Audioclips
Anstatt eines Vorfilms – Gedichte von Bela Chekurishvili
Was sehen wir, wenn wir zum Himmel schauen? Man kann im Kino einen Vorfilm sehen, man könnte aber auch die Augen schließen und ein Gedicht hören.
Anlässlich der Retrospektive mit frühen Werken von Otar Iosseliani im August 2023 hat die georgische Dichterin Bela Chekurishvili zu jedem Film ein Gedicht ausgesucht. Die von der Autorin eingesprochen Werke liefen als Ton – Lichtinstallation immer an Stelle eines Vorfilms. Sie spricht hier über ihre Auswahl.
Inspizientin
WANN BEGINNT KINO?
Am Bildschirm können Sie die technischen Möglichkeiten unseres Kinos nur akustisch erleben, bei einem Einsatz des Clips im Saal: mit allen Sinnen!
Wann beginnt Kino?Ton / Lichtinstallation Sprecherin: Peggy Bachmann (Inspizientin)Sound: Ulrich MillerLicht: Karl-Ludwig MieldsKinomischung: K13 Studios Berlin, Michael KaczmarekRegenwasser: Berliner Wasserbetriebe@ Kino Krokodil, 2022
Lektüre
Himmel im Brunnen – Rigaer Schule des poetischen Dokumentarfilms im Kontext des internationalen Kinos
Filmreihe mit begleitender Fotousstellung im Foyer, 20.-30. Mai 2026
Himmel im Brunnen - ein Essay von Nadežda Fedorova
Die Schönheit der lettischen Landschaft überwältigt nicht auf Anhieb. Sie stimmt kontemplativ ein. Monotone Kiefernwälder säumen die flachen Felder, deren Grenzen sich im milchigen Dunst auflösen. Ruhige Flüsse und Seen spiegeln übergroße weiße Wolkenberge und den tiefblauen Himmel im Sommer, und in den kurzen Wintertagen überzieht ihre Oberfläche der zähe, bleierne Glanz. Da Entfernungen hier überschaubar sind, läuft die Zeit langsamer. Man schafft ungemein viel, und selbstnach einem vollen Arbeitstag in Riga kann man ins Auto […]
Der Poet als Dokumentarist – Werkschau Harutyun Khachatryan
16.-19. Oktober 2025
Harutyun Khachatryan: Dokumentieren des Windes
Wenn je ein Künstler durch einen frühen traumatischen Eindruck geprägt wurde, dann ist es der armenische Filmemacher Harutyun Khachatryan. 1955 in Achalkalaki geboren, einer von Armeniern bewohnten Stadt in Sowjetgeorgien, nur 29 km von der Grenze zur Armenischen SSR entfernt, wuchs er auf zwischen Welten – mit der Sehnsucht nach einer Heimat, die unerreichbar bleibt und doch bis zum letzten Atemzug zurückruft. Dieses Gefühl durchzieht unweigerlich fast alle seine Filme und besonders die sechs Werke, die in […]
Wie lange lebt ein Mensch? Filme von Judit Elek
Berlin, 12.-28. September 2025 im Kino Krokodil (KK) und im Collegium Hungaricum Berlin (CHB)
Die Werkschau ist Teil der vom Hauptstadt-Kulturfonds geförderten Veranstaltungsreihe Arsenal on Location.
Interviews mit Judit Elek in Paris 2024 und Budapest 2025 - Von Jörg Taszman
Judit Elek (*1937) ist eine zentrale Figur sowohl des ungarischen Dokumentarfilms wie auch des Spielfilmschaffens ihres Landes. Nach dem Studium an der Filmhochschule Budapest, das sie 1956 aufnahm, kurz vor dem ungarischen Volksaufstand, entstanden ihre ersten kurzen Filme im von ihr mitbegründeten Béla Balázs Studio, ein Ort der Experimentierfreude und künstlerischen Freiheit. Ihr Leben wie ihre Filme sind eng verknüpft mit den geschichtlichen Ereignissen des 20. Jahrhunderts; ihre jüdische Herkunft findet vor allem in ihren […]
TANGENTIALE: Themen Texte Kino
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