Mo 17.01.

Garagenvolk (Гаражане), OmdU

Natalija Yefimkina
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Garagenvolk (Гаражане)

D 2020, 95 min, russische Originalfassung mit deutschen UT

Regie: Natalija Yefimkina

Im post-sowjetischen Russland gibt es ein Phänomen abseits von Eisfischen, Matrojschkas und Wodka: Die Garagensiedlung. Von außen unwirtliche Blechhütten bieten sie einer Vielzahl von Russen – vorwiegend Männern ein Refugium. Nach eigenem Gusto und abseits aller Regeln, mit Erfindungskraft und Zähigkeit entstehen auf wenigen Quadratmeter alternative Lebensräume. Schrottsammler Ilja nutzt die Garage als Produktionsstätte, Roman für seine Wachtelzucht, Pavel schnitzt kunstfertig Heiligenfiguren und Viktor hat die seine in jahrzehntelanger Arbeit um vier unterirdische Stockwerke ergänzt. Hier gibt es alles, und alles scheint möglich. Die Garagen sind Ausdruck eines Rückzugs ins Private, eine Flucht vor dem Alltag. Hinter dem Polarkreis, in einer rauen Gegend, in der ein Bergbaukonzern der einzige Arbeitgeber ist, bleibt die Garage die letzte Möglichkeit zur Selbstverwirklichung – und kommt so viel fältig daher, wie die Träume ihrer Besitzer.

„Viele der Persönlichkeiten hier werden im Gedächtnis bleiben: der wackere Viktor, der nicht mehr lange zu leben hat, die Mitglieder der Rockband, die sich trennt, weil eigentlich alle hier wegwollen, oder der Wachtelzüchter Roman, der von einer Partnerin träumt. Manchmal wirkt die ganze Szenerie wie eine Theaterkulisse mit inszenierten Tableaus. Dann sehen die Garagen von Weitem aus wie merkwürdig dekorierte Puppenstuben. Jede stellt eine eigene kleine Welt dar, eine wahr gewordene Zukunftsvision. Zusammen bilden sie lauter kleine, isolierte Waben eines großen Ganzen, jede steht für einen einzelnen Menschen. Zusammen, aber nicht gemeinsam, haben sie all das gestaltet, und zwar aus einem unstillbaren Drang zur Betätigung, um etwas zu schaffen, was zu ihnen gehört. Aus all ihren Geschichten, Gesprächen und Erlebnissen ergibt sich ein kaleidoskopartiges, sehr interessantes Bild von Russland und den Menschen, die jenseits des Polarkreises leben und nicht viel mehr als ihre Träume haben.“ (Gaby Sikorski, programmkino.de)

„Die Garagen erscheinen als Zufluchtsorte. Sie sind die Orte derjenigen, die, allen Widrigkeiten zum Trotz, bleiben wollen: die Garage als Heimat. Was für eine schnoddrig-schöne Metapher.” (Jens Balkenborg, epd-film.de)

Garagenvolk (Гаражане), OmdU
Mo 17.01.

Die Zähmung der Bäume / Timing The Garden მოთვინიერება, OmdU

Salomé Jashi
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Die Zähmung der Bäume / Timing The Garden მოთვინიერება

CH/ D / Georgien 2021, 91 min, georgische Originalfassung mit deutschen UT

Regie: Salomé Jashi

In Georgien war das surreale Bild von Bäumen, die auf Plattformen oder Barken durch das Land transportiert wurden allgegenwärtiges Thema. Die Filmemacherin Salomé Jashi nahm es zum Anlass für ihren Film DIE ZÄHMUNG DER BÄUME. Ohne Kommentar, ohne direkte Interviews, ohne auch die Position des Milliardärs zu erklären oder zu hinterfragen, beobachtet sie das Geschehen, mit distanziertem, fast kühl anmutendem Blick. Erstaunlich viele Bewohner der Dörfer, aus denen die Bäume geholt werden, äußern sich vor der Kamera, manche kritisieren und bedauern den Verkauf, der auch wie ein Verkauf der eigenen Geschichte scheint. Andere freuen sich über das bisschen Geld, das sie durch den Verkauf verdienen, über die Straßen, die ihren abgelegenen Dörfern ein bisschen an die Gegenwart des Landes anschließen sollen. Welche Zerstörung mit dem Umsetzen der Bäume verbunden ist, bleibt da kaum mehr als Nebensache, für Geld ist eben so gut wie alles zu bekommen. (…) Unterlegt mit georgischen Chorälen lässt Jashi auch hier die Bilder für sich sprechen. Bilder, die von einer seltsamen Episode der georgischen Gegenwart erzählen, in der sich die politische, soziale Realität des Landes spiegelt. (Michael Meyns, programmkino.de)

Di 18.01.

XPOSED QUEER FILM FESTIVAL: Doppelprogramm Skipping Stones + Bodies Without Bodies in Outer Space, OmeU

Rafal Morusiewicz
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East & Russian Queer Cinema @ Kino Krokodil 12.-18.01.2022

 

BODIES WITHOUT BODIES OUTER SPACE (CIAŁA BEZ CIAŁ W KOSMOSIE)

Rafal Morusiewicz

Austria, Poland, 2019

38 min

Englisch:

„Bodies without Bodies in Outer Space“ is a mid-length experimental film, a part of Morusiewicz’s “PhD-in-Practice” artistic-research project at Academy of Fine Arts Vienna, titled “Remixing Polish Film History: Self-Contaminations, Queer Interventions, and Affective Conjurings“ (defended in 2020). It is both an academic text and an artistic creation that thinks of film in terms of a polyvocal audiovisual and textual glitchy poem. Heavily based on found-footage material, it is a mash-up of over 20 films, multiple audio samples, and snippets of film-based, fictional, and autobiographical stories, all of which revolve around the fragmented „history“ of cinema films made in Polish People’s Republic (1952-1989).

Deutsch:

„Bodies without Bodies in Outer Space“ ist ein Experimentalfilm und Teil von Rafal Morusiewiczs künstlerischem Forschungsprojekt „PhD-in-Practice“, das an der Akademie der bildenden Künste Wien unter dem Titel „Remixing Polish Film History: Self-Contaminations, Queer Interventions, and Affective Conjurings“ entstanden und 2020 verteidigt wurde. Es ist sowohl ein akademischer Text als auch eine künstlerische Kreation, die den Film als poly-vokales audiovisuelles und textuelles Glitchy-Gedicht denkt. Zu sehen ist ein Mashup aus über 20 Filmen, mehreren Hörproben und Ausschnitten filmbasierter, fiktionaler und autobiografischer Geschichten, die sich alle um die fragmentierte „Geschichte“ der in Polen produzierten Kinofilme von 1952 bis 1989 drehen.

 

Vorfilm:

SKIPPING STONES (PO GLADINI)

Blaž Slana

Slowenien, 2017

19 min

Englisch:

After trying his luck in Berlin, Mitja returns to Slovenia where he is greeted by his boyfriend Bojan. The reunion turns out to be less than ideal as Mitja struggles to tell Bojan a secret that could cost him their relationship. But before he finds the right moment, things quickly get out of hand.

Deutsch:

Nachdem er sein Glück in Berlin versucht hat, kehrt Mitja nach Slowenien zurück, wo er von seinem Freund Bojan begrüßt wird. Das Wiedersehen erweist sich als alles andere als ideal: Mitja trägt ein Geheimnis mit sich, das ihn die Beziehung zu Bojan kosten könnte. Noch bevor er den richtigen Moment finden kann, gerät die Sache bereits aus dem Ruder.

 

XPOSED QUEER FILM FESTIVAL: Doppelprogramm Skipping Stones + Bodies Without Bodies in Outer Space, OmeU
Di 18.01.

XPOSED QUEER FILM FESTIVAL: Kurzfilmprogramm, OmeU

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East & Russian Queer Cinema @ Kino Krokodil 12.-18.01.2022

zu den Filmen:

Szép Alak (Beautiful Figure)

Hajni Kis

Ungarn, 2016

17 min

Englisch:

A high-school cleaning lady falls in love with one of the students in the school. Her love is impossible from the beginning, but she still decides to show her feelings.

The moment when they meet, she changes her mind and gets cold feet but life doesn’t leave a way out. She has to face the difficult of human boundaries.

Deutsch:

Eine Reinigungskraft verliebt sich in eine Schülerin der Schule, in der sie tätig ist. Ihre Liebe ist von Anfang an unmöglich, doch sie beschließt, ihre Gefühle zu offenbaren. Als sie beide treffen, bekommt die Frau kalte Füße und ändert ihre Meinung – doch der Lauf des Leben nimmt ihr die Entscheidung. Sie muss sich der Schwierigkeit menschlicher Grenzen stellen.

Kopřiva (The Nettle)

Piaoyu Xie

Tschechische Republik, 2017

22 min

Englisch:

Summer comes again, from the moment Ana puts the lipstick on Nikola’s lip, nothing is ever the same. No one wants to confront or to be justified. All the unspoken desires and secrets are growing just like nettle.

Deutsch:

Der Sommer nähert sich wieder und von dem Moment an, in dem Ana den Lippenstift auf Nikolas Lippe aufträgt, ist nichts mehr wie zuvor. Niemand will konfrontiert werden oder sich rechtfertigen. Alle unausgesprochenen Wünsche und Geheimnisse wachsen – wie Brennnesseln.

Uporni Duh (Rebellious Essence)


Ana Čigon
Slowenien, 2017
5 min

Englisch:

A cat walks into the Office of the Ministry for Cat Affairs and requests for a passport. All goes pretty well until the female and male cat clerks demand to know the cat’s sex.

Deutsch:

Eine Katze betritt das Büro des Ministeriums für Katzen-Angelegenheiten und fordert einen Reisepass. Alles läuft gut, bis die weiblichen und männlichen Katzen-Sachbearbeiter*innen das Geschlecht der Katze erfragen.

RED ANTS BITE

Elene Naveriani

Switzerland, 2019

22 min

Englisch:

In Georgia, two stranded Nigerians, Obinna and Afame, navigate the sleeping city of Tbilisi after a long night out. However, as day breaks the true colors of their ambiguous affection begin to show. In this way, they find solace despite their hostile environment.

Deutsch:

Die in Georgien gestrandeten Nigerianer Obinna und Afame wandern nach einer langen Nacht durch die schlafende Stadt Tiflis. Als der Tag anbricht, zeigen sich die wahren Nuancen ihrer gegenseitigen Zuneigung. Durch die Nähe zueinander finden sie Trost in einer feindlichen Umgebung.

WOULD YOU LOOK AT HER (ВИДИ JA ТИ НЕА)

Goran Stolevski

Mazedonien, 2018

18 min

Englisch:

A hard-headed tomboy spots the unlikely solution to all her problems in an all-male religious ritual.

Deutsch:

Eine entschlossene Tomboy entdeckt die unwahrscheinliche Lösung all ihrer Probleme in einem religiösen Ritual, das ausschließlich aus Männern besteht.

 

XPOSED QUEER FILM FESTIVAL: Kurzfilmprogramm, OmeU
Mi 19.01.

Garagenvolk (Гаражане), OmdU

Natalija Yefimkina
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Garagenvolk (Гаражане)

D 2020, 95 min, russische Originalfassung mit deutschen UT

Regie: Natalija Yefimkina

Im post-sowjetischen Russland gibt es ein Phänomen abseits von Eisfischen, Matrojschkas und Wodka: Die Garagensiedlung. Von außen unwirtliche Blechhütten bieten sie einer Vielzahl von Russen – vorwiegend Männern ein Refugium. Nach eigenem Gusto und abseits aller Regeln, mit Erfindungskraft und Zähigkeit entstehen auf wenigen Quadratmeter alternative Lebensräume. Schrottsammler Ilja nutzt die Garage als Produktionsstätte, Roman für seine Wachtelzucht, Pavel schnitzt kunstfertig Heiligenfiguren und Viktor hat die seine in jahrzehntelanger Arbeit um vier unterirdische Stockwerke ergänzt. Hier gibt es alles, und alles scheint möglich. Die Garagen sind Ausdruck eines Rückzugs ins Private, eine Flucht vor dem Alltag. Hinter dem Polarkreis, in einer rauen Gegend, in der ein Bergbaukonzern der einzige Arbeitgeber ist, bleibt die Garage die letzte Möglichkeit zur Selbstverwirklichung – und kommt so viel fältig daher, wie die Träume ihrer Besitzer.

