Fr 25.05.

Rhinland. Fontane

Bernhard Sallmann
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Rhinland. Fontane

Deutschland 2017, 67 min

Regie: Bernhard Sallmann

Eine filmische Landvermessung – ausgehend von Theodor Fontanes Reportagen „Wanderungen durch die Mark Brandenburg“.

„Sallmann, geboren im österreichischen Linz und zugleich sein eigener Kamera- und Tonmann, verwandelt sich diese für ihn eigentlich fremde Heimat, die Bilder und Töne der märkischen Landschaft in langen, streng kadrierten Einstellungen an. Man sieht Felder, Seen, Kanäle, Flüsse, eine Stadt mit Kirchturm in der Ferne, eine Straße, die Felder durchschneidet, ein Schlösschen, ein Kriegerdenkmal, einen Grabstein für eine preußische Königin, einen Waldwiesenweg, bemooste Baumstämme, einen Bootsschuppen, vom Wind leicht bewegte Farnkräuter, und immer wieder den weiten Himmel, selten blau, oft von Wolken bedeckt. Man hört den sanften Wind, das Gezwitscher von Vögeln, das Plätschern von Wasser, aber auch Lärm von der nahen Autobahn. Jedes Bild ist ein Gemälde, wie für die Ewigkeit gemacht. Dazu Fontanes Geschichten, die sich wie Folien über die Aufnahmen legen: Die vollendete Vergangenheit streift die Gegenwart; die Ereignisse von einst ziehen wie von Geisterhand bewegt vorbei und verschwinden ins Nichts, werden von der Ewigkeit der Natur und der Landschaft aufgesogen. Alles ist vergänglich, nichts bleibt, wie es war, und was heute noch wichtig erscheint, wird morgen nur noch auf dem Papier des Chronisten festgehalten sein, aber nicht mehr in der unmittelbaren Wirklichkeit.“ (Ralf Schenk, Filmdienst)

Rhinland. Fontane
Fr 25.05.

Farewell Halong, OmdU

Đức Ngô Ngọc
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Farewell Halong

Deutschland 2017, 98 min, vietnamesisch mit dt. UT

Regie: Đức Ngô Ngọc

In der Bucht von Ha Long im Norden Vietnams lebt der 46-jährige Nguyen Van Cuong mit seiner Familie in seiner selbstgebauten Hütte auf einem Floss. Für ihn ist das Leben auf dem Wasser normal – hier schläft, kocht und arbeitet die Familie schon seit Generationen. Doch der Schein der Idylle trügt. Goung muss seine außergewöhnliche Umgebung verlassen, da die Regierung die Bewohner des schwimmenden Dorfes auf das Land umsiedeln will Goung ist unschlüssig und schiebt die Entscheidung vor sich her. Als Kapitän steuert er auf eine äußerst ungewisse Zukunft zu – ob er sie auf dem Land oder auf dem Wasser verbringen wird, bleibt ungewiss.

Farewell Halong, OmdU
Fr 25.05.

Zud, OmdU

Marta Mironowicz
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Zud (Зуд)

Deutschland/ Polen 2016, 85 min, mongolisch mit dt. UT

Regie: Marta Mironowicz

Als die eisige Kälte über die mongolische Steppe hereinbricht, verliert die Familie des elfjährigen Sukhbat zahlreiche Schafe und Ziegen. Um die drohende Schuldennot des Vaters zu lindern, soll Sukhbat mit einem halbwilden Pferd an einem gut dotierten Rennen teilnehmen. Herausforderungen und Konflikte, Geduld und Einsicht sind mit den Vorbereitungen verbunden – die Beziehung zwischen Vater und Sohn spitzt sich zu. Die hellen Singrufe, mit denen Sukhbat sein Pferd antreibt, und das Rauschen des kalten Windes dominieren den Klang der Steppe. Authentische Bilder dokumentieren den Überlebenskampf einer traditionellen nomadischen Lebensweise, die geprägt ist von intensiver Nähe zwischen Mensch und Tier in einer ebenso unwirtlichen wie bezaubernd kargen Landschaft. (Berlinale 2017)

„Wie schon in ihren dokumentarischen Arbeiten beweist Minorowicz ihr Talent Bilder einzufangen, die aussagekräftig sind, ohne artifiziell zu wirken. Mit sicherem Gespür für Licht, Bewegung und Geräusche rückt sie nah an ihre (Laien-)Darsteller heran und nimmt den Zuschauer mit auf eine Reise in eine fremde Welt, die schnell zu einer vertrauten wird.“ (FilmPolska 2018)

Zud, OmdU
Sa 26.05.

