Frankreich / Libanon/ Deutschland / Katar 2026, 75 min, Arabisch | Französisch | Englisch mit dt. UT
Regie: Lana Daher
„Desorientierung ist ganz normal: Willkommen im Libanon“
DO YOU LOVE ME ist eine spielerische und persönliche Reise durch die audiovisuelle Erinnerung des Libanon, die vollständig aus Archivmaterial besteht. Es ist ein Liebesbrief an Beirut, der 70 Jahre Film, Fernsehen, Heimvideos und Fotografie umfasst und die kollektive Psyche der Libanesen erforscht, die von Freude und Intimität, Zerstörung und Verlust geprägt ist. Durch die Augen von Bürgern, Filmemachern und Künstlern rekonstruiert der Film eine fragmentierte Geschichte in einem Land ohne nationales Archiv und feiert den kreativen Ausdruck als Widerstand, Erneuerung und Möglichkeit, Erinnerungen zu bewahren. Er stützt sich auf über 100 Werke des unabhängigen libanesischen Kinos sowie auf unzählige Heimvideos, Fotos, Podcasts, Musik und andere Medien.
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„Assoziativ fügt Lana Daher Bilder zusammen, stellt Szenen von aktuellen neben Filme aus den 80er oder 90er Jahren und lässt so weniger eine lineare Geschichte Beiruts entstehen, als eine, die aus den Träumen des Kinos schöpft. Und der Musik: Der 70er Jahre Disko-Hit „Laissez-moi danser/ Lass mich tanzen“ erklingt zu einer Montage diverser Spiel- und Dokumentarfilmbilder und wirkt am Ende von DO YOU LOVE ME wie der ideale Durchhaltesong für ein kleines Land, das teils aus eigenem Verschulden, teils unschuldig zum Schauplatz immer neuer Kriege wurde, die seine Zukunft auch im Jahre 2026 ungewiss erscheinen lassen.” (Michael Meyns, programmkino.de)
Mi. 13.05.
20:00 Uhr
DOK Day: Im Prinzip Familie
– in Zusammenarbeit mit DOK Leipzig | in Anwesenheit des Regisseurs Daniel Abma mit anschließendem Filmgespräch | Moderation: Tina Jany (DOK Bildung)
In einem Haus am Ufer eines idyllischen Sees, umgeben von dichten Wäldern, arbeiten drei Erzieher:innen im Schichtdienst in einer Wohngruppe. Die Kinder nennen sie Herr Wagner, Frau Wagner und Herr Gerecke. Kochen, waschen, einkaufen und die Kinder mit dem Kleintransporter zur Schule und Freizeitaktivitäten zu bringen, gehört ebenso zu ihrem Alltag, wie zuhören, trösten, auf dem Sofa kuscheln, Filmabende und Gute-Nacht-Geschichten vorlesen. Die Betreuer:innen wollen keine Ersatzeltern sein, und dennoch zeigen, wie sich ein familiäres Miteinander anfühlen kann.
Alle fünf Kinder, die hier leben, vereint vor allem eines: der Wunsch eines Tages nach Hause zurückzukehren. Dafür setzen sich die Erzieher:innen unermüdlich ein: sie sprechen mit Vormund, Eltern und Jugendamt, dokumentieren, organisieren, setzen gemeinsam Ziele und treffen Verabredungen – und sind nicht selten darüber enttäuscht, dass diese nicht eingehalten werden. Das erinnert an einen Kampf gegen Windmühlen, an den Grenzen eines überforderten Systems.
Was früher das Dorf war, ist heute der komplexe Apparat der Kinder- und Jugendhilfe. Spätestens seit der Pandemie gilt das Berufsfeld als systemrelevant, und dennoch bleibt die besondere wie herausfordernde Arbeit der Fachkräfte, ihr engagierter Einsatz zum Wohl der Kinder, meist unsichtbar. IM PRINZIP FAMILIE gewährt über ein Jahr lang einen intimen Einblick in den Alltag der Kinder- und Jugendhilfe und richtet den Fokus auf die Menschen im Hintergrund, die Tag für Tag daran arbeiten, den Kindern das zu geben, was sie am meisten brauchen: Geborgenheit und jemanden, der auf ihrer Seite steht.
Frankreich / Libanon/ Deutschland / Katar 2026, 75 min, Arabisch | Französisch | Englisch mit dt. UT
Regie: Lana Daher
„Desorientierung ist ganz normal: Willkommen im Libanon“
DO YOU LOVE ME ist eine spielerische und persönliche Reise durch die audiovisuelle Erinnerung des Libanon, die vollständig aus Archivmaterial besteht. Es ist ein Liebesbrief an Beirut, der 70 Jahre Film, Fernsehen, Heimvideos und Fotografie umfasst und die kollektive Psyche der Libanesen erforscht, die von Freude und Intimität, Zerstörung und Verlust geprägt ist. Durch die Augen von Bürgern, Filmemachern und Künstlern rekonstruiert der Film eine fragmentierte Geschichte in einem Land ohne nationales Archiv und feiert den kreativen Ausdruck als Widerstand, Erneuerung und Möglichkeit, Erinnerungen zu bewahren. Er stützt sich auf über 100 Werke des unabhängigen libanesischen Kinos sowie auf unzählige Heimvideos, Fotos, Podcasts, Musik und andere Medien.
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„Assoziativ fügt Lana Daher Bilder zusammen, stellt Szenen von aktuellen neben Filme aus den 80er oder 90er Jahren und lässt so weniger eine lineare Geschichte Beiruts entstehen, als eine, die aus den Träumen des Kinos schöpft. Und der Musik: Der 70er Jahre Disko-Hit „Laissez-moi danser/ Lass mich tanzen“ erklingt zu einer Montage diverser Spiel- und Dokumentarfilmbilder und wirkt am Ende von DO YOU LOVE ME wie der ideale Durchhaltesong für ein kleines Land, das teils aus eigenem Verschulden, teils unschuldig zum Schauplatz immer neuer Kriege wurde, die seine Zukunft auch im Jahre 2026 ungewiss erscheinen lassen.” (Michael Meyns, programmkino.de)
Deutschland / Frankreich 2026, 93 min, Russisch mit deutschen Untertiteln
Regie: Lena Karbe
Drei ehrenamtliche Psycholog:innen einer Moskauer Krisenhotline leisten seit Beginn des Angriffskrieges auf die Ukraine, freiwilligen Telefondienst. Die Auswirkungen der russischen Propaganda auf die eigene Bevölkerung werden während ihrer Arbeit besonders spürbar. Zwischen beruflicher Verantwortung und den weitreichenden Einschränkungen der Meinungsfreiheit müssen die Psycholog:innen einen Weg finden. In dem aufreibenden Balanceakt zwischen den Bedürfnissen der Hilfesuchenden und ihrer eigenen psychischen Gesundheit, wird das Risiko sichtbar – selbst zu Kompliz:innen des totalitären Systems zu werden.
Was bedeutet „Neutralität”? Wo sollten die Grenzen gezogen werden? Und wie setzen die Psycholog:innen diese Grenzen, während sie sich bemühen, ihre berufliche Integrität, persönliche Sicherheit und Psyche zu schützen?
INNERE EMIGRANTEN beobachtet das unausweichliche, schleichende Abdriften in die Komplizenschaft. Der Dokumentarfilm von Lena Karbe entstand über drei Jahre unter strengster Geheimhaltung. Es ist ein kollektives Psychogramm der russischen Gesellschaft und eine Mahnung an die zerstörerische Kraft eines autoritären Regimes für die Zivilgesellschaft.
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В центре сюжета — трое психологов-волонтеров московской горячей линии помощи. С начала полномасштабного вторжения в Украину их работа превратилась в ежедневное противостояние последствиям пропаганды. Герои пытаются сохранить профессиональную этику, балансируя на опасном краю:
• Где грань между помощью человеку и невольным соучастием в системе? • Что на самом деле означает «нейтралитет» психолога в тоталитарных условиях? • Как спасти чужую психику, не разрушив свою собственную?
Этот фильм — результат трёх лет работы в условиях строжайшей секретности. Перед нами коллективная психограмма российского общества и глубокое исследование того, как авторитарный режим подтачивает основы человечности и гражданского сознания.
«Внутренние эмигранты» фиксируют тот самый момент, когда личная безопасность и профессиональный долг вступают в неразрешимый конфликт.
Ungarn, Vereinigtes Königreich, Deutschland, Frankreich 2025, 132 min, Ungarisch mit deutschen UT
Regie: László Nemes
Budapest, 1957. Nach dem gescheiterten Aufstand gegen das kommunistische Regime wächst der jüdische Junge Andor bei seiner Mutter mit idealisierten Geschichten über seinen verstorbenen Vater auf. Als plötzlich ein brutaler Mann auftaucht und behauptet, sein wahrer Vater zu sein, wird seine Welt auf den Kopf gestellt.
Die Chronik eines Kindes, das sich der Wahrheit über seine Herkunft stellt: ANDOR HIRSCH zeichnet die Geschichte einer Familie nach, die von einigen der dunkelsten Kapitel des 20. Jahrhunderts überschattet ist. Vom verheerenden Trauma des Holocaust bis hin zur autoritären Herrschaft des Kommunismus entfaltet Nemes’ neuester Film eine tief bewegende Konfrontation mit Identität, Erinnerung und dem fragilen Prozess, sich selbst neu zu erfinden.
Frankreich / Libanon/ Deutschland / Katar 2026, 75 min, Arabisch | Französisch | Englisch mit dt. UT
Regie: Lana Daher
„Desorientierung ist ganz normal: Willkommen im Libanon“
DO YOU LOVE ME ist eine spielerische und persönliche Reise durch die audiovisuelle Erinnerung des Libanon, die vollständig aus Archivmaterial besteht. Es ist ein Liebesbrief an Beirut, der 70 Jahre Film, Fernsehen, Heimvideos und Fotografie umfasst und die kollektive Psyche der Libanesen erforscht, die von Freude und Intimität, Zerstörung und Verlust geprägt ist. Durch die Augen von Bürgern, Filmemachern und Künstlern rekonstruiert der Film eine fragmentierte Geschichte in einem Land ohne nationales Archiv und feiert den kreativen Ausdruck als Widerstand, Erneuerung und Möglichkeit, Erinnerungen zu bewahren. Er stützt sich auf über 100 Werke des unabhängigen libanesischen Kinos sowie auf unzählige Heimvideos, Fotos, Podcasts, Musik und andere Medien.
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Deutschland / Frankreich 2026, 93 min, Russisch mit deutschen Untertiteln
Regie: Lena Karbe
Drei ehrenamtliche Psycholog:innen einer Moskauer Krisenhotline leisten seit Beginn des Angriffskrieges auf die Ukraine, freiwilligen Telefondienst. Die Auswirkungen der russischen Propaganda auf die eigene Bevölkerung werden während ihrer Arbeit besonders spürbar. Zwischen beruflicher Verantwortung und den weitreichenden Einschränkungen der Meinungsfreiheit müssen die Psycholog:innen einen Weg finden. In dem aufreibenden Balanceakt zwischen den Bedürfnissen der Hilfesuchenden und ihrer eigenen psychischen Gesundheit, wird das Risiko sichtbar – selbst zu Kompliz:innen des totalitären Systems zu werden.
Was bedeutet „Neutralität”? Wo sollten die Grenzen gezogen werden? Und wie setzen die Psycholog:innen diese Grenzen, während sie sich bemühen, ihre berufliche Integrität, persönliche Sicherheit und Psyche zu schützen?
INNERE EMIGRANTEN beobachtet das unausweichliche, schleichende Abdriften in die Komplizenschaft. Der Dokumentarfilm von Lena Karbe entstand über drei Jahre unter strengster Geheimhaltung. Es ist ein kollektives Psychogramm der russischen Gesellschaft und eine Mahnung an die zerstörerische Kraft eines autoritären Regimes für die Zivilgesellschaft.
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В центре сюжета — трое психологов-волонтеров московской горячей линии помощи. С начала полномасштабного вторжения в Украину их работа превратилась в ежедневное противостояние последствиям пропаганды. Герои пытаются сохранить профессиональную этику, балансируя на опасном краю:
• Где грань между помощью человеку и невольным соучастием в системе? • Что на самом деле означает «нейтралитет» психолога в тоталитарных условиях? • Как спасти чужую психику, не разрушив свою собственную?
Этот фильм — результат трёх лет работы в условиях строжайшей секретности. Перед нами коллективная психограмма российского общества и глубокое исследование того, как авторитарный режим подтачивает основы человечности и гражданского сознания.
«Внутренние эмигранты» фиксируют тот самый момент, когда личная безопасность и профессиональный долг вступают в неразрешимый конфликт.
