Do 22.08.

Lange nach der Schlacht (25 Jahre Abzug der sow. Truppen aus DE) in Anwesenheit der Filmemacher

Eduard Schreiber & Regine Kühn
Mehr infos Schliessen
  1. Jahre Abzug der sowjetischen Truppen aus Deutschland:

Lange nach der Schlacht

D 1995, 16mm, 221 min

am Do, 22. August um 19 Uhr in Anwesenheit der Filmemacher

Regie: Eduard Schreiber, Regine Kühn

1991 begannen Regisseur Eduard Schreiber und Szenaristin Regine Kühn in dem märkischen Dorf Altes Lager (bei Jüterbog) mit Filmaufnahmen zu einem Langzeitprojekt über den Abzug der dort stationierten sowjetischen Truppen. Hier hatten sich die 400 Bewohner mit 20.000 sowjetischen Soldaten und Offizieren arrangiert. Mit dem Abzug des Militärs wurde alles anders. Auf dem Flugplatz rasen bunte Go-Carts, der Schießplatz wurde ein Biotop. Und die Menschen? Einige haben das Filmteam vier Jahre lang begleitet: Deutsche, Russen, Ukrainer, Tataren, Russlanddeutsche … (Berliner Zeitung)

 

„Lange nach der Schlacht zeigt das Kippen vager Hoffnungen in Resignation. Ohne es verbal zu betonen, weist der Film damit zugleich auf das Konfliktpotential hin, das sich hinter der Mauer aus Enttäuschung und Verbitterung sammelt. Eine erregende soziale und soziologische Studie, die noch einmal die Tugenden der DEFA bündelt: Vertrautheit durch Nähe. Die Ruhe und Zärtlichkeit des Blicks, die Sensibilität für Landschaftsmotive, die auch Seelenzustände bedeuten können. Auf dem verlassenen Armeegelände liegen Stapel kaputter Autoreifen, Fässer und Tonnen von Unrat. Und in der Kaserne streicht Willi, der Maler aus Brandenburg, die Wände eines riesigen Saales: ‚Kein deutscher Soldat‘, sagt er, ‚wird hier mehr reingehen. Naja, vielleicht das Finanzamt…‘ (Ralf Schenk, Filmdienst 3/1996)

„Mir ist es zu DDR-Zeiten nie geglückt, einen langen Film über viele Jahre zu machen. Ich hatte aber immer das Bedürfnis, etwas über mehrere Jahre zu beobachten, weil man dann erst hinter die Dinge kommt. Dieser Film war eine Chance. Aber für mich kommt noch etwas anderes hinzu, was erst nach 1989 offenkundig geworden ist. Ich bekam plötzlich das Gefühl, dass durch die Veränderung in den östlichen Gesellschaften diese Menschen ihre Biographien verloren. Wir alle machten vielfältige Erfahrungen. Ich hielt es in diesem Moment für wichtig, dass wir mit unserer Arbeit etwas von diesen Biographien bewahren und auch aufarbeiten. Die Umbrüche in den Biographien sind Ausdruck der Umbrüche dieses Jahrhunderts, das jetzt zu Ende geht. Und wenn Dokumentarfilm überhaupt noch etwas leisten kann, muss er auf solche Vorgänge aufmerksam machen… Die Beliebigkeit und Austauschbarkeit der Dinge, die jetzt über die Medien transportiert werden, ist tödlich. Da wird das Gedächtnis vollkommen paralysiert. Irgendetwas muss doch bleiben. Auch in dem Sinne, dass man sich damit kritisch auseinandersetzt. Man kann doch nicht alles einfach beiseite tun und zur Tagesordnung übergehen.“ (Die Filmemacher im Gespräch mit Erika Richter, Forum 1996)

Lange nach der Schlacht (25 Jahre Abzug der sow. Truppen aus DE) in Anwesenheit der Filmemacher
Fr 23.08.

Die Grube (Гьолът), OmdU

Hristiana Raykova
Mehr infos Schliessen

Die Grube (Гьолът)

D 2019, 73 min, OmdU    Filmuniversität Babelsberg „Konrad Wolf“

Regie: Hristiana Raykova

Thermen waren zu römischer Zeit ein vitaler Raum öffentlichen Lebens. Die entgeltfrei zugänglichen Badeanstalten stellten einen Dreh- und Angelpunkt des sozialen Miteinanders dar. Am Goldstrand in Bulgarien hat in einer Therme, genannt „die Grube“, diese Tradition bis in die Gegenwart überlebt. Selbst im Winter, wenn bei fünf Grad über null das Wasser dampft, sitzen die Menschen im heißen Becken beieinander. Entspannt im Hier und Jetzt, hinter ihnen das Meer, eine unendliche Weite. Was im ersten Moment wie ein verklärender Blick ins Paradies erscheint, ist in Wahrheit ein kluges Porträt der bulgarischen Gegenwart. Die anrührende Untersuchung eines Mikrokosmos, der für eine ganze Gesellschaft steht. Ein Menschenmosaik aus persönlichen und politischen Geschichten: Schwelende Konflikte und hitzige Diskussionen fügen sich zu einem vielfältigen Ganzen. In der Grube am Goldstrand treffen gegensätzliche Weltbilder und übergreifende Trends aufeinander, und über allem schwebt, selbst bei schönstem Wetter, die dunkle Wolke der Ökonomisierung sämtlicher Lebensbereiche. (Berlinale 19)

„Für DIE GRUBE, ihren Abschlussfilm an der Filmuniversität in Potsdam, ist Hristiana Raykova zurück in ihre Heimatstadt Varna gegangen. Sie hat in ihrem Dokumentarfilm einen Mikrokosmos eingefangen, den man sich schöner nicht ausdenken könnte: Da ist der knorrige Alexander, der am Becken Mundharmonika spielt und von seiner Zeit als Bassist in einer Tischkapelle schwärmt. Ein anderer älterer Stammbesucher (es sind zu mindestens 80 Prozent Männer, die sich hier treffen) hat ständig neue Freundinnen. Und dann ist da noch Bobi, der erst abends kommt, wenn die meisten anderen Stammgäste längst zu Hause sind. Dann nämlich werden Strand und Grube zur Cruising-Area für Schwule. Ein beachtlicher und warmer Film, der beobachtet, ohne zu werten.“ (Fabian Wallmeier, rbb)

Die Grube (Гьолът), OmdU
Fr 23.08.

Кислота (Acid), OmdU

Aleksandr Gorchilin
Mehr infos Schliessen

Кислота (Acid)                                            Hauptpreis goEast 19

RUS 2018, 98 min, russische Originalfassung mit deutschen UT

Regie: Aleksandr Gorchilin

Sasha ist 20, produziert halbherzig seine eigene Musik, hat ansonsten aber keinen richtigen Plan für sein Leben. Gerade ist sein Kumpel Vanja vom Balkon gesprungen. „Wenn du springen willst, spring!“, hat Petja zuvor noch zu Vanja gesagt. Nach der Beerdigung gehen Petja, Sasha und seine Freundin Karina erst mal in den Club, feiern. Dort lernen sie den Künstler Vasilisk kennen, der Sashas beschnittenen Schwanz fotografieren will. Bei sich zuhause führt Vasilisk den dreien seine Kunst vor: Er löst alte Politiker-Büsten in Säure auf und präsentiert die deformierten Objekte als neue Skulpturen. Aus Langweile trinkt Petja einen Schluck der Säure und landet im Krankenhaus. Ein paar Tage später wird er mit einem dicken Pflaster über den Mund entlassen. Als er wieder zu sprechen beginnt, findet er endlich Worte für das Chaos um sich.