Кроткая – Die Sanfte, OmdU

Sergej Losniza
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Кроткая (Die Sanfte)

Frankreich/ Deutschland/ Litauen/ Niederlande 2017, 143 min, russ. mit dt. UT

Regie: Sergej Losniza

Eine Frau lebt alleine am Rande einer kleinen russischen Stadt. Ihr Mann ist im Gefängnis, regelmäßig schickt sie ihm Pakete. Als eines ihrer Päckchen zurückkommt, bemüht sie sich, den Grund dafür zu erfahren. Doch ihre Nachfragen bei den Behörden führen zu keinem Ergebnis. Schließlich macht sie sich auf einen langen Weg, um Klarheit zu gewinnen über das Schicksal ihres Mannes. Die Reise in die Gefängnisstadt am andere Ende Russlands ist beschwerlich. Die Menschen, denen sie begegnet, scheinen von einer tiefgehenden Lethargie geprägt zu sein. Jeder hat eine Theorie über den Lauf der Dinge parat, aber niemand scheint daran zu glauben, dass die Lage irgendwann wieder besser wird. Ihre Suche nach Antworten führt die Frau schließlich immer tiefer in einen Sumpf aus Ignoranz, Selbstsucht, Gewalt und Unmenschlichkeit, die sie stoisch erträgt. Wird sie Gerechtigkeit erfahren und ihren Mann wiedersehen?

„…Das Land ist Russland, aber es wird als geographisches und geistiges Gebiet wahrgenommen. Die Dreharbeiten fanden in Daugavpils in Lettland statt, eine kleine Stadt mit einem russischen Bevölkerungsanteil von 90%. Wir haben dort aus logistischen Gründen gefilmt: sie liegt innerhalb der EU, daher braucht man kein besonderes Visum, aber die Spuren der Zeit unter Sowjetherrschaft sind noch deutlich. Es gibt auch zwei große Gefängnisse in der Gegend, eines davon ist auch im Film zu sehen. Man findet diese Art von Gefängnissen überall in Russland. Sie wirken wie Festungen. Sie sehen seltsam aus, wie einsame, romantische Burgen, recht hübsch anzusehen in der Landschaft. Doch zugleich sind sie abstoßend, da niemand wirklich weiß, was in ihnen vorgeht. Stalin ordnete an, die Ziegelbauten weiß zu streichen, wahrscheinlich um ihnen das Aussehen von Klöstern zu verleihen (lacht). Das aus dem Film trägt den Spitznamen ‚der weiße Schwan‘. Es gibt noch ein anderes, das heißt ‚der schwarze Schwan‘. Ich beginne immer mit dem großen Ganzen und konzentriere mich später auf die feinsten Stellen, die Spitze der Nadel. Beim Filmemachen geht es darum, eine Idee zu haben, mit der dann durch die Leute, die Schauspieler, die Orte und die Gestaltung des Sets ein gutes Ergebnis erzielt wird. Hierbei ist es von enormer Wichtigkeit, trotz der Herausforderungen des tatsächlichen Filmens, seiner anfänglichen Idee treu zu bleiben.“ (Sergej Losniza im Interview)

Кроткая – Die Sanfte, OmdU
Sa 26.05.

Zud, OmdU

Marta Mironowicz
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Zud (Зуд)

Deutschland/ Polen 2016, 85 min, mongolisch mit dt. UT

Regie: Marta Mironowicz

Als die eisige Kälte über die mongolische Steppe hereinbricht, verliert die Familie des elfjährigen Sukhbat zahlreiche Schafe und Ziegen. Um die drohende Schuldennot des Vaters zu lindern, soll Sukhbat mit einem halbwilden Pferd an einem gut dotierten Rennen teilnehmen. Herausforderungen und Konflikte, Geduld und Einsicht sind mit den Vorbereitungen verbunden – die Beziehung zwischen Vater und Sohn spitzt sich zu. Die hellen Singrufe, mit denen Sukhbat sein Pferd antreibt, und das Rauschen des kalten Windes dominieren den Klang der Steppe. Authentische Bilder dokumentieren den Überlebenskampf einer traditionellen nomadischen Lebensweise, die geprägt ist von intensiver Nähe zwischen Mensch und Tier in einer ebenso unwirtlichen wie bezaubernd kargen Landschaft. (Berlinale 2017)

„Wie schon in ihren dokumentarischen Arbeiten beweist Minorowicz ihr Talent Bilder einzufangen, die aussagekräftig sind, ohne artifiziell zu wirken. Mit sicherem Gespür für Licht, Bewegung und Geräusche rückt sie nah an ihre (Laien-)Darsteller heran und nimmt den Zuschauer mit auf eine Reise in eine fremde Welt, die schnell zu einer vertrauten wird.“ (FilmPolska 2018)

Zud, OmdU
Sa 26.05.

Нелюбовь (Loveless), OmdU

Andrej Zwjaginzew
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Нелюбовь (Loveless)

Russland/ Frankreich/ Belgien/ Deutschland 2017, 128 min, russ. mit dt. UT

Regie: Andrej Zwjaginzew

Shenja und Boris, ein Paar aus der gehobenen russischen Mittelschicht, stehen vor den Trümmern ihrer Ehe. Längst ist die frühere Zuneigung bitteren Anschuldigungen gewichen, die gemeinsame Wohnung steht zum Verkauf, beide sind bereits in neuen Beziehungen. Im Zentrum des Debakels und gleichzeitig völlig abseits steht ihr 12-jähriger Sohn Aljoscha, dessen Schmerz und Einsamkeit niemand wahrnimmt. Keiner der Eltern will ihn in ein neues Leben mitnehmen, ein Internat steht zur Debatte. Als die Vorwürfe zwischen Shenja und Boris erneut eskalieren, verschwindet Aljoscha plötzlich, was die Polizei tatenlos hinnimmt. Im Rahmen einer groß angelegten Suchaktion von Freiwilligen müssen sich die Ex-Partner wider Willen zusammentun, um das letzte, was sie noch verbindet, aufzuspüren….