Ungarn, Vereinigtes Königreich, Deutschland, Frankreich 2025, 132 min, Ungarisch mit deutschen UT
Regie: László Nemes
Budapest, 1957. Nach dem gescheiterten Aufstand gegen das kommunistische Regime wächst der jüdische Junge Andor bei seiner Mutter mit idealisierten Geschichten über seinen verstorbenen Vater auf. Als plötzlich ein brutaler Mann auftaucht und behauptet, sein wahrer Vater zu sein, wird seine Welt auf den Kopf gestellt.
Die Chronik eines Kindes, das sich der Wahrheit über seine Herkunft stellt: ANDOR HIRSCH zeichnet die Geschichte einer Familie nach, die von einigen der dunkelsten Kapitel des 20. Jahrhunderts überschattet ist. Vom verheerenden Trauma des Holocaust bis hin zur autoritären Herrschaft des Kommunismus entfaltet Nemes’ neuester Film eine tief bewegende Konfrontation mit Identität, Erinnerung und dem fragilen Prozess, sich selbst neu zu erfinden.
Frankreich / Libanon/ Deutschland / Katar 2026, 75 min, Arabisch | Französisch | Englisch mit dt. UT
Regie: Lana Daher
„Desorientierung ist ganz normal: Willkommen im Libanon“
DO YOU LOVE ME ist eine spielerische und persönliche Reise durch die audiovisuelle Erinnerung des Libanon, die vollständig aus Archivmaterial besteht. Es ist ein Liebesbrief an Beirut, der 70 Jahre Film, Fernsehen, Heimvideos und Fotografie umfasst und die kollektive Psyche der Libanesen erforscht, die von Freude und Intimität, Zerstörung und Verlust geprägt ist. Durch die Augen von Bürgern, Filmemachern und Künstlern rekonstruiert der Film eine fragmentierte Geschichte in einem Land ohne nationales Archiv und feiert den kreativen Ausdruck als Widerstand, Erneuerung und Möglichkeit, Erinnerungen zu bewahren. Er stützt sich auf über 100 Werke des unabhängigen libanesischen Kinos sowie auf unzählige Heimvideos, Fotos, Podcasts, Musik und andere Medien.
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„Assoziativ fügt Lana Daher Bilder zusammen, stellt Szenen von aktuellen neben Filme aus den 80er oder 90er Jahren und lässt so weniger eine lineare Geschichte Beiruts entstehen, als eine, die aus den Träumen des Kinos schöpft. Und der Musik: Der 70er Jahre Disko-Hit „Laissez-moi danser/ Lass mich tanzen“ erklingt zu einer Montage diverser Spiel- und Dokumentarfilmbilder und wirkt am Ende von DO YOU LOVE ME wie der ideale Durchhaltesong für ein kleines Land, das teils aus eigenem Verschulden, teils unschuldig zum Schauplatz immer neuer Kriege wurde, die seine Zukunft auch im Jahre 2026 ungewiss erscheinen lassen.” (Michael Meyns, programmkino.de)
Deutschland / Frankreich 2026, 93 min, Russisch mit deutschen Untertiteln
Regie: Lena Karbe
Drei ehrenamtliche Psycholog:innen einer Moskauer Krisenhotline leisten seit Beginn des Angriffskrieges auf die Ukraine, freiwilligen Telefondienst. Die Auswirkungen der russischen Propaganda auf die eigene Bevölkerung werden während ihrer Arbeit besonders spürbar. Zwischen beruflicher Verantwortung und den weitreichenden Einschränkungen der Meinungsfreiheit müssen die Psycholog:innen einen Weg finden. In dem aufreibenden Balanceakt zwischen den Bedürfnissen der Hilfesuchenden und ihrer eigenen psychischen Gesundheit, wird das Risiko sichtbar – selbst zu Kompliz:innen des totalitären Systems zu werden.
Was bedeutet „Neutralität”? Wo sollten die Grenzen gezogen werden? Und wie setzen die Psycholog:innen diese Grenzen, während sie sich bemühen, ihre berufliche Integrität, persönliche Sicherheit und Psyche zu schützen?
INNERE EMIGRANTEN beobachtet das unausweichliche, schleichende Abdriften in die Komplizenschaft. Der Dokumentarfilm von Lena Karbe entstand über drei Jahre unter strengster Geheimhaltung. Es ist ein kollektives Psychogramm der russischen Gesellschaft und eine Mahnung an die zerstörerische Kraft eines autoritären Regimes für die Zivilgesellschaft.
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В центре сюжета — трое психологов-волонтеров московской горячей линии помощи. С начала полномасштабного вторжения в Украину их работа превратилась в ежедневное противостояние последствиям пропаганды. Герои пытаются сохранить профессиональную этику, балансируя на опасном краю:
• Где грань между помощью человеку и невольным соучастием в системе? • Что на самом деле означает «нейтралитет» психолога в тоталитарных условиях? • Как спасти чужую психику, не разрушив свою собственную?
Этот фильм — результат трёх лет работы в условиях строжайшей секретности. Перед нами коллективная психограмма российского общества и глубокое исследование того, как авторитарный режим подтачивает основы человечности и гражданского сознания.
«Внутренние эмигранты» фиксируют тот самый момент, когда личная безопасность и профессиональный долг вступают в неразрешимый конфликт.
Ungarn, Vereinigtes Königreich, Deutschland, Frankreich 2025, 132 min, Ungarisch mit deutschen UT
Regie: László Nemes
Budapest, 1957. Nach dem gescheiterten Aufstand gegen das kommunistische Regime wächst der jüdische Junge Andor bei seiner Mutter mit idealisierten Geschichten über seinen verstorbenen Vater auf. Als plötzlich ein brutaler Mann auftaucht und behauptet, sein wahrer Vater zu sein, wird seine Welt auf den Kopf gestellt.
Die Chronik eines Kindes, das sich der Wahrheit über seine Herkunft stellt: ANDOR HIRSCH zeichnet die Geschichte einer Familie nach, die von einigen der dunkelsten Kapitel des 20. Jahrhunderts überschattet ist. Vom verheerenden Trauma des Holocaust bis hin zur autoritären Herrschaft des Kommunismus entfaltet Nemes’ neuester Film eine tief bewegende Konfrontation mit Identität, Erinnerung und dem fragilen Prozess, sich selbst neu zu erfinden.
Ungarn, Vereinigtes Königreich, Deutschland, Frankreich 2025, 132 min, Ungarisch mit deutschen UT
Regie: László Nemes
Budapest, 1957. Nach dem gescheiterten Aufstand gegen das kommunistische Regime wächst der jüdische Junge Andor bei seiner Mutter mit idealisierten Geschichten über seinen verstorbenen Vater auf. Als plötzlich ein brutaler Mann auftaucht und behauptet, sein wahrer Vater zu sein, wird seine Welt auf den Kopf gestellt.
Die Chronik eines Kindes, das sich der Wahrheit über seine Herkunft stellt: ANDOR HIRSCH zeichnet die Geschichte einer Familie nach, die von einigen der dunkelsten Kapitel des 20. Jahrhunderts überschattet ist. Vom verheerenden Trauma des Holocaust bis hin zur autoritären Herrschaft des Kommunismus entfaltet Nemes’ neuester Film eine tief bewegende Konfrontation mit Identität, Erinnerung und dem fragilen Prozess, sich selbst neu zu erfinden.
So. 17.05.
19:00 Uhr
Innere Emigranten (Внутренние эмигранты)
, OmdU – in Anwesenheit der Regisseurin Lena Karbe
Deutschland / Frankreich 2026, 93 min, Russisch mit deutschen Untertiteln
Regie: Lena Karbe
Drei ehrenamtliche Psycholog:innen einer Moskauer Krisenhotline leisten seit Beginn des Angriffskrieges auf die Ukraine, freiwilligen Telefondienst. Die Auswirkungen der russischen Propaganda auf die eigene Bevölkerung werden während ihrer Arbeit besonders spürbar. Zwischen beruflicher Verantwortung und den weitreichenden Einschränkungen der Meinungsfreiheit müssen die Psycholog:innen einen Weg finden. In dem aufreibenden Balanceakt zwischen den Bedürfnissen der Hilfesuchenden und ihrer eigenen psychischen Gesundheit, wird das Risiko sichtbar – selbst zu Kompliz:innen des totalitären Systems zu werden.
Was bedeutet „Neutralität”? Wo sollten die Grenzen gezogen werden? Und wie setzen die Psycholog:innen diese Grenzen, während sie sich bemühen, ihre berufliche Integrität, persönliche Sicherheit und Psyche zu schützen?
INNERE EMIGRANTEN beobachtet das unausweichliche, schleichende Abdriften in die Komplizenschaft. Der Dokumentarfilm von Lena Karbe entstand über drei Jahre unter strengster Geheimhaltung. Es ist ein kollektives Psychogramm der russischen Gesellschaft und eine Mahnung an die zerstörerische Kraft eines autoritären Regimes für die Zivilgesellschaft.
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В центре сюжета — трое психологов-волонтеров московской горячей линии помощи. С начала полномасштабного вторжения в Украину их работа превратилась в ежедневное противостояние последствиям пропаганды. Герои пытаются сохранить профессиональную этику, балансируя на опасном краю:
• Где грань между помощью человеку и невольным соучастием в системе? • Что на самом деле означает «нейтралитет» психолога в тоталитарных условиях? • Как спасти чужую психику, не разрушив свою собственную?
Этот фильм — результат трёх лет работы в условиях строжайшей секретности. Перед нами коллективная психограмма российского общества и глубокое исследование того, как авторитарный режим подтачивает основы человечности и гражданского сознания.
«Внутренние эмигранты» фиксируют тот самый момент, когда личная безопасность и профессиональный долг вступают в неразрешимый конфликт.
Frankreich / Libanon/ Deutschland / Katar 2026, 75 min, Arabisch | Französisch | Englisch mit dt. UT
Regie: Lana Daher
„Desorientierung ist ganz normal: Willkommen im Libanon“
DO YOU LOVE ME ist eine spielerische und persönliche Reise durch die audiovisuelle Erinnerung des Libanon, die vollständig aus Archivmaterial besteht. Es ist ein Liebesbrief an Beirut, der 70 Jahre Film, Fernsehen, Heimvideos und Fotografie umfasst und die kollektive Psyche der Libanesen erforscht, die von Freude und Intimität, Zerstörung und Verlust geprägt ist. Durch die Augen von Bürgern, Filmemachern und Künstlern rekonstruiert der Film eine fragmentierte Geschichte in einem Land ohne nationales Archiv und feiert den kreativen Ausdruck als Widerstand, Erneuerung und Möglichkeit, Erinnerungen zu bewahren. Er stützt sich auf über 100 Werke des unabhängigen libanesischen Kinos sowie auf unzählige Heimvideos, Fotos, Podcasts, Musik und andere Medien.
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„Assoziativ fügt Lana Daher Bilder zusammen, stellt Szenen von aktuellen neben Filme aus den 80er oder 90er Jahren und lässt so weniger eine lineare Geschichte Beiruts entstehen, als eine, die aus den Träumen des Kinos schöpft. Und der Musik: Der 70er Jahre Disko-Hit „Laissez-moi danser/ Lass mich tanzen“ erklingt zu einer Montage diverser Spiel- und Dokumentarfilmbilder und wirkt am Ende von DO YOU LOVE ME wie der ideale Durchhaltesong für ein kleines Land, das teils aus eigenem Verschulden, teils unschuldig zum Schauplatz immer neuer Kriege wurde, die seine Zukunft auch im Jahre 2026 ungewiss erscheinen lassen.” (Michael Meyns, programmkino.de)
Deutschland / Frankreich 2026, 93 min, Russisch mit deutschen Untertiteln
Regie: Lena Karbe
Drei ehrenamtliche Psycholog:innen einer Moskauer Krisenhotline leisten seit Beginn des Angriffskrieges auf die Ukraine, freiwilligen Telefondienst. Die Auswirkungen der russischen Propaganda auf die eigene Bevölkerung werden während ihrer Arbeit besonders spürbar. Zwischen beruflicher Verantwortung und den weitreichenden Einschränkungen der Meinungsfreiheit müssen die Psycholog:innen einen Weg finden. In dem aufreibenden Balanceakt zwischen den Bedürfnissen der Hilfesuchenden und ihrer eigenen psychischen Gesundheit, wird das Risiko sichtbar – selbst zu Kompliz:innen des totalitären Systems zu werden.
Was bedeutet „Neutralität”? Wo sollten die Grenzen gezogen werden? Und wie setzen die Psycholog:innen diese Grenzen, während sie sich bemühen, ihre berufliche Integrität, persönliche Sicherheit und Psyche zu schützen?
INNERE EMIGRANTEN beobachtet das unausweichliche, schleichende Abdriften in die Komplizenschaft. Der Dokumentarfilm von Lena Karbe entstand über drei Jahre unter strengster Geheimhaltung. Es ist ein kollektives Psychogramm der russischen Gesellschaft und eine Mahnung an die zerstörerische Kraft eines autoritären Regimes für die Zivilgesellschaft.