Der russischen Schauspieler Alexander Gorchilin – bekannt aus seiner Zusammenarbeit mit Kirill Serebrennikow hat mit ACID ein abgründiges Porträt der Jugend im heutigen Russland gedreht. Den jungen Männern in seinem Film scheint es ökonomisch an nichts zu mangeln, emotional wirken sie jedoch in einer Gesellschaft ohne Väter und ernstzunehmende Identifikationsfiguren vollkommen verwahrlost und orientierungslos. Partys, Drogen und Sex funktionieren irgendwann nicht mehr als Fluchträume vor der Kommunikationslosigkeit und Leere der umgebenden Welt. Ein Not-Coming-of-Age-Film mit ätzender Wirkung.

„Es ist ein trostloses Porträt, das Gorchilin zeichnet, erzählerisch jugendhaft ungestüm sowie stilistisch kühl und abgeklärt erwachsen. Die rastlosen und zugleich gelähmten Protagonisten und Protagonistinnen taumeln allesamt am Rande des Abgrunds, der Wahnsinn ist stets nur einen Sprung entfernt. Dennoch lässt „Kislota“ auch Szenen kurz aufflammender Leidenschaften und Gefühle zu, die leise Hoffnung versprechen. Ein starker Debütfilm, eine der Entdeckungen der Berlinale 2019.” (Christian Klosz, filmpluskritik.com)

Кислота (Acid), OmdU
Fr 23.08.

Kaviar – Икра, OmdU

Elena Tichonowa
Mehr infos Schliessen

Kaviar (Икра)

Österreich 2019,100 min, Russisch | Deutsch mit deutschen und russischen Untertiteln!

Regie: Elena Tichonowa          “Publikumspreis” 40. Max Ophüls Preis 2019

Ein russischer Oligarch will sich in Wien einkaufen, um einen verrückten Plan zu verwirklichen und lässt reichlich Schmiergeld fließen. Ein zwielichtiger Stadtrat hält da nur allzu gern die Hände auf und auch ein paar andere windige Gesellen sind mit von der Partie, weil sie das große Geld wittern.

„Die Politik Österreichs bietet derzeit genug Anlass zur Sorge, aber auch viel Potential für Spott. Gerade in einem solchen Klima gedeihen Satiren prächtig. Elena Tikhonovas KAVIAR setzt auf politische Seilschaften und Korruption und übersteigert sie ins Groteske.“ (Lars Tunçay, Indiekino)

„Bereits im März 2019, bei der Diagonale, feierte ein Kinofilm Premiere, der dieses unerträgliche Spiel mit Macht und Geld in einer Komödie zeigte. KAVIAR heißt dieser Film, der unter der russischen Regisseurin Elena Tikhonova entstand, die gemeinsam mit dem Österreicher Robert Buchschwenter das Drehbuch verfasste. Was man im Frühjahr 2019 noch als unrealistisch überspitzte Satire glaubte zu sehen, wurde nur wenige Monate später von der Realität beinhart rechts überholt. Während sich einem sämtliche Haare vor dem TV-Apparat sträubten, biegt man sich im Kinosessel vor Lachen. Und einmal mehr stellt sich eine weitere Frage, nämlich, was muss die Satire noch alles tun, damit sie nicht von der Realität eingeholt wird? Dabei machte die in der sowjetischen Wissenschaftsstadt Obninsk geborene und aufgewachsene Elena Tikhonova mit ihrem ersten Kinospielfilm ja „nur“ einen Film, der auf ihren eigenen Einsichten in die russische Community in Wien basiert. „Im Kern“, so Elena Tikhonova, „ist Kaviar ein Film über Migration und über die Überwindung der Einsamkeit, die sie mit sich bringt. […] Vieles im Film ist von eigenen Beobachtungen inspiriert, die ich machte, seit ich vor 19 Jahren ohne ein Wort Deutsch zu können nach Österreich gekommen bin und mich per trial & error in meiner neuen Umgebung zurechtfinden musste.“ (Manfred Horak, kulturwoche.at)

Kaviar – Икра, OmdU
Sa 24.08.

Die Grube (Гьолът), OmdU

Hristiana Raykova
Mehr infos Schliessen

Die Grube (Гьолът)

D 2019, 73 min, OmdU    Filmuniversität Babelsberg „Konrad Wolf“

Regie: Hristiana Raykova

Thermen waren zu römischer Zeit ein vitaler Raum öffentlichen Lebens. Die entgeltfrei zugänglichen Badeanstalten stellten einen Dreh- und Angelpunkt des sozialen Miteinanders dar. Am Goldstrand in Bulgarien hat in einer Therme, genannt „die Grube“, diese Tradition bis in die Gegenwart überlebt. Selbst im Winter, wenn bei fünf Grad über null das Wasser dampft, sitzen die Menschen im heißen Becken beieinander. Entspannt im Hier und Jetzt, hinter ihnen das Meer, eine unendliche Weite. Was im ersten Moment wie ein verklärender Blick ins Paradies erscheint, ist in Wahrheit ein kluges Porträt der bulgarischen Gegenwart. Die anrührende Untersuchung eines Mikrokosmos, der für eine ganze Gesellschaft steht. Ein Menschenmosaik aus persönlichen und politischen Geschichten: Schwelende Konflikte und hitzige Diskussionen fügen sich zu einem vielfältigen Ganzen. In der Grube am Goldstrand treffen gegensätzliche Weltbilder und übergreifende Trends aufeinander, und über allem schwebt, selbst bei schönstem Wetter, die dunkle Wolke der Ökonomisierung sämtlicher Lebensbereiche. (Berlinale 19)

„Für DIE GRUBE, ihren Abschlussfilm an der Filmuniversität in Potsdam, ist Hristiana Raykova zurück in ihre Heimatstadt Varna gegangen. Sie hat in ihrem Dokumentarfilm einen Mikrokosmos eingefangen, den man sich schöner nicht ausdenken könnte: Da ist der knorrige Alexander, der am Becken Mundharmonika spielt und von seiner Zeit als Bassist in einer Tischkapelle schwärmt. Ein anderer älterer Stammbesucher (es sind zu mindestens 80 Prozent Männer, die sich hier treffen) hat ständig neue Freundinnen. Und dann ist da noch Bobi, der erst abends kommt, wenn die meisten anderen Stammgäste längst zu Hause sind. Dann nämlich werden Strand und Grube zur Cruising-Area für Schwule. Ein beachtlicher und warmer Film, der beobachtet, ohne zu werten.“ (Fabian Wallmeier, rbb)

Die Grube (Гьолът), OmdU
Sa 24.08.

