuva Sommerfeld Auschwitz nicht ‚überlebt‘, sie war während der NS-Jahre in Palästina und kam erst später nach Deutschland. Ob Auschwitz für Frau Stern im Film eine persönliche Erfahrung war oder eher eine Chiffre ist, mit der sie sich mit einer geschichtlichen Erfahrung identifiziert, lässt Anatol Schuster markant offen.” (Bert Rebhandl, faz.net)

Frau Stern
Mo 23.09.

Über Grenzen

Paul Hartmann & Johannes Meier
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Über Grenzen – der Film einer langen Reise

D 2019, 110 min

Regie: Paul Hartmann, Johannes Meier

Mit 64 Jahren setzt sich Margot zum ersten Mal auf ein Motorrad – und fährt einfach los: Von ihrem kleinen Dorf in Nordhessen aus 117 Tage und 18.046 km lang mit der 125er Reiseenduro durch Zentralasien. Margot überquert nicht nur die Grenzen von 18 Ländern, sondern auch die zwischen Menschen von fremder Sprache und Kultur – und vor allem ihre eigenen: Ganz allein als ältere Frau unterwegs auf einem kleinen Motorrad, über die Wolga und das Pamir-Gebirge, durch Tadschikistan und den Iran…

http://www.über-grenzen.de

Über Grenzen
Mo 23.09.

Das Wunder im Meer von Sargasso, OmdU

Syllas Tzoumerkas
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To thávma tis thálassas ton Sargassón

(Das Wunder im Meer von Sargasso)

GR/ D/ NL/ S 2019, 121 min, griechische Originalfassung mit deutschen Untertiteln

Regie: Syllas Tzoumerkas

In einer kleinen griechischen Lagunenstadt fristen zwei Frauen ihr trostloses Leben und träumen davon, dem Kaff endlich zu entkommen. Elisabeth war eine ehrgeizige Polizistin, bevor sie aus Athen hierher versetzt wurde. Jetzt ist sie einsam, schlecht gelaunt und meist verkatert. Rita ist die verschlossene, geheimnisvolle Schwester eines Schlagersängers, der in der örtlichen Disco auftritt. Sein plötzlicher Tod erschüttert die Stadt und stellt das soziale Gefüge in Frage. Elisabeth wird mit der Aufklärung des Falls beauftragt und je weiter sie mit ihren Ermittlungen kommt, desto mehr Geheimnisse treten aus dem Sumpf der Kleinstadt zu Tage.

„Das Wunder im Meer von Sargasso, das sind die Aale aus der Umgebung von Messolonghi, die mit Erreichen der Geschlechtsreife über Tausende von Kilometern hinweg zur Sargasso-See schwimmen, weil sie sich nur dort fortpflanzen. In ihrem Leben herrscht kein Stillstand, es hat eine Destination – sowohl territorial, als auch metaphysisch. Damit haben die Aale den beiden Hauptfiguren in Syllas Tzoumerkas‘ neuestem Film etwas voraus. Sie ersticken nicht in der Tristesse ihres Lebens. (…) Tzoumerkas nutzt die Formeln eines Thrillers, verpackt dessen Elemente aber in ein intensives Drama, das vom Zerbersten lang gehegter Träume in einer gottverlassenen Stadt irgendwo im Nirgendwo erzählt. Er kleidet das in atmosphärische Bilder, die weit jenseits aller Urlaubsromantik stattfinden, sondern den Blick hinter die Kulissen lenken.“ (Peter Osteried, programmkino.de)

Das Wunder im Meer von Sargasso, OmdU
Di 24.09.

Über Grenzen

Paul Hartmann & Johannes Meier
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Über Grenzen – der Film einer langen Reise

D 2019, 110 min

Regie: Paul Hartmann, Johannes Meier

Mit 64 Jahren setzt sich Margot zum ersten Mal auf ein Motorrad – und fährt einfach los: Von ihrem kleinen Dorf in Nordhessen aus 117 Tage und 18.046 km lang mit der 125er Reiseenduro durch Zentralasien. Margot überquert nicht nur die Grenzen von 18 Ländern, sondern auch die zwischen Menschen von fremder Sprache und Kultur – und vor allem ihre eigenen: Ganz allein als ältere Frau unterwegs auf einem kleinen Motorrad, über die Wolga und das Pamir-Gebirge, durch Tadschikistan und den Iran…

http://www.über-grenzen.de

Über Grenzen
Di 24.09.

Das innere Leuchten

Stefan Sick
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Das innere Leuchten

D 2019, 95 min

Regie: Stefan Sick

Beobachtend erforscht DAS INNERE LEUCHTEN den Lebensalltag von Menschen mit Demenz in einer Pflegeeinrichtung und legt hierbei den Fokus auf die positiven Situationen und Begegnungen. Frei von Vergangenheit und Zukunft erwächst eine Möglichkeit, nur den Moment zu erleben. Der Film nimmt sich Zeit für diese Augenblicke, entdeckt gemeinsam mit seinen Protagonisten die Langsamkeit, Mühseligkeit und die Schönheit der stets wiederkehrenden Rituale des Alltags. Mit großer Wertschätzung dürfen Traurigkeit, Heiterkeit und Nachdenklichkeit unkommentiert für sich sprechen.

„Als ich zum ersten Mal das Pflegeheim betrat, eröffnete sich vor mir eine Welt, der ich mich nicht entziehen konnte. Ein Bewohner nahm mich direkt an der Hand und zerrte mich durch die Gänge, was er mir sagen wollte war mir nicht verständlich. Ich sah nur zwei Möglichkeiten: Entweder ich bleibe und lasse mich auf diese wundersame Welt ein oder ich versuche diesen Ort möglichst schnell wieder zu verlassen. Ich entschied mich zu bleiben.” (Stefan Sick)

„Der Regisseur nähert sich den Heimbewohnern auf Augenhöhe. Die Kamera beobachtet in langen Einstellungen ihren Alltag. Es gibt keine Fragen, Interviews oder Off-Kommentare. So kommen wir sehr nah an das heran, was die Demenzkranken erleben: den Moment.“ (Andreas Tai)

https://www.dasinnereleuchten-film.de/

Das innere Leuchten
Di 24.09.

Das Wunder im Meer von Sargasso, OmdU

Syllas Tzoumerkas
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To thávma tis thálassas ton Sargassón

(Das Wunder im Meer von Sargasso)

GR/ D/ NL/ S 2019, 121 min, griechische Originalfassung mit deutschen Untertiteln

Regie: Syllas Tzoumerkas

In einer kleinen griechischen Lagunenstadt fristen zwei Frauen ihr trostloses Leben und träumen davon, dem Kaff endlich zu entkommen. Elisabeth war eine ehrgeizige Polizistin, bevor sie aus Athen hierher versetzt wurde. Jetzt ist sie einsam, schlecht gelaunt und meist verkatert. Rita ist die verschlossene, geheimnisvolle Schwester eines Schlagersängers, der in der örtlichen Disco auftritt. Sein plötzlicher Tod erschüttert die Stadt und stellt das soziale Gefüge in Frage. Elisabeth wird mit der Aufklärung des Falls beauftragt und je weiter sie mit ihren Ermittlungen kommt, desto mehr Geheimnisse treten aus dem Sumpf der Kleinstadt zu Tage.