„Viele der Persönlichkeiten hier werden im Gedächtnis bleiben: der wackere Viktor, der nicht mehr lange zu leben hat, die Mitglieder der Rockband, die sich trennt, weil eigentlich alle hier wegwollen, oder der Wachtelzüchter Roman, der von einer Partnerin träumt. Manchmal wirkt die ganze Szenerie wie eine Theaterkulisse mit inszenierten Tableaus. Dann sehen die Garagen von Weitem aus wie merkwürdig dekorierte Puppenstuben. Jede stellt eine eigene kleine Welt dar, eine wahr gewordene Zukunftsvision. Zusammen bilden sie lauter kleine, isolierte Waben eines großen Ganzen, jede steht für einen einzelnen Menschen. Zusammen, aber nicht gemeinsam, haben sie all das gestaltet, und zwar aus einem unstillbaren Drang zur Betätigung, um etwas zu schaffen, was zu ihnen gehört. Aus all ihren Geschichten, Gesprächen und Erlebnissen ergibt sich ein kaleidoskopartiges, sehr interessantes Bild von Russland und den Menschen, die jenseits des Polarkreises leben und nicht viel mehr als ihre Träume haben.“ (Gaby Sikorski, programmkino.de)

„Die Garagen erscheinen als Zufluchtsorte. Sie sind die Orte derjenigen, die, allen Widrigkeiten zum Trotz, bleiben wollen: die Garage als Heimat. Was für eine schnoddrig-schöne Metapher.” (Jens Balkenborg, epd-film.de)

Garagenvolk (Гаражане), OmdU
Mi 19.01.

Lieber Thomas

Andreas Kleinert
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Lieber Thomas

Deutschland 2021, 150 min, deutsche Originalfassung

Regie: Andreas Kleinert

Das Leben von Thomas Brasch ist eng mit der Geschichte des 20. Jahrhunderts verknüpft. In der DDR konnte der Künstler nicht bleiben und im Westen wollte er nicht sein. Inspiriert von Braschs Werk erzählt LIEBER THOMAS von den umkämpften Welten im Leben eines radikal Unangepassten: von Braschs Hassliebe zu seinem Vater, von der tiefen Zuneigung zu seinen Geschwistern und seinem ruhelosen Begehren zu den Frauen seines Lebens.

„Als zweieinhalbstündiger Bilderrausch in Schwarzweiß, der zwischen historischer Realität und (alp-) traumhaften Phantasiesequenzen oszilliert; zusammengehalten vom fabelhaften Albrecht Schuch, der sich mit unfassbarer Energie in seine Hauptrolle wirft – buchstäblich in jeder Szene, als gäbe es kein Morgen. Wobei er Brasch nicht nur als Kraftkerl und Poète maudit verkörpert, sondern als einen in jeder Hinsicht maßlosen Menschen, der sich oft selbst im Weg steht.“ (Ingrid Beerbaum, kunstundfilm.de)

Lieber Thomas
Do 20.01.

Charlatan, OmdU

Agnieszka Holland
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Charlatan

Tschechische Republik / Irland / Polen / Slowakische Republik 2020, 118 min,

tschechische Originalfassung mit deutschen UT

Regie: Agnieszka Holland

Basierend auf einer wahren Begebenheit erzählt CHARLATAN vom Leben des tschechischen Heilers Jan Mikolášek, der Hunderte von Menschen mit pflanzlichen Medikamenten heilte. Was als Reise eines jungen Mannes beginnt, der sich für alternative Medizin interessiert, wird bald zum faszinierenden Porträt eines brillanten Genies, dessen Leidenschaft nicht lange unbemerkt bleibt. Mit der Behandlung von Prominenten des Nationalsozialismus und des Kommunismus, die ihm Ruhm und Reichtum einbringen, gerät Mikolášek bald in die Dichotomie von Moral und Grausamkeit, Licht und Dunkelheit, Liebe und Hass. Ein paradoxes Leben, das durch die Liebe zu seinem Assistenten František und durch seine ehemaligen Gönner, die sich plötzlich gegen ihn wenden, auf eine harte Probe gestellt wird…

„… ein ungemein stimmiger, toll ausgestatteter Film mit einer kraftvollen Bildsprache, der es schafft, den Zuschauer glaubhaft in die Zeit des Kalten Krieges der 50er-Jahre zu versetzen. Und: Holland ist und bleibt eine Meisterin der Verbindung unterschiedlicher Handlungsstränge sowie der dramaturgisch sinnvollen Verflechtung der Zeitebenen. Ihr Wechsel zwischen den in der Gegenwarts-handlung verorteten Szenen vor dem Hintergrund der Haft einschließlich des Schauprozesses 1957 und den Sprüngen in die Vergangenheit, erweisen sich als passend, bruchlos und harmonisch.“ (Björn Schneider, programmkino.de)

„Für ihren Film hat Holland sich eher an dem mythischen Ruf, den Mikolášek laut ihr in seinem Heimatland hat, als an historischen Fakten orientiert, aber es sind gerade diese Widersprüche, die den Film interessant machen. Wenn der angebliche Scharlatan seine Urinproben im Sonnenlicht beobachtet, dann sind die Visionen, die er darin hat, für den Moment so wahr wie seine Momente der Ruhe und Liebe mit Palko, in denen er vergisst, dass auch der bekannteste Heiler des Landes nicht alle Patient*innen retten kann.“ (Christian Klose, Indiekino Jan/Feb 2022)

Charlatan, OmdU
Do 20.01.

Eine Nacht in Helsinki (Yö armahtaa / Gracious Night), OmdU

Mika Kaurismäki
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Eine Nacht in Helsinki (Yö armahtaa / Gracious Night)

Finnland 2020, 90 min, finnische Originalfassung mit deutschen UT

Regie: Mika Kaurismäki

Helsinki in einer Nacht während der Pandemie. Die Bars sind geschlossen, es herrscht Ausgangssperre. Aber es sind dennoch Menschen unterwegs und wie es der Zufall will, treffen sie sich in jener geschlossenen Bar, in der Heikki die Tür nicht abgeschlossen hat.

„Während in Deutschland der 1. Mai für die meisten Arbeitnehmer einfach ein willkommener Feiertag ist, der nur noch wenig mit dem ursprünglichen Anlass zu tun hat, ist der Maifeiertag für den durchschnittlichen Finnen ein Festtag. Weniger wegen besonderer Nähe zu den sozialistischen Idealen (auch wenn man das angesichts der geographischen Nähe Finnlands zu Russland annehmen könnte) sondern weil am 1. Mai der Beginn des Frühlings in dem nordeuropäischen Land gefeiert wird. Und wer die Finnen kennt, der weiß, dass jeder Festtag dazu genutzt wird, ausgiebig zu feiern und zu trinken. Wenn so ein Tag also durch die Corona-Pandemie ausfällt, verursacht das nicht nur bei den Besitzern von Bars und Restaurants großen Schmerz, sondern auch bei der Kundschaft.

Mit dieser Ausgangssituation beginnt Mika Kaurismäkis GRACIOUS NIGHT. Nach ein paar Aufnahmen vom normalerweise lebhaften Zentrum Helsinkis, dem Bahnhof, den Fußgängerzonen der Hauptstadt, wechselt das Szenario in die Bar von Heikki, der durch Corona kurz vor dem Ruin steht. Ein letztes, einsames Abendessen und ein gutes Glas Wein will er zu sich nehmen, dann soll die Bar abgebrannt werden. Doch dann steht Risto vor der Tür, ein Stammgast, der als Arzt an vorderster Front der Pandemie arbeitet. Offiziell bewirten darf Heikki Risto zwar nicht, aber ein Glas unter Freunden ist natürlich erlaubt. Bald komplettiert schließlich Juhani das Trio, der unbedingt sein Handy aufladen will, denn er erwartet den Anruf seiner Tochter, die ihr erstes Kind erwartet. (…) GRACIOUS NIGHT ist ein weitestgehend improvisierter Film. Allein die Ausgangssituation war vorgegeben, die Grundzüge der Figuren und Konstellation, der Rest wurde vor Ort, natürlich in einer der diversen Kneipen, die die Kaurismäki-Brüder in Helsinki betreiben, improvisiert. Und dafür muss man sagen sind die Unterhaltungen des Trios erstaunlich dicht und reich an bisweilen philosophischen Tiefen.“ (Michael Meyns, programmkino.de)

Eine Nacht in Helsinki (Yö armahtaa / Gracious Night), OmdU
Fr 21.01.

Garagenvolk (Гаражане), OmdU

Natalija Yefimkina
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Garagenvolk (Гаражане)

D 2020, 95 min, russische Originalfassung mit deutschen UT

Regie: Natalija Yefimkina

Im post-sowjetischen Russland gibt es ein Phänomen abseits von Eisfischen, Matrojschkas und Wodka: Die Garagensiedlung. Von außen unwirtliche Blechhütten bieten sie einer Vielzahl von Russen – vorwiegend Männern ein Refugium. Nach eigenem Gusto und abseits aller Regeln, mit Erfindungskraft und Zähigkeit entstehen auf wenigen Quadratmeter alternative Lebensräume. Schrottsammler Ilja nutzt die Garage als Produktionsstätte, Roman für seine Wachtelzucht, Pavel schnitzt kunstfertig Heiligenfiguren und Viktor hat die seine in jahrzehntelanger Arbeit um vier unterirdische Stockwerke ergänzt. Hier gibt es alles, und alles scheint möglich. Die Garagen sind Ausdruck eines Rückzugs ins Private, eine Flucht vor dem Alltag. Hinter dem Polarkreis, in einer rauen Gegend, in der ein Bergbaukonzern der einzige Arbeitgeber ist, bleibt die Garage die letzte Möglichkeit zur Selbstverwirklichung – und kommt so viel fältig daher, wie die Träume ihrer Besitzer.

„Viele der Persönlichkeiten hier werden im Gedächtnis bleiben: der wackere Viktor, der nicht mehr lange zu leben hat, die Mitglieder der Rockband, die sich trennt, weil eigentlich alle hier wegwollen, oder der Wachtelzüchter Roman, der von einer Partnerin träumt. Manchmal wirkt die ganze Szenerie wie eine Theaterkulisse mit inszenierten Tableaus. Dann sehen die Garagen von Weitem aus wie merkwürdig dekorierte Puppenstuben. Jede stellt eine eigene kleine Welt dar, eine wahr gewordene Zukunftsvision. Zusammen bilden sie lauter kleine, isolierte Waben eines großen Ganzen, jede steht für einen einzelnen Menschen. Zusammen, aber nicht gemeinsam, haben sie all das gestaltet, und zwar aus einem unstillbaren Drang zur Betätigung, um etwas zu schaffen, was zu ihnen gehört. Aus all ihren Geschichten, Gesprächen und Erlebnissen ergibt sich ein kaleidoskopartiges, sehr interessantes Bild von Russland und den Menschen, die jenseits des Polarkreises leben und nicht viel mehr als ihre Träume haben.“ (Gaby Sikorski, programmkino.de)

„Die Garagen erscheinen als Zufluchtsorte. Sie sind die Orte derjenigen, die, allen Widrigkeiten zum Trotz, bleiben wollen: die Garage als Heimat. Was für eine schnoddrig-schöne Metapher.” (Jens Balkenborg, epd-film.de)

Fr 21.01.