„Eigentlich erzählt der Film zwei Geschichten. Die eine könnte überall spielen. Sie ist ein fast lehrstückhaftes Porträt von Beziehungen, die keine Liebe zusammenführte, und wenn doch, dann ist diese seit langer Zeit verloren. Menschen benutzen einander: die Oma den Enkel, um den Schwiegersohn zu bestrafen. Die Frau den Mann, um rauszukommen. Der Mann die neue Freundin, um neu anzufangen. Sie tun das nicht, weil sie böse sind, sondern weil sie nicht anders können. (…)
Die andere Geschichte in diesem Film handelt von Russland. Die Familie ist das von der orthodoxen Kirche verordnete Ideal, an dem alle scheitern, obwohl sie vorgeben, es zu leben – Boris’ religiöser Arbeitgeber akzeptiert keine Scheidungen, aber Männer, die für Firmenfeiern eine erschwindelte Frau mitbringen. Die Oma mag unbarmherzig und grausam sein, aber an den Wänden hängen Ikonen. Die Beziehungen sind Fluchtmöglichkeiten und weit verbreitet in der russischen Gesellschaft – jung heiraten, um aus der Enge daheim auszubrechen, sich jung scheiden lassen, weil die Flucht in eine neue Enge führte. Und über alles legen sich die Nachrichten als das gesellschaftliche Hintergrundrauschen: Faschisten in der Ostukraine! Wir müssen uns abschotten!“ (Alice Bota, Die Zeit 12/2018)

Нелюбовь (Loveless), OmdU
So 27.05.

Кроткая – Die Sanfte, OmdU

Sergej Losniza
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Кроткая (Die Sanfte)

Frankreich/ Deutschland/ Litauen/ Niederlande 2017, 143 min, russ. mit dt. UT

Regie: Sergej Losniza

Eine Frau lebt alleine am Rande einer kleinen russischen Stadt. Ihr Mann ist im Gefängnis, regelmäßig schickt sie ihm Pakete. Als eines ihrer Päckchen zurückkommt, bemüht sie sich, den Grund dafür zu erfahren. Doch ihre Nachfragen bei den Behörden führen zu keinem Ergebnis. Schließlich macht sie sich auf einen langen Weg, um Klarheit zu gewinnen über das Schicksal ihres Mannes. Die Reise in die Gefängnisstadt am andere Ende Russlands ist beschwerlich. Die Menschen, denen sie begegnet, scheinen von einer tiefgehenden Lethargie geprägt zu sein. Jeder hat eine Theorie über den Lauf der Dinge parat, aber niemand scheint daran zu glauben, dass die Lage irgendwann wieder besser wird. Ihre Suche nach Antworten führt die Frau schließlich immer tiefer in einen Sumpf aus Ignoranz, Selbstsucht, Gewalt und Unmenschlichkeit, die sie stoisch erträgt. Wird sie Gerechtigkeit erfahren und ihren Mann wiedersehen?

„…Das Land ist Russland, aber es wird als geographisches und geistiges Gebiet wahrgenommen. Die Dreharbeiten fanden in Daugavpils in Lettland statt, eine kleine Stadt mit einem russischen Bevölkerungsanteil von 90%. Wir haben dort aus logistischen Gründen gefilmt: sie liegt innerhalb der EU, daher braucht man kein besonderes Visum, aber die Spuren der Zeit unter Sowjetherrschaft sind noch deutlich. Es gibt auch zwei große Gefängnisse in der Gegend, eines davon ist auch im Film zu sehen. Man findet diese Art von Gefängnissen überall in Russland. Sie wirken wie Festungen. Sie sehen seltsam aus, wie einsame, romantische Burgen, recht hübsch anzusehen in der Landschaft. Doch zugleich sind sie abstoßend, da niemand wirklich weiß, was in ihnen vorgeht. Stalin ordnete an, die Ziegelbauten weiß zu streichen, wahrscheinlich um ihnen das Aussehen von Klöstern zu verleihen (lacht). Das aus dem Film trägt den Spitznamen ‚der weiße Schwan‘. Es gibt noch ein anderes, das heißt ‚der schwarze Schwan‘. Ich beginne immer mit dem großen Ganzen und konzentriere mich später auf die feinsten Stellen, die Spitze der Nadel. Beim Filmemachen geht es darum, eine Idee zu haben, mit der dann durch die Leute, die Schauspieler, die Orte und die Gestaltung des Sets ein gutes Ergebnis erzielt wird. Hierbei ist es von enormer Wichtigkeit, trotz der Herausforderungen des tatsächlichen Filmens, seiner anfänglichen Idee treu zu bleiben.“ (Sergej Losniza im Interview)

Кроткая – Die Sanfte, OmdU
So 27.05.