„Das Wunder im Meer von Sargasso, das sind die Aale aus der Umgebung von Messolonghi, die mit Erreichen der Geschlechtsreife über Tausende von Kilometern hinweg zur Sargasso-See schwimmen, weil sie sich nur dort fortpflanzen. In ihrem Leben herrscht kein Stillstand, es hat eine Destination – sowohl territorial, als auch metaphysisch. Damit haben die Aale den beiden Hauptfiguren in Syllas Tzoumerkas‘ neuestem Film etwas voraus. Sie ersticken nicht in der Tristesse ihres Lebens. (…) Tzoumerkas nutzt die Formeln eines Thrillers, verpackt dessen Elemente aber in ein intensives Drama, das vom Zerbersten lang gehegter Träume in einer gottverlassenen Stadt irgendwo im Nirgendwo erzählt. Er kleidet das in atmosphärische Bilder, die weit jenseits aller Urlaubsromantik stattfinden, sondern den Blick hinter die Kulissen lenken.“ (Peter Osteried, programmkino.de)

Das Wunder im Meer von Sargasso, OmdU
Mi 25.09.

Über Grenzen

Paul Hartmann & Johannes Meier
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Über Grenzen – der Film einer langen Reise

D 2019, 110 min

Regie: Paul Hartmann, Johannes Meier

Mit 64 Jahren setzt sich Margot zum ersten Mal auf ein Motorrad – und fährt einfach los: Von ihrem kleinen Dorf in Nordhessen aus 117 Tage und 18.046 km lang mit der 125er Reiseenduro durch Zentralasien. Margot überquert nicht nur die Grenzen von 18 Ländern, sondern auch die zwischen Menschen von fremder Sprache und Kultur – und vor allem ihre eigenen: Ganz allein als ältere Frau unterwegs auf einem kleinen Motorrad, über die Wolga und das Pamir-Gebirge, durch Tadschikistan und den Iran…

http://www.über-grenzen.de

Über Grenzen
Mi 25.09.

Das innere Leuchten

Stefan Sick
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Das innere Leuchten

D 2019, 95 min

Regie: Stefan Sick

Beobachtend erforscht DAS INNERE LEUCHTEN den Lebensalltag von Menschen mit Demenz in einer Pflegeeinrichtung und legt hierbei den Fokus auf die positiven Situationen und Begegnungen. Frei von Vergangenheit und Zukunft erwächst eine Möglichkeit, nur den Moment zu erleben. Der Film nimmt sich Zeit für diese Augenblicke, entdeckt gemeinsam mit seinen Protagonisten die Langsamkeit, Mühseligkeit und die Schönheit der stets wiederkehrenden Rituale des Alltags. Mit großer Wertschätzung dürfen Traurigkeit, Heiterkeit und Nachdenklichkeit unkommentiert für sich sprechen.

„Als ich zum ersten Mal das Pflegeheim betrat, eröffnete sich vor mir eine Welt, der ich mich nicht entziehen konnte. Ein Bewohner nahm mich direkt an der Hand und zerrte mich durch die Gänge, was er mir sagen wollte war mir nicht verständlich. Ich sah nur zwei Möglichkeiten: Entweder ich bleibe und lasse mich auf diese wundersame Welt ein oder ich versuche diesen Ort möglichst schnell wieder zu verlassen. Ich entschied mich zu bleiben.” (Stefan Sick)

„Der Regisseur nähert sich den Heimbewohnern auf Augenhöhe. Die Kamera beobachtet in langen Einstellungen ihren Alltag. Es gibt keine Fragen, Interviews oder Off-Kommentare. So kommen wir sehr nah an das heran, was die Demenzkranken erleben: den Moment.“ (Andreas Tai)

https://www.dasinnereleuchten-film.de/

Das innere Leuchten
Mi 25.09.

Das Wunder im Meer von Sargasso, OmdU

Syllas Tzoumerkas
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To thávma tis thálassas ton Sargassón

(Das Wunder im Meer von Sargasso)

GR/ D/ NL/ S 2019, 121 min, griechische Originalfassung mit deutschen Untertiteln

Regie: Syllas Tzoumerkas

In einer kleinen griechischen Lagunenstadt fristen zwei Frauen ihr trostloses Leben und träumen davon, dem Kaff endlich zu entkommen. Elisabeth war eine ehrgeizige Polizistin, bevor sie aus Athen hierher versetzt wurde. Jetzt ist sie einsam, schlecht gelaunt und meist verkatert. Rita ist die verschlossene, geheimnisvolle Schwester eines Schlagersängers, der in der örtlichen Disco auftritt. Sein plötzlicher Tod erschüttert die Stadt und stellt das soziale Gefüge in Frage. Elisabeth wird mit der Aufklärung des Falls beauftragt und je weiter sie mit ihren Ermittlungen kommt, desto mehr Geheimnisse treten aus dem Sumpf der Kleinstadt zu Tage.

„Das Wunder im Meer von Sargasso, das sind die Aale aus der Umgebung von Messolonghi, die mit Erreichen der Geschlechtsreife über Tausende von Kilometern hinweg zur Sargasso-See schwimmen, weil sie sich nur dort fortpflanzen. In ihrem Leben herrscht kein Stillstand, es hat eine Destination – sowohl territorial, als auch metaphysisch. Damit haben die Aale den beiden Hauptfiguren in Syllas Tzoumerkas‘ neuestem Film etwas voraus. Sie ersticken nicht in der Tristesse ihres Lebens. (…) Tzoumerkas nutzt die Formeln eines Thrillers, verpackt dessen Elemente aber in ein intensives Drama, das vom Zerbersten lang gehegter Träume in einer gottverlassenen Stadt irgendwo im Nirgendwo erzählt. Er kleidet das in atmosphärische Bilder, die weit jenseits aller Urlaubsromantik stattfinden, sondern den Blick hinter die Kulissen lenken.“ (Peter Osteried, programmkino.de)

Das Wunder im Meer von Sargasso, OmdU
Do 26.09.