Кислота (Acid), OmdU

Aleksandr Gorchilin
Mehr infos Schliessen

Кислота (Acid)                                            Hauptpreis goEast 19

RUS 2018, 98 min, russische Originalfassung mit deutschen UT

Regie: Aleksandr Gorchilin

Sasha ist 20, produziert halbherzig seine eigene Musik, hat ansonsten aber keinen richtigen Plan für sein Leben. Gerade ist sein Kumpel Vanja vom Balkon gesprungen. „Wenn du springen willst, spring!“, hat Petja zuvor noch zu Vanja gesagt. Nach der Beerdigung gehen Petja, Sasha und seine Freundin Karina erst mal in den Club, feiern. Dort lernen sie den Künstler Vasilisk kennen, der Sashas beschnittenen Schwanz fotografieren will. Bei sich zuhause führt Vasilisk den dreien seine Kunst vor: Er löst alte Politiker-Büsten in Säure auf und präsentiert die deformierten Objekte als neue Skulpturen. Aus Langweile trinkt Petja einen Schluck der Säure und landet im Krankenhaus. Ein paar Tage später wird er mit einem dicken Pflaster über den Mund entlassen. Als er wieder zu sprechen beginnt, findet er endlich Worte für das Chaos um sich.

Der russischen Schauspieler Alexander Gorchilin – bekannt aus seiner Zusammenarbeit mit Kirill Serebrennikow hat mit ACID ein abgründiges Porträt der Jugend im heutigen Russland gedreht. Den jungen Männern in seinem Film scheint es ökonomisch an nichts zu mangeln, emotional wirken sie jedoch in einer Gesellschaft ohne Väter und ernstzunehmende Identifikationsfiguren vollkommen verwahrlost und orientierungslos. Partys, Drogen und Sex funktionieren irgendwann nicht mehr als Fluchträume vor der Kommunikationslosigkeit und Leere der umgebenden Welt. Ein Not-Coming-of-Age-Film mit ätzender Wirkung.

„Es ist ein trostloses Porträt, das Gorchilin zeichnet, erzählerisch jugendhaft ungestüm sowie stilistisch kühl und abgeklärt erwachsen. Die rastlosen und zugleich gelähmten Protagonisten und Protagonistinnen taumeln allesamt am Rande des Abgrunds, der Wahnsinn ist stets nur einen Sprung entfernt. Dennoch lässt „Kislota“ auch Szenen kurz aufflammender Leidenschaften und Gefühle zu, die leise Hoffnung versprechen. Ein starker Debütfilm, eine der Entdeckungen der Berlinale 2019.” (Christian Klosz, filmpluskritik.com)

Кислота (Acid), OmdU
Sa 24.08.

Kaviar – Икра, OmdU

Elena Tichonowa
Mehr infos Schliessen

Kaviar (Икра)

Österreich 2019,100 min, Russisch | Deutsch mit deutschen und russischen Untertiteln!

Regie: Elena Tichonowa          “Publikumspreis” 40. Max Ophüls Preis 2019

Ein russischer Oligarch will sich in Wien einkaufen, um einen verrückten Plan zu verwirklichen und lässt reichlich Schmiergeld fließen. Ein zwielichtiger Stadtrat hält da nur allzu gern die Hände auf und auch ein paar andere windige Gesellen sind mit von der Partie, weil sie das große Geld wittern.

„Die Politik Österreichs bietet derzeit genug Anlass zur Sorge, aber auch viel Potential für Spott. Gerade in einem solchen Klima gedeihen Satiren prächtig. Elena Tikhonovas KAVIAR setzt auf politische Seilschaften und Korruption und übersteigert sie ins Groteske.“ (Lars Tunçay, Indiekino)

„Bereits im März 2019, bei der Diagonale, feierte ein Kinofilm Premiere, der dieses unerträgliche Spiel mit Macht und Geld in einer Komödie zeigte. KAVIAR heißt dieser Film, der unter der russischen Regisseurin Elena Tikhonova entstand, die gemeinsam mit dem Österreicher Robert Buchschwenter das Drehbuch verfasste. Was man im Frühjahr 2019 noch als unrealistisch überspitzte Satire glaubte zu sehen, wurde nur wenige Monate später von der Realität beinhart rechts überholt. Während sich einem sämtliche Haare vor dem TV-Apparat sträubten, biegt man sich im Kinosessel vor Lachen. Und einmal mehr stellt sich eine weitere Frage, nämlich, was muss die Satire noch alles tun, damit sie nicht von der Realität eingeholt wird? Dabei machte die in der sowjetischen Wissenschaftsstadt Obninsk geborene und aufgewachsene Elena Tikhonova mit ihrem ersten Kinospielfilm ja „nur“ einen Film, der auf ihren eigenen Einsichten in die russische Community in Wien basiert. „Im Kern“, so Elena Tikhonova, „ist Kaviar ein Film über Migration und über die Überwindung der Einsamkeit, die sie mit sich bringt. […] Vieles im Film ist von eigenen Beobachtungen inspiriert, die ich machte, seit ich vor 19 Jahren ohne ein Wort Deutsch zu können nach Österreich gekommen bin und mich per trial & error in meiner neuen Umgebung zurechtfinden musste.“ (Manfred Horak, kulturwoche.at)

Kaviar – Икра, OmdU
So 25.08.

Die Grube (Гьолът), OmdU

Hristiana Raykova
Mehr infos Schliessen

Die Grube (Гьолът)

D 2019, 73 min, OmdU    Filmuniversität Babelsberg „Konrad Wolf“

Regie: Hristiana Raykova

Thermen waren zu römischer Zeit ein vitaler Raum öffentlichen Lebens. Die entgeltfrei zugänglichen Badeanstalten stellten einen Dreh- und Angelpunkt des sozialen Miteinanders dar. Am Goldstrand in Bulgarien hat in einer Therme, genannt „die Grube“, diese Tradition bis in die Gegenwart überlebt. Selbst im Winter, wenn bei fünf Grad über null das Wasser dampft, sitzen die Menschen im heißen Becken beieinander. Entspannt im Hier und Jetzt, hinter ihnen das Meer, eine unendliche Weite. Was im ersten Moment wie ein verklärender Blick ins Paradies erscheint, ist in Wahrheit ein kluges Porträt der bulgarischen Gegenwart. Die anrührende Untersuchung eines Mikrokosmos, der für eine ganze Gesellschaft steht. Ein Menschenmosaik aus persönlichen und politischen Geschichten: Schwelende Konflikte und hitzige Diskussionen fügen sich zu einem vielfältigen Ganzen. In der Grube am Goldstrand treffen gegensätzliche Weltbilder und übergreifende Trends aufeinander, und über allem schwebt, selbst bei schönstem Wetter, die dunkle Wolke der Ökonomisierung sämtlicher Lebensbereiche. (Berlinale 19)

„Für DIE GRUBE, ihren Abschlussfilm an der Filmuniversität in Potsdam, ist Hristiana Raykova zurück in ihre Heimatstadt Varna gegangen. Sie hat in ihrem Dokumentarfilm einen Mikrokosmos eingefangen, den man sich schöner nicht ausdenken könnte: Da ist der knorrige Alexander, der am Becken Mundharmonika spielt und von seiner Zeit als Bassist in einer Tischkapelle schwärmt. Ein anderer älterer Stammbesucher (es sind zu mindestens 80 Prozent Männer, die sich hier treffen) hat ständig neue Freundinnen. Und dann ist da noch Bobi, der erst abends kommt, wenn die meisten anderen Stammgäste längst zu Hause sind. Dann nämlich werden Strand und Grube zur Cruising-Area für Schwule. Ein beachtlicher und warmer Film, der beobachtet, ohne zu werten.“ (Fabian Wallmeier, rbb)

Die Grube (Гьолът), OmdU
So 25.08.