Zud, OmdU

Marta Mironowicz
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Zud (Зуд)

Deutschland/ Polen 2016, 85 min, mongolisch mit dt. UT

Regie: Marta Mironowicz

Als die eisige Kälte über die mongolische Steppe hereinbricht, verliert die Familie des elfjährigen Sukhbat zahlreiche Schafe und Ziegen. Um die drohende Schuldennot des Vaters zu lindern, soll Sukhbat mit einem halbwilden Pferd an einem gut dotierten Rennen teilnehmen. Herausforderungen und Konflikte, Geduld und Einsicht sind mit den Vorbereitungen verbunden – die Beziehung zwischen Vater und Sohn spitzt sich zu. Die hellen Singrufe, mit denen Sukhbat sein Pferd antreibt, und das Rauschen des kalten Windes dominieren den Klang der Steppe. Authentische Bilder dokumentieren den Überlebenskampf einer traditionellen nomadischen Lebensweise, die geprägt ist von intensiver Nähe zwischen Mensch und Tier in einer ebenso unwirtlichen wie bezaubernd kargen Landschaft. (Berlinale 2017)

„Wie schon in ihren dokumentarischen Arbeiten beweist Minorowicz ihr Talent Bilder einzufangen, die aussagekräftig sind, ohne artifiziell zu wirken. Mit sicherem Gespür für Licht, Bewegung und Geräusche rückt sie nah an ihre (Laien-)Darsteller heran und nimmt den Zuschauer mit auf eine Reise in eine fremde Welt, die schnell zu einer vertrauten wird.“ (FilmPolska 2018)

Zud, OmdU
So 27.05.

Нелюбовь (Loveless), OmdU

Andrej Zwjaginzew
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Нелюбовь (Loveless)

Russland/ Frankreich/ Belgien/ Deutschland 2017, 128 min, russ. mit dt. UT

Regie: Andrej Zwjaginzew

Shenja und Boris, ein Paar aus der gehobenen russischen Mittelschicht, stehen vor den Trümmern ihrer Ehe. Längst ist die frühere Zuneigung bitteren Anschuldigungen gewichen, die gemeinsame Wohnung steht zum Verkauf, beide sind bereits in neuen Beziehungen. Im Zentrum des Debakels und gleichzeitig völlig abseits steht ihr 12-jähriger Sohn Aljoscha, dessen Schmerz und Einsamkeit niemand wahrnimmt. Keiner der Eltern will ihn in ein neues Leben mitnehmen, ein Internat steht zur Debatte. Als die Vorwürfe zwischen Shenja und Boris erneut eskalieren, verschwindet Aljoscha plötzlich, was die Polizei tatenlos hinnimmt. Im Rahmen einer groß angelegten Suchaktion von Freiwilligen müssen sich die Ex-Partner wider Willen zusammentun, um das letzte, was sie noch verbindet, aufzuspüren….

„Eigentlich erzählt der Film zwei Geschichten. Die eine könnte überall spielen. Sie ist ein fast lehrstückhaftes Porträt von Beziehungen, die keine Liebe zusammenführte, und wenn doch, dann ist diese seit langer Zeit verloren. Menschen benutzen einander: die Oma den Enkel, um den Schwiegersohn zu bestrafen. Die Frau den Mann, um rauszukommen. Der Mann die neue Freundin, um neu anzufangen. Sie tun das nicht, weil sie böse sind, sondern weil sie nicht anders können. (…)
Die andere Geschichte in diesem Film handelt von Russland. Die Familie ist das von der orthodoxen Kirche verordnete Ideal, an dem alle scheitern, obwohl sie vorgeben, es zu leben – Boris’ religiöser Arbeitgeber akzeptiert keine Scheidungen, aber Männer, die für Firmenfeiern eine erschwindelte Frau mitbringen. Die Oma mag unbarmherzig und grausam sein, aber an den Wänden hängen Ikonen. Die Beziehungen sind Fluchtmöglichkeiten und weit verbreitet in der russischen Gesellschaft – jung heiraten, um aus der Enge daheim auszubrechen, sich jung scheiden lassen, weil die Flucht in eine neue Enge führte. Und über alles legen sich die Nachrichten als das gesellschaftliche Hintergrundrauschen: Faschisten in der Ostukraine! Wir müssen uns abschotten!“ (Alice Bota, Die Zeit 12/2018)

Нелюбовь (Loveless), OmdU
Mo 28.05.

kommen und gehen

Uwe Mann
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kommen und gehen

Deutschland 2017, 58 min

Regie: Uwe Mann

Hotel Maritim Halle, am 16. September 2015. Zum 30. September schließt es. In 14 Tagen. Es wird verpachtet an das Land Sachsen-Anhalt, wird Aufnahmestelle für Flüchtlinge. Uwe Mann kommt als Gast und bleibt bis zum Schluss mit der Frage, was sich ändert. Für wen, wieviel, wer wie darüber denkt, oder spricht.