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В центре сюжета — трое психологов-волонтеров московской горячей линии помощи. С начала полномасштабного вторжения в Украину их работа превратилась в ежедневное противостояние последствиям пропаганды. Герои пытаются сохранить профессиональную этику, балансируя на опасном краю:
• Где грань между помощью человеку и невольным соучастием в системе? • Что на самом деле означает «нейтралитет» психолога в тоталитарных условиях? • Как спасти чужую психику, не разрушив свою собственную?
Этот фильм — результат трёх лет работы в условиях строжайшей секретности. Перед нами коллективная психограмма российского общества и глубокое исследование того, как авторитарный режим подтачивает основы человечности и гражданского сознания.
«Внутренние эмигранты» фиксируют тот самый момент, когда личная безопасность и профессиональный долг вступают в неразрешимый конфликт.
Ungarn, Vereinigtes Königreich, Deutschland, Frankreich 2025, 132 min, Ungarisch mit deutschen UT
Regie: László Nemes
Budapest, 1957. Nach dem gescheiterten Aufstand gegen das kommunistische Regime wächst der jüdische Junge Andor bei seiner Mutter mit idealisierten Geschichten über seinen verstorbenen Vater auf. Als plötzlich ein brutaler Mann auftaucht und behauptet, sein wahrer Vater zu sein, wird seine Welt auf den Kopf gestellt.
Die Chronik eines Kindes, das sich der Wahrheit über seine Herkunft stellt: ANDOR HIRSCH zeichnet die Geschichte einer Familie nach, die von einigen der dunkelsten Kapitel des 20. Jahrhunderts überschattet ist. Vom verheerenden Trauma des Holocaust bis hin zur autoritären Herrschaft des Kommunismus entfaltet Nemes’ neuester Film eine tief bewegende Konfrontation mit Identität, Erinnerung und dem fragilen Prozess, sich selbst neu zu erfinden.
Frankreich / Libanon/ Deutschland / Katar 2026, 75 min, Arabisch | Französisch | Englisch mit dt. UT
Regie: Lana Daher
„Desorientierung ist ganz normal: Willkommen im Libanon“
DO YOU LOVE ME ist eine spielerische und persönliche Reise durch die audiovisuelle Erinnerung des Libanon, die vollständig aus Archivmaterial besteht. Es ist ein Liebesbrief an Beirut, der 70 Jahre Film, Fernsehen, Heimvideos und Fotografie umfasst und die kollektive Psyche der Libanesen erforscht, die von Freude und Intimität, Zerstörung und Verlust geprägt ist. Durch die Augen von Bürgern, Filmemachern und Künstlern rekonstruiert der Film eine fragmentierte Geschichte in einem Land ohne nationales Archiv und feiert den kreativen Ausdruck als Widerstand, Erneuerung und Möglichkeit, Erinnerungen zu bewahren. Er stützt sich auf über 100 Werke des unabhängigen libanesischen Kinos sowie auf unzählige Heimvideos, Fotos, Podcasts, Musik und andere Medien.
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„Assoziativ fügt Lana Daher Bilder zusammen, stellt Szenen von aktuellen neben Filme aus den 80er oder 90er Jahren und lässt so weniger eine lineare Geschichte Beiruts entstehen, als eine, die aus den Träumen des Kinos schöpft. Und der Musik: Der 70er Jahre Disko-Hit „Laissez-moi danser/ Lass mich tanzen“ erklingt zu einer Montage diverser Spiel- und Dokumentarfilmbilder und wirkt am Ende von DO YOU LOVE ME wie der ideale Durchhaltesong für ein kleines Land, das teils aus eigenem Verschulden, teils unschuldig zum Schauplatz immer neuer Kriege wurde, die seine Zukunft auch im Jahre 2026 ungewiss erscheinen lassen.” (Michael Meyns, programmkino.de)
Deutschland / Frankreich 2026, 93 min, Russisch mit deutschen Untertiteln
Regie: Lena Karbe
Drei ehrenamtliche Psycholog:innen einer Moskauer Krisenhotline leisten seit Beginn des Angriffskrieges auf die Ukraine, freiwilligen Telefondienst. Die Auswirkungen der russischen Propaganda auf die eigene Bevölkerung werden während ihrer Arbeit besonders spürbar. Zwischen beruflicher Verantwortung und den weitreichenden Einschränkungen der Meinungsfreiheit müssen die Psycholog:innen einen Weg finden. In dem aufreibenden Balanceakt zwischen den Bedürfnissen der Hilfesuchenden und ihrer eigenen psychischen Gesundheit, wird das Risiko sichtbar – selbst zu Kompliz:innen des totalitären Systems zu werden.
Was bedeutet „Neutralität”? Wo sollten die Grenzen gezogen werden? Und wie setzen die Psycholog:innen diese Grenzen, während sie sich bemühen, ihre berufliche Integrität, persönliche Sicherheit und Psyche zu schützen?
INNERE EMIGRANTEN beobachtet das unausweichliche, schleichende Abdriften in die Komplizenschaft. Der Dokumentarfilm von Lena Karbe entstand über drei Jahre unter strengster Geheimhaltung. Es ist ein kollektives Psychogramm der russischen Gesellschaft und eine Mahnung an die zerstörerische Kraft eines autoritären Regimes für die Zivilgesellschaft.
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• Где грань между помощью человеку и невольным соучастием в системе? • Что на самом деле означает «нейтралитет» психолога в тоталитарных условиях? • Как спасти чужую психику, не разрушив свою собственную?
Этот фильм — результат трёх лет работы в условиях строжайшей секретности. Перед нами коллективная психограмма российского общества и глубокое исследование того, как авторитарный режим подтачивает основы человечности и гражданского сознания.
«Внутренние эмигранты» фиксируют тот самый момент, когда личная безопасность и профессиональный долг вступают в неразрешимый конфликт.
Ungarn, Vereinigtes Königreich, Deutschland, Frankreich 2025, 132 min, Ungarisch mit deutschen UT
Regie: László Nemes
Budapest, 1957. Nach dem gescheiterten Aufstand gegen das kommunistische Regime wächst der jüdische Junge Andor bei seiner Mutter mit idealisierten Geschichten über seinen verstorbenen Vater auf. Als plötzlich ein brutaler Mann auftaucht und behauptet, sein wahrer Vater zu sein, wird seine Welt auf den Kopf gestellt.
Die Chronik eines Kindes, das sich der Wahrheit über seine Herkunft stellt: ANDOR HIRSCH zeichnet die Geschichte einer Familie nach, die von einigen der dunkelsten Kapitel des 20. Jahrhunderts überschattet ist. Vom verheerenden Trauma des Holocaust bis hin zur autoritären Herrschaft des Kommunismus entfaltet Nemes’ neuester Film eine tief bewegende Konfrontation mit Identität, Erinnerung und dem fragilen Prozess, sich selbst neu zu erfinden.
Ungarn, Vereinigtes Königreich, Deutschland, Frankreich 2025, 132 min, Ungarisch mit deutschen UT
Regie: László Nemes
Budapest, 1957. Nach dem gescheiterten Aufstand gegen das kommunistische Regime wächst der jüdische Junge Andor bei seiner Mutter mit idealisierten Geschichten über seinen verstorbenen Vater auf. Als plötzlich ein brutaler Mann auftaucht und behauptet, sein wahrer Vater zu sein, wird seine Welt auf den Kopf gestellt.
Die Chronik eines Kindes, das sich der Wahrheit über seine Herkunft stellt: ANDOR HIRSCH zeichnet die Geschichte einer Familie nach, die von einigen der dunkelsten Kapitel des 20. Jahrhunderts überschattet ist. Vom verheerenden Trauma des Holocaust bis hin zur autoritären Herrschaft des Kommunismus entfaltet Nemes’ neuester Film eine tief bewegende Konfrontation mit Identität, Erinnerung und dem fragilen Prozess, sich selbst neu zu erfinden.
Mi. 20.05.
19:00 Uhr
HIMMEL IM BRUNNEN | Kind und Stadt: Baltie zvani / Weiße Glockenblumen + Vecāks par 10 minūtēm / 10 Minuten älter + Little Fugitive / Der kleine Ausreißer
, OmdU – Rigaer Schule des poetischen Dokumentarfilms im Kontext des internationalen Kinos
Ivars Kraulītis | Herz Frank | Morris Engel, Ruth Orkin, Ray Ashley
Baltie zvani / Weiße Glockenblumen, Lettische SSR 1961, 38 min, ohne Dialog, R: Ivars Kraulītis
Vecāks par 10 minūtēm / 10 Minuten älter, Lettische SSR 1978, 10 min, ohne Dialog, R: Herz Frank
Little Fugitive / Der kleine Ausreißer USA 1953, 80 min, OmdU, R: Morris Engel, Ruth Orkin, Ray Ashley
Die drei Filme aus entgegengesetzten ideologischen Lagern balancieren an der Grenze zwischen Fiktion und Dokumentarischem. In Baltie zvani folgt die Kamera einem kleinen Mädchen durch die Straßen Rigas auf der Suche nach begehrten weißen Blumen und erschafft damit ein poetisches Porträt Rigas der frühen 1960er Jahre. Nach einem bösen Streich seines älteren Bruders flieht der kleine Protagonist von Little Fugitive nach Coney Island und macht die ersten Schritte in die Selbstständigkeit, während der bunte Vergnügungspark zur Allegorie des erwachsenen Lebens wird. Im vielleicht berühmtesten Film der Rigaer Schule, Vecāks par 10 minūtēm, verfolgt die Kamera zehn Minuten lang die Gesichter von Kindern, die ein Puppenspiel sehen, und erschafft damit eine Parabel über die Zeit, die Kraft der Kunst und den Lebensweg der menschlichen Seele. (Nadežda Fedorova)
Deutschland / Frankreich 2026, 93 min, Russisch mit deutschen Untertiteln
Regie: Lena Karbe
Drei ehrenamtliche Psycholog:innen einer Moskauer Krisenhotline leisten seit Beginn des Angriffskrieges auf die Ukraine, freiwilligen Telefondienst. Die Auswirkungen der russischen Propaganda auf die eigene Bevölkerung werden während ihrer Arbeit besonders spürbar. Zwischen beruflicher Verantwortung und den weitreichenden Einschränkungen der Meinungsfreiheit müssen die Psycholog:innen einen Weg finden. In dem aufreibenden Balanceakt zwischen den Bedürfnissen der Hilfesuchenden und ihrer eigenen psychischen Gesundheit, wird das Risiko sichtbar – selbst zu Kompliz:innen des totalitären Systems zu werden.
Was bedeutet „Neutralität”? Wo sollten die Grenzen gezogen werden? Und wie setzen die Psycholog:innen diese Grenzen, während sie sich bemühen, ihre berufliche Integrität, persönliche Sicherheit und Psyche zu schützen?
INNERE EMIGRANTEN beobachtet das unausweichliche, schleichende Abdriften in die Komplizenschaft. Der Dokumentarfilm von Lena Karbe entstand über drei Jahre unter strengster Geheimhaltung. Es ist ein kollektives Psychogramm der russischen Gesellschaft und eine Mahnung an die zerstörerische Kraft eines autoritären Regimes für die Zivilgesellschaft.
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В центре сюжета — трое психологов-волонтеров московской горячей линии помощи. С начала полномасштабного вторжения в Украину их работа превратилась в ежедневное противостояние последствиям пропаганды. Герои пытаются сохранить профессиональную этику, балансируя на опасном краю:
• Где грань между помощью человеку и невольным соучастием в системе? • Что на самом деле означает «нейтралитет» психолога в тоталитарных условиях? • Как спасти чужую психику, не разрушив свою собственную?
Этот фильм — результат трёх лет работы в условиях строжайшей секретности. Перед нами коллективная психограмма российского общества и глубокое исследование того, как авторитарный режим подтачивает основы человечности и гражданского сознания.
«Внутренние эмигранты» фиксируют тот самый момент, когда личная безопасность и профессиональный долг вступают в неразрешимый конфликт.
Ungarn, Vereinigtes Königreich, Deutschland, Frankreich 2025, 132 min, Ungarisch mit deutschen UT
Regie: László Nemes
Budapest, 1957. Nach dem gescheiterten Aufstand gegen das kommunistische Regime wächst der jüdische Junge Andor bei seiner Mutter mit idealisierten Geschichten über seinen verstorbenen Vater auf. Als plötzlich ein brutaler Mann auftaucht und behauptet, sein wahrer Vater zu sein, wird seine Welt auf den Kopf gestellt.