Кислота (Acid), OmdU

Aleksandr Gorchilin
Mehr infos Schliessen

Кислота (Acid)                                            Hauptpreis goEast 19

RUS 2018, 98 min, russische Originalfassung mit deutschen UT

Regie: Aleksandr Gorchilin

Sasha ist 20, produziert halbherzig seine eigene Musik, hat ansonsten aber keinen richtigen Plan für sein Leben. Gerade ist sein Kumpel Vanja vom Balkon gesprungen. „Wenn du springen willst, spring!“, hat Petja zuvor noch zu Vanja gesagt. Nach der Beerdigung gehen Petja, Sasha und seine Freundin Karina erst mal in den Club, feiern. Dort lernen sie den Künstler Vasilisk kennen, der Sashas beschnittenen Schwanz fotografieren will. Bei sich zuhause führt Vasilisk den dreien seine Kunst vor: Er löst alte Politiker-Büsten in Säure auf und präsentiert die deformierten Objekte als neue Skulpturen. Aus Langweile trinkt Petja einen Schluck der Säure und landet im Krankenhaus. Ein paar Tage später wird er mit einem dicken Pflaster über den Mund entlassen. Als er wieder zu sprechen beginnt, findet er endlich Worte für das Chaos um sich.

Der russischen Schauspieler Alexander Gorchilin – bekannt aus seiner Zusammenarbeit mit Kirill Serebrennikow hat mit ACID ein abgründiges Porträt der Jugend im heutigen Russland gedreht. Den jungen Männern in seinem Film scheint es ökonomisch an nichts zu mangeln, emotional wirken sie jedoch in einer Gesellschaft ohne Väter und ernstzunehmende Identifikationsfiguren vollkommen verwahrlost und orientierungslos. Partys, Drogen und Sex funktionieren irgendwann nicht mehr als Fluchträume vor der Kommunikationslosigkeit und Leere der umgebenden Welt. Ein Not-Coming-of-Age-Film mit ätzender Wirkung.

„Es ist ein trostloses Porträt, das Gorchilin zeichnet, erzählerisch jugendhaft ungestüm sowie stilistisch kühl und abgeklärt erwachsen. Die rastlosen und zugleich gelähmten Protagonisten und Protagonistinnen taumeln allesamt am Rande des Abgrunds, der Wahnsinn ist stets nur einen Sprung entfernt. Dennoch lässt „Kislota“ auch Szenen kurz aufflammender Leidenschaften und Gefühle zu, die leise Hoffnung versprechen. Ein starker Debütfilm, eine der Entdeckungen der Berlinale 2019.” (Christian Klosz, filmpluskritik.com)

Кислота (Acid), OmdU
So 25.08.

Kaviar – Икра, OmdU

Elena Tichonowa
Mehr infos Schliessen

Kaviar (Икра)

Österreich 2019,100 min, Russisch | Deutsch mit deutschen und russischen Untertiteln!

Regie: Elena Tichonowa          “Publikumspreis” 40. Max Ophüls Preis 2019

Ein russischer Oligarch will sich in Wien einkaufen, um einen verrückten Plan zu verwirklichen und lässt reichlich Schmiergeld fließen. Ein zwielichtiger Stadtrat hält da nur allzu gern die Hände auf und auch ein paar andere windige Gesellen sind mit von der Partie, weil sie das große Geld wittern.

„Die Politik Österreichs bietet derzeit genug Anlass zur Sorge, aber auch viel Potential für Spott. Gerade in einem solchen Klima gedeihen Satiren prächtig. Elena Tikhonovas KAVIAR setzt auf politische Seilschaften und Korruption und übersteigert sie ins Groteske.“ (Lars Tunçay, Indiekino)

„Bereits im März 2019, bei der Diagonale, feierte ein Kinofilm Premiere, der dieses unerträgliche Spiel mit Macht und Geld in einer Komödie zeigte. KAVIAR heißt dieser Film, der unter der russischen Regisseurin Elena Tikhonova entstand, die gemeinsam mit dem Österreicher Robert Buchschwenter das Drehbuch verfasste. Was man im Frühjahr 2019 noch als unrealistisch überspitzte Satire glaubte zu sehen, wurde nur wenige Monate später von der Realität beinhart rechts überholt. Während sich einem sämtliche Haare vor dem TV-Apparat sträubten, biegt man sich im Kinosessel vor Lachen. Und einmal mehr stellt sich eine weitere Frage, nämlich, was muss die Satire noch alles tun, damit sie nicht von der Realität eingeholt wird? Dabei machte die in der sowjetischen Wissenschaftsstadt Obninsk geborene und aufgewachsene Elena Tikhonova mit ihrem ersten Kinospielfilm ja „nur“ einen Film, der auf ihren eigenen Einsichten in die russische Community in Wien basiert. „Im Kern“, so Elena Tikhonova, „ist Kaviar ein Film über Migration und über die Überwindung der Einsamkeit, die sie mit sich bringt. […] Vieles im Film ist von eigenen Beobachtungen inspiriert, die ich machte, seit ich vor 19 Jahren ohne ein Wort Deutsch zu können nach Österreich gekommen bin und mich per trial & error in meiner neuen Umgebung zurechtfinden musste.“ (Manfred Horak, kulturwoche.at)

Kaviar – Икра, OmdU
Mo 26.08.

keine Vorstellung

Mehr infos Schliessen
Di 27.08.

Die Grube (Гьолът), OmdU

Hristiana Raykova
Mehr infos Schliessen

Die Grube (Гьолът)

D 2019, 73 min, OmdU    Filmuniversität Babelsberg „Konrad Wolf“

Regie: Hristiana Raykova

Thermen waren zu römischer Zeit ein vitaler Raum öffentlichen Lebens. Die entgeltfrei zugänglichen Badeanstalten stellten einen Dreh- und Angelpunkt des sozialen Miteinanders dar. Am Goldstrand in Bulgarien hat in einer Therme, genannt „die Grube“, diese Tradition bis in die Gegenwart überlebt. Selbst im Winter, wenn bei fünf Grad über null das Wasser dampft, sitzen die Menschen im heißen Becken beieinander. Entspannt im Hier und Jetzt, hinter ihnen das Meer, eine unendliche Weite. Was im ersten Moment wie ein verklärender Blick ins Paradies erscheint, ist in Wahrheit ein kluges Porträt der bulgarischen Gegenwart. Die anrührende Untersuchung eines Mikrokosmos, der für eine ganze Gesellschaft steht. Ein Menschenmosaik aus persönlichen und politischen Geschichten: Schwelende Konflikte und hitzige Diskussionen fügen sich zu einem vielfältigen Ganzen. In der Grube am Goldstrand treffen gegensätzliche Weltbilder und übergreifende Trends aufeinander, und über allem schwebt, selbst bei schönstem Wetter, die dunkle Wolke der Ökonomisierung sämtlicher Lebensbereiche. (Berlinale 19)

„Für DIE GRUBE, ihren Abschlussfilm an der Filmuniversität in Potsdam, ist Hristiana Raykova zurück in ihre Heimatstadt Varna gegangen. Sie hat in ihrem Dokumentarfilm einen Mikrokosmos eingefangen, den man sich schöner nicht ausdenken könnte: Da ist der knorrige Alexander, der am Becken Mundharmonika spielt und von seiner Zeit als Bassist in einer Tischkapelle schwärmt. Ein anderer älterer Stammbesucher (es sind zu mindestens 80 Prozent Männer, die sich hier treffen) hat ständig neue Freundinnen. Und dann ist da noch Bobi, der erst abends kommt, wenn die meisten anderen Stammgäste längst zu Hause sind. Dann nämlich werden Strand und Grube zur Cruising-Area für Schwule. Ein beachtlicher und warmer Film, der beobachtet, ohne zu werten.“ (Fabian Wallmeier, rbb)

Die Grube (Гьолът), OmdU
Di 27.08.