„Die Nachricht über die anstehende Umnutzung kam für alle, auch die Gäste, sehr überraschend. Sie stand drei Wochen vor der Schließung des Hotels in der Zeitung. Der Portier meinte so freundlich wie traurig am Telefon, er dürfe keinen neuen Gast mehr einbuchen. Ich nahm meine Kameras und fuhr trotzdem hin. Ich wollte die letzten 14 Tage in diesem Haus leben, wollte die verbleibende Zeit dort dokumentieren. Offiziell galt: keine Presse im Haus! Dank Zufall, Glück und Zuversicht, auch dank dem Umstand, dass man einander gut kannte, durfte ich doch in „mein“ Hotel einchecken. Ich hatte zuvor Monate dort gewohnt, kenne die Geschichte des Hauses, kenne den Erbauer, von ihm erzählt mein erster Dokumentarfilm IM DREIECK. Ich kam dort also nicht neu an, sondern kehrte zurück. (…) Doch das Haus wurde pars pro toto zum Zankapfel der Stadt, mit lautem Disput bei einem Bürgerabend in der Marktkirche Halle. Es wurde deutlich, dass es nicht nur um ein Hotel geht. Das Thema der Zuwanderung ist groß, omnipräsent, komplex. Es verlockt zu diversen Thesen, scheint die Einwohnerschaft zu spalten. Die existentielle Rettung der einen steht dem beruflichen Unglück der anderen gegenüber. Das Hotelpersonal weiß, dass seine bisherige Lebenssituation in Kürze endet. Es muss sich erzählen lassen, wie es um sein „Haus“, sein Lebenswerk, steht. In Presse und TV wird das Haus als unrentabel und unattraktiv dargestellt. Die Entscheidung der Politik sei zwangsläufig. (…) Der Laden läuft für die Maritim-Chefetage schlecht, die Angestellten bekommen die Ohrfeige dafür. Ist es so? Werden sie sich trotz dieser Situation verständnisvoll, ja solidarisch zeigen? Im Film bleiben sie still, verrichten bis zu letzten Tag ihren Dienst, als wäre nichts geschehen.“ (Uwe Mann)

kommen und gehen
Mo 28.05.

Farewell Halong, OmdU

Đức Ngô Ngọc
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Farewell Halong

Deutschland 2017, 98 min, vietnamesisch mit dt. UT

Regie: Đức Ngô Ngọc

In der Bucht von Ha Long im Norden Vietnams lebt der 46-jährige Nguyen Van Cuong mit seiner Familie in seiner selbstgebauten Hütte auf einem Floss. Für ihn ist das Leben auf dem Wasser normal – hier schläft, kocht und arbeitet die Familie schon seit Generationen. Doch der Schein der Idylle trügt. Goung muss seine außergewöhnliche Umgebung verlassen, da die Regierung die Bewohner des schwimmenden Dorfes auf das Land umsiedeln will Goung ist unschlüssig und schiebt die Entscheidung vor sich her. Als Kapitän steuert er auf eine äußerst ungewisse Zukunft zu – ob er sie auf dem Land oder auf dem Wasser verbringen wird, bleibt ungewiss.

Farewell Halong, OmdU
Mo 28.05.

Zud, OmdU

Marta Mironowicz
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Zud (Зуд)

Deutschland/ Polen 2016, 85 min, mongolisch mit dt. UT

Regie: Marta Mironowicz

Als die eisige Kälte über die mongolische Steppe hereinbricht, verliert die Familie des elfjährigen Sukhbat zahlreiche Schafe und Ziegen. Um die drohende Schuldennot des Vaters zu lindern, soll Sukhbat mit einem halbwilden Pferd an einem gut dotierten Rennen teilnehmen. Herausforderungen und Konflikte, Geduld und Einsicht sind mit den Vorbereitungen verbunden – die Beziehung zwischen Vater und Sohn spitzt sich zu. Die hellen Singrufe, mit denen Sukhbat sein Pferd antreibt, und das Rauschen des kalten Windes dominieren den Klang der Steppe. Authentische Bilder dokumentieren den Überlebenskampf einer traditionellen nomadischen Lebensweise, die geprägt ist von intensiver Nähe zwischen Mensch und Tier in einer ebenso unwirtlichen wie bezaubernd kargen Landschaft. (Berlinale 2017)

„Wie schon in ihren dokumentarischen Arbeiten beweist Minorowicz ihr Talent Bilder einzufangen, die aussagekräftig sind, ohne artifiziell zu wirken. Mit sicherem Gespür für Licht, Bewegung und Geräusche rückt sie nah an ihre (Laien-)Darsteller heran und nimmt den Zuschauer mit auf eine Reise in eine fremde Welt, die schnell zu einer vertrauten wird.“ (FilmPolska 2018)

Zud, OmdU
Di 29.05.

kommen und gehen

Uwe Mann
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kommen und gehen

Deutschland 2017, 58 min

Regie: Uwe Mann

Hotel Maritim Halle, am 16. September 2015. Zum 30. September schließt es. In 14 Tagen. Es wird verpachtet an das Land Sachsen-Anhalt, wird Aufnahmestelle für Flüchtlinge. Uwe Mann kommt als Gast und bleibt bis zum Schluss mit der Frage, was sich ändert. Für wen, wieviel, wer wie darüber denkt, oder spricht.

