Sa 02.07.

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So 03.07.

Vater Unser (Mi Atyánk / Holy Dilemma), OmdU

Julianna Ugrin & Márton Vizkelety
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Vater Unser (Mi Atyánk / Holy Dilemma)

HU 2021, 90 min, ungarische Originalfassung mit dt. UT

Regie: Julianna Ugrin, Márton Vizkelety

Heiliges Dilemma: Robi wurde vor neun Jahren zum römisch-katholischen Priester geweiht. Seitdem ist er Gemeindepfarrer in einem kleinen ungarischen Grenzdorf. Robi ist außerdem Vater von drei Kindern und muss sein Familienleben streng geheim halten. Die Situation nimmt ihm die Luft zum Atmen, und er steht vor einer existenziellen Entscheidung, die sein Leben für immer verändern wird.

VATER UNSER begleitet den jungen, dynamischen Priester Robi, der sich vor zehn Jahren unsterblich in Anka verliebt hat und mit ihr drei gemeinsame Kinder hat. Nach seinem Studium in Kirchenrecht und Wirtschaftswissenschaften stand Robi eine viel versprechende kirchliche Karriere bevor. Die Geburt der Kinder wies ihm jedoch einen anderen Weg. Er konnte nicht zu weit fortgehen und auch nicht zu lange abwesend sein. Auf seine Karriere im Vatikan verzichtete er freiwillig, da ihm seine Kinder wichtiger waren. So wurde er stattdessen Priester in einem kleinen ungarischen Grenzdorf am Ende der Welt.

„VATER UNSER ist eine intensive, sehr persönliche Auseinandersetzung mit der überkommenen Tradition des Zölibats. Schon der Titel bringt es auf den Punkt: Wir erleben einen jungen Mann, der sich väterlich liebevoll um seine ‚Schäfchen‘ in der Gemeinde kümmert, nur um dann nach Hause zu fahren und mit seiner Familie genau dasselbe zu tun. Dass sich hier nichts im Wege steht, ist offensichtlich. Nur die Geheimniskrämerei macht ihm zu schaffen. Mit grandiosem Timing dokumentiert der Film den entscheidenden Moment, in dem Robi Schluss macht mit den Geheimnissen, sein ganzes Leben offenbart, bereit, sämtliche Konsequenzen zu tragen. Rührend dabei die Dorfbewohner, die natürlich immer was geahnt haben und nie ein Problem damit hatten, denen es nur darum geht, ihn nicht als Anlaufstelle zu verlieren. Und so kommt der Film allen Widrigkeiten zum Trotz tatsächlich zu einem überraschend raffinierten Happy End.“ (Daniel Bäldle)

Vater Unser (Mi Atyánk / Holy Dilemma), OmdU
So 03.07.

Bettina

Lutz Pehnert
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Bettina

Deutschland 2022, 107 min, deutsche Originalfassung

Regie: Lutz Pehnert

Bettina Wegner, geboren 1947 in Westberlin, aufgewachsen in Ostberlin, mit 36 Jahren ausgebürgert, seither „entwurzelt“. Der Werdegang der Liedermacherin gehört zu den spannendsten Lebensläufen des 20. Jahrhunderts. Es ist der Weg von einem Kind, das Stalin glühend verehrte, über eine hoffnungsfrohe Teenagerin, die mit ihren eigenen Liedern eine Gesellschaft mit bauen möchte, hin zu einer beseelten Künstlerin mit einer unerschütterlichen humanistischen Haltung. So heroisch das klingt, so irre und aberwitzig, mühevoll und traurig, hingebungsvoll und vergeblich ist es in den vielen Dingen des Lebens, die zwischen den Liedern eine Biografie ausmachen. Davon erzählt Bettina Wegner, davon erzählt der Film. Bettina Wegners Leben ist zugleich die Geschichte eines Jahrhunderts; es steckt in ihren Knochen, ihrer Seele, ihren Gedanken – und in ihren Liedern.