Die Chronik eines Kindes, das sich der Wahrheit über seine Herkunft stellt: ANDOR HIRSCH zeichnet die Geschichte einer Familie nach, die von einigen der dunkelsten Kapitel des 20. Jahrhunderts überschattet ist. Vom verheerenden Trauma des Holocaust bis hin zur autoritären Herrschaft des Kommunismus entfaltet Nemes’ neuester Film eine tief bewegende Konfrontation mit Identität, Erinnerung und dem fragilen Prozess, sich selbst neu zu erfinden.
Deutschland / Frankreich 2026, 93 min, Russisch mit deutschen Untertiteln
Regie: Lena Karbe
Drei ehrenamtliche Psycholog:innen einer Moskauer Krisenhotline leisten seit Beginn des Angriffskrieges auf die Ukraine, freiwilligen Telefondienst. Die Auswirkungen der russischen Propaganda auf die eigene Bevölkerung werden während ihrer Arbeit besonders spürbar. Zwischen beruflicher Verantwortung und den weitreichenden Einschränkungen der Meinungsfreiheit müssen die Psycholog:innen einen Weg finden. In dem aufreibenden Balanceakt zwischen den Bedürfnissen der Hilfesuchenden und ihrer eigenen psychischen Gesundheit, wird das Risiko sichtbar – selbst zu Kompliz:innen des totalitären Systems zu werden.
Was bedeutet „Neutralität”? Wo sollten die Grenzen gezogen werden? Und wie setzen die Psycholog:innen diese Grenzen, während sie sich bemühen, ihre berufliche Integrität, persönliche Sicherheit und Psyche zu schützen?
INNERE EMIGRANTEN beobachtet das unausweichliche, schleichende Abdriften in die Komplizenschaft. Der Dokumentarfilm von Lena Karbe entstand über drei Jahre unter strengster Geheimhaltung. Es ist ein kollektives Psychogramm der russischen Gesellschaft und eine Mahnung an die zerstörerische Kraft eines autoritären Regimes für die Zivilgesellschaft.
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В центре сюжета — трое психологов-волонтеров московской горячей линии помощи. С начала полномасштабного вторжения в Украину их работа превратилась в ежедневное противостояние последствиям пропаганды. Герои пытаются сохранить профессиональную этику, балансируя на опасном краю:
• Где грань между помощью человеку и невольным соучастием в системе? • Что на самом деле означает «нейтралитет» психолога в тоталитарных условиях? • Как спасти чужую психику, не разрушив свою собственную?
Этот фильм — результат трёх лет работы в условиях строжайшей секретности. Перед нами коллективная психограмма российского общества и глубокое исследование того, как авторитарный режим подтачивает основы человечности и гражданского сознания.
«Внутренние эмигранты» фиксируют тот самый момент, когда личная безопасность и профессиональный долг вступают в неразрешимый конфликт.
Frankreich / Libanon/ Deutschland / Katar 2026, 75 min, Arabisch | Französisch | Englisch mit dt. UT
Regie: Lana Daher
„Desorientierung ist ganz normal: Willkommen im Libanon“
DO YOU LOVE ME ist eine spielerische und persönliche Reise durch die audiovisuelle Erinnerung des Libanon, die vollständig aus Archivmaterial besteht. Es ist ein Liebesbrief an Beirut, der 70 Jahre Film, Fernsehen, Heimvideos und Fotografie umfasst und die kollektive Psyche der Libanesen erforscht, die von Freude und Intimität, Zerstörung und Verlust geprägt ist. Durch die Augen von Bürgern, Filmemachern und Künstlern rekonstruiert der Film eine fragmentierte Geschichte in einem Land ohne nationales Archiv und feiert den kreativen Ausdruck als Widerstand, Erneuerung und Möglichkeit, Erinnerungen zu bewahren. Er stützt sich auf über 100 Werke des unabhängigen libanesischen Kinos sowie auf unzählige Heimvideos, Fotos, Podcasts, Musik und andere Medien.
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„Assoziativ fügt Lana Daher Bilder zusammen, stellt Szenen von aktuellen neben Filme aus den 80er oder 90er Jahren und lässt so weniger eine lineare Geschichte Beiruts entstehen, als eine, die aus den Träumen des Kinos schöpft. Und der Musik: Der 70er Jahre Disko-Hit „Laissez-moi danser/ Lass mich tanzen“ erklingt zu einer Montage diverser Spiel- und Dokumentarfilmbilder und wirkt am Ende von DO YOU LOVE ME wie der ideale Durchhaltesong für ein kleines Land, das teils aus eigenem Verschulden, teils unschuldig zum Schauplatz immer neuer Kriege wurde, die seine Zukunft auch im Jahre 2026 ungewiss erscheinen lassen.” (Michael Meyns, programmkino.de)
Ungarn, Vereinigtes Königreich, Deutschland, Frankreich 2025, 132 min, Ungarisch mit deutschen UT
Regie: László Nemes
Budapest, 1957. Nach dem gescheiterten Aufstand gegen das kommunistische Regime wächst der jüdische Junge Andor bei seiner Mutter mit idealisierten Geschichten über seinen verstorbenen Vater auf. Als plötzlich ein brutaler Mann auftaucht und behauptet, sein wahrer Vater zu sein, wird seine Welt auf den Kopf gestellt.
Die Chronik eines Kindes, das sich der Wahrheit über seine Herkunft stellt: ANDOR HIRSCH zeichnet die Geschichte einer Familie nach, die von einigen der dunkelsten Kapitel des 20. Jahrhunderts überschattet ist. Vom verheerenden Trauma des Holocaust bis hin zur autoritären Herrschaft des Kommunismus entfaltet Nemes’ neuester Film eine tief bewegende Konfrontation mit Identität, Erinnerung und dem fragilen Prozess, sich selbst neu zu erfinden.
Deutschland / Frankreich 2026, 93 min, Russisch mit deutschen Untertiteln
Regie: Lena Karbe
Drei ehrenamtliche Psycholog:innen einer Moskauer Krisenhotline leisten seit Beginn des Angriffskrieges auf die Ukraine, freiwilligen Telefondienst. Die Auswirkungen der russischen Propaganda auf die eigene Bevölkerung werden während ihrer Arbeit besonders spürbar. Zwischen beruflicher Verantwortung und den weitreichenden Einschränkungen der Meinungsfreiheit müssen die Psycholog:innen einen Weg finden. In dem aufreibenden Balanceakt zwischen den Bedürfnissen der Hilfesuchenden und ihrer eigenen psychischen Gesundheit, wird das Risiko sichtbar – selbst zu Kompliz:innen des totalitären Systems zu werden.
Was bedeutet „Neutralität”? Wo sollten die Grenzen gezogen werden? Und wie setzen die Psycholog:innen diese Grenzen, während sie sich bemühen, ihre berufliche Integrität, persönliche Sicherheit und Psyche zu schützen?
INNERE EMIGRANTEN beobachtet das unausweichliche, schleichende Abdriften in die Komplizenschaft. Der Dokumentarfilm von Lena Karbe entstand über drei Jahre unter strengster Geheimhaltung. Es ist ein kollektives Psychogramm der russischen Gesellschaft und eine Mahnung an die zerstörerische Kraft eines autoritären Regimes für die Zivilgesellschaft.
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В центре сюжета — трое психологов-волонтеров московской горячей линии помощи. С начала полномасштабного вторжения в Украину их работа превратилась в ежедневное противостояние последствиям пропаганды. Герои пытаются сохранить профессиональную этику, балансируя на опасном краю:
• Где грань между помощью человеку и невольным соучастием в системе? • Что на самом деле означает «нейтралитет» психолога в тоталитарных условиях? • Как спасти чужую психику, не разрушив свою собственную?
Этот фильм — результат трёх лет работы в условиях строжайшей секретности. Перед нами коллективная психограмма российского общества и глубокое исследование того, как авторитарный режим подтачивает основы человечности и гражданского сознания.
«Внутренние эмигранты» фиксируют тот самый момент, когда личная безопасность и профессиональный долг вступают в неразрешимый конфликт.
Frankreich / Libanon/ Deutschland / Katar 2026, 75 min, Arabisch | Französisch | Englisch mit dt. UT
Regie: Lana Daher
„Desorientierung ist ganz normal: Willkommen im Libanon“
DO YOU LOVE ME ist eine spielerische und persönliche Reise durch die audiovisuelle Erinnerung des Libanon, die vollständig aus Archivmaterial besteht. Es ist ein Liebesbrief an Beirut, der 70 Jahre Film, Fernsehen, Heimvideos und Fotografie umfasst und die kollektive Psyche der Libanesen erforscht, die von Freude und Intimität, Zerstörung und Verlust geprägt ist. Durch die Augen von Bürgern, Filmemachern und Künstlern rekonstruiert der Film eine fragmentierte Geschichte in einem Land ohne nationales Archiv und feiert den kreativen Ausdruck als Widerstand, Erneuerung und Möglichkeit, Erinnerungen zu bewahren. Er stützt sich auf über 100 Werke des unabhängigen libanesischen Kinos sowie auf unzählige Heimvideos, Fotos, Podcasts, Musik und andere Medien.
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„Assoziativ fügt Lana Daher Bilder zusammen, stellt Szenen von aktuellen neben Filme aus den 80er oder 90er Jahren und lässt so weniger eine lineare Geschichte Beiruts entstehen, als eine, die aus den Träumen des Kinos schöpft. Und der Musik: Der 70er Jahre Disko-Hit „Laissez-moi danser/ Lass mich tanzen“ erklingt zu einer Montage diverser Spiel- und Dokumentarfilmbilder und wirkt am Ende von DO YOU LOVE ME wie der ideale Durchhaltesong für ein kleines Land, das teils aus eigenem Verschulden, teils unschuldig zum Schauplatz immer neuer Kriege wurde, die seine Zukunft auch im Jahre 2026 ungewiss erscheinen lassen.” (Michael Meyns, programmkino.de)
Ungarn, Vereinigtes Königreich, Deutschland, Frankreich 2025, 132 min, Ungarisch mit deutschen UT
Regie: László Nemes
Budapest, 1957. Nach dem gescheiterten Aufstand gegen das kommunistische Regime wächst der jüdische Junge Andor bei seiner Mutter mit idealisierten Geschichten über seinen verstorbenen Vater auf. Als plötzlich ein brutaler Mann auftaucht und behauptet, sein wahrer Vater zu sein, wird seine Welt auf den Kopf gestellt.
Die Chronik eines Kindes, das sich der Wahrheit über seine Herkunft stellt: ANDOR HIRSCH zeichnet die Geschichte einer Familie nach, die von einigen der dunkelsten Kapitel des 20. Jahrhunderts überschattet ist. Vom verheerenden Trauma des Holocaust bis hin zur autoritären Herrschaft des Kommunismus entfaltet Nemes’ neuester Film eine tief bewegende Konfrontation mit Identität, Erinnerung und dem fragilen Prozess, sich selbst neu zu erfinden.
Deutschland 2026, 200 min, Deutsch | Ukrainisch | Litauisch | Belarusisch | Russisch | Rumänisch mit deutschen UT
Regie: Volker Koepp
„Strom, alleine immer kann ich dich lieben nur …“ (Johannes Bobrowski: Sarmatische Zeit)
Der Fluss Chronos, antiker Name der Memel, durchfließt die Region Sarmatien. Ihm folgt Volker Koepp auf der Suche nach den Schicksalen der Menschen, die an diesen Ufern leben – und kehrt dabei immer wieder zu jenen zurück, die seine früheren Filme geprägt haben. Doch „Chronos – Fluss der Zeit“ ist auch das Porträt einer Region im Wandel. Über fünf Jahre dauerten die Dreharbeiten. Die russische Invasion der Ukraine, die Covid-19-Pandemie prägen das Erleben genauso wie sowjetische Vergangenheit und die Narben, die der Holocaust in den Gemeinschaften hinterlassen hat.
Auf den Spuren der Gedichte von Johannes Bobrowski drehte Volker Koepp 1972 seinen ersten Film im historischen Landschaftsraum östlich der Weichsel zwischen Ostsee und Schwarzem Meer, in der Spätantike „Sarmatien“ genannt. Eine Welt, die nach dem Zweiten Weltkrieg zum sowjetischen Imperium gehörte. Später drehte Koepp in dieser Gegend mit „Kalte Heimat“ (1994), „Herr Zwilling und Frau Zuckermann“ (1998) oder „In Sarmatien“ (2013) einen ganzen Zyklus von Filmen. Es ging um Begegnungen mit Menschen, ihrem Alltag, ihren von politischen Umbrüchen geprägten Biografien, um nationalsozialistischen Terror, die Ermordung der Juden, stalinistische Verfolgung und Hoffnungen auf gesellschaftliche Veränderungen. „Chronos – Fluss der Zeit“ fügt diesen Geschichten ein neues, entscheidendes Kapitel hinzu – als filmische Montage, in der sich Vergangenheit und Gegenwart fragmentarisch verbinden.