LEIPZIG REIHE – PROGRAMM 4 (1997): Große weite Welt

Andreas Voigt
Mehr infos Schliessen

Leipzig Reihe – Programm 4:

Große weite Welt

D 1997, 35mm, 90 min

Regie: Andreas Voigt

Grosse weite Welt kehrt 1996 zu Sven und einigen Protagonistinnen aus Letztes Jahr Titanic, unter anderem zu Isabel und Renate, zurück und konstatiert das Ankommen der Ostdeutschen in einer ernüchternden Realität. Aus den öffentlichen Plätzen und Fabriken der ersten Filme hat man sich erschöpft ins Private der Gartenlaube, des Autos, der Wohnung zurückgezogen. Aus dem Aufbruch der Wendezeit wurden zunehmende Vereinzelung und eine spürbare Entpolitisierung. (kinofenster.de)

„Die damals an Aufbruch glaubten, sind heute nachdenklich. Die damals nachdenklich waren, sind irgendwie aufgebrochen. Auf der Strecke bleiben Träume. Realität bedeutet einrichten. Irgendwie.“ (N.Wehrstedt, BLZ 29.10.97)

 

LEIPZIG REIHE – PROGRAMM 4 (1997): Große weite Welt
Di 27.08.

Кислота (Acid), OmdU

Aleksandr Gorchilin
Mehr infos Schliessen

Кислота (Acid)                                            Hauptpreis goEast 19

RUS 2018, 98 min, russische Originalfassung mit deutschen UT

Regie: Aleksandr Gorchilin

Sasha ist 20, produziert halbherzig seine eigene Musik, hat ansonsten aber keinen richtigen Plan für sein Leben. Gerade ist sein Kumpel Vanja vom Balkon gesprungen. „Wenn du springen willst, spring!“, hat Petja zuvor noch zu Vanja gesagt. Nach der Beerdigung gehen Petja, Sasha und seine Freundin Karina erst mal in den Club, feiern. Dort lernen sie den Künstler Vasilisk kennen, der Sashas beschnittenen Schwanz fotografieren will. Bei sich zuhause führt Vasilisk den dreien seine Kunst vor: Er löst alte Politiker-Büsten in Säure auf und präsentiert die deformierten Objekte als neue Skulpturen. Aus Langweile trinkt Petja einen Schluck der Säure und landet im Krankenhaus. Ein paar Tage später wird er mit einem dicken Pflaster über den Mund entlassen. Als er wieder zu sprechen beginnt, findet er endlich Worte für das Chaos um sich.

Der russischen Schauspieler Alexander Gorchilin – bekannt aus seiner Zusammenarbeit mit Kirill Serebrennikow hat mit ACID ein abgründiges Porträt der Jugend im heutigen Russland gedreht. Den jungen Männern in seinem Film scheint es ökonomisch an nichts zu mangeln, emotional wirken sie jedoch in einer Gesellschaft ohne Väter und ernstzunehmende Identifikationsfiguren vollkommen verwahrlost und orientierungslos. Partys, Drogen und Sex funktionieren irgendwann nicht mehr als Fluchträume vor der Kommunikationslosigkeit und Leere der umgebenden Welt. Ein Not-Coming-of-Age-Film mit ätzender Wirkung.

„Es ist ein trostloses Porträt, das Gorchilin zeichnet, erzählerisch jugendhaft ungestüm sowie stilistisch kühl und abgeklärt erwachsen. Die rastlosen und zugleich gelähmten Protagonisten und Protagonistinnen taumeln allesamt am Rande des Abgrunds, der Wahnsinn ist stets nur einen Sprung entfernt. Dennoch lässt „Kislota“ auch Szenen kurz aufflammender Leidenschaften und Gefühle zu, die leise Hoffnung versprechen. Ein starker Debütfilm, eine der Entdeckungen der Berlinale 2019.” (Christian Klosz, filmpluskritik.com)

Кислота (Acid), OmdU
Mi 28.08.

Die Grube (Гьолът), OmdU

Hristiana Raykova
Mehr infos Schliessen

Die Grube (Гьолът)

D 2019, 73 min, OmdU    Filmuniversität Babelsberg „Konrad Wolf“

Regie: Hristiana Raykova

Thermen waren zu römischer Zeit ein vitaler Raum öffentlichen Lebens. Die entgeltfrei zugänglichen Badeanstalten stellten einen Dreh- und Angelpunkt des sozialen Miteinanders dar. Am Goldstrand in Bulgarien hat in einer Therme, genannt „die Grube“, diese Tradition bis in die Gegenwart überlebt. Selbst im Winter, wenn bei fünf Grad über null das Wasser dampft, sitzen die Menschen im heißen Becken beieinander. Entspannt im Hier und Jetzt, hinter ihnen das Meer, eine unendliche Weite. Was im ersten Moment wie ein verklärender Blick ins Paradies erscheint, ist in Wahrheit ein kluges Porträt der bulgarischen Gegenwart. Die anrührende Untersuchung eines Mikrokosmos, der für eine ganze Gesellschaft steht. Ein Menschenmosaik aus persönlichen und politischen Geschichten: Schwelende Konflikte und hitzige Diskussionen fügen sich zu einem vielfältigen Ganzen. In der Grube am Goldstrand treffen gegensätzliche Weltbilder und übergreifende Trends aufeinander, und über allem schwebt, selbst bei schönstem Wetter, die dunkle Wolke der Ökonomisierung sämtlicher Lebensbereiche. (Berlinale 19)

„Für DIE GRUBE, ihren Abschlussfilm an der Filmuniversität in Potsdam, ist Hristiana Raykova zurück in ihre Heimatstadt Varna gegangen. Sie hat in ihrem Dokumentarfilm einen Mikrokosmos eingefangen, den man sich schöner nicht ausdenken könnte: Da ist der knorrige Alexander, der am Becken Mundharmonika spielt und von seiner Zeit als Bassist in einer Tischkapelle schwärmt. Ein anderer älterer Stammbesucher (es sind zu mindestens 80 Prozent Männer, die sich hier treffen) hat ständig neue Freundinnen. Und dann ist da noch Bobi, der erst abends kommt, wenn die meisten anderen Stammgäste längst zu Hause sind. Dann nämlich werden Strand und Grube zur Cruising-Area für Schwule. Ein beachtlicher und warmer Film, der beobachtet, ohne zu werten.“ (Fabian Wallmeier, rbb)

Die Grube (Гьолът), OmdU
Mi 28.08.