„(…) Mit völlig unsentimentalem Understatement erzählt Wegner von solchen Brüchen. Das macht es ausgesprochen angenehm, ihr zuzuhören. Pehnerts feine Montage setzt aussagekräftige Archivbilder dazu, die das fremde Land, das die Vergangenheit nun mal ist, in Ansätzen erschließen – und andeuten, wie viel mehr da noch zu entdecken wäre. Die Aufnahmen mit der jungen Bettina Wegner scheinen ein schüchternes, manchmal sogar verhuschtes Mädchen zu zeigen, aber die Stimme bewies schon damals das Gegenteil. Sie singe lauter, als sie sprechen könne, verkündet sie in den 70er Jahren einmal dem Westberliner Publikum. Tatsächlich besitzt ihre Stimme eine Intensität, die sich mühelos durchsetzt und die man nicht leicht vergisst.“ (Barbara Schweizerhof, epd-film.de)

„Wenn Lutz Pehnert Bettina Wegner immer wieder filmt, wie sie abseits von anderen Menschen in einer Ecke kauert und raucht, dann wirkt das wie ein Symbolbild für die Pionierrolle, die sie als Liedermacherin in einer Szene voller Männer einnahm.“ (Helen Thein-Peitsch, zeitgeschichte-online.de)

Bettina
Mo 04.07.

XPOSED QUEER FILM FESTIVAL: Welcome to the USA, OmeU

Assel Aushakimova
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Eastern European Queer Cinema @ Kino Krokodil 04.-05.07.2022

 

Welcome to the USA


by Assel Aushakimova
Kazakhstan 2019, 95 min, Russian, Kazakh with English subtitles


Finally Aliya has the visa in her pocket! But is it really such a good idea to leave everything behind and start over in the USA? What’s the flip side look like? The weeks until the departure drag on and Aliya starts to have doubts. She meets up with her queer friends, spends the nights with her ‘plus’-friend – we accompany her as she slowly says goodbye. A deeply thoughtful feature film and one of the first queer films to come out of Kazakhstan.


Endlich hat Aliya das Visum in der Tasche! Aber ist es wirklich so eine gute Idee, alles hinter sich zu lassen und in den USA neu anzufangen? Wie sieht die Kehrseite aus? Die Wochen bis zur Abreise ziehen sich hin und Aliya beginnt zu zweifeln. Sie trifft sich mit ihren queeren Freunden, verbringt die Nächte mit ihrer „Plus“- Freund*in – wir begleiten sie bei ihrem langsamen Abschied. Ein zutiefst nachdenklicher Spielfilm und einer der ersten queeren Filme aus Kasachstan.

 

XPOSED QUEER FILM FESTIVAL: Welcome to the USA, OmeU
Mo 04.07.

XPOSED QUEER FILM FESTIVAL: Shorts – Kurzfilmprogramm, OmeU

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Eastern European Queer Cinema @ Kino Krokodil 04.-05.07.2022

All Films in Original Version with English subtitles

Eggshells


by Slava Doytcheva
Bulgaria, 2020, 15 min


Easter. A young woman returns to her home village from Sofia. At first she hesitates to draw nearer to her family. Then helps her father carry wood. But she doesn’t want to come to the city for a return visit; she lives together with a woman.

Ostern. Eine junge Frau kehrt aus Sofia in ihr Heimatdorf zurück. Zunächst zögert sie, ihrer Familie näher zu kommen. Dann hilft sie ihrem Vater beim Holztragen. Aber sie will nicht zu einem
Gegenbesuch in die Stadt kommen; sie lebt mit einer Frau zusammen.

Azkorri árnyéka alatt (Under the Shadow of Azkorri)


by Eszter Katalin
Spain 2020, 17 min

„Under the Shadow of Azkorri” is a visual documentary essay which investigates the spaces of
images, starting with a photo taken on the beach of Azkorri, Basque Country. Preoccupied with the problematic how a change of perspective might alter the sensibility towards an image, the video evolves around the re-enactment of a gesture from Miklós Jancsó’s movie “Még kér a nép” (“Red Psalm”, 1972), which is encountered subsequently on a photo of Russian LGBTQ+ activist Yelena Grigoryeva. The director explores that particular sign complicating its erotics of resistance and rewriting it by drawing lines to her own queer sexuality, to the aesthetic representation of communism as well as to questions of dispossession.

„Under the Shadow of Azkorri“ ist ein visuell-dokumentarischer Essay, der die Räume von Bildern untersucht, ausgehend von einem Foto, das am Strand von Azkorri im Baskenland aufgenommen wurde. Das Video entwickelt sich um die Nachstellung einer Geste aus Miklós Jancsós Film „Még kér a nép“ („Roter Psalm“, 1972), die später auf einem Foto der russischen LGBTQ+-Aktivistin Yelena Grigoryeva wiedergefunden wird. Die Regisseurin untersucht diese Erotik des Widerstands und schreibt sie neu, indem sie Linien zu ihrer eigenen queeren Sexualität, zur ästhetischen Repräsentation des Kommunismus sowie zu Fragen der Enteignung zieht.