Frau Stern

Anatol Schuster
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Frau Stern

D 2019, 79 min, deutsche Originalfassung

Regie: Anatol Schuster

Frau Stern hat viel gesehen in ihrem Leben. Vieles gelebt und überlebt. Viele Männer hat sie geliebt, ein Restaurant geführt und vor allem: viel geraucht. Frau Stern ist 90 Jahre alt, Jüdin und hat die Nazis überlebt. Liebe, das hat sie gelernt, ist eine Entscheidung. Der Tod genauso. Und so entscheidet Frau Stern, dass es nun an der Zeit ist, aus der Welt zu gehen. Doch der Arzt mag ihr keine Hilfe sein, aus der Badewanne rettet sie ein Räuberpärchen und von den Schienen hilft ihr ein Spaziergänger wieder hoch. Der Einfachheit halber würde die resolute Dame gern an eine Waffe kommen. Enkelin Elli, das „Schätzchen“, könnte wohl am besten helfen, denn sie kennt den coolsten Dealer in Berlin-Neukölln. Doch Elli bringt Frau Stern den Tod nicht näher. Im Gegenteil. Die Liebe zwischen Großmutter und Enkeltochter ist so innig, dass Frau Stern irgendwie in den Freundeskreis der jungen Frau gerät. Doch bei aller Lebensfreude, die das Berlin-Neukölln der Gegenwart auch versprühen mag – mit ihrer Entscheidung ist Frau Stern letztlich allein.

“Im richtigen Leben hieß Frau Stern Ahuva Sommerfeld. Zu Beginn dieses Jahres war sie noch ein überraschender Stargast beim Max-Ophüls-Preis, wo der Film, in dem sie ihre einzige Hauptrolle spielte, als große Entdeckung gefeiert wurde. Der junge Regisseur Anatol Schuster hatte sie entdeckt und ihr eine Figur auf den Leib geschrieben – diese geläufige Formulierung bekommt durch den Film FRAU STERN eine ungewöhnliche Prägnanz, denn tatsächlich geht es sehr stark um Verkörperung, auch darum, dass ein Individuum zugleich für eine Gemeinschaft steht. Frau Stern ist Jüdin gleichsam mit Haut und Haar. (…) ‚Ich hab Auschwitz überlebt, also werde ich auch das Rauchen überleben‘, sagt Frau Stern einmal im Film. Der Satz markiert zugleich ein kollektives Schicksal wie eine fiktionale Differenz: In der eigenen Haut hat Ahuva Sommerfeld Auschwitz nicht ‚überlebt‘, sie war während der NS-Jahre in Palästina und kam erst später nach Deutschland. Ob Auschwitz für Frau Stern im Film eine persönliche Erfahrung war oder eher eine Chiffre ist, mit der sie sich mit einer geschichtlichen Erfahrung identifiziert, lässt Anatol Schuster markant offen.” (Bert Rebhandl, faz.net)

Frau Stern
Do 26.09.

Heimat ist ein Raum aus Zeit

Thomas Heise
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Heimat ist ein Raum aus Zeit

D/ AT 2019, 218 min, deutsche Originalfassung

Regie: Thomas Heise

Was bleibt? Biografien hinterlassen Spuren. Die Zeitläufte auch. Wie sich das eine zum anderen verhält untersucht Thomas Heise in Heimat ist ein Raum aus Zeit. Der Film folgt den biografischen Spuren einer zerrissenen Familie über das ausgehende 19. und das folgende 20. Jahrhundert hinweg. Es geht um Menschen, die einst zufällig zueinander fanden, dann einander verloren. Deren verbliebene Kinder und Enkel jetzt verschwinden. Es geht um Sprechen und Schweigen. Erste Liebe und verschwundenes Glück. Väter, Mütter, Söhne, Brüder, Affären, Verletzung und Glück in wechselnden Landschaften, die verschiedene, einander durchwuchernde Spuren von Zeiten in sich tragen.

„Über 218 eindringliche Minuten hinweg werden in fünf Kapitel mehr als 100 Jahre Familien- und Zeitgeschichte zu einer Collage verwoben, beginnend vom Ersten Weltkrieg bis zum Ende der DDR. Es geht um die Großeltern, die Eltern, den Bruder, um Ausgesprochenes und Verschwiegenes zwischen den Generationen. Oder, wie Heise sagt: ‚Das Material des Films ist das Übriggebliebene meiner Familie, Reste. Die, von denen ich weiß, deren Umstände ich erlebt oder anders erfahren habe. Reste, die Geschichte spiegeln, Geschichte, die auch meine ist.‘“ (Claus Löser, BLZ 9./10.02.19)

„‘-Ist die DDR überhaupt heute ein Thema?‘ ‚-Das ist ein Thema. Das ist genau der Punkt: Es wurde nur behauptet, es sei eben kein Thema. Jetzt spuren wir die Ergebnisse dieser Vereinigung deutlicher und merken, dass auch die Geschichte komplett verschwunden ist. Wenn es um die Betrachtung von Geschichte geht, geht die linear bis zur Bundesrepublik und der Osten ist daran ein Pickel. Den drückt man aus. Nur der Mauerfall ist interessant. Heiner Müller beschrieb das so – im Rahmen der Modernisierung müssen die unproduktiven Teile abgestoßen werden. Ein bisschen erzählt der Film das auch.“ (Interviewauszug, Thomas Heise im Gespräch mit Barbara Wurm, TAZ 9./10.02.19)

„Keine Interviews, keine Zeitzeugen, natürlich nicht. Keine Simulationen von Objektivität. Wer aus der DDR kommt, misstraut ihnen ohnehin. HEIMAT IST EIN RAUM AUS ZEIT ist eine Meditation aus Bildern und Gedanken, der die Zeit doppelt zurückgibt, die er sich nimmt.“ (Kerstin Decker, Der Tagespiegel)

„Es lässt sich an HEIMAT IST EIN RAUM AUS ZEIT studieren, wie wenige filmische Mittel man braucht, wenn man sie einzusetzen weiß: Ton und Bild, in die richtige Form gebracht durch Montage. Die Szene etwa, die von der Deportation der Wiener Großmutter-Familie erzählt, ist atemberaubend – von einer dramaturgischen Intensität, die einem die Unfassbarkeit des Holocaust konkret werden lässt.“ (Matthias Dell, spiegel.de)

 

Heimat ist ein Raum aus Zeit
Fr 27.09.

Heimat ist ein Raum aus Zeit – in Anwesenheit des Regisseurs Thomas Heise! Vorbestellung empfohlen

Thomas Heise
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Heimat ist ein Raum aus Zeit

D/ AT 2019, 218 min, deutsche Originalfassung

Regie: Thomas Heise

Was bleibt? Biografien hinterlassen Spuren. Die Zeitläufte auch. Wie sich das eine zum anderen verhält untersucht Thomas Heise in Heimat ist ein Raum aus Zeit. Der Film folgt den biografischen Spuren einer zerrissenen Familie über das ausgehende 19. und das folgende 20. Jahrhundert hinweg. Es geht um Menschen, die einst zufällig zueinander fanden, dann einander verloren. Deren verbliebene Kinder und Enkel jetzt verschwinden. Es geht um Sprechen und Schweigen. Erste Liebe und verschwundenes Glück. Väter, Mütter, Söhne, Brüder, Affären, Verletzung und Glück in wechselnden Landschaften, die verschiedene, einander durchwuchernde Spuren von Zeiten in sich tragen.