Eine Nacht in Helsinki (Yö armahtaa / Gracious Night), OmdU

Mika Kaurismäki
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Eine Nacht in Helsinki (Yö armahtaa / Gracious Night)

Finnland 2020, 90 min, finnische Originalfassung mit deutschen UT

Regie: Mika Kaurismäki

Helsinki in einer Nacht während der Pandemie. Die Bars sind geschlossen, es herrscht Ausgangssperre. Aber es sind dennoch Menschen unterwegs und wie es der Zufall will, treffen sie sich in jener geschlossenen Bar, in der Heikki die Tür nicht abgeschlossen hat.

„Während in Deutschland der 1. Mai für die meisten Arbeitnehmer einfach ein willkommener Feiertag ist, der nur noch wenig mit dem ursprünglichen Anlass zu tun hat, ist der Maifeiertag für den durchschnittlichen Finnen ein Festtag. Weniger wegen besonderer Nähe zu den sozialistischen Idealen (auch wenn man das angesichts der geographischen Nähe Finnlands zu Russland annehmen könnte) sondern weil am 1. Mai der Beginn des Frühlings in dem nordeuropäischen Land gefeiert wird. Und wer die Finnen kennt, der weiß, dass jeder Festtag dazu genutzt wird, ausgiebig zu feiern und zu trinken. Wenn so ein Tag also durch die Corona-Pandemie ausfällt, verursacht das nicht nur bei den Besitzern von Bars und Restaurants großen Schmerz, sondern auch bei der Kundschaft.

Mit dieser Ausgangssituation beginnt Mika Kaurismäkis GRACIOUS NIGHT. Nach ein paar Aufnahmen vom normalerweise lebhaften Zentrum Helsinkis, dem Bahnhof, den Fußgängerzonen der Hauptstadt, wechselt das Szenario in die Bar von Heikki, der durch Corona kurz vor dem Ruin steht. Ein letztes, einsames Abendessen und ein gutes Glas Wein will er zu sich nehmen, dann soll die Bar abgebrannt werden. Doch dann steht Risto vor der Tür, ein Stammgast, der als Arzt an vorderster Front der Pandemie arbeitet. Offiziell bewirten darf Heikki Risto zwar nicht, aber ein Glas unter Freunden ist natürlich erlaubt. Bald komplettiert schließlich Juhani das Trio, der unbedingt sein Handy aufladen will, denn er erwartet den Anruf seiner Tochter, die ihr erstes Kind erwartet. (…) GRACIOUS NIGHT ist ein weitestgehend improvisierter Film. Allein die Ausgangssituation war vorgegeben, die Grundzüge der Figuren und Konstellation, der Rest wurde vor Ort, natürlich in einer der diversen Kneipen, die die Kaurismäki-Brüder in Helsinki betreiben, improvisiert. Und dafür muss man sagen sind die Unterhaltungen des Trios erstaunlich dicht und reich an bisweilen philosophischen Tiefen.“ (Michael Meyns, programmkino.de)

Fr 21.01.

Charlatan, OmdU

Agnieszka Holland
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Charlatan

Tschechische Republik / Irland / Polen / Slowakische Republik 2020, 118 min,

tschechische Originalfassung mit deutschen UT

Regie: Agnieszka Holland

Basierend auf einer wahren Begebenheit erzählt CHARLATAN vom Leben des tschechischen Heilers Jan Mikolášek, der Hunderte von Menschen mit pflanzlichen Medikamenten heilte. Was als Reise eines jungen Mannes beginnt, der sich für alternative Medizin interessiert, wird bald zum faszinierenden Porträt eines brillanten Genies, dessen Leidenschaft nicht lange unbemerkt bleibt. Mit der Behandlung von Prominenten des Nationalsozialismus und des Kommunismus, die ihm Ruhm und Reichtum einbringen, gerät Mikolášek bald in die Dichotomie von Moral und Grausamkeit, Licht und Dunkelheit, Liebe und Hass. Ein paradoxes Leben, das durch die Liebe zu seinem Assistenten František und durch seine ehemaligen Gönner, die sich plötzlich gegen ihn wenden, auf eine harte Probe gestellt wird…

„… ein ungemein stimmiger, toll ausgestatteter Film mit einer kraftvollen Bildsprache, der es schafft, den Zuschauer glaubhaft in die Zeit des Kalten Krieges der 50er-Jahre zu versetzen. Und: Holland ist und bleibt eine Meisterin der Verbindung unterschiedlicher Handlungsstränge sowie der dramaturgisch sinnvollen Verflechtung der Zeitebenen. Ihr Wechsel zwischen den in der Gegenwarts-handlung verorteten Szenen vor dem Hintergrund der Haft einschließlich des Schauprozesses 1957 und den Sprüngen in die Vergangenheit, erweisen sich als passend, bruchlos und harmonisch.“ (Björn Schneider, programmkino.de)

„Für ihren Film hat Holland sich eher an dem mythischen Ruf, den Mikolášek laut ihr in seinem Heimatland hat, als an historischen Fakten orientiert, aber es sind gerade diese Widersprüche, die den Film interessant machen. Wenn der angebliche Scharlatan seine Urinproben im Sonnenlicht beobachtet, dann sind die Visionen, die er darin hat, für den Moment so wahr wie seine Momente der Ruhe und Liebe mit Palko, in denen er vergisst, dass auch der bekannteste Heiler des Landes nicht alle Patient*innen retten kann.“ (Christian Klose, Indiekino Jan/Feb 2022)

Sa 22.01.

Charlatan, OmdU

Agnieszka Holland
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Charlatan

Tschechische Republik / Irland / Polen / Slowakische Republik 2020, 118 min,

tschechische Originalfassung mit deutschen UT

Regie: Agnieszka Holland

Basierend auf einer wahren Begebenheit erzählt CHARLATAN vom Leben des tschechischen Heilers Jan Mikolášek, der Hunderte von Menschen mit pflanzlichen Medikamenten heilte. Was als Reise eines jungen Mannes beginnt, der sich für alternative Medizin interessiert, wird bald zum faszinierenden Porträt eines brillanten Genies, dessen Leidenschaft nicht lange unbemerkt bleibt. Mit der Behandlung von Prominenten des Nationalsozialismus und des Kommunismus, die ihm Ruhm und Reichtum einbringen, gerät Mikolášek bald in die Dichotomie von Moral und Grausamkeit, Licht und Dunkelheit, Liebe und Hass. Ein paradoxes Leben, das durch die Liebe zu seinem Assistenten František und durch seine ehemaligen Gönner, die sich plötzlich gegen ihn wenden, auf eine harte Probe gestellt wird…

„… ein ungemein stimmiger, toll ausgestatteter Film mit einer kraftvollen Bildsprache, der es schafft, den Zuschauer glaubhaft in die Zeit des Kalten Krieges der 50er-Jahre zu versetzen. Und: Holland ist und bleibt eine Meisterin der Verbindung unterschiedlicher Handlungsstränge sowie der dramaturgisch sinnvollen Verflechtung der Zeitebenen. Ihr Wechsel zwischen den in der Gegenwarts-handlung verorteten Szenen vor dem Hintergrund der Haft einschließlich des Schauprozesses 1957 und den Sprüngen in die Vergangenheit, erweisen sich als passend, bruchlos und harmonisch.“ (Björn Schneider, programmkino.de)

„Für ihren Film hat Holland sich eher an dem mythischen Ruf, den Mikolášek laut ihr in seinem Heimatland hat, als an historischen Fakten orientiert, aber es sind gerade diese Widersprüche, die den Film interessant machen. Wenn der angebliche Scharlatan seine Urinproben im Sonnenlicht beobachtet, dann sind die Visionen, die er darin hat, für den Moment so wahr wie seine Momente der Ruhe und Liebe mit Palko, in denen er vergisst, dass auch der bekannteste Heiler des Landes nicht alle Patient*innen retten kann.“ (Christian Klose, Indiekino Jan/Feb 2022)

Sa 22.01.

Eine Nacht in Helsinki (Yö armahtaa / Gracious Night), OmdU

Mika Kaurismäki
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Eine Nacht in Helsinki (Yö armahtaa / Gracious Night)

Finnland 2020, 90 min, finnische Originalfassung mit deutschen UT

Regie: Mika Kaurismäki

Helsinki in einer Nacht während der Pandemie. Die Bars sind geschlossen, es herrscht Ausgangssperre. Aber es sind dennoch Menschen unterwegs und wie es der Zufall will, treffen sie sich in jener geschlossenen Bar, in der Heikki die Tür nicht abgeschlossen hat.

„Während in Deutschland der 1. Mai für die meisten Arbeitnehmer einfach ein willkommener Feiertag ist, der nur noch wenig mit dem ursprünglichen Anlass zu tun hat, ist der Maifeiertag für den durchschnittlichen Finnen ein Festtag. Weniger wegen besonderer Nähe zu den sozialistischen Idealen (auch wenn man das angesichts der geographischen Nähe Finnlands zu Russland annehmen könnte) sondern weil am 1. Mai der Beginn des Frühlings in dem nordeuropäischen Land gefeiert wird. Und wer die Finnen kennt, der weiß, dass jeder Festtag dazu genutzt wird, ausgiebig zu feiern und zu trinken. Wenn so ein Tag also durch die Corona-Pandemie ausfällt, verursacht das nicht nur bei den Besitzern von Bars und Restaurants großen Schmerz, sondern auch bei der Kundschaft.

Mit dieser Ausgangssituation beginnt Mika Kaurismäkis GRACIOUS NIGHT. Nach ein paar Aufnahmen vom normalerweise lebhaften Zentrum Helsinkis, dem Bahnhof, den Fußgängerzonen der Hauptstadt, wechselt das Szenario in die Bar von Heikki, der durch Corona kurz vor dem Ruin steht. Ein letztes, einsames Abendessen und ein gutes Glas Wein will er zu sich nehmen, dann soll die Bar abgebrannt werden. Doch dann steht Risto vor der Tür, ein Stammgast, der als Arzt an vorderster Front der Pandemie arbeitet. Offiziell bewirten darf Heikki Risto zwar nicht, aber ein Glas unter Freunden ist natürlich erlaubt. Bald komplettiert schließlich Juhani das Trio, der unbedingt sein Handy aufladen will, denn er erwartet den Anruf seiner Tochter, die ihr erstes Kind erwartet. (…) GRACIOUS NIGHT ist ein weitestgehend improvisierter Film. Allein die Ausgangssituation war vorgegeben, die Grundzüge der Figuren und Konstellation, der Rest wurde vor Ort, natürlich in einer der diversen Kneipen, die die Kaurismäki-Brüder in Helsinki betreiben, improvisiert. Und dafür muss man sagen sind die Unterhaltungen des Trios erstaunlich dicht und reich an bisweilen philosophischen Tiefen.“ (Michael Meyns, programmkino.de)

Sa 22.01.