Кислота (Acid), OmdU

Aleksandr Gorchilin
Mehr infos Schliessen

Кислота (Acid)                                            Hauptpreis goEast 19

RUS 2018, 98 min, russische Originalfassung mit deutschen UT

Regie: Aleksandr Gorchilin

Sasha ist 20, produziert halbherzig seine eigene Musik, hat ansonsten aber keinen richtigen Plan für sein Leben. Gerade ist sein Kumpel Vanja vom Balkon gesprungen. „Wenn du springen willst, spring!“, hat Petja zuvor noch zu Vanja gesagt. Nach der Beerdigung gehen Petja, Sasha und seine Freundin Karina erst mal in den Club, feiern. Dort lernen sie den Künstler Vasilisk kennen, der Sashas beschnittenen Schwanz fotografieren will. Bei sich zuhause führt Vasilisk den dreien seine Kunst vor: Er löst alte Politiker-Büsten in Säure auf und präsentiert die deformierten Objekte als neue Skulpturen. Aus Langweile trinkt Petja einen Schluck der Säure und landet im Krankenhaus. Ein paar Tage später wird er mit einem dicken Pflaster über den Mund entlassen. Als er wieder zu sprechen beginnt, findet er endlich Worte für das Chaos um sich.

Der russischen Schauspieler Alexander Gorchilin – bekannt aus seiner Zusammenarbeit mit Kirill Serebrennikow hat mit ACID ein abgründiges Porträt der Jugend im heutigen Russland gedreht. Den jungen Männern in seinem Film scheint es ökonomisch an nichts zu mangeln, emotional wirken sie jedoch in einer Gesellschaft ohne Väter und ernstzunehmende Identifikationsfiguren vollkommen verwahrlost und orientierungslos. Partys, Drogen und Sex funktionieren irgendwann nicht mehr als Fluchträume vor der Kommunikationslosigkeit und Leere der umgebenden Welt. Ein Not-Coming-of-Age-Film mit ätzender Wirkung.

„Es ist ein trostloses Porträt, das Gorchilin zeichnet, erzählerisch jugendhaft ungestüm sowie stilistisch kühl und abgeklärt erwachsen. Die rastlosen und zugleich gelähmten Protagonisten und Protagonistinnen taumeln allesamt am Rande des Abgrunds, der Wahnsinn ist stets nur einen Sprung entfernt. Dennoch lässt „Kislota“ auch Szenen kurz aufflammender Leidenschaften und Gefühle zu, die leise Hoffnung versprechen. Ein starker Debütfilm, eine der Entdeckungen der Berlinale 2019.” (Christian Klosz, filmpluskritik.com)

Кислота (Acid), OmdU
Do 29.08.

DOPPELPROGRAMM KURT TETZLAFF: Im Durchgang – Protokoll für das Gedächtnis

Kurt Tetzlaff
Mehr infos Schliessen

Doppelprogramm – Kurt Tetzlaff:

Im Durchgang – Protokoll für das Gedächtnis

DDR 1990, 90 min

in Anwesenheit des Regisseurs Kurt Tetzlaff (angefragt)

Regie: Kurt Tetzlaff

Ein Jahr lang – vom März 1989 bis März 1990 – beobachtet Regisseur Kurt Tetzlaff den 18jährigen Pfarrerssohn Alexander. Was als Skizze über einen schrägen Vogel aus der alternativen Szene des Potsdamer Cafés Heider gedacht war, wächst durch die politischen Ereignisse zu einem exemplarischen Dokument der Wendezeit. Die offiziellen Verlautbarungen der DDR-Regierungen, widergespiegelt in Beiträgen der „Aktuellen Kamera“, stehen im deutlichen Kontrast zu den offen geäußerten Gedanken des Jugendlichen.

IM DURCHGANG – PROTOKOLL FÜR DAS GEDÄCHTNIS (DDR 1990) zeigt fünf Monate aus dem Leben des Potsdamer Abiturienten Alexander, der schon im Frühjahr 1989 zur alternativen Szene gehörte. Hoffnungsvoll und aktiv versucht er im Herbst 1989 das Neue mitzugestalten. Im Frühjahr 1990, nach den Wahlen im März, schlagen seine Hoffnungen in Resignation um.

DOPPELPROGRAMM KURT TETZLAFF: Im Durchgang – Protokoll für das Gedächtnis
Do 29.08.

DOPPELPROGRAMM KURT TETZLAFF: Im Übergang – Protokoll einer Hoffnung

Kurt Tetzlaff
Mehr infos Schliessen

Doppelprogramm – Kurt Tetzlaff:

Im Übergang – Protokoll einer Hoffnung

D 1991, 35mm, 82 min

Regie: Kurt Tetzlaff

Ein Jahr lang – vom März 1989 bis März 1990 – beobachtet Regisseur Kurt Tetzlaff den 18jährigen Pfarrerssohn Alexander. Was als Skizze über einen schrägen Vogel aus der alternativen Szene des Potsdamer Cafés Heider gedacht war, wächst durch die politischen Ereignisse zu einem exemplarischen Dokument der Wendezeit. Die offiziellen Verlautbarungen der DDR-Regierungen, widergespiegelt in Beiträgen der „Aktuellen Kamera“, stehen im deutlichen Kontrast zu den offen geäußerten Gedanken des Jugendlichen.

IM ÜBERGANG – PROTOKOLL EINER HOFFNUNG (D 1991) beginnt mit der Silvesterfeier 1989/90, der ersten gemeinsamen Feier von Ost- und Westdeutschen, auf der Glienicker Brücke. Die Utopien, die Alexander im Herbst 1989 erfüllte, sind jetzt zerstoben. (Arsenal)

 

DOPPELPROGRAMM KURT TETZLAFF: Im Übergang – Protokoll einer Hoffnung
Fr 30.08.

Die Grube (Гьолът), OmdU

Hristiana Raykova
Mehr infos Schliessen

Die Grube (Гьолът)

D 2019, 73 min, OmdU    Filmuniversität Babelsberg „Konrad Wolf“

Regie: Hristiana Raykova

Thermen waren zu römischer Zeit ein vitaler Raum öffentlichen Lebens. Die entgeltfrei zugänglichen Badeanstalten stellten einen Dreh- und Angelpunkt des sozialen Miteinanders dar. Am Goldstrand in Bulgarien hat in einer Therme, genannt „die Grube“, diese Tradition bis in die Gegenwart überlebt. Selbst im Winter, wenn bei fünf Grad über null das Wasser dampft, sitzen die Menschen im heißen Becken beieinander. Entspannt im Hier und Jetzt, hinter ihnen das Meer, eine unendliche Weite. Was im ersten Moment wie ein verklärender Blick ins Paradies erscheint, ist in Wahrheit ein kluges Porträt der bulgarischen Gegenwart. Die anrührende Untersuchung eines Mikrokosmos, der für eine ganze Gesellschaft steht. Ein Menschenmosaik aus persönlichen und politischen Geschichten: Schwelende Konflikte und hitzige Diskussionen fügen sich zu einem vielfältigen Ganzen. In der Grube am Goldstrand treffen gegensätzliche Weltbilder und übergreifende Trends aufeinander, und über allem schwebt, selbst bei schönstem Wetter, die dunkle Wolke der Ökonomisierung sämtlicher Lebensbereiche. (Berlinale 19)