„Über 218 eindringliche Minuten hinweg werden in fünf Kapitel mehr als 100 Jahre Familien- und Zeitgeschichte zu einer Collage verwoben, beginnend vom Ersten Weltkrieg bis zum Ende der DDR. Es geht um die Großeltern, die Eltern, den Bruder, um Ausgesprochenes und Verschwiegenes zwischen den Generationen. Oder, wie Heise sagt: ‚Das Material des Films ist das Übriggebliebene meiner Familie, Reste. Die, von denen ich weiß, deren Umstände ich erlebt oder anders erfahren habe. Reste, die Geschichte spiegeln, Geschichte, die auch meine ist.‘“ (Claus Löser, BLZ 9./10.02.19)

„‘-Ist die DDR überhaupt heute ein Thema?‘ ‚-Das ist ein Thema. Das ist genau der Punkt: Es wurde nur behauptet, es sei eben kein Thema. Jetzt spuren wir die Ergebnisse dieser Vereinigung deutlicher und merken, dass auch die Geschichte komplett verschwunden ist. Wenn es um die Betrachtung von Geschichte geht, geht die linear bis zur Bundesrepublik und der Osten ist daran ein Pickel. Den drückt man aus. Nur der Mauerfall ist interessant. Heiner Müller beschrieb das so – im Rahmen der Modernisierung müssen die unproduktiven Teile abgestoßen werden. Ein bisschen erzählt der Film das auch.“ (Interviewauszug, Thomas Heise im Gespräch mit Barbara Wurm, TAZ 9./10.02.19)

„Keine Interviews, keine Zeitzeugen, natürlich nicht. Keine Simulationen von Objektivität. Wer aus der DDR kommt, misstraut ihnen ohnehin. HEIMAT IST EIN RAUM AUS ZEIT ist eine Meditation aus Bildern und Gedanken, der die Zeit doppelt zurückgibt, die er sich nimmt.“ (Kerstin Decker, Der Tagespiegel)

„Es lässt sich an HEIMAT IST EIN RAUM AUS ZEIT studieren, wie wenige filmische Mittel man braucht, wenn man sie einzusetzen weiß: Ton und Bild, in die richtige Form gebracht durch Montage. Die Szene etwa, die von der Deportation der Wiener Großmutter-Familie erzählt, ist atemberaubend – von einer dramaturgischen Intensität, die einem die Unfassbarkeit des Holocaust konkret werden lässt.“ (Matthias Dell, spiegel.de)

Heimat ist ein Raum aus Zeit – in Anwesenheit des Regisseurs Thomas Heise! Vorbestellung empfohlen
Sa 28.09.

Über Grenzen

Paul Hartmann & Johannes Meier
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Über Grenzen – der Film einer langen Reise

D 2019, 110 min

Regie: Paul Hartmann, Johannes Meier

Mit 64 Jahren setzt sich Margot zum ersten Mal auf ein Motorrad – und fährt einfach los: Von ihrem kleinen Dorf in Nordhessen aus 117 Tage und 18.046 km lang mit der 125er Reiseenduro durch Zentralasien. Margot überquert nicht nur die Grenzen von 18 Ländern, sondern auch die zwischen Menschen von fremder Sprache und Kultur – und vor allem ihre eigenen: Ganz allein als ältere Frau unterwegs auf einem kleinen Motorrad, über die Wolga und das Pamir-Gebirge, durch Tadschikistan und den Iran…

http://www.über-grenzen.de

Über Grenzen
Sa 28.09.

Frau Stern

Anatol Schuster
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Frau Stern

D 2019, 79 min, deutsche Originalfassung

Regie: Anatol Schuster

Frau Stern hat viel gesehen in ihrem Leben. Vieles gelebt und überlebt. Viele Männer hat sie geliebt, ein Restaurant geführt und vor allem: viel geraucht. Frau Stern ist 90 Jahre alt, Jüdin und hat die Nazis überlebt. Liebe, das hat sie gelernt, ist eine Entscheidung. Der Tod genauso. Und so entscheidet Frau Stern, dass es nun an der Zeit ist, aus der Welt zu gehen. Doch der Arzt mag ihr keine Hilfe sein, aus der Badewanne rettet sie ein Räuberpärchen und von den Schienen hilft ihr ein Spaziergänger wieder hoch. Der Einfachheit halber würde die resolute Dame gern an eine Waffe kommen. Enkelin Elli, das „Schätzchen“, könnte wohl am besten helfen, denn sie kennt den coolsten Dealer in Berlin-Neukölln. Doch Elli bringt Frau Stern den Tod nicht näher. Im Gegenteil. Die Liebe zwischen Großmutter und Enkeltochter ist so innig, dass Frau Stern irgendwie in den Freundeskreis der jungen Frau gerät. Doch bei aller Lebensfreude, die das Berlin-Neukölln der Gegenwart auch versprühen mag – mit ihrer Entscheidung ist Frau Stern letztlich allein.

“Im richtigen Leben hieß Frau Stern Ahuva Sommerfeld. Zu Beginn dieses Jahres war sie noch ein überraschender Stargast beim Max-Ophüls-Preis, wo der Film, in dem sie ihre einzige Hauptrolle spielte, als große Entdeckung gefeiert wurde. Der junge Regisseur Anatol Schuster hatte sie entdeckt und ihr eine Figur auf den Leib geschrieben – diese geläufige Formulierung bekommt durch den Film FRAU STERN eine ungewöhnliche Prägnanz, denn tatsächlich geht es sehr stark um Verkörperung, auch darum, dass ein Individuum zugleich für eine Gemeinschaft steht. Frau Stern ist Jüdin gleichsam mit Haut und Haar. (…) ‚Ich hab Auschwitz überlebt, also werde ich auch das Rauchen überleben‘, sagt Frau Stern einmal im Film. Der Satz markiert zugleich ein kollektives Schicksal wie eine fiktionale Differenz: In der eigenen Haut hat Ahuva Sommerfeld Auschwitz nicht ‚überlebt‘, sie war während der NS-Jahre in Palästina und kam erst später nach Deutschland. Ob Auschwitz für Frau Stern im Film eine persönliche Erfahrung war oder eher eine Chiffre ist, mit der sie sich mit einer geschichtlichen Erfahrung identifiziert, lässt Anatol Schuster markant offen.” (Bert Rebhandl, faz.net)

Frau Stern
Sa 28.09.