Sisters (Sestre)


by Kukla
Slovenia 2021, 23 min


Three best friends, sworn virgins, get into a fight with local boys. When things get rough, they are saved by a girl in the making.

Drei beste Freundinnen, eingeschworene Jungfrauen, streiten sich mit einheimischen Jungs. Wenn es hart auf hart kommt, werden sie von einer geheimnisvollen Frau gerettet.

Voin (Войн)


by Gaëlle Boucand


France, Bulgaria 2020, 30 min


After twenty years away in western Europe, Voin goes back to Bulgaria, his home country. While
rediscovering places where he grew up, a mental journey is taking shape through time.


Nach zwanzig Jahren in Westeuropa kehrt Voin in sein Heimatland Bulgarien zurück. Während er Orte, an denen er aufgewachsen ist, wiederentdeckt, nimmt eine mentale Reise durch die Zeit Gestalt an.

XPOSED QUEER FILM FESTIVAL: Shorts – Kurzfilmprogramm, OmeU
Di 05.07.

XPOSED QUEER FILM FESTIVAL: Poppy Field (Câmp de maci), OmeU

Eugen Jebeleanu
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Eastern European Queer Cinema @ Kino Krokodil 04.-05.07.2022

 

Poppy Field (Câmp de maci)

by Eugen Jebeleanu
Romania 2020, 81 min, English | French | Romanian with English subtitles


POPPY FIELDS follows the struggle of a young Romanian gendarme, Cristi, who tries to find the balance between two apparently opposing parts of his identity: that of a man working in a macho hierarchical environment and that of a closeted gay person who tries to keep his personal life a secret.

POPPY FIELDS (MOHNFELD) folgt dem Kampf des jungen rumänischen Gendarms, Cristi, der versucht, das Gleichgewicht zwischen zwei scheinbar gegensätzliche Teilen seiner Identität zu balancieren: die eines Mannes, der in einer hierarchischen Macho-Umgebung arbeitet, und die eines verschlossenen Schwulen, der versucht, sein Privatleben geheim zu halten.

XPOSED QUEER FILM FESTIVAL: Poppy Field (Câmp de maci), OmeU
Di 05.07.

XPOSED QUEER FILM FESTIVAL: Wet Sand (სველი ქვიშა), OmeU

Elene Naveriani
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Eastern European Queer Cinema @ Kino Krokodil 04.-05.07.2022

 

Wet Sand (სველი ქვიშა)


by Elene Naveriani
Switzerland / Georgia 2021, 115 min, Georgian OV with English subtitles


A village at the Georgian Black Sea with friendly people believing to know each other. One day, Eliko
is found hanged. His granddaughter Moe comes to organize his funeral. She is confronted with a web of lies and the tragic consequences of Eliko’s hidden love life with Amnon over the last 22 years. After Moe eventually learns the truth about her family, her own ability to love is freed, while the villagers are challenged to finally take a stand.
Director Elene Naveriani reflects on the pitfalls of a close-knit village community and its violent
nationalist and religious values, all the while laying open the beacons of hope. With the story taking ever new turns, their second feature film slowly unfolds an intricate web of relationships across different generations.

Ein Dorf am Schwarzen Meer in Georgien, mit freundlichen und hilfsbereiten Leuten, die sich alle zu kennen glauben. Eines Tages wird Eliko (64) in seiner Küche erhängt aufgefunden. Seine in Tbilisi wohnhafte Enkelin Moe (28) wird ersucht, sich um das Begräbnis zu kümmern. Sie war seit 20 Jahren nicht mehr im Dorf. Im Dorf wird sie mit dem Grund für ihre lange Abwesenheit, einem Netz von Lügen und den tragischen Konsequenzen von Elikos verstecktem Liebesleben konfrontiert, welches dieser seit 20 Jahren mit dem Strandrestaurantbesitzer Amnon (62) teilt. Die Wahrheit befreit Moes eigene Liebesfähigkeit und fordert die Dorfbewohner heraus, Stellung zu beziehen.

 

XPOSED QUEER FILM FESTIVAL: Wet Sand (სველი ქვიშა), OmeU
Mi 06.07.

Vater Unser (Mi Atyánk / Holy Dilemma), OmdU

Julianna Ugrin & Márton Vizkelety
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Vater Unser (Mi Atyánk / Holy Dilemma)

HU 2021, 90 min, ungarische Originalfassung mit dt. UT

Regie: Julianna Ugrin, Márton Vizkelety

Heiliges Dilemma: Robi wurde vor neun Jahren zum römisch-katholischen Priester geweiht. Seitdem ist er Gemeindepfarrer in einem kleinen ungarischen Grenzdorf. Robi ist außerdem Vater von drei Kindern und muss sein Familienleben streng geheim halten. Die Situation nimmt ihm die Luft zum Atmen, und er steht vor einer existenziellen Entscheidung, die sein Leben für immer verändern wird.