„Für DIE GRUBE, ihren Abschlussfilm an der Filmuniversität in Potsdam, ist Hristiana Raykova zurück in ihre Heimatstadt Varna gegangen. Sie hat in ihrem Dokumentarfilm einen Mikrokosmos eingefangen, den man sich schöner nicht ausdenken könnte: Da ist der knorrige Alexander, der am Becken Mundharmonika spielt und von seiner Zeit als Bassist in einer Tischkapelle schwärmt. Ein anderer älterer Stammbesucher (es sind zu mindestens 80 Prozent Männer, die sich hier treffen) hat ständig neue Freundinnen. Und dann ist da noch Bobi, der erst abends kommt, wenn die meisten anderen Stammgäste längst zu Hause sind. Dann nämlich werden Strand und Grube zur Cruising-Area für Schwule. Ein beachtlicher und warmer Film, der beobachtet, ohne zu werten.“ (Fabian Wallmeier, rbb)

Die Grube (Гьолът), OmdU
Fr 30.08.

Кислота (Acid), OmdU

Aleksandr Gorchilin
Mehr infos Schliessen

Кислота (Acid)                                            Hauptpreis goEast 19

RUS 2018, 98 min, russische Originalfassung mit deutschen UT

Regie: Aleksandr Gorchilin

Sasha ist 20, produziert halbherzig seine eigene Musik, hat ansonsten aber keinen richtigen Plan für sein Leben. Gerade ist sein Kumpel Vanja vom Balkon gesprungen. „Wenn du springen willst, spring!“, hat Petja zuvor noch zu Vanja gesagt. Nach der Beerdigung gehen Petja, Sasha und seine Freundin Karina erst mal in den Club, feiern. Dort lernen sie den Künstler Vasilisk kennen, der Sashas beschnittenen Schwanz fotografieren will. Bei sich zuhause führt Vasilisk den dreien seine Kunst vor: Er löst alte Politiker-Büsten in Säure auf und präsentiert die deformierten Objekte als neue Skulpturen. Aus Langweile trinkt Petja einen Schluck der Säure und landet im Krankenhaus. Ein paar Tage später wird er mit einem dicken Pflaster über den Mund entlassen. Als er wieder zu sprechen beginnt, findet er endlich Worte für das Chaos um sich.

Der russischen Schauspieler Alexander Gorchilin – bekannt aus seiner Zusammenarbeit mit Kirill Serebrennikow hat mit ACID ein abgründiges Porträt der Jugend im heutigen Russland gedreht. Den jungen Männern in seinem Film scheint es ökonomisch an nichts zu mangeln, emotional wirken sie jedoch in einer Gesellschaft ohne Väter und ernstzunehmende Identifikationsfiguren vollkommen verwahrlost und orientierungslos. Partys, Drogen und Sex funktionieren irgendwann nicht mehr als Fluchträume vor der Kommunikationslosigkeit und Leere der umgebenden Welt. Ein Not-Coming-of-Age-Film mit ätzender Wirkung.

„Es ist ein trostloses Porträt, das Gorchilin zeichnet, erzählerisch jugendhaft ungestüm sowie stilistisch kühl und abgeklärt erwachsen. Die rastlosen und zugleich gelähmten Protagonisten und Protagonistinnen taumeln allesamt am Rande des Abgrunds, der Wahnsinn ist stets nur einen Sprung entfernt. Dennoch lässt „Kislota“ auch Szenen kurz aufflammender Leidenschaften und Gefühle zu, die leise Hoffnung versprechen. Ein starker Debütfilm, eine der Entdeckungen der Berlinale 2019.” (Christian Klosz, filmpluskritik.com)

Кислота (Acid), OmdU
Fr 30.08.

Kaviar – Икра, OmdU

Elena Tichonowa
Mehr infos Schliessen

Kaviar (Икра)

Österreich 2019,100 min, Russisch | Deutsch mit deutschen und russischen Untertiteln!

Regie: Elena Tichonowa          “Publikumspreis” 40. Max Ophüls Preis 2019

Ein russischer Oligarch will sich in Wien einkaufen, um einen verrückten Plan zu verwirklichen und lässt reichlich Schmiergeld fließen. Ein zwielichtiger Stadtrat hält da nur allzu gern die Hände auf und auch ein paar andere windige Gesellen sind mit von der Partie, weil sie das große Geld wittern.

„Die Politik Österreichs bietet derzeit genug Anlass zur Sorge, aber auch viel Potential für Spott. Gerade in einem solchen Klima gedeihen Satiren prächtig. Elena Tikhonovas KAVIAR setzt auf politische Seilschaften und Korruption und übersteigert sie ins Groteske.“ (Lars Tunçay, Indiekino)

„Bereits im März 2019, bei der Diagonale, feierte ein Kinofilm Premiere, der dieses unerträgliche Spiel mit Macht und Geld in einer Komödie zeigte. KAVIAR heißt dieser Film, der unter der russischen Regisseurin Elena Tikhonova entstand, die gemeinsam mit dem Österreicher Robert Buchschwenter das Drehbuch verfasste. Was man im Frühjahr 2019 noch als unrealistisch überspitzte Satire glaubte zu sehen, wurde nur wenige Monate später von der Realität beinhart rechts überholt. Während sich einem sämtliche Haare vor dem TV-Apparat sträubten, biegt man sich im Kinosessel vor Lachen. Und einmal mehr stellt sich eine weitere Frage, nämlich, was muss die Satire noch alles tun, damit sie nicht von der Realität eingeholt wird? Dabei machte die in der sowjetischen Wissenschaftsstadt Obninsk geborene und aufgewachsene Elena Tikhonova mit ihrem ersten Kinospielfilm ja „nur“ einen Film, der auf ihren eigenen Einsichten in die russische Community in Wien basiert. „Im Kern“, so Elena Tikhonova, „ist Kaviar ein Film über Migration und über die Überwindung der Einsamkeit, die sie mit sich bringt. […] Vieles im Film ist von eigenen Beobachtungen inspiriert, die ich machte, seit ich vor 19 Jahren ohne ein Wort Deutsch zu können nach Österreich gekommen bin und mich per trial & error in meiner neuen Umgebung zurechtfinden musste.“ (Manfred Horak, kulturwoche.at)

Kaviar – Икра, OmdU
Sa 31.08.