Das innere Leuchten

Stefan Sick
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Das innere Leuchten

D 2019, 95 min

Regie: Stefan Sick

Beobachtend erforscht DAS INNERE LEUCHTEN den Lebensalltag von Menschen mit Demenz in einer Pflegeeinrichtung und legt hierbei den Fokus auf die positiven Situationen und Begegnungen. Frei von Vergangenheit und Zukunft erwächst eine Möglichkeit, nur den Moment zu erleben. Der Film nimmt sich Zeit für diese Augenblicke, entdeckt gemeinsam mit seinen Protagonisten die Langsamkeit, Mühseligkeit und die Schönheit der stets wiederkehrenden Rituale des Alltags. Mit großer Wertschätzung dürfen Traurigkeit, Heiterkeit und Nachdenklichkeit unkommentiert für sich sprechen.

„Als ich zum ersten Mal das Pflegeheim betrat, eröffnete sich vor mir eine Welt, der ich mich nicht entziehen konnte. Ein Bewohner nahm mich direkt an der Hand und zerrte mich durch die Gänge, was er mir sagen wollte war mir nicht verständlich. Ich sah nur zwei Möglichkeiten: Entweder ich bleibe und lasse mich auf diese wundersame Welt ein oder ich versuche diesen Ort möglichst schnell wieder zu verlassen. Ich entschied mich zu bleiben.” (Stefan Sick)

„Der Regisseur nähert sich den Heimbewohnern auf Augenhöhe. Die Kamera beobachtet in langen Einstellungen ihren Alltag. Es gibt keine Fragen, Interviews oder Off-Kommentare. So kommen wir sehr nah an das heran, was die Demenzkranken erleben: den Moment.“ (Andreas Tai)

https://www.dasinnereleuchten-film.de/

Das innere Leuchten
Sa 28.09.

Heimat ist ein Raum aus Zeit

Thomas Heise
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Heimat ist ein Raum aus Zeit

D/ AT 2019, 218 min, deutsche Originalfassung

Regie: Thomas Heise

Was bleibt? Biografien hinterlassen Spuren. Die Zeitläufte auch. Wie sich das eine zum anderen verhält untersucht Thomas Heise in Heimat ist ein Raum aus Zeit. Der Film folgt den biografischen Spuren einer zerrissenen Familie über das ausgehende 19. und das folgende 20. Jahrhundert hinweg. Es geht um Menschen, die einst zufällig zueinander fanden, dann einander verloren. Deren verbliebene Kinder und Enkel jetzt verschwinden. Es geht um Sprechen und Schweigen. Erste Liebe und verschwundenes Glück. Väter, Mütter, Söhne, Brüder, Affären, Verletzung und Glück in wechselnden Landschaften, die verschiedene, einander durchwuchernde Spuren von Zeiten in sich tragen.

„Über 218 eindringliche Minuten hinweg werden in fünf Kapitel mehr als 100 Jahre Familien- und Zeitgeschichte zu einer Collage verwoben, beginnend vom Ersten Weltkrieg bis zum Ende der DDR. Es geht um die Großeltern, die Eltern, den Bruder, um Ausgesprochenes und Verschwiegenes zwischen den Generationen. Oder, wie Heise sagt: ‚Das Material des Films ist das Übriggebliebene meiner Familie, Reste. Die, von denen ich weiß, deren Umstände ich erlebt oder anders erfahren habe. Reste, die Geschichte spiegeln, Geschichte, die auch meine ist.‘“ (Claus Löser, BLZ 9./10.02.19)

„‘-Ist die DDR überhaupt heute ein Thema?‘ ‚-Das ist ein Thema. Das ist genau der Punkt: Es wurde nur behauptet, es sei eben kein Thema. Jetzt spuren wir die Ergebnisse dieser Vereinigung deutlicher und merken, dass auch die Geschichte komplett verschwunden ist. Wenn es um die Betrachtung von Geschichte geht, geht die linear bis zur Bundesrepublik und der Osten ist daran ein Pickel. Den drückt man aus. Nur der Mauerfall ist interessant. Heiner Müller beschrieb das so – im Rahmen der Modernisierung müssen die unproduktiven Teile abgestoßen werden. Ein bisschen erzählt der Film das auch.“ (Interviewauszug, Thomas Heise im Gespräch mit Barbara Wurm, TAZ 9./10.02.19)

„Keine Interviews, keine Zeitzeugen, natürlich nicht. Keine Simulationen von Objektivität. Wer aus der DDR kommt, misstraut ihnen ohnehin. HEIMAT IST EIN RAUM AUS ZEIT ist eine Meditation aus Bildern und Gedanken, der die Zeit doppelt zurückgibt, die er sich nimmt.“ (Kerstin Decker, Der Tagespiegel)

„Es lässt sich an HEIMAT IST EIN RAUM AUS ZEIT studieren, wie wenige filmische Mittel man braucht, wenn man sie einzusetzen weiß: Ton und Bild, in die richtige Form gebracht durch Montage. Die Szene etwa, die von der Deportation der Wiener Großmutter-Familie erzählt, ist atemberaubend – von einer dramaturgischen Intensität, die einem die Unfassbarkeit des Holocaust konkret werden lässt.“ (Matthias Dell, spiegel.de)

Heimat ist ein Raum aus Zeit
So 29.09.

Frau Stern

Anatol Schuster
Mehr infos Schliessen

Frau Stern

D 2019, 79 min, deutsche Originalfassung

Regie: Anatol Schuster

Frau Stern hat viel gesehen in ihrem Leben. Vieles gelebt und überlebt. Viele Männer hat sie geliebt, ein Restaurant geführt und vor allem: viel geraucht. Frau Stern ist 90 Jahre alt, Jüdin und hat die Nazis überlebt. Liebe, das hat sie gelernt, ist eine Entscheidung. Der Tod genauso. Und so entscheidet Frau Stern, dass es nun an der Zeit ist, aus der Welt zu gehen. Doch der Arzt mag ihr keine Hilfe sein, aus der Badewanne rettet sie ein Räuberpärchen und von den Schienen hilft ihr ein Spaziergänger wieder hoch. Der Einfachheit halber würde die resolute Dame gern an eine Waffe kommen. Enkelin Elli, das „Schätzchen“, könnte wohl am besten helfen, denn sie kennt den coolsten Dealer in Berlin-Neukölln. Doch Elli bringt Frau Stern den Tod nicht näher. Im Gegenteil. Die Liebe zwischen Großmutter und Enkeltochter ist so innig, dass Frau Stern irgendwie in den Freundeskreis der jungen Frau gerät. Doch bei aller Lebensfreude, die das Berlin-Neukölln der Gegenwart auch versprühen mag – mit ihrer Entscheidung ist Frau Stern letztlich allein.