VATER UNSER begleitet den jungen, dynamischen Priester Robi, der sich vor zehn Jahren unsterblich in Anka verliebt hat und mit ihr drei gemeinsame Kinder hat. Nach seinem Studium in Kirchenrecht und Wirtschaftswissenschaften stand Robi eine viel versprechende kirchliche Karriere bevor. Die Geburt der Kinder wies ihm jedoch einen anderen Weg. Er konnte nicht zu weit fortgehen und auch nicht zu lange abwesend sein. Auf seine Karriere im Vatikan verzichtete er freiwillig, da ihm seine Kinder wichtiger waren. So wurde er stattdessen Priester in einem kleinen ungarischen Grenzdorf am Ende der Welt.

„VATER UNSER ist eine intensive, sehr persönliche Auseinandersetzung mit der überkommenen Tradition des Zölibats. Schon der Titel bringt es auf den Punkt: Wir erleben einen jungen Mann, der sich väterlich liebevoll um seine ‚Schäfchen‘ in der Gemeinde kümmert, nur um dann nach Hause zu fahren und mit seiner Familie genau dasselbe zu tun. Dass sich hier nichts im Wege steht, ist offensichtlich. Nur die Geheimniskrämerei macht ihm zu schaffen. Mit grandiosem Timing dokumentiert der Film den entscheidenden Moment, in dem Robi Schluss macht mit den Geheimnissen, sein ganzes Leben offenbart, bereit, sämtliche Konsequenzen zu tragen. Rührend dabei die Dorfbewohner, die natürlich immer was geahnt haben und nie ein Problem damit hatten, denen es nur darum geht, ihn nicht als Anlaufstelle zu verlieren. Und so kommt der Film allen Widrigkeiten zum Trotz tatsächlich zu einem überraschend raffinierten Happy End.“ (Daniel Bäldle)

Vater Unser (Mi Atyánk / Holy Dilemma), OmdU
Mi 06.07.

Volksvertreter (The Voice of The People) – with engl. subt – in Anwesenheit des Regisseurs Andreas Wilcke

Andreas Wilcke
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Volksvertreter (The Voice of the People)

Deutschland 2022, 94 min, deutsche Originalfassung mit engl. UT

Regie: Andreas Wilcke

Über den Zeitraum von 3 Jahren begleitet der Film vier Bundestagspolitiker der AFD im Bundestag und in ihren Wahlkreisen. Dabei gewähren diese dem Filmemacher einen ungewöhnlichen nahen Einblick in ihre Arbeitsprozesse. Wir sehen sie beim Strategien schmieden, Texte verfassen, beim Kontakt mit den Bürgern am Stammtisch oder über die sozialen Medien, für die sie permanent Content erstellen.

„Hannah Arendt sprach einst von der „Banaliät des Bösen“ und meinte damit, dass das Unheil nicht unbedingt in Form eines Monsters daherkommen muss, sondern in ganz durchschnittlicher Erscheinung. Dieser Film zeigt uns unkommentiert die Arbeit von einigen AFD-Abgeordneten über einen Zeitraum von drei Jahren. Es sind nicht die berühmten Namen, sondern

Wir erleben die „Volksvertreter“ im Bundestag, in den Ausschüssen und beim Nahkontakt mit den Wählern und werden uns dabei bewusst, wie die Herren sich eher unfreiwillig mit den Gepflogenheiten der Berliner Republik beschäftigen müssen. Das moralische Spektrum der Abgeordneten geht dabei von fehlgeleitet bis verblendet – es ist jedenfalls ein ungewöhnlicher Einblick in ein vorübergehendes Phänomen unserer Zeit.“ (br.de)

Filmseite: http://volksvertreter.co

Filmkritiken: https://www.filmdienst.de/film/details/618962/volksvertreter

https://amp.abendzeitung-muenchen.de/kultur/kino/doku-volksvertreter-hinter-der-wahrheit-art-812458

https://www.br.de/radio/bayern2/sendungen/zuendfunk/veranstaltungen-praesentationen/dokfest-muenchen-2022-drei-filmtipps-102.html

Volksvertreter (The Voice of The People) – with engl. subt – in Anwesenheit des Regisseurs Andreas Wilcke
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