18. NEISSE FilmFestival zu Gast: Rivale, OmdU in Anwesenheit des Regisseurs Marcus Lenz

Marcus Lenz
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  1. NEISSE FILMFESTIVAL_NISA FILM FESTIVAL_NYSKI FESTIWAL FILMOWY

Rivale                                               

NFF 21, Bestes Drehbuch

Deutschland 2020, 89 min, OmdU

zu Gast: Regisseur Marcus Lenz

Regie: Marcus Lenz

Nach dem Tod der Großmutter verlässt der 9-jährige Roman sein ukrainisches Dorf um seine Mutter Oksana zu suchen, die in Deutschland illegal als Pflegerin arbeitet. Er findet sie, inzwischen liiert mit ihrem Arbeitgeber, dem 62-jährigen Witwer Gerd. Eifersüchtig kämpft Roman mit allen Mitteln um ihre Aufmerksamkeit. Als Oksana schwer erkrankt und ohne Versicherung ins Krankenhaus muss, bleibt Roman allein mit seinem vermeintlichen Rivalen. Der unwiderstehlich emotionale Film von Marcus Lenz erhielt den Förderpreis Neues Deutsches Kino bei den Hofer Filmtagen. (NFF 2021)

„Der Neiße-Fisch für das beste Drehbuch, gestiftet vom Liberecký kraj, ging an Lars Hubrich und Regisseur Marcus Lenz für den deutschen Beitrag RIVALE. Die Jury honorierte damit ‚… einem mutig geschriebenen Film über einen Jungen aus der vom Krieg zerrissenen Ukraine, der sich anpassen muss und seinen neuen Platz in den unerwarteten Umständen in Deutschland findet. Die Autoren gehen ein Risiko ein, indem sie ein kompliziertes Universum aufbauen, in dem der Junge als Kämpfer agieren und nicht nur ein weiteres Opfer sein kann. Seine Geschichte, verwoben mit den Geschichten seiner Mutter und ihrer Geliebten, bietet nicht nur fesselnde Intrigen, sondern auch ein sehr interessantes Porträt eines mutigen Jungen, das Licht und Schatten einer süchtig machenden Liebe zeigt.‘“

 

 

Eine Veranstaltung in Zusammenarbeit mit:

 

http://www.neissefilmfestival.de

 

 

18. NEISSE FilmFestival zu Gast: Rivale, OmdU in Anwesenheit des Regisseurs Marcus Lenz
So 23.01.

Charlatan, OmdU

Agnieszka Holland
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Charlatan

Tschechische Republik / Irland / Polen / Slowakische Republik 2020, 118 min,

tschechische Originalfassung mit deutschen UT

Regie: Agnieszka Holland

Basierend auf einer wahren Begebenheit erzählt CHARLATAN vom Leben des tschechischen Heilers Jan Mikolášek, der Hunderte von Menschen mit pflanzlichen Medikamenten heilte. Was als Reise eines jungen Mannes beginnt, der sich für alternative Medizin interessiert, wird bald zum faszinierenden Porträt eines brillanten Genies, dessen Leidenschaft nicht lange unbemerkt bleibt. Mit der Behandlung von Prominenten des Nationalsozialismus und des Kommunismus, die ihm Ruhm und Reichtum einbringen, gerät Mikolášek bald in die Dichotomie von Moral und Grausamkeit, Licht und Dunkelheit, Liebe und Hass. Ein paradoxes Leben, das durch die Liebe zu seinem Assistenten František und durch seine ehemaligen Gönner, die sich plötzlich gegen ihn wenden, auf eine harte Probe gestellt wird…

„… ein ungemein stimmiger, toll ausgestatteter Film mit einer kraftvollen Bildsprache, der es schafft, den Zuschauer glaubhaft in die Zeit des Kalten Krieges der 50er-Jahre zu versetzen. Und: Holland ist und bleibt eine Meisterin der Verbindung unterschiedlicher Handlungsstränge sowie der dramaturgisch sinnvollen Verflechtung der Zeitebenen. Ihr Wechsel zwischen den in der Gegenwarts-handlung verorteten Szenen vor dem Hintergrund der Haft einschließlich des Schauprozesses 1957 und den Sprüngen in die Vergangenheit, erweisen sich als passend, bruchlos und harmonisch.“ (Björn Schneider, programmkino.de)

„Für ihren Film hat Holland sich eher an dem mythischen Ruf, den Mikolášek laut ihr in seinem Heimatland hat, als an historischen Fakten orientiert, aber es sind gerade diese Widersprüche, die den Film interessant machen. Wenn der angebliche Scharlatan seine Urinproben im Sonnenlicht beobachtet, dann sind die Visionen, die er darin hat, für den Moment so wahr wie seine Momente der Ruhe und Liebe mit Palko, in denen er vergisst, dass auch der bekannteste Heiler des Landes nicht alle Patient*innen retten kann.“ (Christian Klose, Indiekino Jan/Feb 2022)

So 23.01.

Eine Nacht in Helsinki (Yö armahtaa / Gracious Night), OmdU

Mika Kaurismäki
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Eine Nacht in Helsinki (Yö armahtaa / Gracious Night)

Finnland 2020, 90 min, finnische Originalfassung mit deutschen UT

Regie: Mika Kaurismäki

Helsinki in einer Nacht während der Pandemie. Die Bars sind geschlossen, es herrscht Ausgangssperre. Aber es sind dennoch Menschen unterwegs und wie es der Zufall will, treffen sie sich in jener geschlossenen Bar, in der Heikki die Tür nicht abgeschlossen hat.

„Während in Deutschland der 1. Mai für die meisten Arbeitnehmer einfach ein willkommener Feiertag ist, der nur noch wenig mit dem ursprünglichen Anlass zu tun hat, ist der Maifeiertag für den durchschnittlichen Finnen ein Festtag. Weniger wegen besonderer Nähe zu den sozialistischen Idealen (auch wenn man das angesichts der geographischen Nähe Finnlands zu Russland annehmen könnte) sondern weil am 1. Mai der Beginn des Frühlings in dem nordeuropäischen Land gefeiert wird. Und wer die Finnen kennt, der weiß, dass jeder Festtag dazu genutzt wird, ausgiebig zu feiern und zu trinken. Wenn so ein Tag also durch die Corona-Pandemie ausfällt, verursacht das nicht nur bei den Besitzern von Bars und Restaurants großen Schmerz, sondern auch bei der Kundschaft.

Mit dieser Ausgangssituation beginnt Mika Kaurismäkis GRACIOUS NIGHT. Nach ein paar Aufnahmen vom normalerweise lebhaften Zentrum Helsinkis, dem Bahnhof, den Fußgängerzonen der Hauptstadt, wechselt das Szenario in die Bar von Heikki, der durch Corona kurz vor dem Ruin steht. Ein letztes, einsames Abendessen und ein gutes Glas Wein will er zu sich nehmen, dann soll die Bar abgebrannt werden. Doch dann steht Risto vor der Tür, ein Stammgast, der als Arzt an vorderster Front der Pandemie arbeitet. Offiziell bewirten darf Heikki Risto zwar nicht, aber ein Glas unter Freunden ist natürlich erlaubt. Bald komplettiert schließlich Juhani das Trio, der unbedingt sein Handy aufladen will, denn er erwartet den Anruf seiner Tochter, die ihr erstes Kind erwartet. (…) GRACIOUS NIGHT ist ein weitestgehend improvisierter Film. Allein die Ausgangssituation war vorgegeben, die Grundzüge der Figuren und Konstellation, der Rest wurde vor Ort, natürlich in einer der diversen Kneipen, die die Kaurismäki-Brüder in Helsinki betreiben, improvisiert. Und dafür muss man sagen sind die Unterhaltungen des Trios erstaunlich dicht und reich an bisweilen philosophischen Tiefen.“ (Michael Meyns, programmkino.de)

Eine Nacht in Helsinki (Yö armahtaa / Gracious Night), OmdU
Mo 24.01.

Charlatan, OmdU

Agnieszka Holland
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Charlatan

Tschechische Republik / Irland / Polen / Slowakische Republik 2020, 118 min,

tschechische Originalfassung mit deutschen UT

Regie: Agnieszka Holland

Basierend auf einer wahren Begebenheit erzählt CHARLATAN vom Leben des tschechischen Heilers Jan Mikolášek, der Hunderte von Menschen mit pflanzlichen Medikamenten heilte. Was als Reise eines jungen Mannes beginnt, der sich für alternative Medizin interessiert, wird bald zum faszinierenden Porträt eines brillanten Genies, dessen Leidenschaft nicht lange unbemerkt bleibt. Mit der Behandlung von Prominenten des Nationalsozialismus und des Kommunismus, die ihm Ruhm und Reichtum einbringen, gerät Mikolášek bald in die Dichotomie von Moral und Grausamkeit, Licht und Dunkelheit, Liebe und Hass. Ein paradoxes Leben, das durch die Liebe zu seinem Assistenten František und durch seine ehemaligen Gönner, die sich plötzlich gegen ihn wenden, auf eine harte Probe gestellt wird…

„… ein ungemein stimmiger, toll ausgestatteter Film mit einer kraftvollen Bildsprache, der es schafft, den Zuschauer glaubhaft in die Zeit des Kalten Krieges der 50er-Jahre zu versetzen. Und: Holland ist und bleibt eine Meisterin der Verbindung unterschiedlicher Handlungsstränge sowie der dramaturgisch sinnvollen Verflechtung der Zeitebenen. Ihr Wechsel zwischen den in der Gegenwarts-handlung verorteten Szenen vor dem Hintergrund der Haft einschließlich des Schauprozesses 1957 und den Sprüngen in die Vergangenheit, erweisen sich als passend, bruchlos und harmonisch.“ (Björn Schneider, programmkino.de)

„Für ihren Film hat Holland sich eher an dem mythischen Ruf, den Mikolášek laut ihr in seinem Heimatland hat, als an historischen Fakten orientiert, aber es sind gerade diese Widersprüche, die den Film interessant machen. Wenn der angebliche Scharlatan seine Urinproben im Sonnenlicht beobachtet, dann sind die Visionen, die er darin hat, für den Moment so wahr wie seine Momente der Ruhe und Liebe mit Palko, in denen er vergisst, dass auch der bekannteste Heiler des Landes nicht alle Patient*innen retten kann.“ (Christian Klose, Indiekino Jan/Feb 2022)

Mo 24.01.

Eine Nacht in Helsinki (Yö armahtaa / Gracious Night), OmdU

Mika Kaurismäki
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Eine Nacht in Helsinki (Yö armahtaa / Gracious Night)

Finnland 2020, 90 min, finnische Originalfassung mit deutschen UT

Regie: Mika Kaurismäki

Helsinki in einer Nacht während der Pandemie. Die Bars sind geschlossen, es herrscht Ausgangssperre. Aber es sind dennoch Menschen unterwegs und wie es der Zufall will, treffen sie sich in jener geschlossenen Bar, in der Heikki die Tür nicht abgeschlossen hat.

„Während in Deutschland der 1. Mai für die meisten Arbeitnehmer einfach ein willkommener Feiertag ist, der nur noch wenig mit dem ursprünglichen Anlass zu tun hat, ist der Maifeiertag für den durchschnittlichen Finnen ein Festtag. Weniger wegen besonderer Nähe zu den sozialistischen Idealen (auch wenn man das angesichts der geographischen Nähe Finnlands zu Russland annehmen könnte) sondern weil am 1. Mai der Beginn des Frühlings in dem nordeuropäischen Land gefeiert wird. Und wer die Finnen kennt, der weiß, dass jeder Festtag dazu genutzt wird, ausgiebig zu feiern und zu trinken. Wenn so ein Tag also durch die Corona-Pandemie ausfällt, verursacht das nicht nur bei den Besitzern von Bars und Restaurants großen Schmerz, sondern auch bei der Kundschaft.

Mit dieser Ausgangssituation beginnt Mika Kaurismäkis GRACIOUS NIGHT. Nach ein paar Aufnahmen vom normalerweise lebhaften Zentrum Helsinkis, dem Bahnhof, den Fußgängerzonen der Hauptstadt, wechselt das Szenario in die Bar von Heikki, der durch Corona kurz vor dem Ruin steht. Ein letztes, einsames Abendessen und ein gutes Glas Wein will er zu sich nehmen, dann soll die Bar abgebrannt werden. Doch dann steht Risto vor der Tür, ein Stammgast, der als Arzt an vorderster Front der Pandemie arbeitet. Offiziell bewirten darf Heikki Risto zwar nicht, aber ein Glas unter Freunden ist natürlich erlaubt. Bald komplettiert schließlich Juhani das Trio, der unbedingt sein Handy aufladen will, denn er erwartet den Anruf seiner Tochter, die ihr erstes Kind erwartet. (…) GRACIOUS NIGHT ist ein weitestgehend improvisierter Film. Allein die Ausgangssituation war vorgegeben, die Grundzüge der Figuren und Konstellation, der Rest wurde vor Ort, natürlich in einer der diversen Kneipen, die die Kaurismäki-Brüder in Helsinki betreiben, improvisiert. Und dafür muss man sagen sind die Unterhaltungen des Trios erstaunlich dicht und reich an bisweilen philosophischen Tiefen.“ (Michael Meyns, programmkino.de)

Eine Nacht in Helsinki (Yö armahtaa / Gracious Night), OmdU
Di 25.01.