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Volker Koepp: Bemerkungen zu „Chronos – Fluss der Zeit“
Zur Vorstellung dieses Filmprojekts schrieb ich 2019: Auf unsere Drehreise für einen Film sind wir 2012 in die Ukraine aufgebrochen, nach Odessa, an die Küste des Schwarzen Meeres. Nach einigen Wochen kamen wir in der russischen Oblast Kaliningrad an, im früheren Nördlichen Ostpreussen. Unterwegs drehten wir in den ukrainischen Städten Uman, Czernowitz und Lemberg, im polnischen Lublin, im belorussischen Hrodno, in Litauen und schließlich in Kaliningrad/Königsberg und in Sowjetsk/Tilsit. An der Ostsee, in Swjetlogorsk/Rauschen und auf der Kurischen Nehrung beendeten wir unsere Dreharbeiten. Der Film hieß: In Sarmatien.
Bevor ich Filme machte, las ich Gedichte. 1963 fand ich ein Buch: Sarmatische Zeit stand in roter Schrift auf dem schmalen schwarzen Leinenband zu lesen. Der Dichter: Johannes Bobrowski. Ich fand das Land Sarmatien im Brockhaus von 1898 in einer Karte aus der Spätantike verzeichnet. Östlich der Weichsel reicht dort Sarmatia vom Oceanus Sarmaticus, der Ostsee, bis hinunter ans Pontus Euxinus, ans Schwarzen Meer. Der Fluss Chronos der Antike ist die Memel der Gegenwart (litauisch: Nemunas, belorussisch: Nemon und im heute zu Russland gehörenden Kaliningrader Gebiet: Neman).
Bobrowski sagt: Strom, alleine immer kann ich dich lieben nur …
Seit 1972 bin ich für Filme neben meinen Dreharbeiten zwischen Elbe und Oder, wie etwa in Wittstock, auch in Sarmatien unterwegs. Ich erzählte vom Leben der Menschen in ihren Landschaften. Ich traf Überlebende nach Hitlers Völkermord an den Juden und Stalins Terror in der Ukraine. Von Biografien also, die geprägt waren von politischen und geografischen Umbrüchen und den Zeitenwenden im elenden 20. Jahrhundert. Und dann, bei den Jüngeren, auch des 21 Jahrhunderts. Hoffnungen, die nach dem scheinbaren Ende des Kalten Krieges vor dreißig Jahren aufkamen, sind durch die Entwicklungen in allerletzter Zeit wieder verflogen. Vielerorts erleben wir so etwas wie eine Hinwendung zu autoritären und antidemokratischen Strukturen. Den Versuchen also, Geschichte vergessen zu machen.
Bobrowski: Leute, ihr redet: Vergessen — es möcht der Holunder sterben an eurer Vergesslichkeit…
Als der Film In Sarmatien in den Kinos war, brachte Russland mit Annexion der Krim im Jahr 2014 den Krieg zurück in die Mitte Europas. Ein Achselzucken ist da nicht erlaubt. Es ist Zeit, mit Chronos noch einmal zu meinen sarmatischen Orten aufzubrechen. Die Menschen, die ich bei früheren Dreharbeiten kennenlernte, sind mir stets nah geblieben. Wir werden auf unserer Drehreise das Leben von manchen von ihnen weiter begleiten können. Und neue Menschen kennenlernen.
Jetzt ist das Jahr 2026 Chronos – Fluss der Zeit ist ein ungewolltes „Langzeitprojekt“. Die Dreharbeiten begannen im Jahr 2020 und sollten 2021 beendet sein. Zuerst brachte die Pandemie ungezählte Verzögerungen und Unterbrechungen. Manche der geplanten Drehorte im Kaliningrader Gebiet waren nun gar nicht mehr zu erreichbar. Die russischen Kinder und Frauen und Freunde aus früheren Filmen waren nun wie verschollen. Die politischen Entwicklungen in der Mitte Europas wurden immer bedrohlicher. Die Frauen in Belarus. Dann das Unfassbare: die Ausweitung des russischen Krieges auf die gesamte Ukraine. Auf Odessa, Uman, Lemberg und Czernowitz. Schreckensbilder über Jahre. Zum Drehen in die Ukraine, nach Czernowitz, fuhr ich mit einem Smartphon. Schließlich reichten die Arbeiten am Film bis in die Gegenwart des Jahres 2026. Seit Beginn des Krieges nach der Annexion der Krim sind nun bald 12 Jahre vergangen. Der tägliche Schrecken der russischen Kriegsverbrechen im Fernsehen. Die Hoffnung, dass Ende des Krieges zu erleben, hat sich nicht erfüllt.
Deutschland / Frankreich 2026, 93 min, Russisch mit deutschen Untertiteln
Regie: Lena Karbe
Drei ehrenamtliche Psycholog:innen einer Moskauer Krisenhotline leisten seit Beginn des Angriffskrieges auf die Ukraine, freiwilligen Telefondienst. Die Auswirkungen der russischen Propaganda auf die eigene Bevölkerung werden während ihrer Arbeit besonders spürbar. Zwischen beruflicher Verantwortung und den weitreichenden Einschränkungen der Meinungsfreiheit müssen die Psycholog:innen einen Weg finden. In dem aufreibenden Balanceakt zwischen den Bedürfnissen der Hilfesuchenden und ihrer eigenen psychischen Gesundheit, wird das Risiko sichtbar – selbst zu Kompliz:innen des totalitären Systems zu werden.
Was bedeutet „Neutralität”? Wo sollten die Grenzen gezogen werden? Und wie setzen die Psycholog:innen diese Grenzen, während sie sich bemühen, ihre berufliche Integrität, persönliche Sicherheit und Psyche zu schützen?
INNERE EMIGRANTEN beobachtet das unausweichliche, schleichende Abdriften in die Komplizenschaft. Der Dokumentarfilm von Lena Karbe entstand über drei Jahre unter strengster Geheimhaltung. Es ist ein kollektives Psychogramm der russischen Gesellschaft und eine Mahnung an die zerstörerische Kraft eines autoritären Regimes für die Zivilgesellschaft.
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В центре сюжета — трое психологов-волонтеров московской горячей линии помощи. С начала полномасштабного вторжения в Украину их работа превратилась в ежедневное противостояние последствиям пропаганды. Герои пытаются сохранить профессиональную этику, балансируя на опасном краю:
• Где грань между помощью человеку и невольным соучастием в системе? • Что на самом деле означает «нейтралитет» психолога в тоталитарных условиях? • Как спасти чужую психику, не разрушив свою собственную?
Этот фильм — результат трёх лет работы в условиях строжайшей секретности. Перед нами коллективная психограмма российского общества и глубокое исследование того, как авторитарный режим подтачивает основы человечности и гражданского сознания.
«Внутренние эмигранты» фиксируют тот самый момент, когда личная безопасность и профессиональный долг вступают в неразрешимый конфликт.
Ungarn, Vereinigtes Königreich, Deutschland, Frankreich 2025, 132 min, Ungarisch mit deutschen UT
Regie: László Nemes
Budapest, 1957. Nach dem gescheiterten Aufstand gegen das kommunistische Regime wächst der jüdische Junge Andor bei seiner Mutter mit idealisierten Geschichten über seinen verstorbenen Vater auf. Als plötzlich ein brutaler Mann auftaucht und behauptet, sein wahrer Vater zu sein, wird seine Welt auf den Kopf gestellt.
Die Chronik eines Kindes, das sich der Wahrheit über seine Herkunft stellt: ANDOR HIRSCH zeichnet die Geschichte einer Familie nach, die von einigen der dunkelsten Kapitel des 20. Jahrhunderts überschattet ist. Vom verheerenden Trauma des Holocaust bis hin zur autoritären Herrschaft des Kommunismus entfaltet Nemes’ neuester Film eine tief bewegende Konfrontation mit Identität, Erinnerung und dem fragilen Prozess, sich selbst neu zu erfinden.
Deutschland 2026, 200 min, Deutsch | Ukrainisch | Litauisch | Belarusisch | Russisch | Rumänisch mit deutschen UT
Regie: Volker Koepp
„Strom, alleine immer kann ich dich lieben nur …“ (Johannes Bobrowski: Sarmatische Zeit)
Der Fluss Chronos, antiker Name der Memel, durchfließt die Region Sarmatien. Ihm folgt Volker Koepp auf der Suche nach den Schicksalen der Menschen, die an diesen Ufern leben – und kehrt dabei immer wieder zu jenen zurück, die seine früheren Filme geprägt haben. Doch „Chronos – Fluss der Zeit“ ist auch das Porträt einer Region im Wandel. Über fünf Jahre dauerten die Dreharbeiten. Die russische Invasion der Ukraine, die Covid-19-Pandemie prägen das Erleben genauso wie sowjetische Vergangenheit und die Narben, die der Holocaust in den Gemeinschaften hinterlassen hat.
Auf den Spuren der Gedichte von Johannes Bobrowski drehte Volker Koepp 1972 seinen ersten Film im historischen Landschaftsraum östlich der Weichsel zwischen Ostsee und Schwarzem Meer, in der Spätantike „Sarmatien“ genannt. Eine Welt, die nach dem Zweiten Weltkrieg zum sowjetischen Imperium gehörte. Später drehte Koepp in dieser Gegend mit „Kalte Heimat“ (1994), „Herr Zwilling und Frau Zuckermann“ (1998) oder „In Sarmatien“ (2013) einen ganzen Zyklus von Filmen. Es ging um Begegnungen mit Menschen, ihrem Alltag, ihren von politischen Umbrüchen geprägten Biografien, um nationalsozialistischen Terror, die Ermordung der Juden, stalinistische Verfolgung und Hoffnungen auf gesellschaftliche Veränderungen. „Chronos – Fluss der Zeit“ fügt diesen Geschichten ein neues, entscheidendes Kapitel hinzu – als filmische Montage, in der sich Vergangenheit und Gegenwart fragmentarisch verbinden.
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Volker Koepp: Bemerkungen zu „Chronos – Fluss der Zeit“
Zur Vorstellung dieses Filmprojekts schrieb ich 2019: Auf unsere Drehreise für einen Film sind wir 2012 in die Ukraine aufgebrochen, nach Odessa, an die Küste des Schwarzen Meeres. Nach einigen Wochen kamen wir in der russischen Oblast Kaliningrad an, im früheren Nördlichen Ostpreussen. Unterwegs drehten wir in den ukrainischen Städten Uman, Czernowitz und Lemberg, im polnischen Lublin, im belorussischen Hrodno, in Litauen und schließlich in Kaliningrad/Königsberg und in Sowjetsk/Tilsit. An der Ostsee, in Swjetlogorsk/Rauschen und auf der Kurischen Nehrung beendeten wir unsere Dreharbeiten. Der Film hieß: In Sarmatien.
Bevor ich Filme machte, las ich Gedichte. 1963 fand ich ein Buch: Sarmatische Zeit stand in roter Schrift auf dem schmalen schwarzen Leinenband zu lesen. Der Dichter: Johannes Bobrowski. Ich fand das Land Sarmatien im Brockhaus von 1898 in einer Karte aus der Spätantike verzeichnet. Östlich der Weichsel reicht dort Sarmatia vom Oceanus Sarmaticus, der Ostsee, bis hinunter ans Pontus Euxinus, ans Schwarzen Meer. Der Fluss Chronos der Antike ist die Memel der Gegenwart (litauisch: Nemunas, belorussisch: Nemon und im heute zu Russland gehörenden Kaliningrader Gebiet: Neman).
Bobrowski sagt: Strom, alleine immer kann ich dich lieben nur …
Seit 1972 bin ich für Filme neben meinen Dreharbeiten zwischen Elbe und Oder, wie etwa in Wittstock, auch in Sarmatien unterwegs. Ich erzählte vom Leben der Menschen in ihren Landschaften. Ich traf Überlebende nach Hitlers Völkermord an den Juden und Stalins Terror in der Ukraine. Von Biografien also, die geprägt waren von politischen und geografischen Umbrüchen und den Zeitenwenden im elenden 20. Jahrhundert. Und dann, bei den Jüngeren, auch des 21 Jahrhunderts. Hoffnungen, die nach dem scheinbaren Ende des Kalten Krieges vor dreißig Jahren aufkamen, sind durch die Entwicklungen in allerletzter Zeit wieder verflogen. Vielerorts erleben wir so etwas wie eine Hinwendung zu autoritären und antidemokratischen Strukturen. Den Versuchen also, Geschichte vergessen zu machen.
Bobrowski: Leute, ihr redet: Vergessen — es möcht der Holunder sterben an eurer Vergesslichkeit…
Als der Film In Sarmatien in den Kinos war, brachte Russland mit Annexion der Krim im Jahr 2014 den Krieg zurück in die Mitte Europas. Ein Achselzucken ist da nicht erlaubt. Es ist Zeit, mit Chronos noch einmal zu meinen sarmatischen Orten aufzubrechen. Die Menschen, die ich bei früheren Dreharbeiten kennenlernte, sind mir stets nah geblieben. Wir werden auf unserer Drehreise das Leben von manchen von ihnen weiter begleiten können. Und neue Menschen kennenlernen.