„Die Nachricht über die anstehende Umnutzung kam für alle, auch die Gäste, sehr überraschend. Sie stand drei Wochen vor der Schließung des Hotels in der Zeitung. Der Portier meinte so freundlich wie traurig am Telefon, er dürfe keinen neuen Gast mehr einbuchen. Ich nahm meine Kameras und fuhr trotzdem hin. Ich wollte die letzten 14 Tage in diesem Haus leben, wollte die verbleibende Zeit dort dokumentieren. Offiziell galt: keine Presse im Haus! Dank Zufall, Glück und Zuversicht, auch dank dem Umstand, dass man einander gut kannte, durfte ich doch in „mein“ Hotel einchecken. Ich hatte zuvor Monate dort gewohnt, kenne die Geschichte des Hauses, kenne den Erbauer, von ihm erzählt mein erster Dokumentarfilm IM DREIECK. Ich kam dort also nicht neu an, sondern kehrte zurück. (…) Doch das Haus wurde pars pro toto zum Zankapfel der Stadt, mit lautem Disput bei einem Bürgerabend in der Marktkirche Halle. Es wurde deutlich, dass es nicht nur um ein Hotel geht. Das Thema der Zuwanderung ist groß, omnipräsent, komplex. Es verlockt zu diversen Thesen, scheint die Einwohnerschaft zu spalten. Die existentielle Rettung der einen steht dem beruflichen Unglück der anderen gegenüber. Das Hotelpersonal weiß, dass seine bisherige Lebenssituation in Kürze endet. Es muss sich erzählen lassen, wie es um sein „Haus“, sein Lebenswerk, steht. In Presse und TV wird das Haus als unrentabel und unattraktiv dargestellt. Die Entscheidung der Politik sei zwangsläufig. (…) Der Laden läuft für die Maritim-Chefetage schlecht, die Angestellten bekommen die Ohrfeige dafür. Ist es so? Werden sie sich trotz dieser Situation verständnisvoll, ja solidarisch zeigen? Im Film bleiben sie still, verrichten bis zu letzten Tag ihren Dienst, als wäre nichts geschehen.“ (Uwe Mann)

kommen und gehen
Di 29.05.

Farewell Halong, OmdU

Đức Ngô Ngọc
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Farewell Halong

Deutschland 2017, 98 min, vietnamesisch mit dt. UT

Regie: Đức Ngô Ngọc

In der Bucht von Ha Long im Norden Vietnams lebt der 46-jährige Nguyen Van Cuong mit seiner Familie in seiner selbstgebauten Hütte auf einem Floss. Für ihn ist das Leben auf dem Wasser normal – hier schläft, kocht und arbeitet die Familie schon seit Generationen. Doch der Schein der Idylle trügt. Goung muss seine außergewöhnliche Umgebung verlassen, da die Regierung die Bewohner des schwimmenden Dorfes auf das Land umsiedeln will Goung ist unschlüssig und schiebt die Entscheidung vor sich her. Als Kapitän steuert er auf eine äußerst ungewisse Zukunft zu – ob er sie auf dem Land oder auf dem Wasser verbringen wird, bleibt ungewiss.

Farewell Halong, OmdU
Di 29.05.

Zud, OmdU

Marta Mironowicz
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Zud (Зуд)

Deutschland/ Polen 2016, 85 min, mongolisch mit dt. UT

Regie: Marta Mironowicz

Als die eisige Kälte über die mongolische Steppe hereinbricht, verliert die Familie des elfjährigen Sukhbat zahlreiche Schafe und Ziegen. Um die drohende Schuldennot des Vaters zu lindern, soll Sukhbat mit einem halbwilden Pferd an einem gut dotierten Rennen teilnehmen. Herausforderungen und Konflikte, Geduld und Einsicht sind mit den Vorbereitungen verbunden – die Beziehung zwischen Vater und Sohn spitzt sich zu. Die hellen Singrufe, mit denen Sukhbat sein Pferd antreibt, und das Rauschen des kalten Windes dominieren den Klang der Steppe. Authentische Bilder dokumentieren den Überlebenskampf einer traditionellen nomadischen Lebensweise, die geprägt ist von intensiver Nähe zwischen Mensch und Tier in einer ebenso unwirtlichen wie bezaubernd kargen Landschaft. (Berlinale 2017)

„Wie schon in ihren dokumentarischen Arbeiten beweist Minorowicz ihr Talent Bilder einzufangen, die aussagekräftig sind, ohne artifiziell zu wirken. Mit sicherem Gespür für Licht, Bewegung und Geräusche rückt sie nah an ihre (Laien-)Darsteller heran und nimmt den Zuschauer mit auf eine Reise in eine fremde Welt, die schnell zu einer vertrauten wird.“ (FilmPolska 2018)

Zud, OmdU
Mi 30.05.

kommen und gehen

Uwe Mann
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kommen und gehen

Deutschland 2017, 58 min

Regie: Uwe Mann

Hotel Maritim Halle, am 16. September 2015. Zum 30. September schließt es. In 14 Tagen. Es wird verpachtet an das Land Sachsen-Anhalt, wird Aufnahmestelle für Flüchtlinge. Uwe Mann kommt als Gast und bleibt bis zum Schluss mit der Frage, was sich ändert. Für wen, wieviel, wer wie darüber denkt, oder spricht.