Die Zähmung der Bäume / Timing The Garden მოთვინიერება, OmdU

Salomé Jashi
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Die Zähmung der Bäume / Timing The Garden მოთვინიერება

CH/ D / Georgien 2021, 91 min, georgische Originalfassung mit deutschen UT

Regie: Salomé Jashi

In Georgien war das surreale Bild von Bäumen, die auf Plattformen oder Barken durch das Land transportiert wurden allgegenwärtiges Thema. Die Filmemacherin Salomé Jashi nahm es zum Anlass für ihren Film DIE ZÄHMUNG DER BÄUME. Ohne Kommentar, ohne direkte Interviews, ohne auch die Position des Milliardärs zu erklären oder zu hinterfragen, beobachtet sie das Geschehen, mit distanziertem, fast kühl anmutendem Blick. Erstaunlich viele Bewohner der Dörfer, aus denen die Bäume geholt werden, äußern sich vor der Kamera, manche kritisieren und bedauern den Verkauf, der auch wie ein Verkauf der eigenen Geschichte scheint. Andere freuen sich über das bisschen Geld, das sie durch den Verkauf verdienen, über die Straßen, die ihren abgelegenen Dörfern ein bisschen an die Gegenwart des Landes anschließen sollen. Welche Zerstörung mit dem Umsetzen der Bäume verbunden ist, bleibt da kaum mehr als Nebensache, für Geld ist eben so gut wie alles zu bekommen. (…) Unterlegt mit georgischen Chorälen lässt Jashi auch hier die Bilder für sich sprechen. Bilder, die von einer seltsamen Episode der georgischen Gegenwart erzählen, in der sich die politische, soziale Realität des Landes spiegelt. (Michael Meyns, programmkino.de)

Die Zähmung der Bäume / Timing The Garden მოთვინიერება, OmdU
Di 25.01.

Eine Nacht in Helsinki (Yö armahtaa / Gracious Night), OmdU

Mika Kaurismäki
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Eine Nacht in Helsinki (Yö armahtaa / Gracious Night)

Finnland 2020, 90 min, finnische Originalfassung mit deutschen UT

Regie: Mika Kaurismäki

Helsinki in einer Nacht während der Pandemie. Die Bars sind geschlossen, es herrscht Ausgangssperre. Aber es sind dennoch Menschen unterwegs und wie es der Zufall will, treffen sie sich in jener geschlossenen Bar, in der Heikki die Tür nicht abgeschlossen hat.

„Während in Deutschland der 1. Mai für die meisten Arbeitnehmer einfach ein willkommener Feiertag ist, der nur noch wenig mit dem ursprünglichen Anlass zu tun hat, ist der Maifeiertag für den durchschnittlichen Finnen ein Festtag. Weniger wegen besonderer Nähe zu den sozialistischen Idealen (auch wenn man das angesichts der geographischen Nähe Finnlands zu Russland annehmen könnte) sondern weil am 1. Mai der Beginn des Frühlings in dem nordeuropäischen Land gefeiert wird. Und wer die Finnen kennt, der weiß, dass jeder Festtag dazu genutzt wird, ausgiebig zu feiern und zu trinken. Wenn so ein Tag also durch die Corona-Pandemie ausfällt, verursacht das nicht nur bei den Besitzern von Bars und Restaurants großen Schmerz, sondern auch bei der Kundschaft.

Mit dieser Ausgangssituation beginnt Mika Kaurismäkis GRACIOUS NIGHT. Nach ein paar Aufnahmen vom normalerweise lebhaften Zentrum Helsinkis, dem Bahnhof, den Fußgängerzonen der Hauptstadt, wechselt das Szenario in die Bar von Heikki, der durch Corona kurz vor dem Ruin steht. Ein letztes, einsames Abendessen und ein gutes Glas Wein will er zu sich nehmen, dann soll die Bar abgebrannt werden. Doch dann steht Risto vor der Tür, ein Stammgast, der als Arzt an vorderster Front der Pandemie arbeitet. Offiziell bewirten darf Heikki Risto zwar nicht, aber ein Glas unter Freunden ist natürlich erlaubt. Bald komplettiert schließlich Juhani das Trio, der unbedingt sein Handy aufladen will, denn er erwartet den Anruf seiner Tochter, die ihr erstes Kind erwartet. (…) GRACIOUS NIGHT ist ein weitestgehend improvisierter Film. Allein die Ausgangssituation war vorgegeben, die Grundzüge der Figuren und Konstellation, der Rest wurde vor Ort, natürlich in einer der diversen Kneipen, die die Kaurismäki-Brüder in Helsinki betreiben, improvisiert. Und dafür muss man sagen sind die Unterhaltungen des Trios erstaunlich dicht und reich an bisweilen philosophischen Tiefen.“ (Michael Meyns, programmkino.de)

Eine Nacht in Helsinki (Yö armahtaa / Gracious Night), OmdU
Di 25.01.

Charlatan, OmdU

Agnieszka Holland
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Charlatan

Tschechische Republik / Irland / Polen / Slowakische Republik 2020, 118 min,

tschechische Originalfassung mit deutschen UT

Regie: Agnieszka Holland

Basierend auf einer wahren Begebenheit erzählt CHARLATAN vom Leben des tschechischen Heilers Jan Mikolášek, der Hunderte von Menschen mit pflanzlichen Medikamenten heilte. Was als Reise eines jungen Mannes beginnt, der sich für alternative Medizin interessiert, wird bald zum faszinierenden Porträt eines brillanten Genies, dessen Leidenschaft nicht lange unbemerkt bleibt. Mit der Behandlung von Prominenten des Nationalsozialismus und des Kommunismus, die ihm Ruhm und Reichtum einbringen, gerät Mikolášek bald in die Dichotomie von Moral und Grausamkeit, Licht und Dunkelheit, Liebe und Hass. Ein paradoxes Leben, das durch die Liebe zu seinem Assistenten František und durch seine ehemaligen Gönner, die sich plötzlich gegen ihn wenden, auf eine harte Probe gestellt wird…

„… ein ungemein stimmiger, toll ausgestatteter Film mit einer kraftvollen Bildsprache, der es schafft, den Zuschauer glaubhaft in die Zeit des Kalten Krieges der 50er-Jahre zu versetzen. Und: Holland ist und bleibt eine Meisterin der Verbindung unterschiedlicher Handlungsstränge sowie der dramaturgisch sinnvollen Verflechtung der Zeitebenen. Ihr Wechsel zwischen den in der Gegenwarts-handlung verorteten Szenen vor dem Hintergrund der Haft einschließlich des Schauprozesses 1957 und den Sprüngen in die Vergangenheit, erweisen sich als passend, bruchlos und harmonisch.“ (Björn Schneider, programmkino.de)

„Für ihren Film hat Holland sich eher an dem mythischen Ruf, den Mikolášek laut ihr in seinem Heimatland hat, als an historischen Fakten orientiert, aber es sind gerade diese Widersprüche, die den Film interessant machen. Wenn der angebliche Scharlatan seine Urinproben im Sonnenlicht beobachtet, dann sind die Visionen, die er darin hat, für den Moment so wahr wie seine Momente der Ruhe und Liebe mit Palko, in denen er vergisst, dass auch der bekannteste Heiler des Landes nicht alle Patient*innen retten kann.“ (Christian Klose, Indiekino Jan/Feb 2022)

Charlatan, OmdU
Mi 26.01.

Die Zähmung der Bäume / Timing The Garden მოთვინიერება, OmdU

Salomé Jashi
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Die Zähmung der Bäume / Timing The Garden მოთვინიერება

CH/ D / Georgien 2021, 91 min, georgische Originalfassung mit deutschen UT

Regie: Salomé Jashi

In Georgien war das surreale Bild von Bäumen, die auf Plattformen oder Barken durch das Land transportiert wurden allgegenwärtiges Thema. Die Filmemacherin Salomé Jashi nahm es zum Anlass für ihren Film DIE ZÄHMUNG DER BÄUME. Ohne Kommentar, ohne direkte Interviews, ohne auch die Position des Milliardärs zu erklären oder zu hinterfragen, beobachtet sie das Geschehen, mit distanziertem, fast kühl anmutendem Blick. Erstaunlich viele Bewohner der Dörfer, aus denen die Bäume geholt werden, äußern sich vor der Kamera, manche kritisieren und bedauern den Verkauf, der auch wie ein Verkauf der eigenen Geschichte scheint. Andere freuen sich über das bisschen Geld, das sie durch den Verkauf verdienen, über die Straßen, die ihren abgelegenen Dörfern ein bisschen an die Gegenwart des Landes anschließen sollen. Welche Zerstörung mit dem Umsetzen der Bäume verbunden ist, bleibt da kaum mehr als Nebensache, für Geld ist eben so gut wie alles zu bekommen. (…) Unterlegt mit georgischen Chorälen lässt Jashi auch hier die Bilder für sich sprechen. Bilder, die von einer seltsamen Episode der georgischen Gegenwart erzählen, in der sich die politische, soziale Realität des Landes spiegelt. (Michael Meyns, programmkino.de)

Mi 26.01.

Eine Nacht in Helsinki (Yö armahtaa / Gracious Night), OmdU

Mika Kaurismäki
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Eine Nacht in Helsinki (Yö armahtaa / Gracious Night)

Finnland 2020, 90 min, finnische Originalfassung mit deutschen UT

Regie: Mika Kaurismäki

Helsinki in einer Nacht während der Pandemie. Die Bars sind geschlossen, es herrscht Ausgangssperre. Aber es sind dennoch Menschen unterwegs und wie es der Zufall will, treffen sie sich in jener geschlossenen Bar, in der Heikki die Tür nicht abgeschlossen hat.

„Während in Deutschland der 1. Mai für die meisten Arbeitnehmer einfach ein willkommener Feiertag ist, der nur noch wenig mit dem ursprünglichen Anlass zu tun hat, ist der Maifeiertag für den durchschnittlichen Finnen ein Festtag. Weniger wegen besonderer Nähe zu den sozialistischen Idealen (auch wenn man das angesichts der geographischen Nähe Finnlands zu Russland annehmen könnte) sondern weil am 1. Mai der Beginn des Frühlings in dem nordeuropäischen Land gefeiert wird. Und wer die Finnen kennt, der weiß, dass jeder Festtag dazu genutzt wird, ausgiebig zu feiern und zu trinken. Wenn so ein Tag also durch die Corona-Pandemie ausfällt, verursacht das nicht nur bei den Besitzern von Bars und Restaurants großen Schmerz, sondern auch bei der Kundschaft.