Jetzt ist das Jahr 2026 Chronos – Fluss der Zeit ist ein ungewolltes „Langzeitprojekt“. Die Dreharbeiten begannen im Jahr 2020 und sollten 2021 beendet sein. Zuerst brachte die Pandemie ungezählte Verzögerungen und Unterbrechungen. Manche der geplanten Drehorte im Kaliningrader Gebiet waren nun gar nicht mehr zu erreichbar. Die russischen Kinder und Frauen und Freunde aus früheren Filmen waren nun wie verschollen. Die politischen Entwicklungen in der Mitte Europas wurden immer bedrohlicher. Die Frauen in Belarus. Dann das Unfassbare: die Ausweitung des russischen Krieges auf die gesamte Ukraine. Auf Odessa, Uman, Lemberg und Czernowitz. Schreckensbilder über Jahre. Zum Drehen in die Ukraine, nach Czernowitz, fuhr ich mit einem Smartphon. Schließlich reichten die Arbeiten am Film bis in die Gegenwart des Jahres 2026. Seit Beginn des Krieges nach der Annexion der Krim sind nun bald 12 Jahre vergangen. Der tägliche Schrecken der russischen Kriegsverbrechen im Fernsehen. Die Hoffnung, dass Ende des Krieges zu erleben, hat sich nicht erfüllt.
Deutschland / Frankreich 2026, 93 min, Russisch mit deutschen Untertiteln
Regie: Lena Karbe
Drei ehrenamtliche Psycholog:innen einer Moskauer Krisenhotline leisten seit Beginn des Angriffskrieges auf die Ukraine, freiwilligen Telefondienst. Die Auswirkungen der russischen Propaganda auf die eigene Bevölkerung werden während ihrer Arbeit besonders spürbar. Zwischen beruflicher Verantwortung und den weitreichenden Einschränkungen der Meinungsfreiheit müssen die Psycholog:innen einen Weg finden. In dem aufreibenden Balanceakt zwischen den Bedürfnissen der Hilfesuchenden und ihrer eigenen psychischen Gesundheit, wird das Risiko sichtbar – selbst zu Kompliz:innen des totalitären Systems zu werden.
Was bedeutet „Neutralität”? Wo sollten die Grenzen gezogen werden? Und wie setzen die Psycholog:innen diese Grenzen, während sie sich bemühen, ihre berufliche Integrität, persönliche Sicherheit und Psyche zu schützen?
INNERE EMIGRANTEN beobachtet das unausweichliche, schleichende Abdriften in die Komplizenschaft. Der Dokumentarfilm von Lena Karbe entstand über drei Jahre unter strengster Geheimhaltung. Es ist ein kollektives Psychogramm der russischen Gesellschaft und eine Mahnung an die zerstörerische Kraft eines autoritären Regimes für die Zivilgesellschaft.
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В центре сюжета — трое психологов-волонтеров московской горячей линии помощи. С начала полномасштабного вторжения в Украину их работа превратилась в ежедневное противостояние последствиям пропаганды. Герои пытаются сохранить профессиональную этику, балансируя на опасном краю:
• Где грань между помощью человеку и невольным соучастием в системе? • Что на самом деле означает «нейтралитет» психолога в тоталитарных условиях? • Как спасти чужую психику, не разрушив свою собственную?
Этот фильм — результат трёх лет работы в условиях строжайшей секретности. Перед нами коллективная психограмма российского общества и глубокое исследование того, как авторитарный режим подтачивает основы человечности и гражданского сознания.
«Внутренние эмигранты» фиксируют тот самый момент, когда личная безопасность и профессиональный долг вступают в неразрешимый конфликт.
Ungarn, Vereinigtes Königreich, Deutschland, Frankreich 2025, 132 min, Ungarisch mit deutschen UT
Regie: László Nemes
Budapest, 1957. Nach dem gescheiterten Aufstand gegen das kommunistische Regime wächst der jüdische Junge Andor bei seiner Mutter mit idealisierten Geschichten über seinen verstorbenen Vater auf. Als plötzlich ein brutaler Mann auftaucht und behauptet, sein wahrer Vater zu sein, wird seine Welt auf den Kopf gestellt.
Die Chronik eines Kindes, das sich der Wahrheit über seine Herkunft stellt: ANDOR HIRSCH zeichnet die Geschichte einer Familie nach, die von einigen der dunkelsten Kapitel des 20. Jahrhunderts überschattet ist. Vom verheerenden Trauma des Holocaust bis hin zur autoritären Herrschaft des Kommunismus entfaltet Nemes’ neuester Film eine tief bewegende Konfrontation mit Identität, Erinnerung und dem fragilen Prozess, sich selbst neu zu erfinden.
Deutschland 2026, 200 min, Deutsch | Ukrainisch | Litauisch | Belarusisch | Russisch | Rumänisch mit deutschen UT
Regie: Volker Koepp
„Strom, alleine immer kann ich dich lieben nur …“ (Johannes Bobrowski: Sarmatische Zeit)
Der Fluss Chronos, antiker Name der Memel, durchfließt die Region Sarmatien. Ihm folgt Volker Koepp auf der Suche nach den Schicksalen der Menschen, die an diesen Ufern leben – und kehrt dabei immer wieder zu jenen zurück, die seine früheren Filme geprägt haben. Doch „Chronos – Fluss der Zeit“ ist auch das Porträt einer Region im Wandel. Über fünf Jahre dauerten die Dreharbeiten. Die russische Invasion der Ukraine, die Covid-19-Pandemie prägen das Erleben genauso wie sowjetische Vergangenheit und die Narben, die der Holocaust in den Gemeinschaften hinterlassen hat.
Auf den Spuren der Gedichte von Johannes Bobrowski drehte Volker Koepp 1972 seinen ersten Film im historischen Landschaftsraum östlich der Weichsel zwischen Ostsee und Schwarzem Meer, in der Spätantike „Sarmatien“ genannt. Eine Welt, die nach dem Zweiten Weltkrieg zum sowjetischen Imperium gehörte. Später drehte Koepp in dieser Gegend mit „Kalte Heimat“ (1994), „Herr Zwilling und Frau Zuckermann“ (1998) oder „In Sarmatien“ (2013) einen ganzen Zyklus von Filmen. Es ging um Begegnungen mit Menschen, ihrem Alltag, ihren von politischen Umbrüchen geprägten Biografien, um nationalsozialistischen Terror, die Ermordung der Juden, stalinistische Verfolgung und Hoffnungen auf gesellschaftliche Veränderungen. „Chronos – Fluss der Zeit“ fügt diesen Geschichten ein neues, entscheidendes Kapitel hinzu – als filmische Montage, in der sich Vergangenheit und Gegenwart fragmentarisch verbinden.
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Volker Koepp: Bemerkungen zu „Chronos – Fluss der Zeit“
Zur Vorstellung dieses Filmprojekts schrieb ich 2019: Auf unsere Drehreise für einen Film sind wir 2012 in die Ukraine aufgebrochen, nach Odessa, an die Küste des Schwarzen Meeres. Nach einigen Wochen kamen wir in der russischen Oblast Kaliningrad an, im früheren Nördlichen Ostpreussen. Unterwegs drehten wir in den ukrainischen Städten Uman, Czernowitz und Lemberg, im polnischen Lublin, im belorussischen Hrodno, in Litauen und schließlich in Kaliningrad/Königsberg und in Sowjetsk/Tilsit. An der Ostsee, in Swjetlogorsk/Rauschen und auf der Kurischen Nehrung beendeten wir unsere Dreharbeiten. Der Film hieß: In Sarmatien.
Bevor ich Filme machte, las ich Gedichte. 1963 fand ich ein Buch: Sarmatische Zeit stand in roter Schrift auf dem schmalen schwarzen Leinenband zu lesen. Der Dichter: Johannes Bobrowski. Ich fand das Land Sarmatien im Brockhaus von 1898 in einer Karte aus der Spätantike verzeichnet. Östlich der Weichsel reicht dort Sarmatia vom Oceanus Sarmaticus, der Ostsee, bis hinunter ans Pontus Euxinus, ans Schwarzen Meer. Der Fluss Chronos der Antike ist die Memel der Gegenwart (litauisch: Nemunas, belorussisch: Nemon und im heute zu Russland gehörenden Kaliningrader Gebiet: Neman).
Bobrowski sagt: Strom, alleine immer kann ich dich lieben nur …
Seit 1972 bin ich für Filme neben meinen Dreharbeiten zwischen Elbe und Oder, wie etwa in Wittstock, auch in Sarmatien unterwegs. Ich erzählte vom Leben der Menschen in ihren Landschaften. Ich traf Überlebende nach Hitlers Völkermord an den Juden und Stalins Terror in der Ukraine. Von Biografien also, die geprägt waren von politischen und geografischen Umbrüchen und den Zeitenwenden im elenden 20. Jahrhundert. Und dann, bei den Jüngeren, auch des 21 Jahrhunderts. Hoffnungen, die nach dem scheinbaren Ende des Kalten Krieges vor dreißig Jahren aufkamen, sind durch die Entwicklungen in allerletzter Zeit wieder verflogen. Vielerorts erleben wir so etwas wie eine Hinwendung zu autoritären und antidemokratischen Strukturen. Den Versuchen also, Geschichte vergessen zu machen.
Bobrowski: Leute, ihr redet: Vergessen — es möcht der Holunder sterben an eurer Vergesslichkeit…
Als der Film In Sarmatien in den Kinos war, brachte Russland mit Annexion der Krim im Jahr 2014 den Krieg zurück in die Mitte Europas. Ein Achselzucken ist da nicht erlaubt. Es ist Zeit, mit Chronos noch einmal zu meinen sarmatischen Orten aufzubrechen. Die Menschen, die ich bei früheren Dreharbeiten kennenlernte, sind mir stets nah geblieben. Wir werden auf unserer Drehreise das Leben von manchen von ihnen weiter begleiten können. Und neue Menschen kennenlernen.
Jetzt ist das Jahr 2026 Chronos – Fluss der Zeit ist ein ungewolltes „Langzeitprojekt“. Die Dreharbeiten begannen im Jahr 2020 und sollten 2021 beendet sein. Zuerst brachte die Pandemie ungezählte Verzögerungen und Unterbrechungen. Manche der geplanten Drehorte im Kaliningrader Gebiet waren nun gar nicht mehr zu erreichbar. Die russischen Kinder und Frauen und Freunde aus früheren Filmen waren nun wie verschollen. Die politischen Entwicklungen in der Mitte Europas wurden immer bedrohlicher. Die Frauen in Belarus. Dann das Unfassbare: die Ausweitung des russischen Krieges auf die gesamte Ukraine. Auf Odessa, Uman, Lemberg und Czernowitz. Schreckensbilder über Jahre. Zum Drehen in die Ukraine, nach Czernowitz, fuhr ich mit einem Smartphon. Schließlich reichten die Arbeiten am Film bis in die Gegenwart des Jahres 2026. Seit Beginn des Krieges nach der Annexion der Krim sind nun bald 12 Jahre vergangen. Der tägliche Schrecken der russischen Kriegsverbrechen im Fernsehen. Die Hoffnung, dass Ende des Krieges zu erleben, hat sich nicht erfüllt.
Deutschland / Frankreich 2026, 93 min, Russisch mit deutschen Untertiteln
Regie: Lena Karbe
Drei ehrenamtliche Psycholog:innen einer Moskauer Krisenhotline leisten seit Beginn des Angriffskrieges auf die Ukraine, freiwilligen Telefondienst. Die Auswirkungen der russischen Propaganda auf die eigene Bevölkerung werden während ihrer Arbeit besonders spürbar. Zwischen beruflicher Verantwortung und den weitreichenden Einschränkungen der Meinungsfreiheit müssen die Psycholog:innen einen Weg finden. In dem aufreibenden Balanceakt zwischen den Bedürfnissen der Hilfesuchenden und ihrer eigenen psychischen Gesundheit, wird das Risiko sichtbar – selbst zu Kompliz:innen des totalitären Systems zu werden.
Was bedeutet „Neutralität”? Wo sollten die Grenzen gezogen werden? Und wie setzen die Psycholog:innen diese Grenzen, während sie sich bemühen, ihre berufliche Integrität, persönliche Sicherheit und Psyche zu schützen?
INNERE EMIGRANTEN beobachtet das unausweichliche, schleichende Abdriften in die Komplizenschaft. Der Dokumentarfilm von Lena Karbe entstand über drei Jahre unter strengster Geheimhaltung. Es ist ein kollektives Psychogramm der russischen Gesellschaft und eine Mahnung an die zerstörerische Kraft eines autoritären Regimes für die Zivilgesellschaft.