„Die Nachricht über die anstehende Umnutzung kam für alle, auch die Gäste, sehr überraschend. Sie stand drei Wochen vor der Schließung des Hotels in der Zeitung. Der Portier meinte so freundlich wie traurig am Telefon, er dürfe keinen neuen Gast mehr einbuchen. Ich nahm meine Kameras und fuhr trotzdem hin. Ich wollte die letzten 14 Tage in diesem Haus leben, wollte die verbleibende Zeit dort dokumentieren. Offiziell galt: keine Presse im Haus! Dank Zufall, Glück und Zuversicht, auch dank dem Umstand, dass man einander gut kannte, durfte ich doch in „mein“ Hotel einchecken. Ich hatte zuvor Monate dort gewohnt, kenne die Geschichte des Hauses, kenne den Erbauer, von ihm erzählt mein erster Dokumentarfilm IM DREIECK. Ich kam dort also nicht neu an, sondern kehrte zurück. (…) Doch das Haus wurde pars pro toto zum Zankapfel der Stadt, mit lautem Disput bei einem Bürgerabend in der Marktkirche Halle. Es wurde deutlich, dass es nicht nur um ein Hotel geht. Das Thema der Zuwanderung ist groß, omnipräsent, komplex. Es verlockt zu diversen Thesen, scheint die Einwohnerschaft zu spalten. Die existentielle Rettung der einen steht dem beruflichen Unglück der anderen gegenüber. Das Hotelpersonal weiß, dass seine bisherige Lebenssituation in Kürze endet. Es muss sich erzählen lassen, wie es um sein „Haus“, sein Lebenswerk, steht. In Presse und TV wird das Haus als unrentabel und unattraktiv dargestellt. Die Entscheidung der Politik sei zwangsläufig. (…) Der Laden läuft für die Maritim-Chefetage schlecht, die Angestellten bekommen die Ohrfeige dafür. Ist es so? Werden sie sich trotz dieser Situation verständnisvoll, ja solidarisch zeigen? Im Film bleiben sie still, verrichten bis zu letzten Tag ihren Dienst, als wäre nichts geschehen.“ (Uwe Mann)

kommen und gehen
Mi 30.05.

Farewell Halong, OmdU

Đức Ngô Ngọc
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Farewell Halong

Deutschland 2017, 98 min, vietnamesisch mit dt. UT

Regie: Đức Ngô Ngọc

In der Bucht von Ha Long im Norden Vietnams lebt der 46-jährige Nguyen Van Cuong mit seiner Familie in seiner selbstgebauten Hütte auf einem Floss. Für ihn ist das Leben auf dem Wasser normal – hier schläft, kocht und arbeitet die Familie schon seit Generationen. Doch der Schein der Idylle trügt. Goung muss seine außergewöhnliche Umgebung verlassen, da die Regierung die Bewohner des schwimmenden Dorfes auf das Land umsiedeln will Goung ist unschlüssig und schiebt die Entscheidung vor sich her. Als Kapitän steuert er auf eine äußerst ungewisse Zukunft zu – ob er sie auf dem Land oder auf dem Wasser verbringen wird, bleibt ungewiss.

Farewell Halong, OmdU
Mi 30.05.

Zud, OmdU

Marta Mironowicz
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Zud (Зуд)

Deutschland/ Polen 2016, 85 min, mongolisch mit dt. UT

Regie: Marta Mironowicz

Als die eisige Kälte über die mongolische Steppe hereinbricht, verliert die Familie des elfjährigen Sukhbat zahlreiche Schafe und Ziegen. Um die drohende Schuldennot des Vaters zu lindern, soll Sukhbat mit einem halbwilden Pferd an einem gut dotierten Rennen teilnehmen. Herausforderungen und Konflikte, Geduld und Einsicht sind mit den Vorbereitungen verbunden – die Beziehung zwischen Vater und Sohn spitzt sich zu. Die hellen Singrufe, mit denen Sukhbat sein Pferd antreibt, und das Rauschen des kalten Windes dominieren den Klang der Steppe. Authentische Bilder dokumentieren den Überlebenskampf einer traditionellen nomadischen Lebensweise, die geprägt ist von intensiver Nähe zwischen Mensch und Tier in einer ebenso unwirtlichen wie bezaubernd kargen Landschaft. (Berlinale 2017)

„Wie schon in ihren dokumentarischen Arbeiten beweist Minorowicz ihr Talent Bilder einzufangen, die aussagekräftig sind, ohne artifiziell zu wirken. Mit sicherem Gespür für Licht, Bewegung und Geräusche rückt sie nah an ihre (Laien-)Darsteller heran und nimmt den Zuschauer mit auf eine Reise in eine fremde Welt, die schnell zu einer vertrauten wird.“ (FilmPolska 2018)

Zud, OmdU
Do 31.05.

USEDOM – Der freie Blick aufs Meer

Heinz Brinkmann
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USEDOM – Der freie Blick aufs Meer

Deutschland 2018, 95 min

Regie: Heinz Brinkmann

Lange, feinsandige Strände. Die Kaiserbäder Ahlbeck, Heringsdorf und Bansin. Eine nicht enden wollende Promenade bis zur Mündung der Swina in Polen. Das weite Haff der Oder, der Peenestrom und das Achterwasser. Fischerdörfer hinter Mischwäldern. Seebrücken vor Strandhotels. Prachtvillen aus der Gründerzeit. Die Legende von Vineta. Schon gegen Ende des 19. Jahrhunderts entdeckten Berliner Bankiers die verzaubernde Schönheit der Küsten Usedoms – und machten daraus ein geniales Geschäftsmodell. Heute zieht es alljährlich Millionen von Touristen auf die Insel. Doch die Gäste bringen nicht nur Wachstum, sondern verändern auch das Gesicht Usedoms.