“Im richtigen Leben hieß Frau Stern Ahuva Sommerfeld. Zu Beginn dieses Jahres war sie noch ein überraschender Stargast beim Max-Ophüls-Preis, wo der Film, in dem sie ihre einzige Hauptrolle spielte, als große Entdeckung gefeiert wurde. Der junge Regisseur Anatol Schuster hatte sie entdeckt und ihr eine Figur auf den Leib geschrieben – diese geläufige Formulierung bekommt durch den Film FRAU STERN eine ungewöhnliche Prägnanz, denn tatsächlich geht es sehr stark um Verkörperung, auch darum, dass ein Individuum zugleich für eine Gemeinschaft steht. Frau Stern ist Jüdin gleichsam mit Haut und Haar. (…) ‚Ich hab Auschwitz überlebt, also werde ich auch das Rauchen überleben‘, sagt Frau Stern einmal im Film. Der Satz markiert zugleich ein kollektives Schicksal wie eine fiktionale Differenz: In der eigenen Haut hat Ahuva Sommerfeld Auschwitz nicht ‚überlebt‘, sie war während der NS-Jahre in Palästina und kam erst später nach Deutschland. Ob Auschwitz für Frau Stern im Film eine persönliche Erfahrung war oder eher eine Chiffre ist, mit der sie sich mit einer geschichtlichen Erfahrung identifiziert, lässt Anatol Schuster markant offen.” (Bert Rebhandl, faz.net)

Frau Stern
So 29.09.

Heimat ist ein Raum aus Zeit

Thomas Heise
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Heimat ist ein Raum aus Zeit

D/ AT 2019, 218 min, deutsche Originalfassung

Regie: Thomas Heise

Was bleibt? Biografien hinterlassen Spuren. Die Zeitläufte auch. Wie sich das eine zum anderen verhält untersucht Thomas Heise in Heimat ist ein Raum aus Zeit. Der Film folgt den biografischen Spuren einer zerrissenen Familie über das ausgehende 19. und das folgende 20. Jahrhundert hinweg. Es geht um Menschen, die einst zufällig zueinander fanden, dann einander verloren. Deren verbliebene Kinder und Enkel jetzt verschwinden. Es geht um Sprechen und Schweigen. Erste Liebe und verschwundenes Glück. Väter, Mütter, Söhne, Brüder, Affären, Verletzung und Glück in wechselnden Landschaften, die verschiedene, einander durchwuchernde Spuren von Zeiten in sich tragen.

„Über 218 eindringliche Minuten hinweg werden in fünf Kapitel mehr als 100 Jahre Familien- und Zeitgeschichte zu einer Collage verwoben, beginnend vom Ersten Weltkrieg bis zum Ende der DDR. Es geht um die Großeltern, die Eltern, den Bruder, um Ausgesprochenes und Verschwiegenes zwischen den Generationen. Oder, wie Heise sagt: ‚Das Material des Films ist das Übriggebliebene meiner Familie, Reste. Die, von denen ich weiß, deren Umstände ich erlebt oder anders erfahren habe. Reste, die Geschichte spiegeln, Geschichte, die auch meine ist.‘“ (Claus Löser, BLZ 9./10.02.19)

„‘-Ist die DDR überhaupt heute ein Thema?‘ ‚-Das ist ein Thema. Das ist genau der Punkt: Es wurde nur behauptet, es sei eben kein Thema. Jetzt spuren wir die Ergebnisse dieser Vereinigung deutlicher und merken, dass auch die Geschichte komplett verschwunden ist. Wenn es um die Betrachtung von Geschichte geht, geht die linear bis zur Bundesrepublik und der Osten ist daran ein Pickel. Den drückt man aus. Nur der Mauerfall ist interessant. Heiner Müller beschrieb das so – im Rahmen der Modernisierung müssen die unproduktiven Teile abgestoßen werden. Ein bisschen erzählt der Film das auch.“ (Interviewauszug, Thomas Heise im Gespräch mit Barbara Wurm, TAZ 9./10.02.19)

„Keine Interviews, keine Zeitzeugen, natürlich nicht. Keine Simulationen von Objektivität. Wer aus der DDR kommt, misstraut ihnen ohnehin. HEIMAT IST EIN RAUM AUS ZEIT ist eine Meditation aus Bildern und Gedanken, der die Zeit doppelt zurückgibt, die er sich nimmt.“ (Kerstin Decker, Der Tagespiegel)

„Es lässt sich an HEIMAT IST EIN RAUM AUS ZEIT studieren, wie wenige filmische Mittel man braucht, wenn man sie einzusetzen weiß: Ton und Bild, in die richtige Form gebracht durch Montage. Die Szene etwa, die von der Deportation der Wiener Großmutter-Familie erzählt, ist atemberaubend – von einer dramaturgischen Intensität, die einem die Unfassbarkeit des Holocaust konkret werden lässt.“ (Matthias Dell, spiegel.de)

Heimat ist ein Raum aus Zeit
So 29.09.

Das Wunder im Meer von Sargasso, OmdU

Syllas Tzoumerkas
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To thávma tis thálassas ton Sargassón

(Das Wunder im Meer von Sargasso)

GR/ D/ NL/ S 2019, 121 min, griechische Originalfassung mit deutschen Untertiteln

Regie: Syllas Tzoumerkas

In einer kleinen griechischen Lagunenstadt fristen zwei Frauen ihr trostloses Leben und träumen davon, dem Kaff endlich zu entkommen. Elisabeth war eine ehrgeizige Polizistin, bevor sie aus Athen hierher versetzt wurde. Jetzt ist sie einsam, schlecht gelaunt und meist verkatert. Rita ist die verschlossene, geheimnisvolle Schwester eines Schlagersängers, der in der örtlichen Disco auftritt. Sein plötzlicher Tod erschüttert die Stadt und stellt das soziale Gefüge in Frage. Elisabeth wird mit der Aufklärung des Falls beauftragt und je weiter sie mit ihren Ermittlungen kommt, desto mehr Geheimnisse treten aus dem Sumpf der Kleinstadt zu Tage.

„Das Wunder im Meer von Sargasso, das sind die Aale aus der Umgebung von Messolonghi, die mit Erreichen der Geschlechtsreife über Tausende von Kilometern hinweg zur Sargasso-See schwimmen, weil sie sich nur dort fortpflanzen. In ihrem Leben herrscht kein Stillstand, es hat eine Destination – sowohl territorial, als auch metaphysisch. Damit haben die Aale den beiden Hauptfiguren in Syllas Tzoumerkas‘ neuestem Film etwas voraus. Sie ersticken nicht in der Tristesse ihres Lebens. (…) Tzoumerkas nutzt die Formeln eines Thrillers, verpackt dessen Elemente aber in ein intensives Drama, das vom Zerbersten lang gehegter Träume in einer gottverlassenen Stadt irgendwo im Nirgendwo erzählt. Er kleidet das in atmosphärische Bilder, die weit jenseits aller Urlaubsromantik stattfinden, sondern den Blick hinter die Kulissen lenken.“ (Peter Osteried, programmkino.de)

Das Wunder im Meer von Sargasso, OmdU
Mo 30.09.