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В центре сюжета — трое психологов-волонтеров московской горячей линии помощи. С начала полномасштабного вторжения в Украину их работа превратилась в ежедневное противостояние последствиям пропаганды. Герои пытаются сохранить профессиональную этику, балансируя на опасном краю:
• Где грань между помощью человеку и невольным соучастием в системе? • Что на самом деле означает «нейтралитет» психолога в тоталитарных условиях? • Как спасти чужую психику, не разрушив свою собственную?
Этот фильм — результат трёх лет работы в условиях строжайшей секретности. Перед нами коллективная психограмма российского общества и глубокое исследование того, как авторитарный режим подтачивает основы человечности и гражданского сознания.
«Внутренние эмигранты» фиксируют тот самый момент, когда личная безопасность и профессиональный долг вступают в неразрешимый конфликт.
Di. 26.05.
18:00 Uhr
HIMMEL IM BRUNNEN | Leben am Meer: Sāļā Maize / Salziges Brot + La Pointe Courte
, OmdU – Rigaer Schule des poetischen Dokumentarfilms im Kontext des internationalen Kinos
Sāļā Maize / Salziges Brot, Lettische SSR 1965, 18 min, ohne Dialog, R: Herz Frank
La Pointe Courte F 1955, 86 min, OmdU, R: Agnès Varda
Durch zwei Jahrzehnte voneinander getrennt, begegnen sich diese Filme in ihrem Porträt kleiner Gemeinschaften am Wasser. Der lettische Sāļā Maize beobachtet den Alltag eines Küstenortes, der vom Rhythmus der Fischer geprägt ist, die hinaus aufs Meer fahren und wieder heimkehren. La Pointe Courte, oft als Beginn der französischen Nouvelle Vague angesehen, schildert den ausgedehnten Spaziergang eines Paares durch ein Fischerdorf. Die Krise des Paares wird dabei mit dem eingespielten Leben einer kleinen, traditionellen Gemeinschaft parallelisiert, die sich zugleich am Rande der Auflösung befindet. (Nadežda Fedorova)
Di. 26.05.
20:15 Uhr
HIMMEL IM BRUNNEN | Arbeit und Rast: Pusdienā / Mittag + Humain, trop humain
, OmeU – Rigaer Schule des poetischen Dokumentarfilms im Kontext des internationalen Kinos
Zwei Porträts von Arbeitergemeinschaften, zwei unterschiedliche Blicke. Pusdienā hält eine Mittagspause in Lettland fest, während sich die Fabrikarbeiter zu einem im Rahmen der betrieblichen Kulturarbeit organisierten Freiluftkonzert versammeln. Auf einer improvisierten Bühne unterbricht ein russischsprachiges Varietéprogramm den Arbeitsalltag, und die Kamera verweilt auf Gesichtern, die mal von Misstrauen, mal von Freude geprägt sind. Louis Malles Humain, trop humain, gedreht in der Citroën-Fabrik, erschafft ein Sinnbild menschlicher Entfremdung in der modernen Industrie: eine unerschütterliche Studie des Fließbands, in der die Arbeit auf repetitive mechanische Gesten reduziert wird. (Nadežda Fedorova)
Deutschland / Frankreich 2026, 93 min, Russisch mit deutschen Untertiteln
Regie: Lena Karbe
Drei ehrenamtliche Psycholog:innen einer Moskauer Krisenhotline leisten seit Beginn des Angriffskrieges auf die Ukraine, freiwilligen Telefondienst. Die Auswirkungen der russischen Propaganda auf die eigene Bevölkerung werden während ihrer Arbeit besonders spürbar. Zwischen beruflicher Verantwortung und den weitreichenden Einschränkungen der Meinungsfreiheit müssen die Psycholog:innen einen Weg finden. In dem aufreibenden Balanceakt zwischen den Bedürfnissen der Hilfesuchenden und ihrer eigenen psychischen Gesundheit, wird das Risiko sichtbar – selbst zu Kompliz:innen des totalitären Systems zu werden.
Was bedeutet „Neutralität”? Wo sollten die Grenzen gezogen werden? Und wie setzen die Psycholog:innen diese Grenzen, während sie sich bemühen, ihre berufliche Integrität, persönliche Sicherheit und Psyche zu schützen?
INNERE EMIGRANTEN beobachtet das unausweichliche, schleichende Abdriften in die Komplizenschaft. Der Dokumentarfilm von Lena Karbe entstand über drei Jahre unter strengster Geheimhaltung. Es ist ein kollektives Psychogramm der russischen Gesellschaft und eine Mahnung an die zerstörerische Kraft eines autoritären Regimes für die Zivilgesellschaft.
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В центре сюжета — трое психологов-волонтеров московской горячей линии помощи. С начала полномасштабного вторжения в Украину их работа превратилась в ежедневное противостояние последствиям пропаганды. Герои пытаются сохранить профессиональную этику, балансируя на опасном краю:
• Где грань между помощью человеку и невольным соучастием в системе? • Что на самом деле означает «нейтралитет» психолога в тоталитарных условиях? • Как спасти чужую психику, не разрушив свою собственную?
Этот фильм — результат трёх лет работы в условиях строжайшей секретности. Перед нами коллективная психограмма российского общества и глубокое исследование того, как авторитарный режим подтачивает основы человечности и гражданского сознания.
«Внутренние эмигранты» фиксируют тот самый момент, когда личная безопасность и профессиональный долг вступают в неразрешимый конфликт.
Mi. 27.05.
20:00 Uhr
HIMMEL IM BRUNNEN | Gesichter und Stimmen: 235 000 000
– Rigaer Schule des poetischen Dokumentarfilms im Kontext des internationalen Kinos
Lettische SSR 1967, 127 min, ohne Dialog, R: Uldis Brauns
Im Auftrag zum 50. Jahrestag der Oktoberrevolution entstanden, stellt 235 000 000 eine monumentale visuelle Symphonie dar, die das private Glück der Menschen und die Schönheit des Landes in den Mittelpunkt rückt, während Politik und militärische Stärke dieses Bild rahmen. Um die Einheit und Vielfalt des Vielvölkerstaats filmisch wiederzugeben, nahmen vier Teams in verschiedenen sowjetischen Republiken den Alltag der Bürger:innen aller Altersgruppen auf. Das Material wurde in Riga zu einer von Optimismus getragenen lyrischen Allegorie eines menschlichen Lebenswegs montiert. Die Filmmusik komponierte Raimonds Pauls, einer der bekanntesten Jazz- und Unterhaltungskomponisten der Sowjetzeit und bis heute eine prägende Figur der lettischen Kultur. Im Gegensatz dazu befragen Chris Marker und Pierre Lhomme Pariser und Pariserinnen zu ihrem privaten und öffentlichen Leben sowie zu ihrer Wahrnehmung des eigenen Landes im Mai 1962, kurz nach dem Ende des Algerienkriegs. Die Gegenüberstellung der beiden Filme zeigt zwei unterschiedliche Zugänge zur filmischen Darstellung der Gesellschaft unter unterschiedlichen politischen Systemen: Während 235 000 000 auf Sprechtext verzichtet, entsteht seine ideologische Dimension weniger durch Worte als durch die Auswahl der Bilder. LE JOLI MAI hingegen lässt die Menschen selbst zu Wort kommen und schafft ein fragmentarisches, aber vielstimmiges Dokument der französischen Gesellschaft zu Beginn der 1960er Jahre. Trotz der unterschiedlichen Produktionsbedingungen sind beide Filme vom tiefen Humanismus ihrer Autoren geprägt und zeugen von dem Versuch, das Leben ihrer Zeit sichtbar zu machen. (Nadežda Fedorova)
Do. 28.05.
17:15 Uhr
In Case We Never Meet Again (Якщо ми більше не зустрінемося)
Deutschland / Ukraine / USA 2025, 99 min, Ukrainisch mit deutschen UT
Regie: Noaz Deshe, Beau Willimon, Peter Verzilov
Während Tanya und Zenit um Nähe ringen und ihre fragile Beziehung zwischen Zärtlichkeit und Konflikt schwankt, verarbeiten Kinder den Ausnahmezustand auf ihre eigene Weise – sie spielen Krieg, bauen aus Klötzen Kontrollposten und schlüpfen in Rollen, die ihnen Macht und Schutz versprechen. Doch Laras Traum ist ein anderer: Entschlossen, die Kriegsfantasien nicht zur einzigen Zukunft werden zu lassen, lenkt sie das Spiel um: Aus dem Rollenspiel entsteht ein gemeinsames Theaterprojekt in der Nachbarschaft – eine neue Geschichte, die nicht von Zerstörung, sondern von Möglichkeit erzählt. Zwischen Erinnerungen, Träumen und einer Gegenwart, die jederzeit verschwinden könnte, sucht der Film nach Verbindung und Hoffnung – leise und zutiefst gegenwärtig.
Unter der Regie von Noaz Deshe, Beau Willimon und dem Pussy-Riot-Co-Founder Peter Verziloventsteht ein eindringliches Porträt fernab klassischer Frontberichte. Leise beobachtet der Film die Veränderung zwischenmenschlicher Beziehungen und die Auswirkungen des Kriegsalltags auf Kinder. Ein zugleich hochaktueller und zeitloser Film über die Sehnsucht nach Verbindung in einer Welt, die jederzeit kippen kann.
„(…) beeindruckend war, wie der rumänische Co-Regisseur Noaz Deshe sich mit den lokalen Kindern vertraut machte. Er filmte ganz aufrichtig ihre alltäglichen Spiele und blieb dabei fast unbemerkt inmitten von Sequenzen, die man sonst als äußerst choreografiert angesehen hätte. Das Ergebnis ist ein scharfsinniges Porträt einer jungen Generation im Trauma.“ (Marco V. Pereira für die Kyiv Post)
Німеччина, Україна, США 2025
Ноаз Деше, Бо Віллімон, Пьотр Вєрзілов
На тлі повномасштабного вторгнення розгортається тендітна історія кохання Тані й Зеніта — з усіма їх моментами близькості та сварками. Паралельно з тим компанія дітлахів грає у війну, будує блокпости — вони не уявляють майбутнього без насилля.
Do. 28.05.
19:00 Uhr
HIMMEL IM BRUNNEN | Entstehung des Lebens: Augstākā dziesma / Das Hohelied + Pierwsza miłość / Erste Liebe
, OmeU – Rigaer Schule des poetischen Dokumentarfilms im Kontext des internationalen Kinos
Zwei Filme, zwei Blicke auf die Ankunft eines neuen Lebens. Herz Franks Augstākā dziesma verdichtet den Moment der Geburt zu einer poetischen und zugleich existenziellen Meditation. In einer rein visuellen Erzählweise hält die Kamera den Prozess der Geburt fest — als einen der intimsten und erhabensten Momente zwischen den werdenden Eltern und als ein direktes physisches Ereignis. In seiner Bildsprache von erotischer Intensität bis hin zu körperlicher Radikalität reichend, ist der kurze Film ein kühnes Statement für seine Zeit. Krzysztof Kieślowskis Pierwsza miłość begleitet ein junges polnisches Paar in den Wochen vor der Geburt ihres Kindes. In seinem charakteristischen beobachtenden Stil zeichnet Kieślowski das Bild eines jungen Paares, das sich zwischen gesellschaftlichem Druck und eigenen Unsicherheiten als werdende Familie zu behaupten versucht. (Nadežda Fedorova)
Do. 28.05.
20:15 Uhr
HIMMEL IM BRUNNEN | Chroniken des Alltags: Gada reportāža / Jahreschronik + Terminus
– Rigaer Schule des poetischen Dokumentarfilms im Kontext des internationalen Kinos
Gada reportāža / Jahreschronik, Lettische SSR 1965, 53 min, R: Aivars Freimanis
Terminus UK 1961, 33 min, R: John Schlesinger
Zwei Filme, im Auftrag öffentlicher Institutionen entstanden, wurden zu etwas weit Beständigerem: zu poetischen Aufzeichnungen menschlichen Lebens in einer bestimmten Zeit und an einem bestimmten Ort. In Gada reportāža verwandelte sich das, was ein filmischer Bericht über die Errungenschaften des sowjetischen Lettlands werden sollte, in eine bunte Reihe gemeinschaftlicher Ereignisse, die das Leben der Menschen stärker prägten als politische Parolen: Schulabschlüsse, der erste Tag, an dem die Kühe auf die Weiden zurückkehren, eine Wildwasserfahrt. John Schlesingers Terminus, im Auftrag von British Transport Films entstanden, beobachtet das tägliche geschäftige Treiben im Londoner Bahnhof Waterloo. Mit einem Blick für Humor und Empathie fängt der Film flüchtige Begegnungen, Spannungen und Momente der Zärtlichkeit im Rhythmus des öffentlichen Lebens ein. (Nadežda Fedorova)
Deutschland / Frankreich 2026, 93 min, Russisch mit deutschen Untertiteln
Regie: Lena Karbe
Drei ehrenamtliche Psycholog:innen einer Moskauer Krisenhotline leisten seit Beginn des Angriffskrieges auf die Ukraine, freiwilligen Telefondienst. Die Auswirkungen der russischen Propaganda auf die eigene Bevölkerung werden während ihrer Arbeit besonders spürbar. Zwischen beruflicher Verantwortung und den weitreichenden Einschränkungen der Meinungsfreiheit müssen die Psycholog:innen einen Weg finden. In dem aufreibenden Balanceakt zwischen den Bedürfnissen der Hilfesuchenden und ihrer eigenen psychischen Gesundheit, wird das Risiko sichtbar – selbst zu Kompliz:innen des totalitären Systems zu werden.