Mit dieser Ausgangssituation beginnt Mika Kaurismäkis GRACIOUS NIGHT. Nach ein paar Aufnahmen vom normalerweise lebhaften Zentrum Helsinkis, dem Bahnhof, den Fußgängerzonen der Hauptstadt, wechselt das Szenario in die Bar von Heikki, der durch Corona kurz vor dem Ruin steht. Ein letztes, einsames Abendessen und ein gutes Glas Wein will er zu sich nehmen, dann soll die Bar abgebrannt werden. Doch dann steht Risto vor der Tür, ein Stammgast, der als Arzt an vorderster Front der Pandemie arbeitet. Offiziell bewirten darf Heikki Risto zwar nicht, aber ein Glas unter Freunden ist natürlich erlaubt. Bald komplettiert schließlich Juhani das Trio, der unbedingt sein Handy aufladen will, denn er erwartet den Anruf seiner Tochter, die ihr erstes Kind erwartet. (…) GRACIOUS NIGHT ist ein weitestgehend improvisierter Film. Allein die Ausgangssituation war vorgegeben, die Grundzüge der Figuren und Konstellation, der Rest wurde vor Ort, natürlich in einer der diversen Kneipen, die die Kaurismäki-Brüder in Helsinki betreiben, improvisiert. Und dafür muss man sagen sind die Unterhaltungen des Trios erstaunlich dicht und reich an bisweilen philosophischen Tiefen.“ (Michael Meyns, programmkino.de)

Mi 26.01.

Charlatan, OmdU

Agnieszka Holland
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Charlatan

Tschechische Republik / Irland / Polen / Slowakische Republik 2020, 118 min,

tschechische Originalfassung mit deutschen UT

Regie: Agnieszka Holland

Basierend auf einer wahren Begebenheit erzählt CHARLATAN vom Leben des tschechischen Heilers Jan Mikolášek, der Hunderte von Menschen mit pflanzlichen Medikamenten heilte. Was als Reise eines jungen Mannes beginnt, der sich für alternative Medizin interessiert, wird bald zum faszinierenden Porträt eines brillanten Genies, dessen Leidenschaft nicht lange unbemerkt bleibt. Mit der Behandlung von Prominenten des Nationalsozialismus und des Kommunismus, die ihm Ruhm und Reichtum einbringen, gerät Mikolášek bald in die Dichotomie von Moral und Grausamkeit, Licht und Dunkelheit, Liebe und Hass. Ein paradoxes Leben, das durch die Liebe zu seinem Assistenten František und durch seine ehemaligen Gönner, die sich plötzlich gegen ihn wenden, auf eine harte Probe gestellt wird…

„… ein ungemein stimmiger, toll ausgestatteter Film mit einer kraftvollen Bildsprache, der es schafft, den Zuschauer glaubhaft in die Zeit des Kalten Krieges der 50er-Jahre zu versetzen. Und: Holland ist und bleibt eine Meisterin der Verbindung unterschiedlicher Handlungsstränge sowie der dramaturgisch sinnvollen Verflechtung der Zeitebenen. Ihr Wechsel zwischen den in der Gegenwarts-handlung verorteten Szenen vor dem Hintergrund der Haft einschließlich des Schauprozesses 1957 und den Sprüngen in die Vergangenheit, erweisen sich als passend, bruchlos und harmonisch.“ (Björn Schneider, programmkino.de)

„Für ihren Film hat Holland sich eher an dem mythischen Ruf, den Mikolášek laut ihr in seinem Heimatland hat, als an historischen Fakten orientiert, aber es sind gerade diese Widersprüche, die den Film interessant machen. Wenn der angebliche Scharlatan seine Urinproben im Sonnenlicht beobachtet, dann sind die Visionen, die er darin hat, für den Moment so wahr wie seine Momente der Ruhe und Liebe mit Palko, in denen er vergisst, dass auch der bekannteste Heiler des Landes nicht alle Patient*innen retten kann.“ (Christian Klose, Indiekino Jan/Feb 2022)

Do 27.01.

Charlatan, OmdU

Agnieszka Holland
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Charlatan

Tschechische Republik / Irland / Polen / Slowakische Republik 2020, 118 min,

tschechische Originalfassung mit deutschen UT

Regie: Agnieszka Holland

Basierend auf einer wahren Begebenheit erzählt CHARLATAN vom Leben des tschechischen Heilers Jan Mikolášek, der Hunderte von Menschen mit pflanzlichen Medikamenten heilte. Was als Reise eines jungen Mannes beginnt, der sich für alternative Medizin interessiert, wird bald zum faszinierenden Porträt eines brillanten Genies, dessen Leidenschaft nicht lange unbemerkt bleibt. Mit der Behandlung von Prominenten des Nationalsozialismus und des Kommunismus, die ihm Ruhm und Reichtum einbringen, gerät Mikolášek bald in die Dichotomie von Moral und Grausamkeit, Licht und Dunkelheit, Liebe und Hass. Ein paradoxes Leben, das durch die Liebe zu seinem Assistenten František und durch seine ehemaligen Gönner, die sich plötzlich gegen ihn wenden, auf eine harte Probe gestellt wird…

„… ein ungemein stimmiger, toll ausgestatteter Film mit einer kraftvollen Bildsprache, der es schafft, den Zuschauer glaubhaft in die Zeit des Kalten Krieges der 50er-Jahre zu versetzen. Und: Holland ist und bleibt eine Meisterin der Verbindung unterschiedlicher Handlungsstränge sowie der dramaturgisch sinnvollen Verflechtung der Zeitebenen. Ihr Wechsel zwischen den in der Gegenwarts-handlung verorteten Szenen vor dem Hintergrund der Haft einschließlich des Schauprozesses 1957 und den Sprüngen in die Vergangenheit, erweisen sich als passend, bruchlos und harmonisch.“ (Björn Schneider, programmkino.de)

„Für ihren Film hat Holland sich eher an dem mythischen Ruf, den Mikolášek laut ihr in seinem Heimatland hat, als an historischen Fakten orientiert, aber es sind gerade diese Widersprüche, die den Film interessant machen. Wenn der angebliche Scharlatan seine Urinproben im Sonnenlicht beobachtet, dann sind die Visionen, die er darin hat, für den Moment so wahr wie seine Momente der Ruhe und Liebe mit Palko, in denen er vergisst, dass auch der bekannteste Heiler des Landes nicht alle Patient*innen retten kann.“ (Christian Klose, Indiekino Jan/Feb 2022)

Do 27.01.

Garagenvolk (Гаражане), OmdU

Natalija Yefimkina
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Garagenvolk (Гаражане)

D 2020, 95 min, russische Originalfassung mit deutschen UT

Regie: Natalija Yefimkina

Im post-sowjetischen Russland gibt es ein Phänomen abseits von Eisfischen, Matrojschkas und Wodka: Die Garagensiedlung. Von außen unwirtliche Blechhütten bieten sie einer Vielzahl von Russen – vorwiegend Männern ein Refugium. Nach eigenem Gusto und abseits aller Regeln, mit Erfindungskraft und Zähigkeit entstehen auf wenigen Quadratmeter alternative Lebensräume. Schrottsammler Ilja nutzt die Garage als Produktionsstätte, Roman für seine Wachtelzucht, Pavel schnitzt kunstfertig Heiligenfiguren und Viktor hat die seine in jahrzehntelanger Arbeit um vier unterirdische Stockwerke ergänzt. Hier gibt es alles, und alles scheint möglich. Die Garagen sind Ausdruck eines Rückzugs ins Private, eine Flucht vor dem Alltag. Hinter dem Polarkreis, in einer rauen Gegend, in der ein Bergbaukonzern der einzige Arbeitgeber ist, bleibt die Garage die letzte Möglichkeit zur Selbstverwirklichung – und kommt so viel fältig daher, wie die Träume ihrer Besitzer.

„Viele der Persönlichkeiten hier werden im Gedächtnis bleiben: der wackere Viktor, der nicht mehr lange zu leben hat, die Mitglieder der Rockband, die sich trennt, weil eigentlich alle hier wegwollen, oder der Wachtelzüchter Roman, der von einer Partnerin träumt. Manchmal wirkt die ganze Szenerie wie eine Theaterkulisse mit inszenierten Tableaus. Dann sehen die Garagen von Weitem aus wie merkwürdig dekorierte Puppenstuben. Jede stellt eine eigene kleine Welt dar, eine wahr gewordene Zukunftsvision. Zusammen bilden sie lauter kleine, isolierte Waben eines großen Ganzen, jede steht für einen einzelnen Menschen. Zusammen, aber nicht gemeinsam, haben sie all das gestaltet, und zwar aus einem unstillbaren Drang zur Betätigung, um etwas zu schaffen, was zu ihnen gehört. Aus all ihren Geschichten, Gesprächen und Erlebnissen ergibt sich ein kaleidoskopartiges, sehr interessantes Bild von Russland und den Menschen, die jenseits des Polarkreises leben und nicht viel mehr als ihre Träume haben.“ (Gaby Sikorski, programmkino.de)

„Die Garagen erscheinen als Zufluchtsorte. Sie sind die Orte derjenigen, die, allen Widrigkeiten zum Trotz, bleiben wollen: die Garage als Heimat. Was für eine schnoddrig-schöne Metapher.” (Jens Balkenborg, epd-film.de)

Garagenvolk (Гаражане), OmdU
Do 27.01.

Eine Nacht in Helsinki (Yö armahtaa / Gracious Night), OmdU

Mika Kaurismäki
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Eine Nacht in Helsinki (Yö armahtaa / Gracious Night)

Finnland 2020, 90 min, finnische Originalfassung mit deutschen UT

Regie: Mika Kaurismäki

Helsinki in einer Nacht während der Pandemie. Die Bars sind geschlossen, es herrscht Ausgangssperre. Aber es sind dennoch Menschen unterwegs und wie es der Zufall will, treffen sie sich in jener geschlossenen Bar, in der Heikki die Tür nicht abgeschlossen hat.

„Während in Deutschland der 1. Mai für die meisten Arbeitnehmer einfach ein willkommener Feiertag ist, der nur noch wenig mit dem ursprünglichen Anlass zu tun hat, ist der Maifeiertag für den durchschnittlichen Finnen ein Festtag. Weniger wegen besonderer Nähe zu den sozialistischen Idealen (auch wenn man das angesichts der geographischen Nähe Finnlands zu Russland annehmen könnte) sondern weil am 1. Mai der Beginn des Frühlings in dem nordeuropäischen Land gefeiert wird. Und wer die Finnen kennt, der weiß, dass jeder Festtag dazu genutzt wird, ausgiebig zu feiern und zu trinken. Wenn so ein Tag also durch die Corona-Pandemie ausfällt, verursacht das nicht nur bei den Besitzern von Bars und Restaurants großen Schmerz, sondern auch bei der Kundschaft.

Mit dieser Ausgangssituation beginnt Mika Kaurismäkis GRACIOUS NIGHT. Nach ein paar Aufnahmen vom normalerweise lebhaften Zentrum Helsinkis, dem Bahnhof, den Fußgängerzonen der Hauptstadt, wechselt das Szenario in die Bar von Heikki, der durch Corona kurz vor dem Ruin steht. Ein letztes, einsames Abendessen und ein gutes Glas Wein will er zu sich nehmen, dann soll die Bar abgebrannt werden. Doch dann steht Risto vor der Tür, ein Stammgast, der als Arzt an vorderster Front der Pandemie arbeitet. Offiziell bewirten darf Heikki Risto zwar nicht, aber ein Glas unter Freunden ist natürlich erlaubt. Bald komplettiert schließlich Juhani das Trio, der unbedingt sein Handy aufladen will, denn er erwartet den Anruf seiner Tochter, die ihr erstes Kind erwartet. (…) GRACIOUS NIGHT ist ein weitestgehend improvisierter Film. Allein die Ausgangssituation war vorgegeben, die Grundzüge der Figuren und Konstellation, der Rest wurde vor Ort, natürlich in einer der diversen Kneipen, die die Kaurismäki-Brüder in Helsinki betreiben, improvisiert. Und dafür muss man sagen sind die Unterhaltungen des Trios erstaunlich dicht und reich an bisweilen philosophischen Tiefen.“ (Michael Meyns, programmkino.de)

Eine Nacht in Helsinki (Yö armahtaa / Gracious Night), OmdU
Fr 28.01.