Über Grenzen

Paul Hartmann & Johannes Meier
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Über Grenzen – der Film einer langen Reise

D 2019, 110 min

Regie: Paul Hartmann, Johannes Meier

Mit 64 Jahren setzt sich Margot zum ersten Mal auf ein Motorrad – und fährt einfach los: Von ihrem kleinen Dorf in Nordhessen aus 117 Tage und 18.046 km lang mit der 125er Reiseenduro durch Zentralasien. Margot überquert nicht nur die Grenzen von 18 Ländern, sondern auch die zwischen Menschen von fremder Sprache und Kultur – und vor allem ihre eigenen: Ganz allein als ältere Frau unterwegs auf einem kleinen Motorrad, über die Wolga und das Pamir-Gebirge, durch Tadschikistan und den Iran…

http://www.über-grenzen.de

Über Grenzen
Mo 30.09.

Heimat ist ein Raum aus Zeit

Thomas Heise
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Heimat ist ein Raum aus Zeit

D/ AT 2019, 218 min, deutsche Originalfassung

Regie: Thomas Heise

Was bleibt? Biografien hinterlassen Spuren. Die Zeitläufte auch. Wie sich das eine zum anderen verhält untersucht Thomas Heise in Heimat ist ein Raum aus Zeit. Der Film folgt den biografischen Spuren einer zerrissenen Familie über das ausgehende 19. und das folgende 20. Jahrhundert hinweg. Es geht um Menschen, die einst zufällig zueinander fanden, dann einander verloren. Deren verbliebene Kinder und Enkel jetzt verschwinden. Es geht um Sprechen und Schweigen. Erste Liebe und verschwundenes Glück. Väter, Mütter, Söhne, Brüder, Affären, Verletzung und Glück in wechselnden Landschaften, die verschiedene, einander durchwuchernde Spuren von Zeiten in sich tragen.

„Über 218 eindringliche Minuten hinweg werden in fünf Kapitel mehr als 100 Jahre Familien- und Zeitgeschichte zu einer Collage verwoben, beginnend vom Ersten Weltkrieg bis zum Ende der DDR. Es geht um die Großeltern, die Eltern, den Bruder, um Ausgesprochenes und Verschwiegenes zwischen den Generationen. Oder, wie Heise sagt: ‚Das Material des Films ist das Übriggebliebene meiner Familie, Reste. Die, von denen ich weiß, deren Umstände ich erlebt oder anders erfahren habe. Reste, die Geschichte spiegeln, Geschichte, die auch meine ist.‘“ (Claus Löser, BLZ 9./10.02.19)

„‘-Ist die DDR überhaupt heute ein Thema?‘ ‚-Das ist ein Thema. Das ist genau der Punkt: Es wurde nur behauptet, es sei eben kein Thema. Jetzt spuren wir die Ergebnisse dieser Vereinigung deutlicher und merken, dass auch die Geschichte komplett verschwunden ist. Wenn es um die Betrachtung von Geschichte geht, geht die linear bis zur Bundesrepublik und der Osten ist daran ein Pickel. Den drückt man aus. Nur der Mauerfall ist interessant. Heiner Müller beschrieb das so – im Rahmen der Modernisierung müssen die unproduktiven Teile abgestoßen werden. Ein bisschen erzählt der Film das auch.“ (Interviewauszug, Thomas Heise im Gespräch mit Barbara Wurm, TAZ 9./10.02.19)

„Keine Interviews, keine Zeitzeugen, natürlich nicht. Keine Simulationen von Objektivität. Wer aus der DDR kommt, misstraut ihnen ohnehin. HEIMAT IST EIN RAUM AUS ZEIT ist eine Meditation aus Bildern und Gedanken, der die Zeit doppelt zurückgibt, die er sich nimmt.“ (Kerstin Decker, Der Tagespiegel)

„Es lässt sich an HEIMAT IST EIN RAUM AUS ZEIT studieren, wie wenige filmische Mittel man braucht, wenn man sie einzusetzen weiß: Ton und Bild, in die richtige Form gebracht durch Montage. Die Szene etwa, die von der Deportation der Wiener Großmutter-Familie erzählt, ist atemberaubend – von einer dramaturgischen Intensität, die einem die Unfassbarkeit des Holocaust konkret werden lässt.“ (Matthias Dell, spiegel.de)

Heimat ist ein Raum aus Zeit
Di 01.10.

Über Grenzen

Paul Hartmann & Johannes Meier
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Über Grenzen – der Film einer langen Reise

D 2019, 110 min

Regie: Paul Hartmann, Johannes Meier

Mit 64 Jahren setzt sich Margot zum ersten Mal auf ein Motorrad – und fährt einfach los: Von ihrem kleinen Dorf in Nordhessen aus 117 Tage und 18.046 km lang mit der 125er Reiseenduro durch Zentralasien. Margot überquert nicht nur die Grenzen von 18 Ländern, sondern auch die zwischen Menschen von fremder Sprache und Kultur – und vor allem ihre eigenen: Ganz allein als ältere Frau unterwegs auf einem kleinen Motorrad, über die Wolga und das Pamir-Gebirge, durch Tadschikistan und den Iran…

http://www.über-grenzen.de

Über Grenzen
Di 01.10.

Heimat ist ein Raum aus Zeit

Thomas Heise
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Heimat ist ein Raum aus Zeit

D/ AT 2019, 218 min, deutsche Originalfassung

Regie: Thomas Heise

Was bleibt? Biografien hinterlassen Spuren. Die Zeitläufte auch. Wie sich das eine zum anderen verhält untersucht Thomas Heise in Heimat ist ein Raum aus Zeit. Der Film folgt den biografischen Spuren einer zerrissenen Familie über das ausgehende 19. und das folgende 20. Jahrhundert hinweg. Es geht um Menschen, die einst zufällig zueinander fanden, dann einander verloren. Deren verbliebene Kinder und Enkel jetzt verschwinden. Es geht um Sprechen und Schweigen. Erste Liebe und verschwundenes Glück. Väter, Mütter, Söhne, Brüder, Affären, Verletzung und Glück in wechselnden Landschaften, die verschiedene, einander durchwuchernde Spuren von Zeiten in sich tragen.