Was bedeutet „Neutralität”? Wo sollten die Grenzen gezogen werden? Und wie setzen die Psycholog:innen diese Grenzen, während sie sich bemühen, ihre berufliche Integrität, persönliche Sicherheit und Psyche zu schützen?
INNERE EMIGRANTEN beobachtet das unausweichliche, schleichende Abdriften in die Komplizenschaft. Der Dokumentarfilm von Lena Karbe entstand über drei Jahre unter strengster Geheimhaltung. Es ist ein kollektives Psychogramm der russischen Gesellschaft und eine Mahnung an die zerstörerische Kraft eines autoritären Regimes für die Zivilgesellschaft.
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В центре сюжета — трое психологов-волонтеров московской горячей линии помощи. С начала полномасштабного вторжения в Украину их работа превратилась в ежедневное противостояние последствиям пропаганды. Герои пытаются сохранить профессиональную этику, балансируя на опасном краю:
• Где грань между помощью человеку и невольным соучастием в системе? • Что на самом деле означает «нейтралитет» психолога в тоталитарных условиях? • Как спасти чужую психику, не разрушив свою собственную?
Этот фильм — результат трёх лет работы в условиях строжайшей секретности. Перед нами коллективная психограмма российского общества и глубокое исследование того, как авторитарный режим подтачивает основы человечности и гражданского сознания.
«Внутренние эмигранты» фиксируют тот самый момент, когда личная безопасность и профессиональный долг вступают в неразрешимый конфликт.
Fr. 29.05.
19:30 Uhr
In Case We Never Meet Again (Якщо ми більше не зустрінемося)
Deutschland / Ukraine / USA 2025, 99 min, Ukrainisch mit deutschen UT
Regie: Noaz Deshe, Beau Willimon, Peter Verzilov
Während Tanya und Zenit um Nähe ringen und ihre fragile Beziehung zwischen Zärtlichkeit und Konflikt schwankt, verarbeiten Kinder den Ausnahmezustand auf ihre eigene Weise – sie spielen Krieg, bauen aus Klötzen Kontrollposten und schlüpfen in Rollen, die ihnen Macht und Schutz versprechen. Doch Laras Traum ist ein anderer: Entschlossen, die Kriegsfantasien nicht zur einzigen Zukunft werden zu lassen, lenkt sie das Spiel um: Aus dem Rollenspiel entsteht ein gemeinsames Theaterprojekt in der Nachbarschaft – eine neue Geschichte, die nicht von Zerstörung, sondern von Möglichkeit erzählt. Zwischen Erinnerungen, Träumen und einer Gegenwart, die jederzeit verschwinden könnte, sucht der Film nach Verbindung und Hoffnung – leise und zutiefst gegenwärtig.
Unter der Regie von Noaz Deshe, Beau Willimon und dem Pussy-Riot-Co-Founder Peter Verziloventsteht ein eindringliches Porträt fernab klassischer Frontberichte. Leise beobachtet der Film die Veränderung zwischenmenschlicher Beziehungen und die Auswirkungen des Kriegsalltags auf Kinder. Ein zugleich hochaktueller und zeitloser Film über die Sehnsucht nach Verbindung in einer Welt, die jederzeit kippen kann.
„(…) beeindruckend war, wie der rumänische Co-Regisseur Noaz Deshe sich mit den lokalen Kindern vertraut machte. Er filmte ganz aufrichtig ihre alltäglichen Spiele und blieb dabei fast unbemerkt inmitten von Sequenzen, die man sonst als äußerst choreografiert angesehen hätte. Das Ergebnis ist ein scharfsinniges Porträt einer jungen Generation im Trauma.“ (Marco V. Pereira für die Kyiv Post)
Німеччина, Україна, США 2025
Ноаз Деше, Бо Віллімон, Пьотр Вєрзілов
На тлі повномасштабного вторгнення розгортається тендітна історія кохання Тані й Зеніта — з усіма їх моментами близькості та сварками. Паралельно з тим компанія дітлахів грає у війну, будує блокпости — вони не уявляють майбутнього без насилля.
Kroatien / Litauen / Slowenien 2025, 88 min, Kroatisch mit deutschen UT
Regie: Čejen Černić Čanak
Marko glaubt, seinen Weg gefunden zu haben: In der Schule wird er als Sportler gefeiert, mit seiner Freundin führt er eine stabile Beziehung, in der Werkstatt seines Vaters wartet ein guter Job. Er ist einer, den alle mögen – und als es darum geht, sein kroatisches Heimatdorf vor einer Flut zu schützen, stapelt er Sandsäcke, wie alle anderen auch. Doch dann taucht ein Freund aus der Vergangenheit auf und weckt Gefühle, die Markos sorgsam zusammengebautes Selbstbild in Frage stellen – und das Selbstverständnis der konservativen Dorfgemeinschaft gleich mit.
MAUERN AUS SAND ist eine melancholisch erzählte Geschichte über das Erwachsenwerden und den aussichtslosen Versuch, der Mensch zu sein, den andere in einem zu sehen glauben. Behutsam und frei von Sentimentalität inszeniert Regisseurin Čejen Černić Čanak die Liebe als Naturgewalt, die sich ihren Weg bahnt – so viele Dämme auch aufgeschüttet werden. Ein aufregendes, dabei ganz unaufdringliches Stück junges queeres Kino, zeitlos schön.
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Kroatien / Litauen / Slowenien 2025, 88 min, Kroatisch mit deutschen UT
Regie: Čejen Černić Čanak
Marko glaubt, seinen Weg gefunden zu haben: In der Schule wird er als Sportler gefeiert, mit seiner Freundin führt er eine stabile Beziehung, in der Werkstatt seines Vaters wartet ein guter Job. Er ist einer, den alle mögen – und als es darum geht, sein kroatisches Heimatdorf vor einer Flut zu schützen, stapelt er Sandsäcke, wie alle anderen auch. Doch dann taucht ein Freund aus der Vergangenheit auf und weckt Gefühle, die Markos sorgsam zusammengebautes Selbstbild in Frage stellen – und das Selbstverständnis der konservativen Dorfgemeinschaft gleich mit.
MAUERN AUS SAND ist eine melancholisch erzählte Geschichte über das Erwachsenwerden und den aussichtslosen Versuch, der Mensch zu sein, den andere in einem zu sehen glauben. Behutsam und frei von Sentimentalität inszeniert Regisseurin Čejen Černić Čanak die Liebe als Naturgewalt, die sich ihren Weg bahnt – so viele Dämme auch aufgeschüttet werden. Ein aufregendes, dabei ganz unaufdringliches Stück junges queeres Kino, zeitlos schön.
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Deutschland / Ukraine / USA 2025, 99 min, Ukrainisch mit deutschen UT
Regie: Noaz Deshe, Beau Willimon, Peter Verzilov
Während Tanya und Zenit um Nähe ringen und ihre fragile Beziehung zwischen Zärtlichkeit und Konflikt schwankt, verarbeiten Kinder den Ausnahmezustand auf ihre eigene Weise – sie spielen Krieg, bauen aus Klötzen Kontrollposten und schlüpfen in Rollen, die ihnen Macht und Schutz versprechen. Doch Laras Traum ist ein anderer: Entschlossen, die Kriegsfantasien nicht zur einzigen Zukunft werden zu lassen, lenkt sie das Spiel um: Aus dem Rollenspiel entsteht ein gemeinsames Theaterprojekt in der Nachbarschaft – eine neue Geschichte, die nicht von Zerstörung, sondern von Möglichkeit erzählt. Zwischen Erinnerungen, Träumen und einer Gegenwart, die jederzeit verschwinden könnte, sucht der Film nach Verbindung und Hoffnung – leise und zutiefst gegenwärtig.
Unter der Regie von Noaz Deshe, Beau Willimon und dem Pussy-Riot-Co-Founder Peter Verziloventsteht ein eindringliches Porträt fernab klassischer Frontberichte. Leise beobachtet der Film die Veränderung zwischenmenschlicher Beziehungen und die Auswirkungen des Kriegsalltags auf Kinder. Ein zugleich hochaktueller und zeitloser Film über die Sehnsucht nach Verbindung in einer Welt, die jederzeit kippen kann.
„(…) beeindruckend war, wie der rumänische Co-Regisseur Noaz Deshe sich mit den lokalen Kindern vertraut machte. Er filmte ganz aufrichtig ihre alltäglichen Spiele und blieb dabei fast unbemerkt inmitten von Sequenzen, die man sonst als äußerst choreografiert angesehen hätte. Das Ergebnis ist ein scharfsinniges Porträt einer jungen Generation im Trauma.“ (Marco V. Pereira für die Kyiv Post)
Німеччина, Україна, США 2025
Ноаз Деше, Бо Віллімон, Пьотр Вєрзілов
На тлі повномасштабного вторгнення розгортається тендітна історія кохання Тані й Зеніта — з усіма їх моментами близькості та сварками. Паралельно з тим компанія дітлахів грає у війну, будує блокпости — вони не уявляють майбутнього без насилля.
Sa. 30.05.
20:00 Uhr
HIMMEL IM BRUNNEN | Gesichter und Stimmen: Le Joli Mai / Der schöne Mai
, OmeU – Rigaer Schule des poetischen Dokumentarfilms im Kontext des internationalen Kinos
Frankreich 1963, 163 min, OmeU, R: Chris Marker, Pierre Lhomme
Im Auftrag zum 50. Jahrestag der Oktoberrevolution entstanden, stellt 235 000 000 eine monumentale visuelle Symphonie dar, die das private Glück der Menschen und die Schönheit des Landes in den Mittelpunkt rückt, während Politik und militärische Stärke dieses Bild rahmen. Um die Einheit und Vielfalt des Vielvölkerstaats filmisch wiederzugeben, nahmen vier Teams in verschiedenen sowjetischen Republiken den Alltag der Bürger:innen aller Altersgruppen auf. Das Material wurde in Riga zu einer von Optimismus getragenen lyrischen Allegorie eines menschlichen Lebenswegs montiert. Die Filmmusik komponierte Raimonds Pauls, einer der bekanntesten Jazz- und Unterhaltungskomponisten der Sowjetzeit und bis heute eine prägende Figur der lettischen Kultur. Im Gegensatz dazu befragen Chris Marker und Pierre Lhomme Pariser und Pariserinnen zu ihrem privaten und öffentlichen Leben sowie zu ihrer Wahrnehmung des eigenen Landes im Mai 1962, kurz nach dem Ende des Algerienkriegs. Die Gegenüberstellung der beiden Filme zeigt zwei unterschiedliche Zugänge zur filmischen Darstellung der Gesellschaft unter unterschiedlichen politischen Systemen: Während 235 000 000 auf Sprechtext verzichtet, entsteht seine ideologische Dimension weniger durch Worte als durch die Auswahl der Bilder. LE JOLI MAI hingegen lässt die Menschen selbst zu Wort kommen und schafft ein fragmentarisches, aber vielstimmiges Dokument der französischen Gesellschaft zu Beginn der 1960er Jahre. Trotz der unterschiedlichen Produktionsbedingungen sind beide Filme vom tiefen Humanismus ihrer Autoren geprägt und zeugen von dem Versuch, das Leben ihrer Zeit sichtbar zu machen. (Nadežda Fedorova)
Mi. 03.06.
10:00 Uhr
Spatzenkino – Michel und Ida aus Lönneberga
– nur mit Voranmeldung! | reservierung@spatzenkino.de | Service-Telefon 449 47 50
Zeichentrick-Verfilmung des Kinderbuchklassikers von Astrid Lindgren
Michel möchte seiner Mutter eine Freude machen und hängt nachts klebrige Fliegenfänger in der Küche auf. So ein Pech, dass ausgerechnet sein Vater darin hängen bleibt! Also landet Michel wieder einmal im Tischlerschuppen und schnitzt Holzmännchen. Seine kleine Schwester Ida beneidet ihn darum und möchte zu gerne auch einen Unfug anstellen. Regie: Per Ahlin, AliciaJaworski, Björk & Lasse Persson, S 2013, Zeichentrickfilm, 32 Min.