Die Grube (Гьолът), OmdU

Hristiana Raykova
Mehr infos Schliessen

Die Grube (Гьолът)

D 2019, 73 min, OmdU    Filmuniversität Babelsberg „Konrad Wolf“

Regie: Hristiana Raykova

Thermen waren zu römischer Zeit ein vitaler Raum öffentlichen Lebens. Die entgeltfrei zugänglichen Badeanstalten stellten einen Dreh- und Angelpunkt des sozialen Miteinanders dar. Am Goldstrand in Bulgarien hat in einer Therme, genannt „die Grube“, diese Tradition bis in die Gegenwart überlebt. Selbst im Winter, wenn bei fünf Grad über null das Wasser dampft, sitzen die Menschen im heißen Becken beieinander. Entspannt im Hier und Jetzt, hinter ihnen das Meer, eine unendliche Weite. Was im ersten Moment wie ein verklärender Blick ins Paradies erscheint, ist in Wahrheit ein kluges Porträt der bulgarischen Gegenwart. Die anrührende Untersuchung eines Mikrokosmos, der für eine ganze Gesellschaft steht. Ein Menschenmosaik aus persönlichen und politischen Geschichten: Schwelende Konflikte und hitzige Diskussionen fügen sich zu einem vielfältigen Ganzen. In der Grube am Goldstrand treffen gegensätzliche Weltbilder und übergreifende Trends aufeinander, und über allem schwebt, selbst bei schönstem Wetter, die dunkle Wolke der Ökonomisierung sämtlicher Lebensbereiche. (Berlinale 19)

„Für DIE GRUBE, ihren Abschlussfilm an der Filmuniversität in Potsdam, ist Hristiana Raykova zurück in ihre Heimatstadt Varna gegangen. Sie hat in ihrem Dokumentarfilm einen Mikrokosmos eingefangen, den man sich schöner nicht ausdenken könnte: Da ist der knorrige Alexander, der am Becken Mundharmonika spielt und von seiner Zeit als Bassist in einer Tischkapelle schwärmt. Ein anderer älterer Stammbesucher (es sind zu mindestens 80 Prozent Männer, die sich hier treffen) hat ständig neue Freundinnen. Und dann ist da noch Bobi, der erst abends kommt, wenn die meisten anderen Stammgäste längst zu Hause sind. Dann nämlich werden Strand und Grube zur Cruising-Area für Schwule. Ein beachtlicher und warmer Film, der beobachtet, ohne zu werten.“ (Fabian Wallmeier, rbb)

Die Grube (Гьолът), OmdU
Sa 31.08.

Кислота (Acid), OmdU

Aleksandr Gorchilin
Mehr infos Schliessen

Кислота (Acid)                                            Hauptpreis goEast 19

RUS 2018, 98 min, russische Originalfassung mit deutschen UT

Regie: Aleksandr Gorchilin

Sasha ist 20, produziert halbherzig seine eigene Musik, hat ansonsten aber keinen richtigen Plan für sein Leben. Gerade ist sein Kumpel Vanja vom Balkon gesprungen. „Wenn du springen willst, spring!“, hat Petja zuvor noch zu Vanja gesagt. Nach der Beerdigung gehen Petja, Sasha und seine Freundin Karina erst mal in den Club, feiern. Dort lernen sie den Künstler Vasilisk kennen, der Sashas beschnittenen Schwanz fotografieren will. Bei sich zuhause führt Vasilisk den dreien seine Kunst vor: Er löst alte Politiker-Büsten in Säure auf und präsentiert die deformierten Objekte als neue Skulpturen. Aus Langweile trinkt Petja einen Schluck der Säure und landet im Krankenhaus. Ein paar Tage später wird er mit einem dicken Pflaster über den Mund entlassen. Als er wieder zu sprechen beginnt, findet er endlich Worte für das Chaos um sich.

Der russischen Schauspieler Alexander Gorchilin – bekannt aus seiner Zusammenarbeit mit Kirill Serebrennikow hat mit ACID ein abgründiges Porträt der Jugend im heutigen Russland gedreht. Den jungen Männern in seinem Film scheint es ökonomisch an nichts zu mangeln, emotional wirken sie jedoch in einer Gesellschaft ohne Väter und ernstzunehmende Identifikationsfiguren vollkommen verwahrlost und orientierungslos. Partys, Drogen und Sex funktionieren irgendwann nicht mehr als Fluchträume vor der Kommunikationslosigkeit und Leere der umgebenden Welt. Ein Not-Coming-of-Age-Film mit ätzender Wirkung.

„Es ist ein trostloses Porträt, das Gorchilin zeichnet, erzählerisch jugendhaft ungestüm sowie stilistisch kühl und abgeklärt erwachsen. Die rastlosen und zugleich gelähmten Protagonisten und Protagonistinnen taumeln allesamt am Rande des Abgrunds, der Wahnsinn ist stets nur einen Sprung entfernt. Dennoch lässt „Kislota“ auch Szenen kurz aufflammender Leidenschaften und Gefühle zu, die leise Hoffnung versprechen. Ein starker Debütfilm, eine der Entdeckungen der Berlinale 2019.” (Christian Klosz, filmpluskritik.com)

Кислота (Acid), OmdU
Sa 31.08.

Kaviar – Икра, OmdU

Elena Tichonowa
Mehr infos Schliessen

Kaviar (Икра)

Österreich 2019,100 min, Russisch | Deutsch mit deutschen und russischen Untertiteln!

Regie: Elena Tichonowa          “Publikumspreis” 40. Max Ophüls Preis 2019

Ein russischer Oligarch will sich in Wien einkaufen, um einen verrückten Plan zu verwirklichen und lässt reichlich Schmiergeld fließen. Ein zwielichtiger Stadtrat hält da nur allzu gern die Hände auf und auch ein paar andere windige Gesellen sind mit von der Partie, weil sie das große Geld wittern.

„Die Politik Österreichs bietet derzeit genug Anlass zur Sorge, aber auch viel Potential für Spott. Gerade in einem solchen Klima gedeihen Satiren prächtig. Elena Tikhonovas KAVIAR setzt auf politische Seilschaften und Korruption und übersteigert sie ins Groteske.“ (Lars Tunçay, Indiekino)

„Bereits im März 2019, bei der Diagonale, feierte ein Kinofilm Premiere, der dieses unerträgliche Spiel mit Macht und Geld in einer Komödie zeigte. KAVIAR heißt dieser Film, der unter der russischen Regisseurin Elena Tikhonova entstand, die gemeinsam mit dem Österreicher Robert Buchschwenter das Drehbuch verfasste. Was man im Frühjahr 2019 noch als unrealistisch überspitzte Satire glaubte zu sehen, wurde nur wenige Monate später von der Realität beinhart rechts überholt. Während sich einem sämtliche Haare vor dem TV-Apparat sträubten, biegt man sich im Kinosessel vor Lachen. Und einmal mehr stellt sich eine weitere Frage, nämlich, was muss die Satire noch alles tun, damit sie nicht von der Realität eingeholt wird? Dabei machte die in der sowjetischen Wissenschaftsstadt Obninsk geborene und aufgewachsene Elena Tikhonova mit ihrem ersten Kinospielfilm ja „nur“ einen Film, der auf ihren eigenen Einsichten in die russische Community in Wien basiert. „Im Kern“, so Elena Tikhonova, „ist Kaviar ein Film über Migration und über die Überwindung der Einsamkeit, die sie mit sich bringt. […] Vieles im Film ist von eigenen Beobachtungen inspiriert, die ich machte, seit ich vor 19 Jahren ohne ein Wort Deutsch zu können nach Österreich gekommen bin und mich per trial & error in meiner neuen Umgebung zurechtfinden musste.“ (Manfred Horak, kulturwoche.at)

Kaviar – Икра, OmdU
For a better user experience, please switch your device to portrait mode.