Charlatan, OmdU

Agnieszka Holland
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Charlatan

Tschechische Republik / Irland / Polen / Slowakische Republik 2020, 118 min,

tschechische Originalfassung mit deutschen UT

Regie: Agnieszka Holland

Basierend auf einer wahren Begebenheit erzählt CHARLATAN vom Leben des tschechischen Heilers Jan Mikolášek, der Hunderte von Menschen mit pflanzlichen Medikamenten heilte. Was als Reise eines jungen Mannes beginnt, der sich für alternative Medizin interessiert, wird bald zum faszinierenden Porträt eines brillanten Genies, dessen Leidenschaft nicht lange unbemerkt bleibt. Mit der Behandlung von Prominenten des Nationalsozialismus und des Kommunismus, die ihm Ruhm und Reichtum einbringen, gerät Mikolášek bald in die Dichotomie von Moral und Grausamkeit, Licht und Dunkelheit, Liebe und Hass. Ein paradoxes Leben, das durch die Liebe zu seinem Assistenten František und durch seine ehemaligen Gönner, die sich plötzlich gegen ihn wenden, auf eine harte Probe gestellt wird…

„… ein ungemein stimmiger, toll ausgestatteter Film mit einer kraftvollen Bildsprache, der es schafft, den Zuschauer glaubhaft in die Zeit des Kalten Krieges der 50er-Jahre zu versetzen. Und: Holland ist und bleibt eine Meisterin der Verbindung unterschiedlicher Handlungsstränge sowie der dramaturgisch sinnvollen Verflechtung der Zeitebenen. Ihr Wechsel zwischen den in der Gegenwarts-handlung verorteten Szenen vor dem Hintergrund der Haft einschließlich des Schauprozesses 1957 und den Sprüngen in die Vergangenheit, erweisen sich als passend, bruchlos und harmonisch.“ (Björn Schneider, programmkino.de)

„Für ihren Film hat Holland sich eher an dem mythischen Ruf, den Mikolášek laut ihr in seinem Heimatland hat, als an historischen Fakten orientiert, aber es sind gerade diese Widersprüche, die den Film interessant machen. Wenn der angebliche Scharlatan seine Urinproben im Sonnenlicht beobachtet, dann sind die Visionen, die er darin hat, für den Moment so wahr wie seine Momente der Ruhe und Liebe mit Palko, in denen er vergisst, dass auch der bekannteste Heiler des Landes nicht alle Patient*innen retten kann.“ (Christian Klose, Indiekino Jan/Feb 2022)

Charlatan, OmdU
Fr 28.01.

Garagenvolk (Гаражане), OmdU

Natalija Yefimkina
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Garagenvolk (Гаражане)

D 2020, 95 min, russische Originalfassung mit deutschen UT

Regie: Natalija Yefimkina

Im post-sowjetischen Russland gibt es ein Phänomen abseits von Eisfischen, Matrojschkas und Wodka: Die Garagensiedlung. Von außen unwirtliche Blechhütten bieten sie einer Vielzahl von Russen – vorwiegend Männern ein Refugium. Nach eigenem Gusto und abseits aller Regeln, mit Erfindungskraft und Zähigkeit entstehen auf wenigen Quadratmeter alternative Lebensräume. Schrottsammler Ilja nutzt die Garage als Produktionsstätte, Roman für seine Wachtelzucht, Pavel schnitzt kunstfertig Heiligenfiguren und Viktor hat die seine in jahrzehntelanger Arbeit um vier unterirdische Stockwerke ergänzt. Hier gibt es alles, und alles scheint möglich. Die Garagen sind Ausdruck eines Rückzugs ins Private, eine Flucht vor dem Alltag. Hinter dem Polarkreis, in einer rauen Gegend, in der ein Bergbaukonzern der einzige Arbeitgeber ist, bleibt die Garage die letzte Möglichkeit zur Selbstverwirklichung – und kommt so viel fältig daher, wie die Träume ihrer Besitzer.

„Viele der Persönlichkeiten hier werden im Gedächtnis bleiben: der wackere Viktor, der nicht mehr lange zu leben hat, die Mitglieder der Rockband, die sich trennt, weil eigentlich alle hier wegwollen, oder der Wachtelzüchter Roman, der von einer Partnerin träumt. Manchmal wirkt die ganze Szenerie wie eine Theaterkulisse mit inszenierten Tableaus. Dann sehen die Garagen von Weitem aus wie merkwürdig dekorierte Puppenstuben. Jede stellt eine eigene kleine Welt dar, eine wahr gewordene Zukunftsvision. Zusammen bilden sie lauter kleine, isolierte Waben eines großen Ganzen, jede steht für einen einzelnen Menschen. Zusammen, aber nicht gemeinsam, haben sie all das gestaltet, und zwar aus einem unstillbaren Drang zur Betätigung, um etwas zu schaffen, was zu ihnen gehört. Aus all ihren Geschichten, Gesprächen und Erlebnissen ergibt sich ein kaleidoskopartiges, sehr interessantes Bild von Russland und den Menschen, die jenseits des Polarkreises leben und nicht viel mehr als ihre Träume haben.“ (Gaby Sikorski, programmkino.de)

„Die Garagen erscheinen als Zufluchtsorte. Sie sind die Orte derjenigen, die, allen Widrigkeiten zum Trotz, bleiben wollen: die Garage als Heimat. Was für eine schnoddrig-schöne Metapher.” (Jens Balkenborg, epd-film.de)

Fr 28.01.

Eine Nacht in Helsinki (Yö armahtaa / Gracious Night), OmdU

Mika Kaurismäki
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Eine Nacht in Helsinki (Yö armahtaa / Gracious Night)

Finnland 2020, 90 min, finnische Originalfassung mit deutschen UT

Regie: Mika Kaurismäki

Helsinki in einer Nacht während der Pandemie. Die Bars sind geschlossen, es herrscht Ausgangssperre. Aber es sind dennoch Menschen unterwegs und wie es der Zufall will, treffen sie sich in jener geschlossenen Bar, in der Heikki die Tür nicht abgeschlossen hat.

„Während in Deutschland der 1. Mai für die meisten Arbeitnehmer einfach ein willkommener Feiertag ist, der nur noch wenig mit dem ursprünglichen Anlass zu tun hat, ist der Maifeiertag für den durchschnittlichen Finnen ein Festtag. Weniger wegen besonderer Nähe zu den sozialistischen Idealen (auch wenn man das angesichts der geographischen Nähe Finnlands zu Russland annehmen könnte) sondern weil am 1. Mai der Beginn des Frühlings in dem nordeuropäischen Land gefeiert wird. Und wer die Finnen kennt, der weiß, dass jeder Festtag dazu genutzt wird, ausgiebig zu feiern und zu trinken. Wenn so ein Tag also durch die Corona-Pandemie ausfällt, verursacht das nicht nur bei den Besitzern von Bars und Restaurants großen Schmerz, sondern auch bei der Kundschaft.

Mit dieser Ausgangssituation beginnt Mika Kaurismäkis GRACIOUS NIGHT. Nach ein paar Aufnahmen vom normalerweise lebhaften Zentrum Helsinkis, dem Bahnhof, den Fußgängerzonen der Hauptstadt, wechselt das Szenario in die Bar von Heikki, der durch Corona kurz vor dem Ruin steht. Ein letztes, einsames Abendessen und ein gutes Glas Wein will er zu sich nehmen, dann soll die Bar abgebrannt werden. Doch dann steht Risto vor der Tür, ein Stammgast, der als Arzt an vorderster Front der Pandemie arbeitet. Offiziell bewirten darf Heikki Risto zwar nicht, aber ein Glas unter Freunden ist natürlich erlaubt. Bald komplettiert schließlich Juhani das Trio, der unbedingt sein Handy aufladen will, denn er erwartet den Anruf seiner Tochter, die ihr erstes Kind erwartet. (…) GRACIOUS NIGHT ist ein weitestgehend improvisierter Film. Allein die Ausgangssituation war vorgegeben, die Grundzüge der Figuren und Konstellation, der Rest wurde vor Ort, natürlich in einer der diversen Kneipen, die die Kaurismäki-Brüder in Helsinki betreiben, improvisiert. Und dafür muss man sagen sind die Unterhaltungen des Trios erstaunlich dicht und reich an bisweilen philosophischen Tiefen.“ (Michael Meyns, programmkino.de)

Sa 29.01.

Charlatan, OmdU

Agnieszka Holland
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Charlatan

Tschechische Republik / Irland / Polen / Slowakische Republik 2020, 118 min,

tschechische Originalfassung mit deutschen UT

Regie: Agnieszka Holland

Basierend auf einer wahren Begebenheit erzählt CHARLATAN vom Leben des tschechischen Heilers Jan Mikolášek, der Hunderte von Menschen mit pflanzlichen Medikamenten heilte. Was als Reise eines jungen Mannes beginnt, der sich für alternative Medizin interessiert, wird bald zum faszinierenden Porträt eines brillanten Genies, dessen Leidenschaft nicht lange unbemerkt bleibt. Mit der Behandlung von Prominenten des Nationalsozialismus und des Kommunismus, die ihm Ruhm und Reichtum einbringen, gerät Mikolášek bald in die Dichotomie von Moral und Grausamkeit, Licht und Dunkelheit, Liebe und Hass. Ein paradoxes Leben, das durch die Liebe zu seinem Assistenten František und durch seine ehemaligen Gönner, die sich plötzlich gegen ihn wenden, auf eine harte Probe gestellt wird…

„… ein ungemein stimmiger, toll ausgestatteter Film mit einer kraftvollen Bildsprache, der es schafft, den Zuschauer glaubhaft in die Zeit des Kalten Krieges der 50er-Jahre zu versetzen. Und: Holland ist und bleibt eine Meisterin der Verbindung unterschiedlicher Handlungsstränge sowie der dramaturgisch sinnvollen Verflechtung der Zeitebenen. Ihr Wechsel zwischen den in der Gegenwarts-handlung verorteten Szenen vor dem Hintergrund der Haft einschließlich des Schauprozesses 1957 und den Sprüngen in die Vergangenheit, erweisen sich als passend, bruchlos und harmonisch.“ (Björn Schneider, programmkino.de)

„Für ihren Film hat Holland sich eher an dem mythischen Ruf, den Mikolášek laut ihr in seinem Heimatland hat, als an historischen Fakten orientiert, aber es sind gerade diese Widersprüche, die den Film interessant machen. Wenn der angebliche Scharlatan seine Urinproben im Sonnenlicht beobachtet, dann sind die Visionen, die er darin hat, für den Moment so wahr wie seine Momente der Ruhe und Liebe mit Palko, in denen er vergisst, dass auch der bekannteste Heiler des Landes nicht alle Patient*innen retten kann.“ (Christian Klose, Indiekino Jan/Feb 2022)

Sa 29.01.

Garagenvolk (Гаражане), OmdU

Natalija Yefimkina
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Garagenvolk (Гаражане)

D 2020, 95 min, russische Originalfassung mit deutschen UT

Regie: Natalija Yefimkina

Im post-sowjetischen Russland gibt es ein Phänomen abseits von Eisfischen, Matrojschkas und Wodka: Die Garagensiedlung. Von außen unwirtliche Blechhütten bieten sie einer Vielzahl von Russen – vorwiegend Männern ein Refugium. Nach eigenem Gusto und abseits aller Regeln, mit Erfindungskraft und Zähigkeit entstehen auf wenigen Quadratmeter alternative Lebensräume. Schrottsammler Ilja nutzt die Garage als Produktionsstätte, Roman für seine Wachtelzucht, Pavel schnitzt kunstfertig Heiligenfiguren und Viktor hat die seine in jahrzehntelanger Arbeit um vier unterirdische Stockwerke ergänzt. Hier gibt es alles, und alles scheint möglich. Die Garagen sind Ausdruck eines Rückzugs ins Private, eine Flucht vor dem Alltag. Hinter dem Polarkreis, in einer rauen Gegend, in der ein Bergbaukonzern der einzige Arbeitgeber ist, bleibt die Garage die letzte Möglichkeit zur Selbstverwirklichung – und kommt so viel fältig daher, wie die Träume ihrer Besitzer.