„Über 218 eindringliche Minuten hinweg werden in fünf Kapitel mehr als 100 Jahre Familien- und Zeitgeschichte zu einer Collage verwoben, beginnend vom Ersten Weltkrieg bis zum Ende der DDR. Es geht um die Großeltern, die Eltern, den Bruder, um Ausgesprochenes und Verschwiegenes zwischen den Generationen. Oder, wie Heise sagt: ‚Das Material des Films ist das Übriggebliebene meiner Familie, Reste. Die, von denen ich weiß, deren Umstände ich erlebt oder anders erfahren habe. Reste, die Geschichte spiegeln, Geschichte, die auch meine ist.‘“ (Claus Löser, BLZ 9./10.02.19)

„‘-Ist die DDR überhaupt heute ein Thema?‘ ‚-Das ist ein Thema. Das ist genau der Punkt: Es wurde nur behauptet, es sei eben kein Thema. Jetzt spuren wir die Ergebnisse dieser Vereinigung deutlicher und merken, dass auch die Geschichte komplett verschwunden ist. Wenn es um die Betrachtung von Geschichte geht, geht die linear bis zur Bundesrepublik und der Osten ist daran ein Pickel. Den drückt man aus. Nur der Mauerfall ist interessant. Heiner Müller beschrieb das so – im Rahmen der Modernisierung müssen die unproduktiven Teile abgestoßen werden. Ein bisschen erzählt der Film das auch.“ (Interviewauszug, Thomas Heise im Gespräch mit Barbara Wurm, TAZ 9./10.02.19)

„Keine Interviews, keine Zeitzeugen, natürlich nicht. Keine Simulationen von Objektivität. Wer aus der DDR kommt, misstraut ihnen ohnehin. HEIMAT IST EIN RAUM AUS ZEIT ist eine Meditation aus Bildern und Gedanken, der die Zeit doppelt zurückgibt, die er sich nimmt.“ (Kerstin Decker, Der Tagespiegel)

„Es lässt sich an HEIMAT IST EIN RAUM AUS ZEIT studieren, wie wenige filmische Mittel man braucht, wenn man sie einzusetzen weiß: Ton und Bild, in die richtige Form gebracht durch Montage. Die Szene etwa, die von der Deportation der Wiener Großmutter-Familie erzählt, ist atemberaubend – von einer dramaturgischen Intensität, die einem die Unfassbarkeit des Holocaust konkret werden lässt.“ (Matthias Dell, spiegel.de)

Heimat ist ein Raum aus Zeit
Mi 02.10.

Über Grenzen

Paul Hartmann & Johannes Meier
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Über Grenzen – der Film einer langen Reise

D 2019, 110 min

Regie: Paul Hartmann, Johannes Meier

Mit 64 Jahren setzt sich Margot zum ersten Mal auf ein Motorrad – und fährt einfach los: Von ihrem kleinen Dorf in Nordhessen aus 117 Tage und 18.046 km lang mit der 125er Reiseenduro durch Zentralasien. Margot überquert nicht nur die Grenzen von 18 Ländern, sondern auch die zwischen Menschen von fremder Sprache und Kultur – und vor allem ihre eigenen: Ganz allein als ältere Frau unterwegs auf einem kleinen Motorrad, über die Wolga und das Pamir-Gebirge, durch Tadschikistan und den Iran…

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Über Grenzen
Mi 02.10.

Heimat ist ein Raum aus Zeit

Thomas Heise
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Heimat ist ein Raum aus Zeit

D/ AT 2019, 218 min, deutsche Originalfassung

Regie: Thomas Heise

Was bleibt? Biografien hinterlassen Spuren. Die Zeitläufte auch. Wie sich das eine zum anderen verhält untersucht Thomas Heise in Heimat ist ein Raum aus Zeit. Der Film folgt den biografischen Spuren einer zerrissenen Familie über das ausgehende 19. und das folgende 20. Jahrhundert hinweg. Es geht um Menschen, die einst zufällig zueinander fanden, dann einander verloren. Deren verbliebene Kinder und Enkel jetzt verschwinden. Es geht um Sprechen und Schweigen. Erste Liebe und verschwundenes Glück. Väter, Mütter, Söhne, Brüder, Affären, Verletzung und Glück in wechselnden Landschaften, die verschiedene, einander durchwuchernde Spuren von Zeiten in sich tragen.

„Über 218 eindringliche Minuten hinweg werden in fünf Kapitel mehr als 100 Jahre Familien- und Zeitgeschichte zu einer Collage verwoben, beginnend vom Ersten Weltkrieg bis zum Ende der DDR. Es geht um die Großeltern, die Eltern, den Bruder, um Ausgesprochenes und Verschwiegenes zwischen den Generationen. Oder, wie Heise sagt: ‚Das Material des Films ist das Übriggebliebene meiner Familie, Reste. Die, von denen ich weiß, deren Umstände ich erlebt oder anders erfahren habe. Reste, die Geschichte spiegeln, Geschichte, die auch meine ist.‘“ (Claus Löser, BLZ 9./10.02.19)

„‘-Ist die DDR überhaupt heute ein Thema?‘ ‚-Das ist ein Thema. Das ist genau der Punkt: Es wurde nur behauptet, es sei eben kein Thema. Jetzt spuren wir die Ergebnisse dieser Vereinigung deutlicher und merken, dass auch die Geschichte komplett verschwunden ist. Wenn es um die Betrachtung von Geschichte geht, geht die linear bis zur Bundesrepublik und der Osten ist daran ein Pickel. Den drückt man aus. Nur der Mauerfall ist interessant. Heiner Müller beschrieb das so – im Rahmen der Modernisierung müssen die unproduktiven Teile abgestoßen werden. Ein bisschen erzählt der Film das auch.“ (Interviewauszug, Thomas Heise im Gespräch mit Barbara Wurm, TAZ 9./10.02.19)

„Keine Interviews, keine Zeitzeugen, natürlich nicht. Keine Simulationen von Objektivität. Wer aus der DDR kommt, misstraut ihnen ohnehin. HEIMAT IST EIN RAUM AUS ZEIT ist eine Meditation aus Bildern und Gedanken, der die Zeit doppelt zurückgibt, die er sich nimmt.“ (Kerstin Decker, Der Tagespiegel)

„Es lässt sich an HEIMAT IST EIN RAUM AUS ZEIT studieren, wie wenige filmische Mittel man braucht, wenn man sie einzusetzen weiß: Ton und Bild, in die richtige Form gebracht durch Montage. Die Szene etwa, die von der Deportation der Wiener Großmutter-Familie erzählt, ist atemberaubend – von einer dramaturgischen Intensität, die einem die Unfassbarkeit des Holocaust konkret werden lässt.“ (Matthias Dell, spiegel.de)

Heimat ist ein Raum aus Zeit
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