Regisseur Heinz Brinkmann, der selbst aus Heringsdorf stammt, versammelt 25 Jahren nach seinem Film Usedom – Ein deutsches Inselleben neue Geschichten von Insulanern, die auf unterschiedliche Weise nach Usedom kamen und zu Gastgebern für Millionen von Urlaubern wurden. USEDOM – DER FREIE BLICK AUFS MEER beschreibt die deutsch-polnische Insel als einen Ort, an dem der europäische Gedanke des nationalen Zusammenwachsens so stark gelebt wird wie kaum anderswo. Er zeigt aber auch den immer schärfer ausgetragenen Konflikt zwischen der Bewahrung einer einzigartigen Bäderarchitektur und der Errichtung von neuen, verwechselbaren Luxus-Quartieren durch auswärtige Investoren. Ein nostalgisch-heiterer Streifzug über die berühmte Urlaubsinsel mit nachdenklichen Blicken.

USEDOM – Der freie Blick aufs Meer
Do 31.05.

Zud, OmdU

Marta Mironowicz
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Zud (Зуд)

Deutschland/ Polen 2016, 85 min, mongolisch mit dt. UT

Regie: Marta Mironowicz

Als die eisige Kälte über die mongolische Steppe hereinbricht, verliert die Familie des elfjährigen Sukhbat zahlreiche Schafe und Ziegen. Um die drohende Schuldennot des Vaters zu lindern, soll Sukhbat mit einem halbwilden Pferd an einem gut dotierten Rennen teilnehmen. Herausforderungen und Konflikte, Geduld und Einsicht sind mit den Vorbereitungen verbunden – die Beziehung zwischen Vater und Sohn spitzt sich zu. Die hellen Singrufe, mit denen Sukhbat sein Pferd antreibt, und das Rauschen des kalten Windes dominieren den Klang der Steppe. Authentische Bilder dokumentieren den Überlebenskampf einer traditionellen nomadischen Lebensweise, die geprägt ist von intensiver Nähe zwischen Mensch und Tier in einer ebenso unwirtlichen wie bezaubernd kargen Landschaft. (Berlinale 2017)

„Wie schon in ihren dokumentarischen Arbeiten beweist Minorowicz ihr Talent Bilder einzufangen, die aussagekräftig sind, ohne artifiziell zu wirken. Mit sicherem Gespür für Licht, Bewegung und Geräusche rückt sie nah an ihre (Laien-)Darsteller heran und nimmt den Zuschauer mit auf eine Reise in eine fremde Welt, die schnell zu einer vertrauten wird.“ (FilmPolska 2018)

Zud, OmdU
Fr 01.06.

USEDOM – Der freie Blick aufs Meer – in Anwesenheit des Regisseurs!

Heinz Brinkmann
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USEDOM – Der freie Blick aufs Meer

Deutschland 2018, 95 min

Regie: Heinz Brinkmann

Lange, feinsandige Strände. Die Kaiserbäder Ahlbeck, Heringsdorf und Bansin. Eine nicht enden wollende Promenade bis zur Mündung der Swina in Polen. Das weite Haff der Oder, der Peenestrom und das Achterwasser. Fischerdörfer hinter Mischwäldern. Seebrücken vor Strandhotels. Prachtvillen aus der Gründerzeit. Die Legende von Vineta. Schon gegen Ende des 19. Jahrhunderts entdeckten Berliner Bankiers die verzaubernde Schönheit der Küsten Usedoms – und machten daraus ein geniales Geschäftsmodell. Heute zieht es alljährlich Millionen von Touristen auf die Insel. Doch die Gäste bringen nicht nur Wachstum, sondern verändern auch das Gesicht Usedoms.

Regisseur Heinz Brinkmann, der selbst aus Heringsdorf stammt, versammelt 25 Jahren nach seinem Film Usedom – Ein deutsches Inselleben neue Geschichten von Insulanern, die auf unterschiedliche Weise nach Usedom kamen und zu Gastgebern für Millionen von Urlaubern wurden. USEDOM – DER FREIE BLICK AUFS MEER beschreibt die deutsch-polnische Insel als einen Ort, an dem der europäische Gedanke des nationalen Zusammenwachsens so stark gelebt wird wie kaum anderswo. Er zeigt aber auch den immer schärfer ausgetragenen Konflikt zwischen der Bewahrung einer einzigartigen Bäderarchitektur und der Errichtung von neuen, verwechselbaren Luxus-Quartieren durch auswärtige Investoren. Ein nostalgisch-heiterer Streifzug über die berühmte Urlaubsinsel mit nachdenklichen Blicken.

USEDOM – Der freie Blick aufs Meer – in Anwesenheit des Regisseurs!
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