„Viele der Persönlichkeiten hier werden im Gedächtnis bleiben: der wackere Viktor, der nicht mehr lange zu leben hat, die Mitglieder der Rockband, die sich trennt, weil eigentlich alle hier wegwollen, oder der Wachtelzüchter Roman, der von einer Partnerin träumt. Manchmal wirkt die ganze Szenerie wie eine Theaterkulisse mit inszenierten Tableaus. Dann sehen die Garagen von Weitem aus wie merkwürdig dekorierte Puppenstuben. Jede stellt eine eigene kleine Welt dar, eine wahr gewordene Zukunftsvision. Zusammen bilden sie lauter kleine, isolierte Waben eines großen Ganzen, jede steht für einen einzelnen Menschen. Zusammen, aber nicht gemeinsam, haben sie all das gestaltet, und zwar aus einem unstillbaren Drang zur Betätigung, um etwas zu schaffen, was zu ihnen gehört. Aus all ihren Geschichten, Gesprächen und Erlebnissen ergibt sich ein kaleidoskopartiges, sehr interessantes Bild von Russland und den Menschen, die jenseits des Polarkreises leben und nicht viel mehr als ihre Träume haben.“ (Gaby Sikorski, programmkino.de)

„Die Garagen erscheinen als Zufluchtsorte. Sie sind die Orte derjenigen, die, allen Widrigkeiten zum Trotz, bleiben wollen: die Garage als Heimat. Was für eine schnoddrig-schöne Metapher.” (Jens Balkenborg, epd-film.de)

Sa 29.01.

Eine Nacht in Helsinki (Yö armahtaa / Gracious Night), OmdU

Mika Kaurismäki
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Eine Nacht in Helsinki (Yö armahtaa / Gracious Night)

Finnland 2020, 90 min, finnische Originalfassung mit deutschen UT

Regie: Mika Kaurismäki

Helsinki in einer Nacht während der Pandemie. Die Bars sind geschlossen, es herrscht Ausgangssperre. Aber es sind dennoch Menschen unterwegs und wie es der Zufall will, treffen sie sich in jener geschlossenen Bar, in der Heikki die Tür nicht abgeschlossen hat.

„Während in Deutschland der 1. Mai für die meisten Arbeitnehmer einfach ein willkommener Feiertag ist, der nur noch wenig mit dem ursprünglichen Anlass zu tun hat, ist der Maifeiertag für den durchschnittlichen Finnen ein Festtag. Weniger wegen besonderer Nähe zu den sozialistischen Idealen (auch wenn man das angesichts der geographischen Nähe Finnlands zu Russland annehmen könnte) sondern weil am 1. Mai der Beginn des Frühlings in dem nordeuropäischen Land gefeiert wird. Und wer die Finnen kennt, der weiß, dass jeder Festtag dazu genutzt wird, ausgiebig zu feiern und zu trinken. Wenn so ein Tag also durch die Corona-Pandemie ausfällt, verursacht das nicht nur bei den Besitzern von Bars und Restaurants großen Schmerz, sondern auch bei der Kundschaft.

Mit dieser Ausgangssituation beginnt Mika Kaurismäkis GRACIOUS NIGHT. Nach ein paar Aufnahmen vom normalerweise lebhaften Zentrum Helsinkis, dem Bahnhof, den Fußgängerzonen der Hauptstadt, wechselt das Szenario in die Bar von Heikki, der durch Corona kurz vor dem Ruin steht. Ein letztes, einsames Abendessen und ein gutes Glas Wein will er zu sich nehmen, dann soll die Bar abgebrannt werden. Doch dann steht Risto vor der Tür, ein Stammgast, der als Arzt an vorderster Front der Pandemie arbeitet. Offiziell bewirten darf Heikki Risto zwar nicht, aber ein Glas unter Freunden ist natürlich erlaubt. Bald komplettiert schließlich Juhani das Trio, der unbedingt sein Handy aufladen will, denn er erwartet den Anruf seiner Tochter, die ihr erstes Kind erwartet. (…) GRACIOUS NIGHT ist ein weitestgehend improvisierter Film. Allein die Ausgangssituation war vorgegeben, die Grundzüge der Figuren und Konstellation, der Rest wurde vor Ort, natürlich in einer der diversen Kneipen, die die Kaurismäki-Brüder in Helsinki betreiben, improvisiert. Und dafür muss man sagen sind die Unterhaltungen des Trios erstaunlich dicht und reich an bisweilen philosophischen Tiefen.“ (Michael Meyns, programmkino.de)

So 30.01.

Charlatan, OmdU

Agnieszka Holland
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Charlatan

Tschechische Republik / Irland / Polen / Slowakische Republik 2020, 118 min,

tschechische Originalfassung mit deutschen UT

Regie: Agnieszka Holland

Basierend auf einer wahren Begebenheit erzählt CHARLATAN vom Leben des tschechischen Heilers Jan Mikolášek, der Hunderte von Menschen mit pflanzlichen Medikamenten heilte. Was als Reise eines jungen Mannes beginnt, der sich für alternative Medizin interessiert, wird bald zum faszinierenden Porträt eines brillanten Genies, dessen Leidenschaft nicht lange unbemerkt bleibt. Mit der Behandlung von Prominenten des Nationalsozialismus und des Kommunismus, die ihm Ruhm und Reichtum einbringen, gerät Mikolášek bald in die Dichotomie von Moral und Grausamkeit, Licht und Dunkelheit, Liebe und Hass. Ein paradoxes Leben, das durch die Liebe zu seinem Assistenten František und durch seine ehemaligen Gönner, die sich plötzlich gegen ihn wenden, auf eine harte Probe gestellt wird…

„… ein ungemein stimmiger, toll ausgestatteter Film mit einer kraftvollen Bildsprache, der es schafft, den Zuschauer glaubhaft in die Zeit des Kalten Krieges der 50er-Jahre zu versetzen. Und: Holland ist und bleibt eine Meisterin der Verbindung unterschiedlicher Handlungsstränge sowie der dramaturgisch sinnvollen Verflechtung der Zeitebenen. Ihr Wechsel zwischen den in der Gegenwarts-handlung verorteten Szenen vor dem Hintergrund der Haft einschließlich des Schauprozesses 1957 und den Sprüngen in die Vergangenheit, erweisen sich als passend, bruchlos und harmonisch.“ (Björn Schneider, programmkino.de)

„Für ihren Film hat Holland sich eher an dem mythischen Ruf, den Mikolášek laut ihr in seinem Heimatland hat, als an historischen Fakten orientiert, aber es sind gerade diese Widersprüche, die den Film interessant machen. Wenn der angebliche Scharlatan seine Urinproben im Sonnenlicht beobachtet, dann sind die Visionen, die er darin hat, für den Moment so wahr wie seine Momente der Ruhe und Liebe mit Palko, in denen er vergisst, dass auch der bekannteste Heiler des Landes nicht alle Patient*innen retten kann.“ (Christian Klose, Indiekino Jan/Feb 2022)

So 30.01.

Lieber Thomas

Andreas Kleinert
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Lieber Thomas

Deutschland 2021, 150 min, deutsche Originalfassung

Regie: Andreas Kleinert

Das Leben von Thomas Brasch ist eng mit der Geschichte des 20. Jahrhunderts verknüpft. In der DDR konnte der Künstler nicht bleiben und im Westen wollte er nicht sein. Inspiriert von Braschs Werk erzählt LIEBER THOMAS von den umkämpften Welten im Leben eines radikal Unangepassten: von Braschs Hassliebe zu seinem Vater, von der tiefen Zuneigung zu seinen Geschwistern und seinem ruhelosen Begehren zu den Frauen seines Lebens.

„Als zweieinhalbstündiger Bilderrausch in Schwarzweiß, der zwischen historischer Realität und (alp-) traumhaften Phantasiesequenzen oszilliert; zusammengehalten vom fabelhaften Albrecht Schuch, der sich mit unfassbarer Energie in seine Hauptrolle wirft – buchstäblich in jeder Szene, als gäbe es kein Morgen. Wobei er Brasch nicht nur als Kraftkerl und Poète maudit verkörpert, sondern als einen in jeder Hinsicht maßlosen Menschen, der sich oft selbst im Weg steht.“ (Ingrid Beerbaum, kunstundfilm.de)

Lieber Thomas
So 30.01.

Eine Nacht in Helsinki (Yö armahtaa / Gracious Night), OmdU

Mika Kaurismäki
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Eine Nacht in Helsinki (Yö armahtaa / Gracious Night)

Finnland 2020, 90 min, finnische Originalfassung mit deutschen UT

Regie: Mika Kaurismäki

Helsinki in einer Nacht während der Pandemie. Die Bars sind geschlossen, es herrscht Ausgangssperre. Aber es sind dennoch Menschen unterwegs und wie es der Zufall will, treffen sie sich in jener geschlossenen Bar, in der Heikki die Tür nicht abgeschlossen hat.

„Während in Deutschland der 1. Mai für die meisten Arbeitnehmer einfach ein willkommener Feiertag ist, der nur noch wenig mit dem ursprünglichen Anlass zu tun hat, ist der Maifeiertag für den durchschnittlichen Finnen ein Festtag. Weniger wegen besonderer Nähe zu den sozialistischen Idealen (auch wenn man das angesichts der geographischen Nähe Finnlands zu Russland annehmen könnte) sondern weil am 1. Mai der Beginn des Frühlings in dem nordeuropäischen Land gefeiert wird. Und wer die Finnen kennt, der weiß, dass jeder Festtag dazu genutzt wird, ausgiebig zu feiern und zu trinken. Wenn so ein Tag also durch die Corona-Pandemie ausfällt, verursacht das nicht nur bei den Besitzern von Bars und Restaurants großen Schmerz, sondern auch bei der Kundschaft.

Mit dieser Ausgangssituation beginnt Mika Kaurismäkis GRACIOUS NIGHT. Nach ein paar Aufnahmen vom normalerweise lebhaften Zentrum Helsinkis, dem Bahnhof, den Fußgängerzonen der Hauptstadt, wechselt das Szenario in die Bar von Heikki, der durch Corona kurz vor dem Ruin steht. Ein letztes, einsames Abendessen und ein gutes Glas Wein will er zu sich nehmen, dann soll die Bar abgebrannt werden. Doch dann steht Risto vor der Tür, ein Stammgast, der als Arzt an vorderster Front der Pandemie arbeitet. Offiziell bewirten darf Heikki Risto zwar nicht, aber ein Glas unter Freunden ist natürlich erlaubt. Bald komplettiert schließlich Juhani das Trio, der unbedingt sein Handy aufladen will, denn er erwartet den Anruf seiner Tochter, die ihr erstes Kind erwartet. (…) GRACIOUS NIGHT ist ein weitestgehend improvisierter Film. Allein die Ausgangssituation war vorgegeben, die Grundzüge der Figuren und Konstellation, der Rest wurde vor Ort, natürlich in einer der diversen Kneipen, die die Kaurismäki-Brüder in Helsinki betreiben, improvisiert. Und dafür muss man sagen sind die Unterhaltungen des Trios erstaunlich dicht und reich an bisweilen philosophischen Tiefen.“ (Michael Meyns, programmkino.de)

Eine Nacht in Helsinki (Yö armahtaa / Gracious Night), OmdU
Mo 31.01.

keine Vorstellung

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Mi 09.02.

Spatzenkino – Winterabenteuer / Nur mit Voranmeldung unter 44 94 750

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Mi 16.03.

Spatzenkino – Frühlingsfrisch / nur mit Voranmeldung unter 449 47 50

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